Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Datenfernübertragung (DFÜ)

(64 words)

Author(s): M. Seidel
Austausch von Daten über entfernte Standorte zwischen zwei Computersystemen oder einer EDV-Anlage und entfernt arbeitenden Endgeräten. Die Eingabedaten (z. B. Bestelldaten) werden dabei über Telekommunikationsnetze (Fernsprechnetz, spezielle Datennetze, z.B. Datex-P, Standleitung) zur EDV-Anlage übermittelt und die Ausgabedaten (z. B. auch bibliographische Angaben) auf gleichem Weg dem Benutzer zugeleitet. Für die Anpassung an das Netz ist eine «definierte Schnittstelle» erforderlich. M. Seidel

Datenformat

(128 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Unter einem D. wird die Festlegung von Datenstrukturen für die Zwecke der elektronischen Datenverarbeitung verstanden. Es umfaßt die Beschreibung über Umfang und Reihenfolge von Datenfeldern in einem Datensatz, den Aufbau der Datenfelder und die Datenformat. – Indikator-Feld = Spezifizierung des Feldinhaltes, z. B. A = Autor. – Feldkennung = Nummer des Feldes im Format, z.B. 100 = Person. - Variables Datenfeld = Feldinhalt, z.B. Goethe, Johann Wolfgang. - Feldtrennzeichen = Kennzeichen für den Abschluß des Datenfeldes. Indikator Feldkennung variables Datenfeld Feldtrennzeic…

Datenkonvertierung

(4 words)

Siehe Konvertierung

Datenschutz

(154 words)

Author(s): H.J. Genge
(von Datensicherung zu unterscheiden) meint den Schutz personenbezogener Daten vor unbefugter und mißbräuchlicher Beschaffung, Veränderung, Übermittlung und Verwertung durch datenverarbeitende Stellen, wobei der Datenverarbeitungsbegriff nicht auf automatisierte Verfahren einzuschränken ist. Soweit die deutschen Bundesländer keine eigenen Gesetze für ihren Zuständigkeitsbereich erlassen haben und sofern nicht Spezialvorschriften bestehen, findet zur Regelung der Materie sowohl im öffentlichen wi…

Datensicherung

(172 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Unter D. in der elektronischen Datenverarbeitung werden organisatorische und technische Maßnahmen gegen Verlust, Verfälschung oder unberechtigte Aneignung von Daten und Informationen verstanden. Datenverluste bzw. -Verfälschungen durch Hardwarefehler (z. B. Maschinenfehler) werden heute weitgehend durch Sicherungsvorkehrungen und Fehlererkennungsverfahren des Herstellers vermieden. Die auf Datenträgern (Magnetband, Magnetplatte) oder die in öffentlich zugängigen Datenbanken gespeicherten Daten e…

Datensichtgerät

(4 words)

Siehe Bildschirmgerät

Datensichtstation

(4 words)

Siehe Bildschirmgerät

Datenstruktur

(69 words)

Author(s): N. Henrichs
in der elektronischen Datenverarbeitung Darstellungsordnung von Daten und Datenbeziehungen. Man spricht von logischer D., wenn sie nach inhaltlichen oder aufgabenbezogenen Kriterien angelegt ist, und von physischer D., wenn sie speicherbezogen ist bzw. den Anforderungen bestimmter Verarbeitungsprozeduren (Verkettung) genügt. Strukturelemente sind Datenfelder (für numerische, alphanumerische Daten, von fester oder variabler Länge) verkettet zu Datensätzen (records), zusammengefaßt zu Blöcken (Speichernutzung, Ein-/Ausgabeprozeduren). DateiDatenDatenbank N…

Datenträger

(251 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Die elektronische Daten- und Informationsverarbeitung setzt voraus, daß die zu verarbeitenden Daten, Texte und Informationen auf D. übertragen werden, die von Maschinen gelesen und weiterverarbeitet werden können. In den Anfängen der Datenverarbeitung wurden mechanische Speicher als D. verwandt, in denen die Zeichen durch Lochkombinationen dargestellt wurden (Lochkarten, Lochstreifen). Daneben wurden schon sehr früh Eingabegeräte für visuell lesbare Schriften entwickelt, die diese Schriften opti…

Datentypist/in

(50 words)

Author(s): C. Boßmeyer
Berufsbezeichnung für Schreibkräfte in der Datenerfassung, die Daten von Vorlagen, Belegen und ähnlichem in eine Datenverarbeitungsanlage, ein programmgesteuertes Datenerfassungssystem oder auf Datenträger (z. B. Lochkarte, Lochstreifen, Magnetband, Diskette) für Zwecke der Datenverarbeitung übertragen (zusammenstellen und abschreiben). Maschinell festgestellte Fehler, z. B. durch Prüfziffernkontrolle, werden dabei berichtigt. C. Boßmeyer

Datenverarbeitung

(204 words)

Author(s): C. Boßmeyer
auch elektronische D., umfaßt jeden Prozeß, bei dem aus gegebenen Eingangsdaten oder Informationen mit Hilfe elektronischer Datenverarbeitungsanlagen bestimmte Ausgangsdaten oder Ergebnisse gewonnen werden. Im allgemeinen liegen die zu verarbeitenden Daten in digitaler Form vor. Der informationsverarbeitende Prozeß ist dabei eindeutig durch ein Programm vorgegeben, in dem die einzelnen auszuführenden Verarbeitungsschritte (Operationen) zusammengefaßt sind. Die wichtigsten Funktionen der alpha-nu…

Datenverarbeitunganlage

(71 words)

Author(s): C.Boßmeyer
Unter einer D. (DVA) versteht man eine speicherprogrammierte, programmgesteuerte, elektronisch arbeitende Anlage zur Verarbeitung digitaler Daten. Eine D. besteht aus der Zentraleinheit (CPU = Central Processory Unit) und den Ein/ Ausgabegeräten (Peripherie). Die Zentraleinheit umfaßt den Prozessor, d. h. ein Leit- und Rechenwerk zur Durchführung von Operationen, den Zentralspeicher zur Aufnahme der Befehle und Datenbereiche der ablaufenden Programme sowie die Ein/Ausgabe-Kanäle zur Peripherie (…

Datex-P

(36 words)

Author(s): M. Seidel
Datenübertragungsnetz für den schnellen Austausch von Daten (data exchange: datex) nach dem Prinzip der Datenpaket-Vermittlung (–P). Da die Pakete die Leitungen selbst suchen, sind die Gebühren entfernungsunabhängig und nur abhängig vom Datenvolumen. M. Seidel

Dathe, V.

(49 words)

Author(s): Red.
auf Grund falscher Lesung der Inschrift «VDMIE» (Verbum dei manet in eternum) auf den Ottheinrich-Einbänden irrtümlich vermuteter Heidelberger Buchbinder. Red. Bibliography Sillib, R.: Ein Prachteinbd. des Kurfürsten Ottheinrich v. d. Pfalz und sein angeblicher Meister. In: Collectanea variae doctrinae. Festschrift für Olschki. München 1921, S. 223 ff.

Datierung

(724 words)

Author(s): S. Corsten
ist die zeitliche Fixierung eines Ereignisses und der damit in Zusammenhang stehenden Dokumente. Aus der ma. Urkundensprache stammt der Begriff «Datum» als der Zeitpunkt, an dem die schriftliche Bestätigung eines Rechtsgeschäftes «gegeben» wurde. Das Bedürfnis, Daten festzuhalten, ist im Menschen zu allen Zeiten wirksam gewesen; Art und Weise der D. waren abhängig von den wiss. Möglichkeiten und kulturellen Vorgegebenheiten; auch Politisches spielte häufig hinein. Es hat daher im Laufe der Mensc…

Datierung in Frühdrucken

(665 words)

Author(s): S. Corsten
Wie es in manchen Hss. bereits üblich war, enthalten viele Ink. und Frühdrucke, meist in der Schlußschrift, mehr oder weniger ausführliche Zeitangaben, die i. d. R. für die Fertigstellung des Buches gelten. Bei der diplomatisch getreuen Beschreibung wird das Datum in der vorliegenden Form übernommen und nötigenfalls aufgelöst, d. h. in die heutige Zeitrechnung übertragen. Indem grundsätzlich die Jahresangaben so, wie sie in der Vorlage stehen, übernommen werden, werden dem Bibliographen schwieri…

Daubigny, Charles-François

(128 words)

Author(s): W. Knieger
* 15. 2. 1817 in Paris, † 19. 2. 1878 in Auvers, franz. Landschaftsmaler, Radierer und Buchillustrator. D. stammte aus einer Künstlerfamilie und erhielt vom Vater, Edmé François D., den ersten Unterricht. Nach einem Italienaufenthalt erwarb D. sich in erster Linie als Landschaftsmaler einen Namen. Aber auch als Zeichner und Illustrator zahlreicher Werke franz. Autoren (u. a. Béranger, Dumas, Hugo) war er angesehen und arbeitete mit an der Sittengeschichte «Les Français peints par eux-mêmes», dem…

Daubmann, Bonifatius

(118 words)

Author(s): H. -O. Ketmecke
Drucker in Königsberg (Preußen), Sohn von Hans D. Erbte gemeinsam mit seiner Mutter und seinen beiden Schwestern das väterliche Unternehmen, das zunächst unter dem Namen «Johann Daubmanns Erben» weitergeführt wurde. D., den zu Lebzeiten seines Vaters buchhändlerische Reisen u. a. nach Leipzig und Frankfurt a . M. geführt hatten, begegnet nur im Jahr 1575 als selbständiger Drucker. Aus diesem Jahr stammt auch der erste Druckervermerk von Georg Osterberger, verheiratet mit einer der beiden Schwestern von D. Ihm hatte D. sein Erbteil verkauft. H. -O. Ketmecke Bibliography Lohmeyer, …

Daubmann, Hans

(190 words)

Author(s): H.-O. Keunecke
* in Torgau, † Ende 1573 in Königsberg (Preußen), Buchdrucker und -händler zunächst in Nürnberg, wo er am 23. 12. 1545 das Bürgerrecht erhielt. Er wohnte in der Judengasse, seinen Buchladen betrieb er am Rathaus. Er druckte zunächst gemeinsam mit Wolf Fugger, bald aber allein. Der Literat Michael Lindener war ab Mitte 1551 als Korrektor bei ihm tätig. Sein bedeutendstes Verlagswerk ist das «Arzneibuch» von 1549. Groß war seine Produktion von fliegenden Blättern, derentwegen er einige Male in Kon…

Daudin (Daugin und Dangin), Jean

(229 words)

Author(s): G. Pflug
franz. Übers, des 14. Jh.s, Kanonikus an der Sainte-Chapelle in Paris, übersetzte um 1375 im Auftrag König Karls V. Petrarcas «De remediis utriusque fortunae» ins Franz. Vorher hatte er schon «De eruditione puerorum nobilium» von Vinzenz von Beauvais übersetzt. Dieser Text hat sich jedoch nicht erhalten. Von der Petrarca-Übersetzung existieren noch fünf Hss. aus dem 15. und 16. Jh., von denen jedoch drei Nicolaus von Oresme als Übers, angeben, eine offensichtlich spätere Unterstellung. Auch der …
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