Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Dareios I.

(65 words)

Author(s): B. Bader
ersischer König (522–486 v. Chr.), der große Organisator des persischen Weltreichs. Er ist möglicherweise der Erfinder der altpersischen Keilschrift; in seinem Tatenbericht in der Inschrift von Behistun scheint er selbst diesen Anspruch zu erheben. B. Bader Bibliography Schmitt, R.: Altpersisch-Forschung in den Siebzigerjahren. In: Kratylos 25. 1980 (1981), S. 17–20 Frye, R. N.: The History of ancient Iran. München 1984» S. 95 f.

Darley, Felix Octavius Carr

(108 words)

Author(s): F.J . Mosher
*23. 6. 1822 in Philadelphia, Pennsylvania, f 27. 3. 1888 in Claymont, Delaware, amer. Illustrator. Als vielseitiger Künstler illustrierte D. viele vornehmlich amer. Bücher und Zss. während einer 1842 beginnenden langen und sehr aktiven Karriere. Mit seinem bes. Talent, amer. Leben und Charaktere zu erfassen, verlieh ihm seine Vorliebe für Karikaturen und humorvolle Zustandsbeschreibungen den Ruf, der populärste Illustrator Amerikas zu sein. 1852 wurde D. in die National Academy of Design gewählt. F.J . Mosher Bibliography Thieme-Becker Bd. 8, S. 405 Dobson, E. in: DAB Bd. 3,…

Darlington Press

(71 words)

Author(s): R. Cave
auch Grange Press genannt, eine Privatpresse, die 1768 von George Allan im engl. Darlington gegründet wurde. Die Presse druckte vornehmlich ältere Lit. Sie beendete 1800 ihre Tätigkeit. R. Cave Bibliography Allan, R. H.: The Life of the late George Allan ... [with a Bibliography of Books printed at his private Press]. Sunderland 1829 Lowndes, W. T.: Bibliographer's Manual of English Literature. Vol. 6. New ed. London 1864, S. 200-216.

Darly, Matthew

(115 words)

Author(s): Red.
engl. Karikaturzeichner und Kupferstecher, um 1754-1778 in London tätig, arbeitete nach Chippendale für dessen Tafelwerk «The Gentleman and Cabinet-Maker's Director» (London 1754), nach Ince and Mayhew für deren «Universal System of House-hold-Furniture». Im Jahre 1758 veröffentlichte er gemeinsam mit E. Edwards eine Folge politischer Blätter und 1762 eine Folge von 19 Kupfern nach Zeichnungen seines Schülers John Williams, die «The Procession of the Guild held at Preston in Lancashire» darstell…

Darmstadt

(484 words)

Author(s): Y. Haase
1. Buchwesen. Als erster Drucker ließ sich 1605 Balthasar Hofmann in D. nieder. Die 1764 von Sebastian Griebel gegr. spätere Wittichsche Hofdruckerei besaß lange Zeit das Monopol und bestand bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Von der Ernst-Ludwig-Presse (Friedrich Wilhelm und Christian Heinrich Kleukens) gingen Anfang des 20. Jh.s Impulse zur Erneuerung der Buchkunst aus. Einsatz neuer Techniken und Pflege der Drucktradition durch die Lehrdruckerei der TH. D. ist heute (1987) Sitz zahlrei…

Darmstaedter, Ludwig

(146 words)

Author(s): C. Köttelwesch
* 9. 8. 1846 in Mannheim, † 18. 10. 1927 in Berlin, Direktor im Ehrenamt bei der Kgl. Bibl, in Berlin, Begründer der «Dokumentenslg. L. D.», die 1907 bei der Übereignung an die Kgl. Bibl, bereits 23 Tsd. handschriftliche Dokumente und am Ende seiner Slg.- und Erschließungsarbeiten 1927 190 Tsd. Hss. mit rund 45 Tsd. Namen umfaßte. D. war nach dem Studium der Chemie in Heidelberg in der chemischen Forschung und Industrie tätig gewesen, bevor er – ganz seinen historischen Neigungen folgend - sich der Bibl, für den Auf- und Ausbau seiner Slg. bis …

Darnstedt, Johann Adolph

(114 words)

Author(s): F. Lühamann
* 1786 in Auma, † 8. 5. 1844 in Dresden, dt. Kupferstecher. Studierte ab 1784 an der Dresdener Kunstakademie und wandte sich seit ca. 1790 – auch in seinen Buchill. – vorwiegend dem Landschaftsstiche zu. In diesem Fach zählte er bald zu den gesuchtesten Künstlern Deutschlands. So zog ihn der Dresdener Archäologe und Hrsg, des «Taschenbuchs zum geselligen Vernügen» (Leipzig 1791 - 1814), W. G. Becker, vielfach zur 111. eigener («Das Seifersdorfer Tahl», Leipzig/Dresden 1792; «Der Plauische Grund bei Dresden [...]», T. 1-2. Nürnberg 1799) und von ihm hrsg. Werke heran. F. Lühamann Bibliog…

Das Gupta, Surendranath Chandra

(147 words)

Author(s): G. Pflug
* 1912, †7. 4. 1966 in Delhi, indischer Bibliothekar. Er studierte Geschichte in Delhi und Cambridge und war von 1939 bis 1942 Lektor für Gesch. am St. Stephen's college der Univ. von Delhi. 1942 wurde er von S. R. Ranganathan in Madras zum Bibliothekar ausgebildet; 1943 bis 1946 war er als Assistant Librarian, von 1946 bis zu seinem Tode als erster hauptamtlicher Bibliotheksdirektor der UB von Delhi tätig, die er nach anglo-amer. Vorbildern reorganisierte. 1947 wurde er zugleich Head des neugeg…

Dasia-Notation

(129 words)

Author(s): H. Heckmann
Die D. (9. und 10. Jh.) ist die älteste Zeichenschrift mehrstimmiger Musik. Sie besteht aus vier die einzelnen Positionen eines Tetrachords (Viertonreihe) bezeichnenden Zeichen, die durch Drehung und Umkehrung auf 16–18 erweitert werden und sich zu einer Skala von vier bis viereinhalb Tetrachorden reihen. Sie stehen als Schlüssel vor den Zwischenräumen eines Liniensystems, in welche die Textsilben eines Organums (eine Form früher Mehrstimmigkeit) eingetragen werden. Das Ergebnis ist die partitur…

Dass, Benjamin

(84 words)

Author(s): T. Nielsen
* 15. 8. 1706 auf Herøy (Nordland), † 5. 5. 1775 in Kopenhagen, norw. Büchersammler. Nachdem er 1751 sein Amt als Rektor der Kathedral-schule in Trondheim niedergelegt hatte, lebte D. als Privatgelehrter. Über 3000 Bde. seiner Slg. wurden 1775 versteigert; der wertvollste Teil kam aber zu Gerhard Schøning und nach dessen Tod zur Bibl, der Ges. der Wissenschaften in Trondheim, wo er sich heute noch befindet. T. Nielsen Bibliography Erichsen, A. E.: Rektor B.D. In: Vor Ungdom 1894, S. 349 bis 416.

DAT

(6 words)

Siehe Digital Audio Tape

Datei

(73 words)

Author(s): N. Henrichs
in der elektronischen Datenverarbeitung. 1. Durch eine Benennung identifizierbare Menge von strukturgleichen Datensätzen einer Datensammlung. Gemäß deren Zweckbestimmung bestehen die Datensätze aus einer geordneten Folge von Feldern bestimmter Bedeutung und fester oder variabler Länge zur Aufnahme der einzelnen Daten. Auf eine D. kann programmgesteuert schreibend (Ergänzungen, Änderungen, Löschungen) oder lesend (Datensuche) zugegriffen werden. 2. Eine vom Betriebssystem des Rechners verwaltete Einheit von Daten auf externen Speichern (verwalteter…

Daten

(124 words)

Author(s): N. Henrichs
Einzelne Gegebenheiten zu Personen, Objekten, Sachverhalten, Ereignissen, Verfahren etc., die durch Beobachtung, Messung, Berechnung oder Beschreibung gewonnen, mittels Zeichensystemen («Sprachen») dargestellt werden und damit mitteilbar sind. Traditionell unterscheidet man numerische und nichtnumerische (Text, Ton, Bild) Darstellungsformen von D. Die Verbindung von Datenrepräsentation (Zeichengegebenheit, syntaktische Ebene) und Datenbedeutung (semantische Ebene) beruht auf Konvention und wird …

Datenausausch

(165 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Mit der Umsetzung bibliographischer Daten in maschinenlesbare Form sind in den 1960er Jahren gleichzeitig Verfahren zum D. entstanden. Bahnbrechend war dabei das MARC Il-Projekt der Library of Congress, das auf Subskriptionsbasis bibliographische Daten auf Magnetband zur Verfügung stellte. In den folgenden Jahren entstanden solche Magnetbanddienste in mehreren Ländern, z.B. bei der British Library und bei der Deutschen Bibliothek. Dabei wurden die bibliographischen Daten der Nationalbibliographi…

Datenbank

(166 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Unter einer D. versteht man die Zusammenfassung von Datenbeständen eines bestimmten Sachgebiets auf elektronischen Großspeichern. Die D., auch Datenbasis gen., besteht dabei aus ein oder mehreren Dateien und ist so organisiert, daß die Daten nach verschiedenen Kriterien durchsucht und jederzeit auf den neuesten Stand gebracht werden können. In der Praxis unterscheidet man D.en häufig nach der Struktur der gespeicherten Daten in a) formatierte D.en für Daten mit einem festen Feldaufbau, z.B. im k…

Datenbankbetreiber

(104 words)

Author(s): N. Henrichs
Servicerechenzentrum (Host), das aus Datenbasen (im Auftrag von Produzenten und Anbietern, z. B. etwa Verlagen) recherchierfähige Datenbanken generiert und pflegt, sowie Retrievalsoftware zum Auffinden der gesuchten Antworten und Telekommunikationszugänge für die Nutzung von externen Endgeräten (Bildschirmen, Mikrorechnern) aus zur Verfügung stellt. Der D. schließt Nutzungsverträge (Vergabe der Nutzungsberechtigung – Paßwort) z.B. mit Bibliotheken und Firmen und stellt seine Leitungen nach der s…

Datenbanksystem

(119 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Die Gesamtheit aller Programme, die für den Aufbau, die Verwaltung, Datenwiedergewinnung und Datensicherung erforderlich sind, bezeichnet man als D. oder Datenbankverwaltungssystem (engl. Data Base Management System, abgekürzt DBMS). D.e übernehmen die Datenverwaltung (Aufbau, Aktualisierung, Sicherung der Datenbank) und Datenwiedergewinnung (Suche, Selektion, Datenbereitstellung). Gegenüber der herkömmlichen Datenorganisation in einzelnen Dateien erlauben die Zugriffs- und Speichermethoden eines D.s die Bereitstellung der…

Datenbasis

(47 words)

Author(s): N. Henrichs
Zusammenstellung von Dokumentationseinheiten (z. B. bibliographische Daten und Inhaltsreferate von Zss.artikeln, dokumentarische Beschreibung von Objekten, numerische Daten von Fakten und Sachverhalten, Inhalt von Nachschlagewerken) zu bestimmten Sachgebieten oder Themen in einer von Datenverarbeitungsmaschinen verarbeitbaren Form, aber in der Regel noch nicht retrievalfahig. Datenbank N. Henrichs
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