Enzyklopädie der Neuzeit Online

Get access Subject: History

Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit 2017 wird die Enzyklopädie der Neuzeit Online regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt. In Erweiterung des ursprünglichen Konzeptes sind neue Artikel auch einzelnen Räumen und Regionen gewidmet oder reflektieren aktuelle Trends der historischen Neuzeit-Forschung.

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Nachahmung

(2 words)

Date: 2019-11-19

Nachbarrecht

(698 words)

Author(s): Hofer, Sibylle
1. AllgemeinDas N. ist Teil des Eigentums-Rechts an Grundstücken. Es beinhaltet Regelungen, durch welche die grundsätzlich freie Nutzungsbefugnis eines Eigentümers beschränkt wird. Solche Einschränkungen können unter Nachbarn (Nachbarschaft) vereinbart werden. Ein Beispiel ist etwa die Verabredung, dass der Weg auf einem fremden Grundstück benutzen werden kann. Bei solchen Vereinbarungen besteht ein besonderes Interesse an deren Rechtsbeständigkeit, damit sie nicht von einer Seite aufgekündigt werden können und auch nach…
Date: 2019-11-19

Nachbarschaft

(710 words)

Author(s): Voltmer, Rita
Der Quellenterminus N. (von ahdt. nagiburo, mhdt. nahgebure, nakebur, angelsächs. nehebur, »Nachbar«; lat. vicinitas) bedeutete in der Nz. im engeren Sinn die Nächstwohnenden zu einer bäuerlichen Hof-Stelle, im weiteren Sinn die z. T. informelle, formelle und/oder mit Rechtsbefugnissen ausgestattete Organisationsform einer Sozialität bzw. eines städtischen oder dörflichen Sozialraumes, der mehrere Häuser, Straßen oder ein ganzes Viertel umfassen konnte. Im dörflichen Siedlungsbereich konnten zur N. alle haushäbigen Männer (d. h. vollberechtigten Haushalts-Vorstände) der Dorfgemeinde gehören [4]. Auch die als Not- und Terrorgemeinschaft bezeichnete N., die partiell mit der Pfarrorganisation oder der reformierten Abendmahlsgemeinschaft identisch sein konnte, übte neben Familie und Freundschaft (Verwandtschaft und Gevatterschaft) wichtige Funktionen bei der Regelung kollektiver Int…
Date: 2019-11-19

Nachdruck

(4 words)

s. Raubdruck | Urheberrecht
Date: 2019-11-19

Nachhaltigkeit

(1,221 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. BegriffN. ist ein zentraler Begriff in der gegenwärtigen Umweltdiskussion und steht für den Umgang des Menschen mit natürlichen Ressourcen. Seit dem Brundtland-Bericht (1987) versteht man unter N. eine Ressourcennutzung, die den Bedürfnissen einer Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen, die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, zu gefährden. 1992 schrieb die UNO
Date: 2019-11-19

Nachrichten

(806 words)

Author(s): Requate, Jörg
1. BegriffDas Grimm'sche Wörterbuch verzeichnet als erste Bedeutung von »Nachricht« die »mittheilung zum darnachrichten und die darnachachtung« [1]. In diesem Sinne barg die N. nicht eine beliebige Neuigkeit, sondern eine Mitteilung von besonderer Qualität. Der Begriff war in ein breites Wortfeld eingebunden und insbes. mit dem Wort Zeitung verwandt. Letzteres konnte seinerseits sowohl die mündliche als auch die schriftliche bzw. gedruckte Form einer N. oder Neuigkeit meinen. Die Newen Zeitungen bedeuteten in diesem Sinne »neue N.«, doch verfestigte si…
Date: 2019-11-19

Nachrichtenagentur

(783 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang
1. Der Nachrichtenmarkt der RenaissanceN. im institutionellen Sinne gab es während der Frühen Nz. noch keine, wohl aber Schlüsselfiguren im Nachrichten-Wesen, die in die Rolle professioneller Agenten hineinwuchsen. Diese hatten ihren Sitz an Orten, an denen häufig Neuigkeiten im Sinne der frühnzl. Berichterstattung eintrafen (Hafenstädte, Hauptstädte) oder entstanden (Rom, Höfe, Residenzen, Kriegsschauplätze etc.). Mit der Ausbildung des europ. Staatensystems und der europ. Weltwirtschaft, dem Staats-Bildungsprozess, dem Humanismus, den Entde…
Date: 2019-11-19

Nachrichtenpolitik

(2 words)

s. Zensur
Date: 2019-11-19

Nächstenliebe

(1,393 words)

Author(s): Spehr, Christopher
1. Begriff und DefinitionN. ist ein Zentralbegriff der christl.-jüd. Ethik und basiert auf den biblischen Aussagen zur Liebe. Grundlegend für die N. ist ihr Verhältnis zur Gottesliebe, welches im nt. Doppelgebot der Liebe (Mk 12,28–34) sein…
Date: 2019-11-19

Nacht

(847 words)

Author(s): Koller, Edith
1. Grundlagen N. – die Zeit zwischen Sonnenuntergang und -aufgang bzw. ohne Sonnen-Licht (Dunkelheit) – variiert je nach Jahreszeit und Breitengrad. Die N.-Erfahrungen in Europa differierten daher auch in der Nz. stark. Basierend auf ma. Tradition stellte die frühnzl. N. jedoch grundsätzlich einen vom hellen Tag in allen Bereichen qualitativ unterschiedenen Zeitraum mi…
Date: 2019-11-19

Nachtarbeit

(4 words)

s. Arbeitszeit | Dunkelheit
Date: 2019-11-19

Nacktheit

(1,217 words)

Author(s): Carrasco, Julia
1. BegriffIn kulturgeschichtlicher Hinsicht beschreibt N. den unverhüllten Zustand des menschlichen Körpers im Gegensatz zur kulturellen Norm des Bekleidetseins (Kleidung). In der Kunst wird die nackte Erscheinung des Menschen nach bestimmten formalen und ästhetischen Vorgaben in einer künstlerischen Form neu gestaltet, die im Deutschen als …
Date: 2019-11-19

Nacktkultur

(1,046 words)

Author(s): Eder, Ernst Gerhard
1. Begriff und Entstehung Der Begriff N. kam zu Beginn des 20. Jh.s mit der Lebensreform-, Naturheil-, Freikörperkultur-, Sport-, Jugend- und Jugendstilbewegung, mit Reformkleidung und erotischen Tanzrevuen auf. Er umfasst Ideen und Perspektiven der Lebensführung, Sozialutopien und Erziehungsziele, Schönheits- und Gesundheitsvorstellungen, Sitten- und Moralkritik sowie entsprechende individuelle und kollektive Formen des Handelns und Verhaltens, die in der Nacktheit eine radikal naturnahe Daseinsform verwirklichen wollen. Die Idee, zu bestimmten Zeiten und in bestimmten Sphären und Räumen des Alltagslebens nackt oder möglichst wenig bekleidet zu sein, war in der Nz. dem Geist der Aufklärung geschuldet und zielte auf eine bewusst gewählte, stilisierte und inszenierte Daseinsform jenseits von funktionalen Körper-Verrichtungen, kultischen Handlungen, rituellen Praktiken, Sexualität oder Leibesstrafen ab. Sie wurde von England ausgehend ab dem späten 17. Jh. durch Ärzte, Philosophen, Pädagogen und Naturwissenschaftler verbreitet und z. B. in der Intimsphäre…
Date: 2019-11-19

Nadelwald

(748 words)

Author(s): Selter, Bernward
Zu Beginn der Nz. wuchsen N. (v. a. Fichten-, Kiefern- und Tannenwälder) in Europa noch vorwiegend innerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes bes. im Norden (borealer N. Skandinaviens und Nordrusslands) und Nordosten sowie in den (Mittel-)Gebirgen der gemäßigten Zone Europas (oft mit Laubwald vermischt). In der Mittelmeerregion ergänzten v. a. Kieferngewächse …
Date: 2019-11-19

Näherin

(4 words)

s. Frauenberufe | Schneider/in
Date: 2019-11-19

Näherrecht

(2 words)

s. Immobiliarrechte
Date: 2019-11-19

Nahrung

(743 words)

Author(s): Blickle, Renate
1. BegriffDer frühnzl. Quellenbegriff N. meinte nicht nur die Ernährung, sondern den gesamten »Unterhalt« des Menschen [2…
Date: 2019-11-19

Nahrungsmittelgewerbe

(1,091 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. AllgemeinStädtische Verbraucher gaben in der Nz. einen großen Teil ihrer Einkommen für die Ernährung aus. Daher fanden im N. viele Hände Arbeit. Bäcker und Metzger zählten in den Städten (auch in Marktorten) durchweg zu den größten Berufen, ebenso Müller, Brauer und Fischer. Auch über die Kernberufe hinaus gehörten noch zahlreiche kleinere Nebengewerbe bzw. -tätigkeiten zum N. und bewerkstelligten die städtische Lebensmittelversorgung [6. 35–38].Reinhold Reith2. Müller und BäckerEntsprechend der Bedeutung der Brei- und Brot-Nahrung war das Müllereigewerbe, das auch d…
Date: 2019-11-19

Namengebung

(882 words)

Author(s): Kohlheim, Rosa | Kohlheim, Volker
1. VornamenDie nzl. N. wurde durch religiöse, kulturelle und politische Strömungen geprägt. In Deutschland hatten sich christl. konnotierte Vornamen (= V.; v. a. nach Gestalten des NT und nach Heiligen) zu Beginn der Nz. allgemein durchgesetzt. Anders als i…
Date: 2019-11-19

Namensrecht

(4 words)

s. Person | Persönlichkeitsrecht
Date: 2019-11-19
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