Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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D

(223 words)

Author(s): B. Bischoff
vierter Buchstabe des lat. Alphabets. Das griech. Delta, das im Etruskischen keine Entsprechung hat, übernahmen die Römer aus einem westgriech. Alphabet in abgerundeter Form. In der klassischen Gestaltung der Inschriften traf der rechte, voll ausholende Bogen oben und unten in rechtem Winkel den linken Schaft. Die kalligraphische Schreibschrift (Capitalis) verlangte eine Ausführung in drei Strichen, dem Schaft, einer Basis in rechtem Winkel dazu und dem Rest des Bogens. Bei kursivem Schreiben wu…

Da Bologna, Nicolò

(8 words)

Siehe Nicolò da Bologna

DaCarpi, Ugo

(7 words)

Siehe Carpi, Ugo da

Dachstriche

(14 words)

Author(s): Red.
sind die schrägen Anstriche bei Antiquabuchstaben wie m, n, 1 usw. Red.

Dacia, Bernardus de

(259 words)

Author(s): P. Amelung
wohl eher aus Dänemark (= Dacia) als aus Siebenbürgen stammender Frühdrucker in Neapel. Es ist nur ein einziger Druck bekannt, an dessen Herstellung er beteiligt war: die am 28. 4. 1478 vollendete ital. Ausg. des «Libro della divina dottrina» (GW 6224) der Katharina von Siena. Die Schlußschrift dieses Drucks liegt in vier verschiedenen Fassungen vor, wobei jeweils ein anderer Drucker angegeben ist. Es ist anzunehmen, daß die vier Drucker (wahrscheinlich ehemalige Werkleute aus der Druckerei des …

Dacier, André

(222 words)

Author(s): A. Labarre
* 6. 4. 1651 in Castres, † 18. 9. 1722 in Paris, franz. Philologe. D. studierte die Belletristik in der evangelischen Akademie von Saumur, wo er Schüler von Tanneguy Lefebvre war und dessen Tochter er 1683 heiratete. Die beiden traten 1685 zum Katholizismus über; dies sicherte ihnen den kgl. Beistand für ihre gelehrte Arbeit. D. arbeitete mit an der Slg. «ad usum Delphini» und übersetzte u. a. Horaz, Aristoteles, Platon, Epiktet und Plutarch. Er wurde zum Kustos der Bücher des Kabinetts des Louv…

Dada-Typographie

(150 words)

Author(s): F. A. Janssen
Die 1916 in Zürich gegründete Dada-Bewegung verfolgte als Anti-Kunst eine völlige Absage an alle bisherigen Regeln und Konzeptionen des «Schönen». Ihr Kunst-Anarchismus und ihre Idee des Unsinns der Welt treten auch in ihrer Typographie hervor (z. B. in den Zeitschriften «Dada» und «Cabaret Voltaire»), die durch Anti-Logik, Auflösung des geordneten Satzbildes (Aufhebung der Kolumnenordnung), Montage völlig verschiedener Schriftarten und -großen (meist serifenlosen), collagenartigen Aufbau von gr…

Daentler

(42 words)

Author(s): Red.
Brönner & Daentler GmbH & Co. KG, Druckerei in Eichstätt. Gegr. 1683 als fürstbischöfliche Druckerei von den Buchdruckern Franz Xaver Strauß und Michael Schmid. Heute (1987) zählt Brönner & D. zu den leistungsfähigsten Druckereiunternehmen Mittelbayerns für Rollen- und Bogenoffsetdruck. Red.

Dagaeus

(16 words)

Author(s): Red.
irischer Mönch des 6. Jh.s (f 587), einer der frühesten namentlich bekannten Buchbinder. Red.

Daguerre, Louis Jac ques Mandé

(140 words)

Author(s): O. M. Lilien
* 18. 11. 1787 in Cormeilles, † 10. 7. 1851 in Bry-sur-Marne, franz. Landschafts- und Dekorationsmaler, erbaute um 1820 in Paris das erste Diorama. 1829 verband er sich mit Joseph Nicéphore Nièpce zur Verbesserung von dessen Versuchen, in der Kamera auf lichtempfindlichen Asphaltschichten Bilder zu erzeugen, wofür stundenlange Belichtungen erforderlich waren. 1831 entdeckte er die weit höhere Lichtempfindlichkeit von Jodsilberschichten, auf denen nach nur minutenlanger Belichtung Bilder entstand…

Daguerréotypie

(83 words)

Author(s): O. M. Lilien
das erste brauchbare fotografische Aufnahmeverfahren. 1833 hatte Daguerre ein Verfahren entwickelt, auf polierten Silberplatten, die in einem geschlossenen Kasten durch Joddämpfe lichtempfindlich gemacht und dann in einer Kamera für einige Minuten belichtet wurden, mit Quecksilberdämpfen seitenverkehrte positive Bilder zu entwickeln, die dann fixiert, gewaschen und getrocknet wurden. Die auf den spiegelnden Metallplatten entstandenen Bilder sind nichtduplizierbare Unikate, die sich unter schräge…

Dagulf

(110 words)

Author(s): O. Mazal
Schreiber des sog. Goldenen Psalters Karls des Großen, auch Dagulf-Psalter genannt (Wien, Österr. NB, Cod. 1861), wohl identisch mit dem von Alkuin in einem Brief genannten «scriniarius» Dogwulf. Die D.-Minuskel ist eines der bedeutendsten Beispiele der frühen karolingischen Minuskel. Ob D. Mönch oder Weltgeistlicher war, ist unbekannt. Sein Name als «exiguus famulus» des Königs kommt in der Widmungsschrift des Goldenen Psalters an Karl den Großen vor. Der Name D.s erscheint auch in der Hs. der British Library, Harley 3685 und in Cod. 335 der Schloßbibl, in Pommersfelden. O. Mazal B…

Dagulf-Psalter

(217 words)

Author(s): O. Mazal
der Goldene Psalter Karls des Großen, nach seinem Schreiber auch D. genannt, und als Cod. 1861 in der Hss.- und Ink.slg. der Österr. NB verwahrt, ist in goldener Tinte in karolingischer Minuskel in der Hofschule Karls des Großen vor 789 begonnen und um 790–795 vollendet worden. Als Zierschriften kommen auch verschiedene Arten der Capitalis und der Unziale vor. Als kleinste Psalterhandschrift (192 X 120 mm) des ersten Jahrtausends ist der Cod. nur mit ornamentalem Schmuck ausgestattet: eine gerah…

Dahlberg, Ragnar

(90 words)

Author(s): T. Nielsen
* 8. 10. 1877 in Turku, † 7. 1. 1950 in Helsinki, finnischer Bibliothekar, 1900–1945 im Dienst der UB Helsinki. Mit dem Altbestand der UB war D. bes. vertraut; er schrieb eine Reihe uchgeschichtlicher Abhandlungen. Seine Privatslg. (ca. 7000 Bde.) wurde nach seinem Tod verkauft. D. war zugleich ein bekannter Pomologe. T. Nielsen Bibliography Castrén, L.: Bibliografi över R. D.s tryckta skrifter 1900 bis 1947. In: Miscellanea bibliographica 4. Helsinki 1947, S. 351 bis 359 Pipping, H. E. in: Historiska och litteraturhistoriska studier 38. Helsingfors 1963, S. 7–30.

Dahlgren, Erik Wilhelm

(98 words)

Author(s): T. Nielsen
* 7. 6. 1848 in Stockholm, † 10. 10. 1934 ebd., schwed. Bibliothekar, Kgl. Bibl. Stockholm 1870–1893, Direktor (ab 1910 Reichsbibliothekar) 1903–1916; zeitweise Bibliothekar bei verschiedenen wiss. Ges., für die er mehrere lit. Aufträge hatte. D. war u.a. Nordenskiöld bei der Veröffentlichung seiner Reiseberichte behilflich. Als Kenner der Gesch. der Geographie gewann er einen angesehenen Namen, besonders in bezug auf die Entdekkungsgesch. der Südsee. Unter seiner Leitung entwikkelte sich die Kgl. Bibl, zu einer modernen Forschungsinstitution. T. Nielsen Bibliography Colli…

Dahl, Johan

(67 words)

Author(s): T. Nielsen
* 1. 1. 1807 in Kopenhagen, † 16. 3. 1877 in Christiania, dän.-norw. Buchhändler, ging 1829 nach Christiania, wo er 1832 eine eigene Buchhandlung und Verlag gründete. Mit Dichtern wie Oehlenschläger und Welhaven stand der lebhafte D. in enger Beziehung, und sein Verlag war der bis dahin bedeutendste Norwegens. T. Nielsen Bibliography Tveterås, H. L.: Den norske bokhandels historie. Bd. 1. Oslo 1950, S. 262–303.

Dahlmann, Friedrich Christoph

(119 words)

Author(s): T. Frenz
* 13. 5. 1785 in Wismar, † 5. 12. 1860 in Bonn, Historiker und Politiker. Seit 1812 Professor in Kiel (im Konflikt um die Rechtsstellung Schleswig-Holsteins gestützt auf die ma. Privilegien antidänisch engagiert), seit 1829 Professor in Göttingen, 1837 als einer der «Göttinger Sieben» entlassen, seit 1842 Professor in Bonn. 1848/1849 Abgeordneter in der Paulskirchenversammlung, maßgebend an der Ausarbeitung der Verfassung beteiligt. Er initiierte die später von Georg Waitz fortgefiihrte «Quellen…

Dahlström, Carl Andreas

(66 words)

Author(s): T. Nielsen
*22. 9. 1806 in Stockholm, † 9. 9. 1869 ebd., schwed. Lithograph, urspr. Historienmaler. Seine beliebten Bildserien mit Motiven aus der Gesch. und dem täglichen Leben (z. B. «I Stockholm», 1855) sind zwar von wechselndem künstlerischen Wert, aber seine Zeit hat durch ihn einen treuen und humorvollen Ausdruck gefunden. T. Nielsen Bibliography Rönnow, S. in: Svenskt konstnärslexikon. Bd. 2. Malmö 1953, S. 27–28.

Dahl, Svend

(247 words)

Author(s): T. Nielsen
* 24. 9. 1887 in Frederiksberg bei Kopenhagen, † 15. 11. 1962 ebd., dan. Bibliothekar und Zoologe. Schon als Studentengehilfe in Kopenhagen (Kgl. Bibl. 1907–1909, UB 1909–1911) bewies er Talent für den Beruf des Bibliothekars, war 1911–1920 Bibl, rat an der Kgl. Bibl., siedelte aber zur neugegr. Staatlichen Bibl.aufsicht über, kehrte 1925 zur UB als Direktor zurück und war schließlich 1943–1952 Reichsbibliothekar. Er war Hrsg, des «Haandbog i Bibliotekskundskab» (1912, 2. Ausg. 1916, 3. Ausg. 19…

Dahnert, Johann Carl

(206 words)

Author(s): E. Zunker
10. 11. 1719 in Stralsund, † 5. 7. 1785 in Greifswald, Universitätsbibliothekar und Professor. Er studierte in Greifswald Theologie, Philosophic, Gesch. sowie Sprachen und wurde schon 1747 auf Veranlassung der schwed. Verwaltung als Univ.bibliothekar und Professor der Philosophischen Fakultät eingesetzt. D. wurde einer der bedeutendsten Gelehrten seiner Zeit. Er war Reorganisator der UB Greifswald, die er gegen Widerstände mit Weitblick von ca. 5 Tsd. auf ca. 26 Tsd. Bde. ausbauen konnte. Ohne H…

Dahome

(4 words)

(Dahomey) Benin

Dainton Report

(143 words)

Author(s): I. R. Willison
1967 von einem Ausschuß des engl. Erziehungsministeriums unter Vorsitz von F. S. Dainton verfaßt, um die Organisation und Arbeitsweise der verschiedenen nationalen Bibliotheksdienste des Landes daraufhin zu untersuchen, ob ihre Finanzierung und Wirksamkeit in ein einheitliches System gebracht werden könnten. Der Ausschuß empfahl, daß die Bibl, des Britischen Museums, die National Central Library, die National Lending Library of Science and Technology, die British National Bibliography und dazu F…

DAKJ

(9 words)

Siehe Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur

Dalberg, Karl Theodor von

(113 words)

Author(s): G. Mälzer
* 8. 2. 1744 in Herrnsheim, † 10. 2. 1817 in Regensburg, Reichsfreiherr. Stammte aus dem angesehensten deutschen Reichsrittergeschlecht. Rektor der Univ. Würzburg (1784–1788), Bischof von Konstanz (1800), Erzbischof von Mainz (1802), Fürstprimas des Rheinbundes (1806), Großherzog von Frankfurt (1810) und Erzbischof von Regensburg. 1808 Gründer der Mainzer Rumpfuniversität in Aschaffenburg. D. errichtete 1814 eine Stiftung zugunsten der UB Würzburg, die bei seinem Tode 68 Tsd. Gulden betrug. Die …

Dalby-Buch

(69 words)

Author(s): T. Nielsen
Evangeliar aus der Mitte des 11. Jh. s, wahrscheinlich in Dänemark geschrieben und die älteste bekannte dän. Hs. Der Name ist vom Dorf Dalby (Skåne) hergeleitet, da die Hs. im MA dem dortigen Kloster gehört hat; jetzt in der Kgl. Bibl. Kopenhagen (Gl. kgl. saml. 1325, 4°), Einband von ca. 1200 aus vergoldetem Silber und Kupfer. T. Nielsen Bibliography Nielsen, L.: Danmarks iddelalderlige Haandskrifter. Køben-havn 1937, S. 19–27.

Dalen von Köln, Heinrich

(175 words)

Author(s): S. Corsten
(Henricus de Colonia und ähnlich), als Buchdrucker und Buchhändler nachweisbar von 1474 bis 1500, f vor 1505. Stammte aus einer Kölner Kaufmannsfamilie und lernte in Venedig. D. ließ sich dann in Brescia nieder, wo er am 24. 9. 1474 eine Ausg. der «Ilias» in lat. Sprache (H 8774) vollendete. In späterer Zeit brachte er bevorzugt, z. T. zus. mit Gesellschaftern und Verlegern, juristische Werke heraus. 1477 siedelte er mit Familie und zwei Gesellen nach Bologna über, 1486 verlegte er sein Unterneh…

Daliwe, Jaques

(5 words)

Siehe Musterbücher

Dalloz

(93 words)

Author(s): G. Gabel
1824 gründeten die Anwälte Désiré (1795 bis 1869) und Armand D. (1797–1867) in Paris den gleichnamigen Verlag, dem eine Buchhandlung angegliedert wurde. D. hat sich auf die Veröffentlichung von juristischer und wirtschaftswiss. Lit. spezialisiert. Von Bedeutung für das franz. Rechtswesen sind neben den Lexika und Gesetzbüchern die großen Slg. «Recueil de législation, de doctrine et de jurisprudence» und «Recueil périodique de jurisprudence générale». In jüngster Zeit brachte D. verstärkt Lehrbüc…

Dalmata

(184 words)

Author(s): G. Franz
(Dalmatin), Antonius (Antun) aus Dalmatien (Kroatien), † 1579 in Laibach/Ljubljana. D. war Priester in Istrien, wurde evangelisch und kam über Laibach als Mitarbeiter von Primus Trüber und Stephan Consul an die südslawische Bibelanstalt in Tübingen und Urach. Übers, und gedr. wurden Bibeltexte und Reformationsschriften in kroatischer Sprache mit glagolitischen und kyrillischen Lettern. Das NT von Consul und D. erschien 1562/1563 in beiden Schriften. Die «Loci communes» Melanchthons und eine Posti…

Dalmatin, Georg

(221 words)

Author(s): C. Weismattn
(Jurij) * 1546/1547 in Gurkfeld (Krško) in Krain, †* 31. 8. 1589 in Laibach (Ljubljana), slowenischer protestantischer Theologe und Bibelübers. Als Schüler des Grammatikers Adam Bohorič und des slowenischen Reformators Primus Trüber kam D. mit letzterem 1565 nach Württemberg, studierte nach dem Besuch der Klosterschule Bebenhausen seit 1566 Theologie im Tübinger Stift und versah von 1572 bis zu seinem Tod die Stelle eines slowenischen und dt. Predigers in Laibach, verbunden mit Aufgaben in Schul…

Dal Pozzo

(500 words)

Author(s): P. Amelung
(Puteolanus, de Puteo, da Parma), Francesco * um 1440 in Contignaco bei Parma, † 1490 in Mailand, von 1467 bis 1477 Professor der Rhetorik und Poetik an der Univ. Bologna, seit 1474 außerdem Kleriker, später bis zu seinem Tod Professor an der Univ. Mailand. Zus. mit seinen Partnern Azzoguidi und Malpigli war D. maßgeblich an der Einführung des Buchdrucks in Bologna beteiligt. Während seine Partner nach Auflösung ihrer Dreiergemeinschaft eigene Druckereien begründeten, begnügte sich D. in der Folge mi…

Damaskus

(319 words)

Author(s): G. M. Gharieb
Die Bibl.en von D. bewahrten griech. Wissensgut auf. Dort fand H.b.Ishäq nach langem Suchen einen Teil eines Ms. des Mediziners Galen. Um 687 wurde mit der Übers, griech., ägyptischer, indischer und anderer Bücher ins Arabische begonnen. Anfang des 13. Jh.s stöberte L. von Pisa in den Bibl.en von D., um seine mathematischen Kenntnisse zu vervollkommnen. Die Bibl, des Fatimiden Al-cAzTz in Kairo, mit einem Bestand von 1,6 Mio. Bdn., diente den Riesenbibi.en von D. als Vorbild. In den fünf Glanzperioden von D. (Herrschaft der Omayyaden, Ayyubiden, baharit…

Damaskusschrift

(110 words)

Author(s): W. Speyer
Die sog. D. ist ein Werk der Qumrangemeinde, das 1896 in der Geniza der Ezra-Synagoge von Alt-Kairo entdeckt und 1910 aus zwei Hss. des MA herausgegeben wurde. Durch die Funde von Qumran (1947–1956) sind weitere Textstücke zutage getreten. Der Titel der Schrift bezieht sich auf eine Textstelle, nach der eine neue Gemeinschaft im Lande Damaskus von den wahren Israeliten gegründet wurde, wobei Damaskus real oder symbolisch verstanden werden kann. Die D. besteht aus einer Ermahnung und einer Slg. von Regeln. W. Speyer Bibliography Schürer, E.: The History of the Jewish People in t…

Damm, N. W., & Sohn

(87 words)

Author(s): E. Henze
Als Buchbinderei und Buchhandlung am 4. 12. 1843 in Christiania von Niels Wilhelm Damm gegr. Seit 1846 Verlag, Antiquariat und Leihbücherei. 1876 trat N. W. D.s Sohn Harald Christian D. in die Firma, die seitdem als N. W. Damm & Sohn firmiert. Am 9. 6. 1965 Umwandlung in eine AG als N. W. Damm & Sohn A/S. Heutiger Sitz des Verlags ist Oslo. Verlag von Jugendbüchern, Bilderbüchern, Gesellschaftsspielen.' E. Henze Bibliography Solheim, J.: Damm 125 år de siste femogtyve år. Oslo 1968.

Damnatur

(4 words)

Siehe Zensur

Dampier, Thomas

(5 words)

Siehe Devonshire

Dana, John Cotton

(166 words)

Author(s): F. A. Sclwiidt-KiwsemiUler
* 19. 8. 1856 in Woodstock, Vermont, † 21. 7. 1929 in New York, einer der bedeutendsten Vertreter des frühen öffentlichen Büchereiwesens in den USA. D. studierte Rechtswiss., ging aber nach kurzer Anwaltspraxis an die Public Library in Denver (Colorado), die er in wenigen Jahren nach eigenen Vorstellungen völlig modernisierte. D. schaffte eigene Räume für jugendliche Leser, veranstaltete Ausstellungen und Vorträge und begründete ein enges Verhältnis zwischen Bibl, und örtlichem Publikum. Solche …

Danckerts

(81 words)

Author(s): P. H. Meurer
einer der wichtigsten Amsterdamer Kartenverlage des 17. Jh.s. Cornelis D. d. Ä. (1603–1656) begann mit der Ed. von Einblattkarten. Seine Söhne Dankker (1634–1666) und vor allem Justus d. Ä. (1635–1701) sowie dessen Söhne Theodorus (1663–1727), Cornelis d.J. (1664–1717) und Justus d.J. (✝1692) nahmen auch Atlanten und Wandkarten in das Programm auf. P. H. Meurer Bibliography Keuning, J.: Cornelis Danckerts and his «Nieuw Aerdsch Pleyn». In: Imago Mundi 12. 1955, S. 136–139 Koeman, C.: Atlantes. Bd. 2. Amsterdam 1969, S. 88–97.

Dandy-roll

(106 words)

Author(s): F. A. Janssen
(auch: Egoutteur, Wasserzeichenwalze), Teilstück einer Papiermaschine, 1816 erfunden von john Marshall, 1839verb. von William Joynson. Es handelt sich um einen hohlen Zylinder, verkleidet mit Kupfergaze, der auf der nassen Papierbahn der Langsiebmaschine abrollt und dort einen Abdruck hinterläßt; auf dem Zylinder können Wasserlinien und Wasserzeichen, also die Eigenschaften handgeschöpften Papiers, angebracht werden, so daß diese in die Papierbahn eingedrückt werden. Das Ziel war, das Maschinenp…

Dänemark

(3,362 words)

Author(s): T. Nielsen
(Kongeriget Danmark), 43080 qkm, 5,12 Mio. Einwohner (die Färöer und Grönland nicht inbegriffen); Hauptstadt ist Kopenhagen. Die Landessprache ist Dänisch, die Bevölkerung zu 91,5% evangelisch-lutherisch. Seit 1814 besteht allg. Unterrichtspflicht. Zur Volksbildung haben die nach Grundtvig benannten Volkshochschulen wie auch die Volksbibl.en und die Bildungsverbände kräftig beigetragen. Die jährliche Bücherproduktion beträgt ca. 9 Tsd. Titel. 1. Buchdruck Die ersten dän. Drucke sind J. Snell, der 1482 in Odense arbeitete, zu verdanken; in den ersten J…

Daniel, George

(59 words)

Author(s): G. P.Jefcoate
*16. 9. 1789, † 30. 3. 1864 in Stoke Newington, engl. Schriftsteller und Büchersammler. Seine Bibl, enthielt seltene Ausg. der Lit. der elisabethanischen Zeit, darunter Shakespeare-Erstausg. Sie wurde 1864 für 15865 Pfund versteigert. G. P.Jefcoate Bibliography DNB Bd. 5, S. 472–474 de Ricci, S.: English Collectors of Books and Mss. Cambridge 1930 (ND Bloomington 1960), S. 148–149.

Daniell, William

(153 words)

Author(s): Red.
* 1769, † 16. 8. 1837 in New Camden Town, engl. Landschaftsmaler und Aquatintastecher. Er begleitete seinen Onkel, den Landschaftsmaler Thomas Daniell, nach Indien. In dem die Zeichnungen und Skizzen dieser Reise enthaltenden sechsbändigen Werk «Oriental Scenery» (1808) hat D. in fünf Bdn. die Aquatintastiche ausgeführt oder deren Ausführung unterstützt. Er selbst zeichnete und stach: «A picturesque Voyage to India», «Zoography», «Animated Nature» (1807), «Views of London» (1812). Auch führte er…

Daniel Press

(103 words)

Author(s): R, Cave
eine Privatpresse, die 1874 von C. Henry O. Daniel in Oxford gegründet wurde. Sie benutzte die Fell-Typen der Oxford University Press aus dem 17. Jh. und druckte bes. Werke von Robert Bridges, Watson Dixon und Walter Pater sowie kleinere Schriften. Sie waren einfach, aber sorgfältig gedruckt, zuweilen mit roten Initialen geschmückt. R, Cave Bibliography The Daniel Press, Memorials of C. H. O. Daniel with a Bibliography of the Press, 1845–1919 (Text von F. Madan). Oxford 1921 Cave, R.: The Private Press. 2nd ed. New York 1983, S. 100–102 Franklin, C.: Garlands of Rachel. In: The Book…

Danila-Bibel

(158 words)

Author(s): B. Bischoff | K. Wagner
Der im Kloster von La Cava dei Tirreni bei Salerno aufbewahrte Codex aus dem 9. Jh. enthält auf 303 BL die vollständige Bibel im Text der Vulgata, ein kurzes Buch in Vetus Latina ausgenommen. Er ist das Werk eines einzigen Schreibers, Danila, der neben seiner zierlichen westgotischen Minuskel, seiner Textschrift, auch die Capitalis rustica, Unziale, schräge bd-Unziale und Halbunziale beherrschte. Er ist mit Initialen, Zierrahmen und zwei Seiten mit dem Kreuz geschmückt. In der vieldiskutierten F…

Dänischer Millimeterband

(69 words)

Author(s): T. Nielsen
Halblederband, bei dem nur Rücken und Falz vom Leder bedeckt sind, so daß nur ein kleiner Streifen auf der Seite sichtbar ist; die ledernen Ecken – wenn es solche gibt – sind entsprechend klein; so deckt das Papier fast die ganze Fläche des Deckels. Der D. M. wurde in den materialarmen Kriegsjahren von Henrik Park erfunden; er erfordert eine große Genauigkeit bei der Ausführung. T. Nielsen

Danneskiold-Samsøe, Christian

(54 words)

Author(s): T. Nielsen
*1. 8. 1702 in Verona, † 17. 2. 1728 in Kopenhagen, Lehnsgraf. D. sammelte, urspr. unter Beratung von Hans Gram, eine Bibl, von 8000 Bdn., darunter ca. 500 Hss. Die Slg. wurde 1732 versteigert; die Kgl. Bibl. Kopenhagen erwarb u.a. wertvolle griech. u. lat. Hss. T. Nielsen Bibliography Bibliotheca Daneschioldiana. Havniae 1732.

Dannheimer, Tobias

(41 words)

Author(s): H. Edele
GmbH, Buchhandlung und Verlag in Kempten (Allgäu). Gegr. 1783 von Tobias D., jetziger Geschäftsführer ist Herbert Edele. Früher Verlag von politischen Pamphleten, Schulbüchern und wissenschaftlicher Literatur, heute als Sortiments-Buchhandlung mit angegliedertem Hobby-Verlag für heimatliche Literatur geführt. H. Edele

Dannhorn, Hans

(44 words)

Author(s): F. A. Schmidt-Künsemiiller
* 5. 8. 1871, † 20. 5. 1955, seit 1900 Fachlehrer an der Leipziger Akademie für graphische Künste. Zus. mit Franz Weiße gründete D. 1923 den Bund «Meister der Einbandkunst» in Leipzig und war bis 1928 dessen Vorsitzender. F. A. Schmidt-Künsemiiller

Danse macabre

(5 words)

Siehe Totentanz

Dansk bogfortegnelse

(124 words)

Author(s): U. Valentin
1851 ff., dän. Nationalbibliographie, erarbeitet von der Bibliothekszentrale in Ballerup. Enthält die Veröffentlichungen Dänemarks, Grönlands und der Faröer-Inseln (bis 1934 auch die Islands) sowie dan. Bücher und Übers, dän. Autoren aus dem Ausland auf der Grundlage von Beleg- und Pflichtexemplarlieferungen an die Kgl. Bibl, in Kopenhagen. Ersch. wöchentlich mit monatlichen, j. und mehrj. Kumulationen. Die Bibliographie ist alphabetisch nach Verf. und Sachtiteln angelegt, den Kumulationen sind …

Danske Boghandleres Kommissionsanstalt (DBK)

(40 words)

Author(s): T. Nielsen
zentrale Bestell-, Versand- und Verrechnungsstelle des dän. Buchhandels; auch Bücher im Selbstverlag können über die DBK vertrieben werden. 1894 von den Verlegern gegn., ist sie seit 1921 gemeinschaftliches Unternehmen von Verlegern und Sortimentern. T. Nielsen

Danske Bogmarked, Det

(43 words)

Author(s): T. Nielsen
Wochenzs. des dän. Buchhandels. Gegr. 1854u.d.T. «DanskBoghandlertidende»; heutiger Titel seit 1948. Enthält seit der Gründung das wöchentliche Bücherverz.; bis zum Zweiten Weltkrieg wurden auch norw. und schwed. Neuerscheinungen angezeigt, und dementsprechend hieß die Zs. 1866–1915 «Nordisk Boghandlertidende». T. Nielsen

Danske Sprog- og Litteraturselskab, Det, (DSL)

(73 words)

Author(s): T. Nielsen
(Ges. für dän. Sprache und Lit.), gegr. 1911, veranstaltet kritische Ausg. dän. Sprach- und Lit.dcnkmäler. Die Ges., deren Ausgaben auch typographisch sehr gepflegt sind, hat bisher (1986) 150 Werke veröffentlicht; die umfangreichsten sind «Ordbog over det danske sprog» (Bde. 1–28, 1918–1956), «Diplomatarium Danicum» (1938 ff., bisher 27 Bde.) und «Gesammelte Schriften von Steen Steensen Blicher» (Bde. 1–33, 1920–1934). T. Nielsen Bibliography Bøger/Planer/Mennesker, DSL 1911 -–1986. København 1986.

Dante-Illustration

(731 words)

Author(s): G. Gabel
Bald nach Vollendung der «Göttlichen Komödie» nahm sich die Buchmalerei des Themas an. Die Zahl der ill. Dante-Cod. ist außerordentlich groß, doch nur wenige weisen eine durchgehende Bebilderung des gesamten Werkes auf. Zahlreiche Dante-Hss. sind lediglich mit prächtigen Bordüren und Initialen versehen, wie das Ornamentale in den ill. Hss. überhaupt eine wichtige Rolle spielt. Die Entwicklung vom Trecento zum Cinquecento fuhrt von der Visualisierung der Handlung in den Miniaturen zur freieren Au…

Dantiscus

(100 words)

Author(s): A. G . Świerk
(von Höfen, Flachsbinder), Johannes * 1. 11. 1485 in Danzig (Dantiscus), f 27. 10. 1548 in Heilsberg, Diplomat, Bischof von Kulm (1533), später (1537) von Ermland, neulat. Dichter und Bibliophile. Gründete an seinem Bischofssitz in Heilsberg ein Zentrum humanistischer Gelehrsamkeit mit umfangreicher Bibl, (zahlreiche Erasmiana), deren Bestände 1703/1704 nach Schweden entfuhrt wurden. Einzelne Ex. gelangten in poln. Bibl. en. D. kennzeichnete seine Bücher als einer der ersten in Polen mit Exlibris bzw. Supralibros. A. G . Świerk Bibliography Chwalewik, E.: Exlibrisy polskie…

Danzig

(533 words)

Author(s): G. Lohse
(poln. Gdańsk) 1. Buchdruck. Kurz vor dem Ende des 15. Jh.s druckte in D. Konrad Baumgartner (Baumgarten) einige kleinere Schriften Die älteste war ein Gebetbuch aus dem Jahre 1498. Wahrscheinlich noch 1499 zog Baumgartner nach Olmütz. Für das 16. und 17. Jh. lassen aus dem Jahre 1498. Wahrscheinlich noch 1499 zog Baumgartner nach Olmiitz. Für das 16. und 17. Jh. Lassen sich in D. 17 Drucker nachweisen. Die beiden ersten (M. Tretter, 1505 bis etwa 1520, und H. Weinrich, ca. 1520–1524 und 1554/1555) …

Daragnès, Jean-Gabriel

(316 words)

Author(s): Red.
* 2. 4. 1886 in Guéthary, † Ende Juli 1950 in Paris, erweist sich mit einer Folge von über hundert Werken entschieden als der fruchtbarste und in der Totalität seiner Technik und Vorwürfe bestbegabte Vertreter der neueren franz. Buchill. Als Maler, Graphiker, Lithograph, Drucker und Verleger, dessen Produktionen künstlerisch und drucktechnisch in nicht zu überbietender Sicherheit und Sauberkeit vorliegen, gilt er der Kritik allgemein als ein Meister moderner Buchkunst in Frankreich. Zur sicheren…

Dareios I.

(65 words)

Author(s): B. Bader
ersischer König (522–486 v. Chr.), der große Organisator des persischen Weltreichs. Er ist möglicherweise der Erfinder der altpersischen Keilschrift; in seinem Tatenbericht in der Inschrift von Behistun scheint er selbst diesen Anspruch zu erheben. B. Bader Bibliography Schmitt, R.: Altpersisch-Forschung in den Siebzigerjahren. In: Kratylos 25. 1980 (1981), S. 17–20 Frye, R. N.: The History of ancient Iran. München 1984» S. 95 f.

Darley, Felix Octavius Carr

(108 words)

Author(s): F.J . Mosher
*23. 6. 1822 in Philadelphia, Pennsylvania, f 27. 3. 1888 in Claymont, Delaware, amer. Illustrator. Als vielseitiger Künstler illustrierte D. viele vornehmlich amer. Bücher und Zss. während einer 1842 beginnenden langen und sehr aktiven Karriere. Mit seinem bes. Talent, amer. Leben und Charaktere zu erfassen, verlieh ihm seine Vorliebe für Karikaturen und humorvolle Zustandsbeschreibungen den Ruf, der populärste Illustrator Amerikas zu sein. 1852 wurde D. in die National Academy of Design gewählt. F.J . Mosher Bibliography Thieme-Becker Bd. 8, S. 405 Dobson, E. in: DAB Bd. 3,…

Darlington Press

(71 words)

Author(s): R. Cave
auch Grange Press genannt, eine Privatpresse, die 1768 von George Allan im engl. Darlington gegründet wurde. Die Presse druckte vornehmlich ältere Lit. Sie beendete 1800 ihre Tätigkeit. R. Cave Bibliography Allan, R. H.: The Life of the late George Allan ... [with a Bibliography of Books printed at his private Press]. Sunderland 1829 Lowndes, W. T.: Bibliographer's Manual of English Literature. Vol. 6. New ed. London 1864, S. 200-216.

Darly, Matthew

(115 words)

Author(s): Red.
engl. Karikaturzeichner und Kupferstecher, um 1754-1778 in London tätig, arbeitete nach Chippendale für dessen Tafelwerk «The Gentleman and Cabinet-Maker's Director» (London 1754), nach Ince and Mayhew für deren «Universal System of House-hold-Furniture». Im Jahre 1758 veröffentlichte er gemeinsam mit E. Edwards eine Folge politischer Blätter und 1762 eine Folge von 19 Kupfern nach Zeichnungen seines Schülers John Williams, die «The Procession of the Guild held at Preston in Lancashire» darstell…

Darmstadt

(484 words)

Author(s): Y. Haase
1. Buchwesen. Als erster Drucker ließ sich 1605 Balthasar Hofmann in D. nieder. Die 1764 von Sebastian Griebel gegr. spätere Wittichsche Hofdruckerei besaß lange Zeit das Monopol und bestand bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Von der Ernst-Ludwig-Presse (Friedrich Wilhelm und Christian Heinrich Kleukens) gingen Anfang des 20. Jh.s Impulse zur Erneuerung der Buchkunst aus. Einsatz neuer Techniken und Pflege der Drucktradition durch die Lehrdruckerei der TH. D. ist heute (1987) Sitz zahlrei…

Darmstaedter, Ludwig

(146 words)

Author(s): C. Köttelwesch
* 9. 8. 1846 in Mannheim, † 18. 10. 1927 in Berlin, Direktor im Ehrenamt bei der Kgl. Bibl, in Berlin, Begründer der «Dokumentenslg. L. D.», die 1907 bei der Übereignung an die Kgl. Bibl, bereits 23 Tsd. handschriftliche Dokumente und am Ende seiner Slg.- und Erschließungsarbeiten 1927 190 Tsd. Hss. mit rund 45 Tsd. Namen umfaßte. D. war nach dem Studium der Chemie in Heidelberg in der chemischen Forschung und Industrie tätig gewesen, bevor er – ganz seinen historischen Neigungen folgend - sich der Bibl, für den Auf- und Ausbau seiner Slg. bis …

Darnstedt, Johann Adolph

(114 words)

Author(s): F. Lühamann
* 1786 in Auma, † 8. 5. 1844 in Dresden, dt. Kupferstecher. Studierte ab 1784 an der Dresdener Kunstakademie und wandte sich seit ca. 1790 – auch in seinen Buchill. – vorwiegend dem Landschaftsstiche zu. In diesem Fach zählte er bald zu den gesuchtesten Künstlern Deutschlands. So zog ihn der Dresdener Archäologe und Hrsg, des «Taschenbuchs zum geselligen Vernügen» (Leipzig 1791 - 1814), W. G. Becker, vielfach zur 111. eigener («Das Seifersdorfer Tahl», Leipzig/Dresden 1792; «Der Plauische Grund bei Dresden [...]», T. 1-2. Nürnberg 1799) und von ihm hrsg. Werke heran. F. Lühamann Bibliog…

Das Gupta, Surendranath Chandra

(147 words)

Author(s): G. Pflug
* 1912, †7. 4. 1966 in Delhi, indischer Bibliothekar. Er studierte Geschichte in Delhi und Cambridge und war von 1939 bis 1942 Lektor für Gesch. am St. Stephen's college der Univ. von Delhi. 1942 wurde er von S. R. Ranganathan in Madras zum Bibliothekar ausgebildet; 1943 bis 1946 war er als Assistant Librarian, von 1946 bis zu seinem Tode als erster hauptamtlicher Bibliotheksdirektor der UB von Delhi tätig, die er nach anglo-amer. Vorbildern reorganisierte. 1947 wurde er zugleich Head des neugeg…

Dasia-Notation

(129 words)

Author(s): H. Heckmann
Die D. (9. und 10. Jh.) ist die älteste Zeichenschrift mehrstimmiger Musik. Sie besteht aus vier die einzelnen Positionen eines Tetrachords (Viertonreihe) bezeichnenden Zeichen, die durch Drehung und Umkehrung auf 16–18 erweitert werden und sich zu einer Skala von vier bis viereinhalb Tetrachorden reihen. Sie stehen als Schlüssel vor den Zwischenräumen eines Liniensystems, in welche die Textsilben eines Organums (eine Form früher Mehrstimmigkeit) eingetragen werden. Das Ergebnis ist die partitur…

Dass, Benjamin

(84 words)

Author(s): T. Nielsen
* 15. 8. 1706 auf Herøy (Nordland), † 5. 5. 1775 in Kopenhagen, norw. Büchersammler. Nachdem er 1751 sein Amt als Rektor der Kathedral-schule in Trondheim niedergelegt hatte, lebte D. als Privatgelehrter. Über 3000 Bde. seiner Slg. wurden 1775 versteigert; der wertvollste Teil kam aber zu Gerhard Schøning und nach dessen Tod zur Bibl, der Ges. der Wissenschaften in Trondheim, wo er sich heute noch befindet. T. Nielsen Bibliography Erichsen, A. E.: Rektor B.D. In: Vor Ungdom 1894, S. 349 bis 416.

DAT

(6 words)

Siehe Digital Audio Tape

Datei

(73 words)

Author(s): N. Henrichs
in der elektronischen Datenverarbeitung. 1. Durch eine Benennung identifizierbare Menge von strukturgleichen Datensätzen einer Datensammlung. Gemäß deren Zweckbestimmung bestehen die Datensätze aus einer geordneten Folge von Feldern bestimmter Bedeutung und fester oder variabler Länge zur Aufnahme der einzelnen Daten. Auf eine D. kann programmgesteuert schreibend (Ergänzungen, Änderungen, Löschungen) oder lesend (Datensuche) zugegriffen werden. 2. Eine vom Betriebssystem des Rechners verwaltete Einheit von Daten auf externen Speichern (verwalteter…

Daten

(124 words)

Author(s): N. Henrichs
Einzelne Gegebenheiten zu Personen, Objekten, Sachverhalten, Ereignissen, Verfahren etc., die durch Beobachtung, Messung, Berechnung oder Beschreibung gewonnen, mittels Zeichensystemen («Sprachen») dargestellt werden und damit mitteilbar sind. Traditionell unterscheidet man numerische und nichtnumerische (Text, Ton, Bild) Darstellungsformen von D. Die Verbindung von Datenrepräsentation (Zeichengegebenheit, syntaktische Ebene) und Datenbedeutung (semantische Ebene) beruht auf Konvention und wird …

Datenausausch

(165 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Mit der Umsetzung bibliographischer Daten in maschinenlesbare Form sind in den 1960er Jahren gleichzeitig Verfahren zum D. entstanden. Bahnbrechend war dabei das MARC Il-Projekt der Library of Congress, das auf Subskriptionsbasis bibliographische Daten auf Magnetband zur Verfügung stellte. In den folgenden Jahren entstanden solche Magnetbanddienste in mehreren Ländern, z.B. bei der British Library und bei der Deutschen Bibliothek. Dabei wurden die bibliographischen Daten der Nationalbibliographi…

Datenbank

(166 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Unter einer D. versteht man die Zusammenfassung von Datenbeständen eines bestimmten Sachgebiets auf elektronischen Großspeichern. Die D., auch Datenbasis gen., besteht dabei aus ein oder mehreren Dateien und ist so organisiert, daß die Daten nach verschiedenen Kriterien durchsucht und jederzeit auf den neuesten Stand gebracht werden können. In der Praxis unterscheidet man D.en häufig nach der Struktur der gespeicherten Daten in a) formatierte D.en für Daten mit einem festen Feldaufbau, z.B. im k…

Datenbankbetreiber

(104 words)

Author(s): N. Henrichs
Servicerechenzentrum (Host), das aus Datenbasen (im Auftrag von Produzenten und Anbietern, z. B. etwa Verlagen) recherchierfähige Datenbanken generiert und pflegt, sowie Retrievalsoftware zum Auffinden der gesuchten Antworten und Telekommunikationszugänge für die Nutzung von externen Endgeräten (Bildschirmen, Mikrorechnern) aus zur Verfügung stellt. Der D. schließt Nutzungsverträge (Vergabe der Nutzungsberechtigung – Paßwort) z.B. mit Bibliotheken und Firmen und stellt seine Leitungen nach der s…

Datenbanksystem

(119 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Die Gesamtheit aller Programme, die für den Aufbau, die Verwaltung, Datenwiedergewinnung und Datensicherung erforderlich sind, bezeichnet man als D. oder Datenbankverwaltungssystem (engl. Data Base Management System, abgekürzt DBMS). D.e übernehmen die Datenverwaltung (Aufbau, Aktualisierung, Sicherung der Datenbank) und Datenwiedergewinnung (Suche, Selektion, Datenbereitstellung). Gegenüber der herkömmlichen Datenorganisation in einzelnen Dateien erlauben die Zugriffs- und Speichermethoden eines D.s die Bereitstellung der…

Datenbasis

(47 words)

Author(s): N. Henrichs
Zusammenstellung von Dokumentationseinheiten (z. B. bibliographische Daten und Inhaltsreferate von Zss.artikeln, dokumentarische Beschreibung von Objekten, numerische Daten von Fakten und Sachverhalten, Inhalt von Nachschlagewerken) zu bestimmten Sachgebieten oder Themen in einer von Datenverarbeitungsmaschinen verarbeitbaren Form, aber in der Regel noch nicht retrievalfahig. Datenbank N. Henrichs

Datenfernübertragung (DFÜ)

(64 words)

Author(s): M. Seidel
Austausch von Daten über entfernte Standorte zwischen zwei Computersystemen oder einer EDV-Anlage und entfernt arbeitenden Endgeräten. Die Eingabedaten (z. B. Bestelldaten) werden dabei über Telekommunikationsnetze (Fernsprechnetz, spezielle Datennetze, z.B. Datex-P, Standleitung) zur EDV-Anlage übermittelt und die Ausgabedaten (z. B. auch bibliographische Angaben) auf gleichem Weg dem Benutzer zugeleitet. Für die Anpassung an das Netz ist eine «definierte Schnittstelle» erforderlich. M. Seidel

Datenformat

(128 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Unter einem D. wird die Festlegung von Datenstrukturen für die Zwecke der elektronischen Datenverarbeitung verstanden. Es umfaßt die Beschreibung über Umfang und Reihenfolge von Datenfeldern in einem Datensatz, den Aufbau der Datenfelder und die Datenformat. – Indikator-Feld = Spezifizierung des Feldinhaltes, z. B. A = Autor. – Feldkennung = Nummer des Feldes im Format, z.B. 100 = Person. - Variables Datenfeld = Feldinhalt, z.B. Goethe, Johann Wolfgang. - Feldtrennzeichen = Kennzeichen für den Abschluß des Datenfeldes. Indikator Feldkennung variables Datenfeld Feldtrennzeic…

Datenkonvertierung

(4 words)

Siehe Konvertierung

Datenschutz

(154 words)

Author(s): H.J. Genge
(von Datensicherung zu unterscheiden) meint den Schutz personenbezogener Daten vor unbefugter und mißbräuchlicher Beschaffung, Veränderung, Übermittlung und Verwertung durch datenverarbeitende Stellen, wobei der Datenverarbeitungsbegriff nicht auf automatisierte Verfahren einzuschränken ist. Soweit die deutschen Bundesländer keine eigenen Gesetze für ihren Zuständigkeitsbereich erlassen haben und sofern nicht Spezialvorschriften bestehen, findet zur Regelung der Materie sowohl im öffentlichen wi…

Datensicherung

(172 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Unter D. in der elektronischen Datenverarbeitung werden organisatorische und technische Maßnahmen gegen Verlust, Verfälschung oder unberechtigte Aneignung von Daten und Informationen verstanden. Datenverluste bzw. -Verfälschungen durch Hardwarefehler (z. B. Maschinenfehler) werden heute weitgehend durch Sicherungsvorkehrungen und Fehlererkennungsverfahren des Herstellers vermieden. Die auf Datenträgern (Magnetband, Magnetplatte) oder die in öffentlich zugängigen Datenbanken gespeicherten Daten e…

Datensichtgerät

(4 words)

Siehe Bildschirmgerät

Datensichtstation

(4 words)

Siehe Bildschirmgerät

Datenstruktur

(69 words)

Author(s): N. Henrichs
in der elektronischen Datenverarbeitung Darstellungsordnung von Daten und Datenbeziehungen. Man spricht von logischer D., wenn sie nach inhaltlichen oder aufgabenbezogenen Kriterien angelegt ist, und von physischer D., wenn sie speicherbezogen ist bzw. den Anforderungen bestimmter Verarbeitungsprozeduren (Verkettung) genügt. Strukturelemente sind Datenfelder (für numerische, alphanumerische Daten, von fester oder variabler Länge) verkettet zu Datensätzen (records), zusammengefaßt zu Blöcken (Speichernutzung, Ein-/Ausgabeprozeduren). DateiDatenDatenbank N…

Datenträger

(251 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Die elektronische Daten- und Informationsverarbeitung setzt voraus, daß die zu verarbeitenden Daten, Texte und Informationen auf D. übertragen werden, die von Maschinen gelesen und weiterverarbeitet werden können. In den Anfängen der Datenverarbeitung wurden mechanische Speicher als D. verwandt, in denen die Zeichen durch Lochkombinationen dargestellt wurden (Lochkarten, Lochstreifen). Daneben wurden schon sehr früh Eingabegeräte für visuell lesbare Schriften entwickelt, die diese Schriften opti…

Datentypist/in

(50 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Berufsbezeichnung für Schreibkräfte in der Datenerfassung, die Daten von Vorlagen, Belegen und ähnlichem in eine Datenverarbeitungsanlage, ein programmgesteuertes Datenerfassungssystem oder auf Datenträger (z. B. Lochkarte, Lochstreifen, Magnetband, Diskette) für Zwecke der Datenverarbeitung übertragen (zusammenstellen und abschreiben). Maschinell festgestellte Fehler, z. B. durch Prüfziffernkontrolle, werden dabei berichtigt. C. Boßmeyer

Datenverarbeitung

(204 words)

Author(s): C. Boßmeyer
auch elektronische D., umfaßt jeden Prozeß, bei dem aus gegebenen Eingangsdaten oder Informationen mit Hilfe elektronischer Datenverarbeitungsanlagen bestimmte Ausgangsdaten oder Ergebnisse gewonnen werden. Im allgemeinen liegen die zu verarbeitenden Daten in digitaler Form vor. Der informationsverarbeitende Prozeß ist dabei eindeutig durch ein Programm vorgegeben, in dem die einzelnen auszuführenden Verarbeitungsschritte (Operationen) zusammengefaßt sind. Die wichtigsten Funktionen der alpha-nu…

Datenverarbeitunganlage

(71 words)

Author(s): C.Boßmeyer
Unter einer D. (DVA) versteht man eine speicherprogrammierte, programmgesteuerte, elektronisch arbeitende Anlage zur Verarbeitung digitaler Daten. Eine D. besteht aus der Zentraleinheit (CPU = Central Processory Unit) und den Ein/ Ausgabegeräten (Peripherie). Die Zentraleinheit umfaßt den Prozessor, d. h. ein Leit- und Rechenwerk zur Durchführung von Operationen, den Zentralspeicher zur Aufnahme der Befehle und Datenbereiche der ablaufenden Programme sowie die Ein/Ausgabe-Kanäle zur Peripherie (…

Datex-P

(36 words)

Author(s): M. Seidel
Datenübertragungsnetz für den schnellen Austausch von Daten (data exchange: datex) nach dem Prinzip der Datenpaket-Vermittlung (–P). Da die Pakete die Leitungen selbst suchen, sind die Gebühren entfernungsunabhängig und nur abhängig vom Datenvolumen. M. Seidel

Dathe, V.

(49 words)

Author(s): Red.
auf Grund falscher Lesung der Inschrift «VDMIE» (Verbum dei manet in eternum) auf den Ottheinrich-Einbänden irrtümlich vermuteter Heidelberger Buchbinder. Red. Bibliography Sillib, R.: Ein Prachteinbd. des Kurfürsten Ottheinrich v. d. Pfalz und sein angeblicher Meister. In: Collectanea variae doctrinae. Festschrift für Olschki. München 1921, S. 223 ff.

Datierung

(724 words)

Author(s): S. Corsten
ist die zeitliche Fixierung eines Ereignisses und der damit in Zusammenhang stehenden Dokumente. Aus der ma. Urkundensprache stammt der Begriff «Datum» als der Zeitpunkt, an dem die schriftliche Bestätigung eines Rechtsgeschäftes «gegeben» wurde. Das Bedürfnis, Daten festzuhalten, ist im Menschen zu allen Zeiten wirksam gewesen; Art und Weise der D. waren abhängig von den wiss. Möglichkeiten und kulturellen Vorgegebenheiten; auch Politisches spielte häufig hinein. Es hat daher im Laufe der Mensc…

Datierung in Frühdrucken

(665 words)

Author(s): S. Corsten
Wie es in manchen Hss. bereits üblich war, enthalten viele Ink. und Frühdrucke, meist in der Schlußschrift, mehr oder weniger ausführliche Zeitangaben, die i. d. R. für die Fertigstellung des Buches gelten. Bei der diplomatisch getreuen Beschreibung wird das Datum in der vorliegenden Form übernommen und nötigenfalls aufgelöst, d. h. in die heutige Zeitrechnung übertragen. Indem grundsätzlich die Jahresangaben so, wie sie in der Vorlage stehen, übernommen werden, werden dem Bibliographen schwieri…

Daubigny, Charles-François

(128 words)

Author(s): W. Knieger
* 15. 2. 1817 in Paris, † 19. 2. 1878 in Auvers, franz. Landschaftsmaler, Radierer und Buchillustrator. D. stammte aus einer Künstlerfamilie und erhielt vom Vater, Edmé François D., den ersten Unterricht. Nach einem Italienaufenthalt erwarb D. sich in erster Linie als Landschaftsmaler einen Namen. Aber auch als Zeichner und Illustrator zahlreicher Werke franz. Autoren (u. a. Béranger, Dumas, Hugo) war er angesehen und arbeitete mit an der Sittengeschichte «Les Français peints par eux-mêmes», dem…

Daubmann, Bonifatius

(118 words)

Author(s): H. -O. Ketmecke
Drucker in Königsberg (Preußen), Sohn von Hans D. Erbte gemeinsam mit seiner Mutter und seinen beiden Schwestern das väterliche Unternehmen, das zunächst unter dem Namen «Johann Daubmanns Erben» weitergeführt wurde. D., den zu Lebzeiten seines Vaters buchhändlerische Reisen u. a. nach Leipzig und Frankfurt a . M. geführt hatten, begegnet nur im Jahr 1575 als selbständiger Drucker. Aus diesem Jahr stammt auch der erste Druckervermerk von Georg Osterberger, verheiratet mit einer der beiden Schwestern von D. Ihm hatte D. sein Erbteil verkauft. H. -O. Ketmecke Bibliography Lohmeyer, …

Daubmann, Hans

(190 words)

Author(s): H.-O. Keunecke
* in Torgau, † Ende 1573 in Königsberg (Preußen), Buchdrucker und -händler zunächst in Nürnberg, wo er am 23. 12. 1545 das Bürgerrecht erhielt. Er wohnte in der Judengasse, seinen Buchladen betrieb er am Rathaus. Er druckte zunächst gemeinsam mit Wolf Fugger, bald aber allein. Der Literat Michael Lindener war ab Mitte 1551 als Korrektor bei ihm tätig. Sein bedeutendstes Verlagswerk ist das «Arzneibuch» von 1549. Groß war seine Produktion von fliegenden Blättern, derentwegen er einige Male in Kon…

Daudin (Daugin und Dangin), Jean

(229 words)

Author(s): G. Pflug
franz. Übers, des 14. Jh.s, Kanonikus an der Sainte-Chapelle in Paris, übersetzte um 1375 im Auftrag König Karls V. Petrarcas «De remediis utriusque fortunae» ins Franz. Vorher hatte er schon «De eruditione puerorum nobilium» von Vinzenz von Beauvais übersetzt. Dieser Text hat sich jedoch nicht erhalten. Von der Petrarca-Übersetzung existieren noch fünf Hss. aus dem 15. und 16. Jh., von denen jedoch drei Nicolaus von Oresme als Übers, angeben, eine offensichtlich spätere Unterstellung. Auch der …
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