Enzyklopädie der Neuzeit Online

Get access Subject: History

Die Enzyklopädie der Neuzeit Online, die auf der gedruckten Ausgabe Enzyklopädie der Neuzeit (J.B. Metzler Verlag Stuttgart, 2005-2012, in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen) basiert, bietet in über 4.000 Schlagwörtern einen facettenreichen Blick auf das bedeutsame Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Seit 2017 wird die Enzyklopädie der Neuzeit Online regelmäßig erweitert. Neue Artikel kommen hinzu und bestehende Artikel werden um neue Abschnitte und zusätzliche Literatur ergänzt. In Erweiterung des ursprünglichen Konzeptes sind neue Artikel auch einzelnen Räumen und Regionen gewidmet oder reflektieren aktuelle Trends der historischen Neuzeit-Forschung.

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Rhabarber

(906 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Gemüserhabarber Der Rh. gehört wie etwa Sauerampfer und Buchweizen zu den Knöterichgewächsen. Von dem allseits bekannten Gemüse-Rh. (lat. Rheum rhabarbarum), aus dessen Blattstielen Kompott, Kuchen oder Marmelade gemacht wird, ist der China- oder Medizinal-Rh. (

Rheinbund

(1,673 words)

Author(s): Otto, Martin
Rh. (franz. Confédération du Rhin, engl. Confederation of the Rhine) bezeichnet zwei durch franz. Einfluss entstandene nzl. dt. Staatenbünde. 1. Erster Rheinbund 1658 Ein erster Rh. (»Rheinischer Bund« bzw. »Rheinische Allianz«; franz. Ligue du Rhin) wurde am 14. 8. 1658 in Frankfurt am Main aus Anlass der Wahl des Ha…

Rheinisches Recht

(680 words)

Author(s): Haferkamp, Hans-Peter
Rh. R. bezeichnet allgemein das in den am Rhein gelegenen Territorien geltende nzl. Recht ( Partikularrecht). Im engeren Sinne wird darunter das in den linksrheinischen Gebieten zwischen Konstanz und Kleve im 19. Jh. geltende franz. R. verstanden. Nach dem Frieden von Lunéville (1801) begann Frankreich damit, die eroberten Rheinlande dem franz. R.-System anzupassen. Damit endete hier die für das

Rheinkrise

(918 words)

Author(s): Gabriel, Martin
Die Rh., die Europa 1840 an den Rand eines Krieges zwischen Frankreich und den Staaten des Deutschen Bundes führte, entwickelte sich aus den franz. Forderungen nach Revision der auf dem Wiener Kongress 1814/15 vereinbarten Verträge i. Allg. und nach Wiedererwerb des linken Rheinufers im Speziellen. Ihren Ursprung hatte die Krise jedoch nicht in Europa, sondern im Osmanischen Reich. Der vom Sultan Maḥmūd II. eingesetzte Vizekönig von Ägypten, Muḥammad ‘Alī (Mehmet Ali), versuchte – gegen den Willen seines Oberherrn – in den 1830er Jahren, ein erbliches arab. …

Rhetorik

(4,470 words)

Author(s): Schirren, Thomas | Synofzik, Thomas
1. Grundlagen In der griech. Antike entwickelte sich seit dem 5. Jh. v. Chr. eine systematische Erforschung von Phänomenen der Rede und Rh. (»Redekunst«). Was zunächst durch Musterreden vom Lehrer an den Schüler weitergegeben wurde, wurde bei Aristoteles im 4. Jh. v. Chr. zum Gegenstand einer systematischen Suche nach den Ursachen gelungener Überredung und Überzeugung (Persuasion); er erkannte Sachbeweis, Rednerethos und Affekteinwirkung als die drei rhetorisch (= rhet.) wirkungsmächtigsten Ursachen. Hauptwerke der röm. Rh. sind die anonyme Rhetorik an Herennius sowie die rhe…

Rheuma

(1,339 words)

Author(s): Gadebusch-Bondio, Mariacarla
1. Begriffsgeschichte Als » Erkrankungen des Bindegewebes und schmerzhafte Störungen des Bewegungsapparates, die sämtlich zur Ausbildung chronischer Symptome führen können« definierte die Weltgesundheitsorganisation 1978 rheumatische (= rheum.) Erkrankunge…

Rhythmus

(2,477 words)

Author(s): Behringer, Wolfgang | Tischer, Matthias
1. Natürliche Rhythmen 1.1. Definition Der Rh. (von griech. rhythmós, »Fließen«, »Gleichmaß«) als gleichmäßig gegliederte Bewegung bzw. regelmäßige Wiederkehr bestimmter Merkmale ist ein wesentliches Element zur Gliederung von Zeit. Er gliedert astronomische oder »natürliche« (u. a. Jahreszeiten), physikalische (u. a. Pendel), biologische (u. a. Zellteilung, Herzschlag, Atmung), psychische (psychische Abläufe in Kongruenz zur Biorhythmik) und kulturelle Prozesse (vgl. Periodizität).…

Richter

(3,622 words)

Author(s): Czeguhn, Ignacio | Müßig, Ulrike
1. Grundlagen Der R. war im Europa der Frühen Nz. die Persönlichkeit, die für die Verhandlung und/oder Entscheidung von Rechtsstreitigkeiten bei Gericht zuständig war. Diese Position setzte nicht zwingend einen gelehrten Juristen voraus, sondern konnte u. a. kraft Herkommens (Patrimonialgerichtsbarkeit) oder durch Laienrichter ausgeübt werden. Während im angloamerikan. Rechtskreis (vgl. Common…

Richterrecht

(1,621 words)

Author(s): Czeguhn, Ignacio
1. Definition R. bezeichnet objektives Recht, das durch den Spruch eines Richters oder Gerichts gefunden wird und ab diesem Zeitpunkt Geltung beansprucht. Allgemein ist es der Inbegriff derjenigen Rechtsnormen und -grundsätze, die von Richtern ohne Auslegung eines vorgegebenen Gesetzes oder Gewohnheitsrechts bei der Beurteilung von Einzelfällen geschaffen werden. Im anglo-amerikan. Recht herrscht bis heute ein wesentlicher Einfluss des R. vor, während im kontinentaleurop. Rechtskreis das durch den Gesetzgeber geschaffene Recht den Vorrang hat. Die Bindung der Gerichte an die Sätze ständiger Rechtsprechung nennt man Präjudiz. …

Rinder

(1,608 words)

Author(s): Poppinga, Onno

R (index) Figure person

(465 words)

Radetzky (Radetz), Joseph Wenzel, Graf; Feldmarschall, 1766-1858 Trikolore Raffael, Santi, Raffaello; Maler, Baumeister, 1483-1520 Deckenmalerei | Engel | Gestik | Groteske | Historienbild Rahl, Carl Heinrich; Kupferstecher, 1779-1843 Überschwemmung Raimondi, Marcantonio; Kupferstecher, um 1480-1530 Renaissance | Reproduktionsgraphik | Sünde Ramberg, Johann Heinrich; Maler, Zeichner, 1763-1840 Gelehrte Frauen Ramberg, Johann Heinrich; Maler, Zeichner, 1763–1840 Literarische Institutionen Rameau, Jean-Philippe; Komponist, Musiktheore…

R (index) Figure Subject

(249 words)

Radierung, Druckgraphik Raffination, Raffinerie, Zinn Rathaus, Bürgerunruhen | Renaissance Raub, Kriminalgeschichte | Postraub Raubtiere, Werwolf Rechenkunst, Analysis Recht, Rechtsphilosophie und Naturrecht | Reichshofrat Recycling, Wiederverwertung …

Ringen

(967 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
R. im Sinne eines unbewaffneten Kampfes gehörte im MA und zu Beginn der Frühen Nz. zu den ritterlichen Behändigkeiten ( Ritter; Wettkampf). Bes. attraktiv erschien am R., dass auch ein k…

Ringreiten

(10 words)

s. Sport

Risorgimento

(895 words)

Author(s): Altgeld, Wolfgang
1. Anfänge und Hintergründe R. (ital.; »Wiederauferstehung«, »Wiedererhebung«) war der Titel einer von Cesare Balbo im Herbst 1847 gegründeten und seit 1848/49 von Camillo Benso di Cavour herausgegebenen Tageszeitung, die in der ital. Freiheits- und Einigungsbewegung liberal-konservative und propiemontesisch-monarchistische Überzeugungen vertrat. Gegen Ende des 19. Jh.s setzte sich der Begriff als geläufige Bezeichnung der vielgestaltigen Bewegungen zur Gründung des ital. Nationalstaats von 1861 mitsamt seinen territorialen Abrundungen von 1866 (Venet…

Ritenstreit

(1,774 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Historische Bedeutung Als R. bezeichnet man die im 17./18. Jh. langanhaltende Auseinandersetzung über die Missions-Tätigkeit der Jesuiten in China – genauer gesagt über das jesuitische (= jes.) Missionskonzept der Akkommodation (= Akk.). Eine wesen…

Ritter

(1,569 words)

Author(s): Wrede, Martin
1. Rittertum und Neuzeit Als soziales wie militärisches Phänomen mochte das R.tum recht eindeutig dem MA zugehört haben. Als moralisches, intellektuelles und auch ästhetisches Phänomen ragte es jedoch nicht nur weit in die Nz. hinein, sondern es prägte sie entscheidend – jedenfalls in der Welt des Adels und der Höfe. Wenn auch der Honnête homme und der Gentleman keine R. mehr waren, sondern deren Nachfolger und Erben, so fiel doch das Ende des R.tums mit dem »Herbst des MA« keineswegs zusammen [9] (Mittelalterrezeption). Die militärische Profession wandelte sich bereits seit dem 15. Jh. einerseits zur äußeren, öffentlichen bzw. höfischen Ehre bzw. Ehrenstelle, andererseits zur inneren Haltung. Die Bewegung der Romantik sollte diese Entwicklung dann im 19. Jh. im Hinblick auf das letztgenannte Moment zu ihrem Höhepunkt führen. Das R.tum in der Nz. war dergestalt v. a. ein Moment der sozialen Phantasie. Es ist nicht zu verwechseln mit der R.schaft als einem Element der sozialen Formation, hier der des Niederadels (Reichsritter). …

Ritterakademie

(787 words)

Author(s): Töpfer, Thomas
Als R. werden Spezial- Schulen des Adels bezeichnet, die sich sowohl den gelehrten Studien als auch der Ausbildung in den standesspezifischen Fertigkeiten und Exerzitien widmeten [1. 241] (Standesbildung). Ihre Ursprünge liegen in den im 16. Jh. in …

Rittergut

(674 words)

Author(s): Flügel, Axel
Der Ausdruck R. bezeichnet eine Rechtsqualität, die von einem ländlichen Ensemble abgeleitet wurde, das aus einem Herrenhaus, dazu gehörigen agrarischen Nutzungen und weiteren Berechtigungen bestand ( Gut). Zum ma. Ritter-Stand steht das R. nur in loser Beziehung, mit der Reichsritterschaft hat die Bezeichnung nichts zu tun. Der Begriff gehört vielmehr in den Staatsbildungsprozess der Frühen Nz. (Staat). Er gewann im dt. Sprachraum im 19. Jh. große Bedeutung in den Debatten um die konstitutionelle Monarchie. Der Begriff Grundherrschaft umfasst dagegen einen hochkompl…
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