Enzyklopädie der Neuzeit Online

Get access Subject: History

Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit 2017 wird die Enzyklopädie der Neuzeit Online regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt. In Erweiterung des ursprünglichen Konzeptes sind neue Artikel auch einzelnen Räumen und Regionen gewidmet oder reflektieren aktuelle Trends der historischen Neuzeit-Forschung.

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Rhabarber

(853 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Gemüserhabarber…
Date: 2019-11-19

Rheinbund

(1,575 words)

Author(s): Otto, Martin
Date: 2019-11-19

Rheinisches Recht

(651 words)

Author(s): Haferkamp, Hans-Peter
Rh. R. bezeichnet allgemein das in den am Rhein gelegenen Territorien geltende nzl. Recht ( Partikularrecht). Im engeren Sinne wird darunter das in den linksrheinischen Gebieten zwischen Konstanz und Kleve im 19. Jh. geltende franz. R. verstanden.Nach dem Frieden von Lunéville (1801) begann Frankreich damit, die eroberten Rheinlande dem franz. R.-System anzupassen. Damit endete hier die für das Ancien Régime kennzeichnende R.-Zersplitterung in viele lokale R.-Ordnungen. In der Umsetzung mit vielen Kompromissen wurde langsam das franz. Feudalsystem abgeschafft [3] (Feuda…
Date: 2019-11-19

Rheinkrise

(893 words)

Author(s): Gabriel, Martin
Die Rh., die Europa 1840 an den Rand eines Krieges zwischen Frankreich und den Staaten des Deutschen Bundes führte, entwickelte sich aus den franz. Forderungen nach Revision der auf dem Wiener Kongress 1814/15 vereinbarten Verträge i. Allg. und nach Wiedererwerb des linken Rheinufers im Speziellen. Ihren Ursprung hatte die Krise jedoch nicht in Europa, sondern im Osmanischen Reich. Der vom Sultan Maḥmūd II. eingesetzte Vizekönig von Ägypten, Muḥammad ‘Alī (Mehmet Ali), versuchte – gegen den Willen seines Oberherrn – in den 1830er Jahren, ein erbliches arab. Reich zu errichten. Er konnte dabei auf die Unterstützung Frankreichs zählen, das sich im Zuge des griech. Unabhängigkeitskrieges (1821–1829) in Nordafrika festgesetzt hatte und hoffte, im Fahrwasser der Aktionen Muḥammad ‘Alīs den Einfluss des British Empire im Osman. Reich zu konterkarieren [1. 110 f.]. Nach der Niederlage der Truppen des Sultans gegen ‘Alī im Juni 1839 bei Nisib und dem Übertritt der osman. Flotte auf dessen Seite fanden sich England, Österreich, Russland und später auch Preußen zusammen, um den franz. Plänen entgegenzutreten und die Herrschaft des Sultans zu stabilisieren, während ‘Alī mit der erblichen Herrschaft über Ägypten und dem Besitz Südsyriens auf Lebenszeit abgefunden werden sollte ( Londoner Viermächtevertrag vom 15. 7. 1840; vgl. Osmanisches Reich 2.5.1.). Frankreich, dessen Regierung die Vorgänge im Nahen Osten zu einer nationalen Prestigefrage hochstilisiert hatte und das sich durch das Vorgehen dieser Neuauflage der antinapoleonischen Qua…
Date: 2019-11-19

Rhetorik

(4,225 words)

Author(s): Schirren, Thomas | Synofzik, Thomas
1. GrundlagenIn der griech. Antike entwickelte sich seit dem 5. Jh. v. Chr. eine systematische Erforschung von Phänomenen der Rede und Rh. (»Redekunst«). Was zunächst durch Musterreden vom Lehrer an den Schüler weitergegeben wurde, wurde bei Aristoteles im 4. Jh. v. Chr. zum Gegenstand einer systematischen Suche nach den Ursachen gelungener Überredung und Überzeugung (Persuasion); er erkannte Sachbeweis, Rednerethos und Affekteinwirkung als die drei rhetorisch (= rhet.) wirkungsmächtigsten…
Date: 2019-11-19

Rheuma

(1,280 words)

Author(s): Gadebusch-Bondio, Mariacarla
1. Begriffsgeschichte Als » Erkrankungen des Bindegewebes und schmerzhafte Störungen des Bewegungsapparates, die sämtlich zur Ausbildung chronischer Symptome führen können« definierte die Weltgesundheitsorganisation 1978 rheumatische (= rheum.) Erkrankungen. Der Weg zu dieser begrifflichen Festlegung begann schon in der Antike. Mit griech. rheúma (»Fluss«, »Fließen«) beschrieb bereits Empedokles im 5. Jh. v. Chr. »Strömungen« innerhalb des Körpers und dadurch hervorgerufene Krankheiten. In den hippokratischen Schriften werden akute Gelenkschmerzen durch das Fließen von Sekreten oder Körpersäften erklärt, die sich in den Gelenken absetzen ( De locis in homine 7,10). Galen befasste sich sowohl mit Rh. als auch mit Arthritis als Gelenkerkrankung ( Introductio seu medicus, Kap. 12). Bezüglich der Ursache von Gelenkbeschwerden, die laut Hippokrates aufgrund klimatischer Trockenheit entstehen, zeigte er sich kritisch. Die spätantiken Mediziner Aëtios von Amida und Alexander von Tralles beschrieben Ischias, Rh., Podagra und Gicht sowie deren mögliche Therapien im 6. Jh. ausführlich. Die Auffassung, dass Gelenkleiden durch eine »kalte« Konstitution und schlechte Säfte entstehen, vertraten im MA u. a. Avicenna ( Canon) und Hildegard …
Date: 2019-11-19

Rhythmus

(2,330 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang | Tischer, Matthias
1. Natürliche Rhythmen 1.1. DefinitionDer Rh. (von griech. rhythmós, »Fließen«, »Gleichmaß«) als gleichmäßig gegliederte Bewegung bzw. regelmäßige Wiederkehr bestimmter Merkmale ist ein wesentliches Element zur Gliederung von Zeit. Er gliedert astronomische oder »natürliche« (u. a. Jahreszeiten), physikalische (u. a. Pendel), biologische (u. a. Zellteilung, Herzschlag, Atmung), psychische (psychische Abläufe in Kongruenz zur Biorhythmik) und kulturelle Prozesse (vgl. Periodizität). Darüber hinaus ist er ein grundlegendes Strukturelement von komplexen Kulturleistungen (z. B. Sprache, Musik, Literatur) jenseits von Takt (s. u. 2.) und Metrik. 1.2. Natürliche/astronomische und künstliche/kulturelle DeterminationNatürliche zyklische Rh. ( Zyklizität) bestimmten bis in die Nz. …
Date: 2019-11-19

Richter

(3,352 words)

Author(s): Czeguhn, Ignacio | Müßig, Ulrike
1. GrundlagenDer R. war im Europa der Frühen Nz. die Persönlichkeit, die für die Verhandlung und/oder Entscheidung von Rechtsstreitigkeiten bei Gericht zuständig war. Diese Position setzte nicht zwingend einen gelehrten Juristen voraus, sondern konnte u. a. kraft Herkommens (Patrimonialgerichtsbarkeit) oder durch Laienrichter ausgeübt werden. Während im angloamerikan. Rechtskreis (vgl. Common Law) die Bedeutung nichtgelehrter R. für die Entscheidungsfindung erhalten blieb, setzte sich in Kontinentaleuropa mit der Re…
Date: 2019-11-19

Richterrecht

(1,528 words)

Author(s): Czeguhn, Ignacio
1. DefinitionR. bezeichnet objektives Recht, das durch den Spruch eines Richters oder Gerichts gefunden wird und ab diesem Zeitpunkt Geltung beansprucht. Allgemein ist es der Inbegriff derjenigen Rechtsnormen und -grundsätze, die von Richtern ohne Auslegung eines vorgegebenen Gesetzes oder Gewohnheitsrechts bei der Beurteilung von Einzelfällen geschaffen werden. Im anglo-amerikan. Recht herrscht bis heute ein wesentlicher Einfluss des R. vor, während im kontinentaleurop. Rechtskreis das durch den Gesetzgebe…
Date: 2019-11-19

Riechen

(2 words)

s. Geruchssinn
Date: 2019-11-19

Rinder

(1,544 words)

Author(s): Poppinga, Onno
1. Herkunft Die Vorfahren der europ. Haus-R. kamen aus Syrien und Anatolien. Binnen weniger Menschengenerationen verbreiteten sie sich über Süd-, Mittel-, Nord- und Osteuropa. Sie stammen nicht vom europ. Ur (Auer oder Auerochsen) ab, der im Übrigen stark bejagt wurde; das letzte dieser Tiere starb 1627 in einem Wildgatter in Polen [5. 264].Onno Poppinga2. NutzungIn Regionen mit starker R.-Haltung (z. B. in Österreich und der Schweiz) spielten Rindfleischgerichte eine besondere Rolle in Nahrungsmittelversorgung und Esskultur (Fleischkonsum). Milch-Produkte wurden v. a.…
Date: 2019-11-19

Ringen

(940 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
R. im Sinne eines unbewaffneten Kampfes gehörte im MA und zu Beginn der Frühen Nz. zu den ritterlichen Behändigkeiten ( Ritter; Wettkampf). Bes. attraktiv erschien am R., dass auch ein körperlich Unterlegener den Gegner mithilfe überlegener Technik besiegen konnte [9. 174]. R. wurde als vorbereitendes Training für andere Kampftechniken gesehen, aber auch als Ergänzung zum Kampf mit diversen Waffen bzw. als lebensnotwendig im Falle eines überraschenden Angriffs oder bei Verlust der eigenen Waffe. Deshalb enthalten die meisten Fechtbüch…
Date: 2019-11-19

Ringreiten

(2 words)

s. Sport
Date: 2019-11-19

Risorgimento

(845 words)

Author(s): Altgeld, Wolfgang
1. Anfänge und HintergründeR. (ital.; »Wiederauferstehung«, »Wiedererhebung«) war der Titel einer von Cesare Balbo im Herbst 1847 gegründeten und seit 1848/49 von Camillo Benso di Cavour herausgegebenen Tageszeitung, die in der ital. Freiheits- und Einigungsbewegung liberal-konservative und propiemontesisch-monarchistische Überzeugungen vertrat. Gegen Ende des 19. Jh.s setzte sich der Begriff als geläufige Bezeichnung der vielgestaltigen Bewegungen zur Gründung des ital. Nationalstaats von 1861 mitsamt seinen territorialen Abrundungen von 1866 (Venetien) und 1870 (Rom und der restliche Kirchenstaat) und zudem allmählich als …
Date: 2019-11-19

Riten, chinesische

(8 words)

s. Konfuzianismus | Ostasiatische Gesellschaften | Ritenstreit
Date: 2019-11-19

Ritenstreit

(1,699 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Historische Bedeutung Als R. bezeichnet man die im 17./18. Jh. langanhaltende Auseinandersetzung über die Missions-Tätigkeit der Jesuiten in China – genauer gesagt über das jesuitische (= jes.) Missionskonzept der Akkommodation (= Akk.). Eine wesentliche Rolle spielte dabei die Frage, inwieweit den chines. Konvertiten (Konversion) die Ausführung der Riten im Ahnen- und Konfuziuskult gestattet werden könne. Der R. bedeutete zugleich – nach den frühen Kulturkontakten in der Antike und dann den Franziskaner-Missionen sowie der Reise Marco Polos im MA – das Ende der dr…
Date: 2019-11-19

Ritter

(1,502 words)

Author(s): Wrede, Martin
1. Rittertum und NeuzeitAls soziales wie militärisches Phänomen mochte das R.tum recht eindeutig dem MA zugehört haben. Als moralisches, intellektuelles und auch ästhetisches Phänomen ragte es jedoch nicht nur weit in die Nz. hinein, sondern es prägte sie entscheidend – jedenfalls in der Welt des …
Date: 2019-11-19

Ritterakademie

(766 words)

Author(s): Töpfer, Thomas
Als R. werden Spezial- Schulen des Adels bezeichnet, die sich sowohl den gelehrten Studien als auch der Ausbildung in den standesspezifischen Fertigkeiten und Exerzitien widmeten [1. 241] (Standesbildung). Ihre Ursprünge liegen in den im 16. Jh. in Italien entstandenen Ausbildungsstätten, die sich dem Unterricht in der Reitkunst und in Waffentechniken verschrieben hatten (etwa der Scuola di maneggio des Federico Grisone in Neapel, 1532) [4. 41]. Diese »Reitschulen« verbreiteten sich rasch in Mittel- und Westeuropa. In Frankreich entstanden in Verbindung mit humanistischen A…
Date: 2019-11-19

Rittergut

(650 words)

Author(s): Flügel, Axel
Der Ausdruck R. bezeichnet eine Rechtsqualität, die von einem ländlichen Ensemble abgeleitet wurde, das aus einem Herrenhaus, dazu gehörigen agrarischen Nutzungen und weiteren Berechtigungen bestand ( Gut). Zum ma. Ritter-Stand steht das R. nur …
Date: 2019-11-19

Ritterorden

(1,577 words)

Author(s): Wrede, Martin
1. Geistliche Ritterorden 1.1. Ursprünge Der Anfang der frühnzl. R. lag in der Epoche der Kreuzzüge. Sie brachten zunächst die geistlichen Orden hervor – die drei größten waren die Templer, die Johanniter und die Deutschherren –, mittelbar dann auch die weltlichen. Ursprünglich der Krankenpflege und Pilgerversorgung verschrieben, hatten die geistlichen Orden sich im Lauf des 12. Jh.s zu Gemeinschaften von Kriegern bzw. »Ritterbrüdern« verwandelt, di…
Date: 2019-11-19
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