Lexikon des gesamten Buchwesens Online

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Subject: History

Herausgegeben von Severin Corsten, Stephan Füssel, Günther Pflug und Friedrich Adolf Schmidt-Künsemüller

Das Lexikon des gesamten Buchwesens ist eine wissenschaftlich zuverlässige Darstellung des gesamten Wissens vom Buch, verstanden als die graphische Materialisierung geistiger Inhalte mit dem Ziel ihrer Erhaltung, Überlieferung und Verbreitung in der Gesellschaft.

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Köbel, Jakob

(180 words)

um 1462 in Heidelbe rg, 31. 1. 1533 in Oppenheim, Buchdrucker, Verleger, Schriftsteller. K. wurde 1480 in Heidelberg immatrikuliert, war seit 1487 als Buchführer und seit 1489 als Verleger für Heinrich Knoblochtzer in Heidelberg tätig. Seit 1494 wirkte er in Oppenheim als Stadtschreiber, amtlicher Feldmesser und Eichmeister und seit 1499 als Buchdrucker. Zwischen 1499 und 1528 druckte er mehr als 100 volkstümliche deutschsprachige Schriften und humanistische Werke, die er häufig mit Holzschnitte…

Kobell, Ferdinand

(149 words)

Author(s): H. Wendland
* 7. 6. 1740 in Mannheim, † 1. 2. 1799 in München, dt. Maler und Radierer, Schüler der Mannheimer Akademie unter P. A. von Verschaffelt, von J. G. Wille in Paris; seit 1771 am Mannheimer Hof, seit 1793 Galeriedirektor in München. Als Landschaftsmaler fand K. unter Einfluß der Niederländer und Franzosen seinen eigenen Weg zu unmittelbarer Naturdarstellung und zum Realismus. Die meisten seiner Radierungen sind freie Blätter, jedoch finden sich in den Beiträgen zur schönen Gartenkunst von F. K. Med…

Koberg

(82 words)

Author(s): T. Nielsen
schwed. Herrenhof (Västergötland) im Besitz der Freiherren Silfverschiöld. Er birgt eine Bibl, von ca. 20. Tsd. Bdn. nebst ca. 32 Tsd. kleinerer Schriften, binnen weniger Jahre von Nils Silfverschiöld (1864–1892) erworben. Dieser sammelte bes. schwed. Drucke nach dem Vorbild von Warmholtz und Kleming; große Teile der Slg. von L. Manderström und G. H. Strålesind darin aufgegangen. Die Bibl, steht unter der Aufsicht der UB Göteborg. T. Nielsen Bibliography Luthander, b.: Slott och herresäten i Sverige. Bd. 6. Malmö 1968, S. 237–258.

Koberger, Anton

(412 words)

Author(s): S. Corsten
* um 1440/1445 in Nürnberg(?), † 3. 10. 1513 cbd., Buchhändler und Druckerverlcger. K. wurde reich vor allem durch seinen ausgedehnten und wohlorganisierten Buchhandel, für den er ein dichtes Netz von Agenturen schuf, das von den Niederlanden bis nach Polen, von Norddeutschland bis nach Oberitalien und Ungarn reichte. Er verstand es, die Produktion ital. Pressen über sein Unternehmen laufen zu lassen und den Handel damit für die Länder nördlich der Alpen an sich zu ziehen. Seit 1470 wohnte er in…

Kobian, Valentin

(255 words)

Author(s): P. Amehmg
(Veltin), * um 1500/1505 in Durlach, 16. 8. 1543 in Hagenau (Elsaß); Buchdrucker in mehreren Städten am Oberrhein. Bevor K. 1529 in seiner Heimatstadt Durlach eine eigene Druckerei eröffnete, hatte er einige Jahre als Druckergeselle in Hagenau gearbeitet. In Durlach brachte K. nur wenige Drucke heraus, darunter als gewichtigsten eine Ausg. der Luther-Bibel im Auftrag des Straßburger Druckerverlegers Wolfgang Köpfel. 1530 übersiedclte K. nach Ettlingen, wo er als Erstdrucker dieser Stadt zwischen…

Koblenz

(700 words)

Author(s): S. Corsten
1. Buch- und Pressewesen. Das 1547 von dem Kölner Druckerverleger Eucharius Cervicomus gedruckte Missale Trevcrcnse nennt zwar K. im Erscheinungsvermerk; es ist aber fraglich, ob das Buch wirklich hier entstanden ist. Erst 1702 kam es zur Gründung einer Buch- und Zeitungsdruckerei durch Theodor Burggraf, dem 1704 sein SchwiegersohnJ. F. Krabben ( 1731) folgte. Seine Erben führten die Firma bis ins 19. Jh. hinein fort. Unter dem Einfluß der Aufklärung wurden in der zweiten Hälfte des 18. Jh.s weitere…

Koburg

(4 words)

Siehe Coburg

Koch, Alexander

(113 words)

Author(s): G. Schulz
Verlagsanstalt in Leinfelden-Echterdingen, wurde 1888 in Darmstadt gegr. von A. K. (9. 11. 1860, † 5. 1. 1939). Verlagsgebiete sind Bücher und Zss. über Architektur, Innendekoration und Kunst. Die 1898 gegr. Künstlerkolonic auf der Mathildenhöhe in Darmstadt geht auf eine Initiative von K. zurück. 1932 wurde der Verlag nach Stuttgart verlegt, 1944 durch Bomben zerstört. K.s Kinder Milly und Alexander sowie sein Schwiegersohn Max Fengler bauten den Verlag unter Beibehaltung des Fachprogramms wieder auf. 1971 wurde der Verlag von der Weinbrenner-Gruppe übernommen. G. Schulz Bibli…

Kocher

(50 words)

Author(s): G. Brink | ws
in der Papierindustrie Bezeichnung fLir die zum Aufschluß des Holzes bei der Zellstoffherstellung verwendeten großen Druckbehälter, in denen unter hohem Dampfdruck die Holzschnitzel je nach Verfahren entweder in einer Kalziumbisulfitlösung (SulfitzellstofI) oder in Ätznatronlauge (Sulfatzellstofi) gekocht werden. G. Brink ws Bibliography Schwieger, H. G.: Papier-Praktikum. Wiesbaden 1973, S. 22.

Koch gen. Meister, Johann

(153 words)

Author(s): S. Corsten
† vor dem 13. 10. 1487 in Basel, Buchdrucker. Der aus Feldkirch (Vorarlberg) stammende K. ist seit 1462 in Basel nachweisbar (Immatrikulation an der Univ.). Daß er sich Ende der 1470er Jahre ohne spürbaren Erfolg mit dem Druck liturgischer Bücher befaßte, geht vor allem aus Gerichtsakten der Stadt hervor. Zus. mit Peter Kollicker gab er am 4. n. 1484 ein Breviarium Cisterciense (GW 5198) heraus. In diesem Buch erscheint er ein einziges Mal in einer Schlußschrift. Weil er zu Beginn der 1480er Jah…

Koch-Gotha, Fritz

(95 words)

Author(s): C. Schcffler
*5. 1. 1877 in Eberstädt bei Gotha, † 16. 6. 1956 in Rostock, Maler und Illustrator. Nach Studium an den Akademien von Karlsruhe und Leipzig war K. seit 1902 in Berlin ansässig. Bekannt wurde er durch seine witzigen Zeichnungen in ill. Blättern. Großen Erfolg hatten seine 111. zur «Häschenschule» mit Texten von A. Sixtus (1924). Nach der Zerstörung seines Berliner Ateliers 1944 lebte K. in Altenhagen an der Ostsee. Humorvolle und politisch-satirische Zeichnungen ersch. von ihm im «Ulenspiegel» und im «Frischen Wind». C. Schcffler Bibliography Bayer-Klötzer, E.-S. in: NDB Bd. 12, …

Koch, Hans

(112 words)

Author(s): P. Neumann
28. 3. 1897 Hamburg, † 30. 10 ·1978 München, dt. Antiquar. In Lübeck aufgewachsen, war er nach einer Buchhandelslehre seit 1921 bei den Antiquariaten J. Baer in Frankfurt/a.M., I. Schwarz in Wien und J. Halle in München tätig. 1932 wechselte er zur Firma Jacques Rosenthal in München, die er 1935 übernahm und in der Nachkriegszeit fortfuhrte. Anerkennung fanden stets die von ihm, auch gemeinsam mit Kollegen, vorbildlich bearbeiteten Kat., vor allem über Frühdrucke. P. Neumann Bibliography Seebass, A.: H. K. zum 28. März 1967. In: Börsenbl. (Frankfurt) 23. 1967, S. 661–663 Scheppler, G.:…

Koch, Neff & Oetinger & Co. GmbH (KNO)

(165 words)

Author(s): G. Schulz
Stuttgart, ist das größte Barsortiment der BRDeutschland mit einem Lager von rund 200 Tsd. Titeln (1993). Es entstand aus dem Zusammenschluß dreier Stuttgarter Firmen: Paul Neff, gegr. 1829, 1907 in den Besitz von K. F. Koehler, Leipzig, übergegangen (Neff & Koehler); Adolph Oetinger, gegr. 1854, 1907 mit A. Koch & Co. vereinigt (Koch & Oetinger); Albert Koch, gegr. 1862, 1904 an Koehler & Volckmar, Leipzig, verkauft, 1907 mit A. Oetinger vereinigt. Das Haus K. war die süddeutsche Filiale des Le…

Koch, Rudolf

(626 words)

Author(s): W. Raub
*20. 11. 1876 in Nrnberg, J· 9. 4. 1934 in Frankfurt a. M., dt. Schriftkünstler, Schriftentwerfer und Graphiker. K. versuchte sich nach der Realschule in verschiedenen Berufen, u.a. als Ziselcur, Zeichner für Großbuchbindereien usw.; er vertiefte sich seit 1903 in das Schreiben und Entwerfen von Druckschriften. Er wurde rasch als Schriftgestalter bekannt und trat 1906 als künstlerischer Beirat in die von K. Klingspor geleitete Rudhardsche Schriftgießerei in Offenbach ein, der er bis zu seinem To…

Koch, Simon

(92 words)

Author(s): E. Geek
* in Weilburg/Lahn, f nach 1503 in Magdeburg. Drucker in Magdeburg. K. druckte 1485/ 1486-1503. Trotz der Benennung «Symon Mentzer» konnte bisher keine Verbindung nach Mainz festgestellt werden. Ungefahr 40 Druckwerke, vorwiegend volks-tiimhche Gebrauchsliteratur, hat er sorgfaltig gedruckt und mit Holzschnitten versehen. Viele niederdt. Klein-schriften kamen aus seiner Presse. Das Missale Magde-burgense von 1486 (H 11322) ist sein groBtes und bestes Druckwerk. E. Geek Bibliography Geldner Bd. 1, S. 237-239, 263 Lulfing, H. in: NDB Bd. 12, S. 278 Bruckner, U. in: Beitr. zur…

Koch, Theodore Wesley

(179 words)

Author(s): F.J. Mosher
* 4. 8. 1871 in Philadelphia, Pennsylvania, f 23. 3. 1941 in Evanston, Illinois, amer. Bibliothekar und Bibliograph. K. begann seine berufliche Laufbahn 1895 an der Cornell Univ. Library, wo er den «Catalogue of the Dante Collections (2 Bde., 1898 - 1900) erstellte, immer noch eine der vollstandigsten Bibliogra-phien von Dantes Werken und der Sekundarlit. iiber Dante. Später bekleidete K. Ämter an der University of Michigan (Ann Arbor) Library (Direktor 1905–1915) und der Library of Congress (Le…

Koch- und Tafelbücher

(1,101 words)

Author(s): U. Brtlllold-Bigier
Das Kochbuch ist ein Medium, welches Techniken zur Umwandlung von Naturprodukten in einen eßbaren Zustand lehrt. Es gehört somit zur Gruppe der Sachbücher, die informierendes und praktisches Wissen vermitteln. In der röm. Kaiserzcit entstanden Schulen der Kochkunst; Leiter der berühmtesten war Caelius Apicius, Zeitgenosse des Tiberius, Autor des ältesten bekannten Kochbuchs. Die Rezeptslg. erregte im 16. und frühen 17. Jh. die Aufmerksamkeit verschiedener Ärzte, so des Feldkir-cher Humanisten Gabriel Hummelberg, der sie 154…

Kocowski, Bronislaw

(88 words)

Author(s): K. Migon
* 2. 5· 1907 inJawornik, t 19· 9· 1980 in Wrodaw, poln. Buchforscher, Bibliothekar der UB (seit 1946), Professor des Instituts rur Bibliothekswiss. der Univ. in Wrodaw (Breslau). Zu seinem reichen wiss. Werk gehören u.a. ein dreibändiger Kat. der Wiegendrucke der UB Wrodaw, Studien zur Inkunabelkunde und zur Gesch. des schlesischen Buchdrucks; er war auch Chefredakteur der ersten poln. bibliologischen Enzyklopädie «Encyklopedia wiedzy 0 ksi~zce» (1971). K. Migon Bibliography Roczniki Biblioteczne (Bibliotheksjahrbücher) 21. 1977, H. 1-2, eine Festschrift B. K. ge…

Kode

(4 words)

Siehe Code

Kodex

(4 words)

Siehe Codex

Kodifikation

(44 words)

Author(s): L. Delp
Begriff der Rechtssprache, seit frühbyzantischer Zeit Bedeutung im Sinne von Rechtsbuch, Gesetzbuch. Heute bedeutet K. die Aumahme bestimmter Regelungen in Gesetze oder Verordnungen. In der BRDeutschland ist die Gesetzgebungskompetenz zwischen Bund und Ländern in Art. 70 ff. des Grundgesetzes geregelt. L. Delp

Kodikologie

(605 words)

Author(s): W Milde
ist die Lehre vom Buch in Kodexform, speziell die des handgeschriebenen spätantiken und ma. Buches. Im engeren Sinn untersucht K. als analytisch-empirische Disziplin in außerordentlich detaillierter Form die materiellen (physischen) Gegebenheiten der Hs., insbes. Beschreibstoffe (Pergament, Papier), Schreibmaterial (Schreibinstrumente, Werkzeuge, Tinte, Farben), Herstellung bzw. Komposition des Buches (Buchblock, Lagenbildung, Faltung, Linierung, Zeilensysteme, Schriftspiegel, Einteilung in Spal…

Kodizill

(83 words)

Author(s): E. Plassmann
von lat. codicillus (Diminutivum von codex) = Büchlein, kleines Schriftstück; aus dem röm. Recht stammende und im gemeinen Recht fortlebendc Bezeichnung für einen Nachtrag zum Testament, in dem zwar keine abweichenden Erbeinsetzungen, wohl aber andere letztwillige Verfügungen getroffen werden können. In der Rechtssprache der BRDeutschland gibt es den Begriff nicht mehr, wohl aber in derjenigen Österreichs (vgl. §§ 553, 578, 695, 714 — 716, 721 ABGB). E. Plassmann Bibliography Sohm, R.: Institutionen. Geseh, und System des röm. Privatrechts. 17. Auf]. Berlin 1949.

Kodzu

(4 words)

Siehe Japanpapier

Koedition

(4 words)

Siehe Koproduktion

Koehler & Amelang

(112 words)

Author(s): K. Gutzmcr
Verlag in Leipzig, hervorgegangen aus den von Karl Franz Gottfried Koehler (1764 bis 1833) 1789 in Leipzig und von Carl Friedrich Amelang (1785 — 1856) 1806 in Berlin gegr. Verlagen, die in den Besitz der Leipziger Unternchmensgruppe Koehler & Volckmar gelangten und 1925 zu einer Neugründung verschmolzen wurden. Nach der Zerstörung im Dezember 1943 und vorübergehender Treuhänderschaft nach 1945 wurde der Verlag 1956 dem der Christisch-Demo-kratischen Union (CDU) nahestehenden Union Verlag, gegr. 1951, Berlin angeschlosscn, mit dem er…

Koehler, Johann David

(120 words)

Author(s): P. Neumann
* 18. 1. 1684 in Colditz/Sach-sen, II. 3. 1755 in Göttingen, dt. Historiker. K. lehrte seit 1706 an der Univ. Altdorf, seit 1735 als Professor der Gesch. an der Univ. Göttingen. Unter seinen zahlreichen Arbeiten zur Historischen Geographie, Chronologie und Numismatik verdient neben den Historischen Münzbelustigungen (1722 — 1755) vor allem die 1741 in Leipzig veröff. Ehren–Rettung Johann Guttenbergs bes. Erwähnung, die sich auf das von ihm entdeckte Helmaspergersche Notariatsinstrument aus dem B…

Koehler, K. F., Verlag GmbH

(175 words)

Author(s): G. Schulz
in Stuttgart, wurde 1789 in Leipzig von Karl Franz Gottfried K. (1764—1833) gegründet. Er verlegte wiss. Lit. und baute ein Kommissionsgeschäft auf. 1830 übernahm sein Sohn Karl Franz K. (23. 3. 1805, 2. 12. 1872) die Firma. Unter seiner Leitung errang das Kommissionsgeschäft überragende Bedeutung. 1847 ergänzte K. die Firma durch ein wiss. Antiquariat (Koehlers Antiquarium, 1873 verkauft). 1846 wurde der Verlag abgezweigt, aus ihm entstanden mehrere Unternehmungen (von Hase & Koehler, Koehler &…

Koehler & Volckmar GmbH

(129 words)

Author(s): G. Schulz
Barsortiment und Verlagsauslieferung, entstand 1918 in Leipzig durch Zusammenschluß der Firmen K. F. Koehler und F. Volckmar. Beide Häuser hatten schon vorher eine beherrschende Stellung als Kommissionäre. 1930 erwarb K. die Drucke- rei Haag–Drugulin, sic wurde 1946 enteignet. Im Dritten Reich versuchten die nationalsozialistischen Machthaber vergeblich, die Firma zu übernehmen. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Geschäftshäuser durch Bomben zerstört. Nach Kriegsende wurde K. in Leipzig von den Kom…

Koeler, Johann David

(8 words)

Siehe Koehler, Johann David

Koelhoff d. Ä., Johann

(227 words)

Author(s): S. Corsten
Anfang 1493 in Köln, Druk–kerverleger. Der aus Lübeck stammende K. brachte von Venedig, wo er bei Wendelin von Speyer gelernt und gearbeitet hatte, eine rundgotische Letter mit nach Köln. Hier begann er 1471 zu drucken (Ex. der BN Paris von H 12888 hat eine für dieses Jahr datierte Besitzeintra-gung). Als weitere bahnbrechende Neuerung führte er gedr. Lagensignaturen ein. K. war ein rühriger und wagemutiger Geschäftsmann, dessen Aktivitäten sich nicht auf das Buchwesen beschränkten. Seine Agente…

Koelhoff d. J., Johann

(151 words)

Author(s): S. Corsten
* nach 17. 1. 1502 in Köln, Druckerverleger. K. betrieb die von seinem gleichnamigen Vater 1493 übernommene Offizin mit nur geringem Eifer und widmete sich statt dessen stärker anderen Geschäften, wie z.B. dem Viehhandel. Er verzichtete auf eine Erneuerung des ererbten Lettcrnmaterials und druckte in acht Jahren (1493 — 1500) nur 27 Titel, darunter volkstümliche Kleinschriften und Amtsdrucksachen. Wenn sein Name trotzdem mit Achtung genannt wird, verdankt er das seinem wichtigsten Werk, der Köln…

Koenig & Bauer AG

(352 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
Würzburg, älteste Druckmaschinenfabrik der Welt, gegr. 1817 im Kloster Oberzell bei Wiirzburg von Friedrich Koenig und A. F. Bauer, heute — nach Übernahme der Albert Frankenthal AG- der viertgrößte Druckmaschinenherstellcr am Weltmarkt und Marktfuhrer bei Banknoten—Druckmaschincn. Weitere Schwerpunkte sind Zeitungsdruckmaschinen und Rakeltiefdruckmaschinen für Zss., Kat. und Kölnische Chronik von 1499. Titelholzschnitt. ähnliches. Bogenoffset-, Hoch- und Flexodruckmaschinen kommen hinzu. Die zum…

Koenig, Friedrich

(228 words)

Author(s): B. Sösemami
*17. 4. 1774 in Eisleben, 17. 1. 1833 in Oberzell bei Würzburg, Erfinder der Schnelldruckpresse. Nach einer Buchdruckerlehre in Leipzig bei Breitkopf & Härtel (1790-1794) und autodidaktischen Studien suchte K. die Buchdruckerpresse zu verbessern (Suhl, 1803-1805). Kapitalmangel zwang ihn 1807 zu einem Vertrag mit dem Londoner Buchdrucker Thomas Bensley. Aus seiner Kooperation mit dem Stuttgarter Optiker und Mechaniker Andreas Friedrich Bauer (1783 - 1860) ging die patentierte Tiegeldruckmaschine…

Koerner Verlag

(229 words)

Author(s): V. Koerner | H. Buske
(Baden-Baden) gegr. 1954 von Paul H. Heitz und Valentin Koerner als Librairie Heitz GmbH in Kehl, um die Veröff. des Straßburger Verlages Heitz & Cie. einfacher exportieren zu können und die deutschsprachige Produktion fortzusetzen. 1958 Verlegung nach Baden-Baden, 1971 Umfirmierung nach Ausscheiden von P. Heitz. Seit 1986 besteht wieder ein franz. Bureau (Bouxwiller/Elsaß), das die Rechte der ehemaligen Straßburger Firma übernommen hat. Verlagsgebiete: Bibliographie (Bibliotheca bibliographica …

Koester, Gustav, Akademische Buchhandlung

(120 words)

Author(s): G. Schulz
Heidelberg, ging hervor aus der 1801 gegr. Buchhandlung von August Hermann in Frankfurt am Main. 1804 übernahm J. C. B. Mohr die Firma und verlegte sie nach Heidelberg. 1805 nannte sie sich Akademische Buchhandlung Mohr und Zimmer. Der Verlag entwickelte sich zum Sammelbecken der Heidelberger Romantik (von Arnim, Brentano, Görres u. a.). 1815 schied Zimmer aus, statt dessen wurde C. F. Winter Teilhaber (bis 1822). Das Verlagsprogramm erstreckte sich auf wiss. Gebiete. 1875 erwarb Gustav Koester …

Kofoid, Charles Atwood

(116 words)

Author(s): F.J. Mosher
*11. 10. 1865 nahe Gran-ville, Illinois, 30. 5. 1947 in Berkeley, California, amer. Zoologe und Büchersammler. K. war 1901 -1947 Professor für Biologie an der Univ. of California in Berkeley und vermachte ihr seine reiche Slg. von Büchern und Sonderdrucken (bes. wertvoll für die Gesch. der Biologie). Die Kofoid-Slg., von der ein Drittel bes. seltene Werke enthielt und sich jetzt in der Biological Library der Univ. of California befindet, zählt heute (1989) ca. 31 Tsd. Bde. und 46 Tsd. kleine Schriften. Sie alle tragen das Exlibris K.s. F.J. Mosher Bibliography DAB Suppl. 4, S. 461-46…

Kohen (Katz), Gerschom ben Salomon

(303 words)

Author(s): A. K. Ojfenberg
(†1544), hebräischer Drucker, seit 1514 in Prag aktiv, wo im Jahre 1512 vier Drucker (und zwei Geldgeber) zus. das erste hebräische Buch (ein Gebetbuch) produziert hatten. Bis 1522 arbeitete er mit ihnen zus. und wurde der wichtigste der Partner, wahrscheinlich weil er finanziell der stärkste war. 1518 wurde eine Pentateuchausg. mit schönen Holzschnittdekorationen publiziert, in der sein Name dominiert. 1522 wurde die Partnerschaft aufgelöst, jeder fing für sich zu drucken an. K. verband sich mi…

Kohl, Clemens (Kliment)

(128 words)

Author(s): J. Vrchotka
*1754 in Prag, † 1807 in Wien, böhmischer Kupferstecher und Radierer, Bruder des Malers Ludwig Kohl. K. war Lehrer an der k. k. Normalschule in Prag und studierte an der Kunstakademie in Wien unter Jakob Schmutzer. Er wurde Hofkünstler und Zeichenlehrer der Kaiserin Maria Theresia. Von seinen Stichen sind bekannt: Jacobs Segen (1775), Philosoph, der Gelehrte (nach Zeichnungen seines Bruders Ludwig). Bekannt sind seine Porträts und Stiche zu Schrämbls Slg. der vorzüglichsten Werke dt. Dichter und…

Kohledruck

(4 words)

Siehe Pigmentdruck

Kohlepapier

(77 words)

Author(s): H. Bansa
dünnes Blatt mit einseitiger Beschichtung, die auf mechanischen Druck Farbe abgibt, benutzt zum Herstellen von Durchschriften oder Durchschlägen in der Schreibmaschine. Bei K. im engeren und im klassischen Sinn besteht der Träger aus dünnem und zähem, meist hadernhaltigem Papier, der Carbonseide, und die Beschichtung aus dem Pigment Ruß in dem Bindemittel Wachs. Heute wird für den Träger vielfach Kunststoff, also eine Folie (Polyester), und in der Schicht statt des Schwarzpigmentes andersfarbige Farbstoffe verwendet. H. Bansa

Köhler, Johann

(162 words)

Author(s): P. Kaegbein
* 4. 5. 1662 in Riga, 1. II. 1736 in Reval, Buchdrucker. Erstdrucker in Narva (seit 1695), verlegte die Narvische Post–Ztg. (1702). 1704 wurde K. nach Moskau verschleppt. Er ließ sich später in Reval nieder und übernahm hier 1716 von Johann Christoph Bren-deken die Gymnasialdruckerei. Diese stellte seit 1731 die ersten estnischen Kalender (Eesti–Ma Rahwa Kalender) her. Sein Sohn, Jacob Johann K. ( 1699 in Narva, 7. 5. 1757 in Reval), druckte 1739 die erste estnische Bibel. Die Druckerei ging 176…

Köhler, Reinhold

(92 words)

Author(s): D. Debes
* 24. 6. 1830 Weimar, 15. 8. 1892 ebd., klassischer Philologe und Bibliothekar. K. trat 1856 in den Dienst der Großherzoglichen Bibl, in Weimar, wurde dort 1861 Bibliothekar und 1881 ihr Leiter, 1886 Oberbibliothekar, der in vorbildlicher Weise die reichen Bestände der Benutzung erschloß. In seiner wiss. Arbeit erwarb er sich den Ruf eines bedeutenden dt. Vertreters der vergleichenden Märchen– und Novellenkunde. D. Debes Bibliography ADB Bd. 51, S. 317 Deetjen, W.: LB Weimar. In: Zs. für Bücherfreunde Neue Folge 13. 1921, S. 10; Nachrufin: ZfB 9. 1892, S. 422.

Kohlezeichnung

(81 words)

Author(s): H. Wendland
ist schon seit der Vorgesch. bekannt. Weiden-, Birken- oder Lindenholzstäbchen werden in einem luftdicht verschlossenen Behälter in ein Feuer gegeben und verkohlt. Man benutzt die in einem Halter befestigten Kohlestäbchen für die Vorzeichnungen bei Fresken oder Gemälden. Die K. auf Papier hat sich über ihren Studien- oder skizzenhaften Charakter hinaus zu einer eigenständigen Kunstform entwickelt. Da sich K.en leicht verwischen lassen, ist eine schattierende Modellierung möglich, andererseits bedarf sie einer Fixierung, um nicht unabsichtlich verwischt zu werden. H. Wend…

Kohlhammer, W., GmbH

(108 words)

Author(s): G. Schulz
Stuttgart, wurde 1866 von Wilhelm K. (* 26. 8. 1839, † 8. 3. 1893) in Stuttgart als Druckerei und Badehaus gegründet. K. begann mit dem Druck von Formularen insbes. für das Rechtswesen. Seit 1876 ist das Haus auch verlegerisch tätig. Produktionsgruppen sind Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften, Architektur, Medizin, Kunst- und Reiseführer, Reihe: Urban-Taschenbücher. Die Firma befindet sich im Familienbesitz Kohlhammer Erben. G. Schulz Bibliography Schmidt, R.: Dt. Buchhändler, dt. Drucker. Berlin 1902-1908 Kohlhammer 1866—19…

Kohl (Khol, Carbo), Hans

(166 words)

Author(s): I. Bezzel
† 1558 oder 1559 in Heidelberg, Buchdrucker. K. übernahm 1532 in Regensburg die Druckerei (seines Bruders?) Paul Kohl. 1547 über- siedelte er nach Wien, arbeitete dort anfangs gemeinsam mit Aegidius Aquila und leitete 1549-1552 einen eigenen Betrieb. 1552 kehrte K. nach Regensburg zurück; 1556 wurde er aus der Stadt ausgewiesen, da er sich im ehemaligen Kloster Adlersberg (bei Regensburg) am Druck von Streitschriften des Markgrafen Albrecht Alkibiades beteiligt hatte. 1557 wurde er vom pfälzisch…

Kohl (Khol), Paul

(134 words)

Author(s): I. Bezzel
† nach 1543, Buchdrucker. K. erwarb das Typenmaterial des Bamberger Druckers Johann Pfeyl (†1521) und errichtete 1522 die erste ständige Druckerei in Regensburg. Bis 1531 brachte er vorwiegend Kleinschrifttum heraus, u.a. zahlreiche unfirmierte Nachdrucke von Lutherschriften, Flugblätter der Bauernbewegung und Berichte über Tagesereignisse. Als er 1529 der Flugschrift Wahrhaftige neue Zeitung von der Stadt Wien ein Gedicht zweier Landsknechte hinzufügte, in dem Wiener Bürgern Verrat vorgeworfen …

Koil

(133 words)

Author(s): P. Kaegbein
Papierfabrik in Estland (estnisch Kohila), gegr. 1893, von 1900 bis zum Zweiten Weltkrieg als Aktienges. geführt, dann verstaatlicht. Die südlich von Reval am Fluß Kegel gelegene Fabrik stellte zunächst Holzschliff und Karton her; 1907 wurde sie zur Produktion von Papier umgebaut. Seit 1919 konzentrierte man sich auf Zeitungspapier, für das die Fabrik sich zum größten Lieferanten und Exporteur Estlands aufschwang. Bereits 1912 wurde in ihr eine Werkbücherei mit estnischsprachiger Lit. eingerichtet. In der Gegenwart wird in K. auch Schreibpapier und Karton hergestellt. P. Kaeg…

Kokoschka, Oskar

(208 words)

Author(s): H. Wendland
*1. 3. 1886 in Pöchlarn, 22. 2. 1980 in Villeneuve am Genfer See, österr. Maler, Graphiker, Illustrator und Schriftsteller. Hauptmeister des Expressionismus, arbeitete K. in den Wiener Werkstätten. Er schloß sich 1910 dem Kreis um die Zs. Der Sturm in Berlin an, ließ sich nach Kriegsverletzung 1917 in Dresden nieder. 1911 hatte er sein erstes Theaterstück Mörder - Hoffnung der Frauen» veröffentlicht. 1931 kam K. wieder nach Wien, übersiedelte 1934 nach Prag; 1938 emigrierte er nach England. Sein…

Kolart-Lichtdruck

(72 words)

Author(s): W. Gerhardt
heißt eine von Artur Kolbe, einem Lichtdruckereibesitzer in Dresden, vom Ende des 19. Jh.s bis Ende der 1920er Jahre entwickelte Variante der Druckformherstellung für den Lichtdruck. Kolbe nahm kein Halbtonnegativ wie üblich, sondern ein Rasternegativ und reduzierte die Trockentemperatur für die Schicht. Auf diese Weise wurde beim Druck das Einfärben erleichtert und damit die Druckgeschwindigkeit erhöht. W. Gerhardt Bibliography Weschke, H.: Lexikon der grafischen Technik. 7. Aufl. Leipzig 1986, s. 329—330.

Kolb, Albert

(109 words)

Author(s): S. Corsten
*23. 6. 1891 in Oberehnheim (Obcrnai)/ Elsaß, 23.8. 1975 in Nancy, franz. Bibliothekar und Buchhistoriker. Nach Studium der Vergleichenden Sprachwissenschaften in Straßburg und Fachausbildung in Paris trat K. 1920 als Bibliothekar bei der UB Nancy (Lothringen) ein und war 1929 —1958 ihr Direktor. Die Reorganisation und Neukatalogisierung der Bibl, ist sein Verdienst. Als Buchhistoriker und Bibliograph veröffentlichte er zahlreiche Untersuchungen und Darstellungen, u.a. auch: Bibliographie des fr…

Kolb, Alois

(81 words)

Author(s): D. Debes
*12. 2. 1875 in Wien, † 1942 in Leipzig, Maler und Grafiker. Nach Besuch von Kunstschule und Akademie in München erhielt K. 1905 einen Ruf an die Kunstschule Magdeburg und wurde 1907 Lehrer an der Akademie für Grafik und Buchkunst in Leipzig sowie Leiter ihrer Radierklasse. Er schuf eine umfangreiche Reihe grafischer Arbeiten in Buch— und Mappenform und bestimmte als herausragender Illustrator auch das buchkünstlerische Schaffen im ersten Drittel unseres Jh.s. D. Debes Bibliography Thieme-Becker Bd. 21, S. 220.

Kolbe, Andreas

(122 words)

Author(s): S. Corsten
† zwischen 12.9. und 4. 11. 1568 in Marburg, Universitätsbuchdrucker. K. kam wahrscheinlich als Mitarbeiter von Christian Egenolf 1539 nach Marburg und wurde in die Univ.matrikel eingetragen. Im Frühjahr 1543 übernahm erEgenolfs Marburger Niederlassung auf eigene Rechnung. Von den ca. 150 Drukken, die K. zugeschrieben werden können, sind bes. erwähnenswert die reich ill. Rcisebeschreibung des Hans Staden (1557), das Marburger Gesangbuch von 1549 und die Hessische Kirchenordnung des Jahres 1566. Seine Söhne Zacharias und Augustin führten 1566-1585 die Offizin weiter. S. Cors…

Kolbe, Carl Wilhelm, d. J.

(148 words)

*7. 3. 1781 in Berlin, † 8. 4. 1853 ebd., dt. Maler, Schüler von Daniel Chodowiecki und Neffe des gleichnamigen Zeichners und Radierers. Er inspirierte mit manchen seiner Gemälden z.B. E. T. A. Hoffmann zu seinen Dichtungen Doge und Dogaressa und Meister Martin der Küfner und seine Gesellen und schuf zahlreiche Vorlagen für Almanache der Romantik, so zu F. de la Motte Fouques Frauentaschenbuch (Nürnberg 1815-1831, z.B. für die Jg. 1815 und 1816; imjg. 1821 finden sich fünf Kupfer zu dessen Undin…

Kolbus GmbH & Co. KG

(81 words)

Author(s): E. P. Biesalski
bedeutender dt. Hersteller von Maschinen für die industrielle Buchbinderei. Die Produktion des in Rahden/Westfalen ansässigen Unternehmens umfaßt nahezu alle in der Druckweiterverarbeitung benötigten Maschinentypen, bis hin zu kompletten Buchfertigungsstraßen, für die K. intern, bekannt ist. Die Firma entwickelte sich aus einer Dorfschmiede und baut seit 1900 Buchbindereimaschinen. Ihr erstes Erzeugnis, eine Buchrunde- und Abpreßmaschine, wurde bereits im gleichen Jahr der Öffentlichkeit vor gestellt. E. P. Biesalski Bibliography Wir sind 200 Jahre jung. Festsc…

Kolchosbibliothek

(108 words)

Author(s): H. Rohling
Die Kollektivierung der Landwirtschaft in der UdSSR ließ als einen Typ der Massenbibi, die K. entstehen, zu deren Auf- und Ausbau ab 1930 eine «Bewegung» ins Leben gerufen wurde. Ihre Zahl betrug 1937 bereits 19400 und erreichte nach schwankender Entwicklung 1950 bei 94 Tsd. Kolchosen 22183. Regulierungen des Bibliotheksnetzes, Auflösung kleinerer Bibl.en, Veränderungen der administrativen Gliederung wie auch Zusammenlegung von Kolchosen und Sowchosen ließen die K.en von 9230 im Jahre 1960 auf 2…

Koler, Johann

(86 words)

Author(s): P. H. Meurer
zwischen 1563 und 1578 in Nürnberg nachgewiesener Drucker. Er bezog aus Antwerpen Abzüge der Karten von Ortelius als lose Blätter ohne Rückentext und bedruckte sie mit einer eigenen dt. Übersetzung. So entstand 1572 die erste, aber nicht autorisierte dt. Ausgabe des Ortelius-Atlas. Vollständige Ex. befinden sich in Berlin, Weimar und Wien. P. H. Meurer Bibliography Benzing S. 361 Bagrow, L.: The first German Ortelius. In: Imago Mundi 2. 1937, S. 74 Kratzsch, K.: Eine wiedergefundene Ortelius-Übers. In: Marginalien 62. 1976, S. 43 - 50.

Kollage

(137 words)

Author(s): H. Wendland
(auch: Collage) = Klebebild. Als K.n bezeichnet man Bilder, die ganz oder teilweise aus aufgeklebten, meist flachen Materialien, z.B. verschiedenfarbigem Papier, Karton, Folie, Stoff usw. bestehen. Diese werden z.T. auch durch Übermalen verändert, so daß sich der einstige Bestimmungszweck verwischt. Aus den Farben und Strukturen der verschiedenen Kollage-Elemente wird die neue Komposition gebildet. Den gestalterischen Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Eine Weiterentwicklung sind Matcrialb…

Kollagen

(45 words)

Author(s): G. Brinkhus
strukturiertes Eiweiß (Skleroprotein), das wichtigster Bestandteil (96%) der Haut ist. Der aus dem Griech. stammende Begriff bedeutet Leimbildner und weist damit auf eine wichtige Verwendung der K.e in der Restaurierung und Buchbinderei hin. HeißleimIchthyocollon G. Brinkhus Bibliography Wächter, W.: Buchrestaurierung. Leipzig 1981, S. 168.

Kollár von Keresztén, Adam Franz

(195 words)

Author(s): O. Mazal
*15. 4. 1723 in Tarchewa (Komitat Trentschin, Ungarn), † 10. 7. 1783 in Wien. K. studierte in Neusohl, Schemnitz und Tyrnau und trat 1737 dem Jesuitenorden bei, den er allerdings 1748 wieder verließ. Im selben Jahr wurde er Erster Skriptor der Hofbibl. in Wien, 1758 Erster Kustos; nach dem Tode von Gerard van Swieten 1772 übernahm er die interimistische Leitung. Zu den bedeutendsten Erwerbungen seiner Ära zählen die Bücherslg. van Swietens und die Bestände der 1773 aufgehobenen Jesuitenbibl.en; …

Kollataj, Hugo

(137 words)

Author(s): A. G. Świerk
*1. 4. 1750 in Derdykaly (Krzemie-niec), f 28. 2. 1812 in Warschau, katholischer Geistlicher, Reformator der Krakauer Akademie und des poln. Bi-bliothekswesens. Als Mitglied der 1773 gegr. Nationalen Erziehungskommission (Komisja Edukacji Narodowej) erarbeitete K. die Grundlagen einer neuen Bibliothekspo-litik des Staates: Errichtung und Ausbau der Netze von Schul- und offentlichen Bibl.en, ihre Unterstellung unter zentrale staatliche Aufsicht (Visitationen), die Offnung der wiss. Bibl.en einer …

Kollationieren

(325 words)

Author(s): J. Honscheid
(von lat. conferre zusammentragen, ver-gleichen; Substantiv: collatio). 1. Als editionstechnische Bezeichnung: systematische Vergleichung der Hss. eines Textes (nach dem Original oder meistens nach Photographien oder Mikrofilm) zur Ermittlung verschiedener Lesarten, die von einem Ver-gleichsex. abweichen. Sie werden in das Vergleichsex. (meist ein - moglichst durchschossener - gedr. Text) eingetragen bzw. nach dem Vergleichstext erfaBt. Ziel ist die Ermittlung der Abhangigkeitsverhaltnisse der hs.' Uberlieferung, die - wenn moglich - in einem A Stem-ma dargestellt…

Kollationsvermerk

(63 words)

Author(s): J. Honscheid
Bestandteil der Einheitsaufnahme nach den Regeln fur die Alphabetische Katalogisie-rung (RAK). Hierzu gehoren: 1. Umfangsangabe, 2. Illu-strationsangabe, 3. Angabe von Begleitmaterial. Die Ein-zelheiten regeln die §§ 150-153 der RAK-WB bzw. RAK-OB. In den PreuBischen Instraktionen kommt der K. (dort Kollation genannt) expressis verbis nur in der Anlage IV (Anleitung zur ausfiihrlichen Beschreibung der Wiegendrucke) als Teil der Beschreibung vor. J. Honscheid

Kollegenrabatt

(114 words)

Author(s): W. Bmun-Elwert
ist unter Angehorigen des herstellenden und des verbreitenden Buchhandels iiblich. Im Sammelrevers sind solche Ausnahmen von der Preisbindung unter § 4 ausdriicklich aufgefiihrt. Fiir die Hohe des K.s gibt es keine Regeln. Uberhohte Rabatte sind preis-bindungsrechtlich umstritten, besonders aber die bei manchen Verlagen iibliche, unkontrollierte Versendung von Angeboten zur Bestellung mit K. in der Vorweih-nachtszeit. Antiquare, die der International League of Antiquarian Booksellers angeschlossen sind, gewahren unterein-ander i. d. R. 10 % K. W. Bmun-Elwert Bibliograp…

Kollegialprinzip

(437 words)

Author(s): J. Stoltzenburg
ein funktionales Element in der Struktur einer Organisation von Menschen und Mitteln zum Erreichen der ihr gesetzten Ziele. Diesem Prinzip kontrastiert das monokratische Prinzip der Problement-scheidung durch eine Person anstelle einer Mehrzahl von (dafur) gleichgestellten Personen, die bei Zustimmung aller oder der Mehrheit der Mitglieder, in offener oder ge-heimer Abstimmung, bindendc Beschliisse faBt. Neben kollegialen BeschluBkorpern gibt es nur zur Beratung von Problemen eingerichtete (Expe…

Kollektaneen

(43 words)

Author(s): Red.
wird eine Sammlung von Auszügen und Stellen aus Schriftstellern genannt, die als Grundlage für weitere Forschung dient. Sie finden sich in reichem Maße in den Nachlässen von Geisteswissenschaftlern und gelangen damit in die literarischen Archive und die Hss.–Abteilungen der Bibl.en. Red.

Kollektar

(67 words)

Author(s): F. Hcinzer
lat. Collectarius oder Collectaneum, Buch der katholischen Liturgie, das zur Hauptsache die Tagesgebete (Collectae) des Stundengebets sowie meist auch die Capitula (biblische Kurzlesungen) und ein Kalendar enthält. Der Inhalt des K.s, das vor allem dem Gebrauch des sog. Hebdomadars als Vorsteher des gemeinschaftlichen Chorgebets diente, findet sich im Brevier wieder. F. Hcinzer Bibliography Bouchère, M.: Collcctaires. In: Catholicisme. T. 2. Paris 1949, Sp. 1302 — 1303.

Kollektivität

(100 words)

Author(s): H. Bohrmann
eines der vier hauptsächlichen Bestimmungsmerkmale einer Ztg. und in eingegrenzter Form auch einer Zs., wie sie von der Zeitungs– und älteren Pu-N blizistikwissenschaft bestimmt wurden. K. bezeichnet die widmet und keines grundsätzlich aus ihrem Interessenfeld ausschließt. Dasselbe gilt für die aktuellen Illustrierten und anderen Publikumszss., während es bei der Fachpresse und wiss. Periodika durch die jeweilige thematische Widmung eingegrenzt erscheint, ohne jedoch die einheitliche thematische…

Kollektivverfasser

(35 words)

Author(s): L. Delp | Red.
Mehrheit von Miturhebern oder von Urhebern verbundener Werke zur gemeinsamen Schaffung oder Verwertung eines Werkes. L. Delp In der alphabetischen Katalogisierung werden Werke mit mehr als drei Verfassern unter ihrem Sachtitel eingeordnet. Red.

Kollema

(137 words)

Author(s): J Hönscheid
(griech. κολλημα; das, was zusammengekklebt ist, von κολλάω kleben), bezeichnet das einzelne Blatt bestand. So wurde aus Urkunden nach Bd. (τόμος) und Blatt (κολλημα) zitiert. Auch die Klebestellen werden in der Lit. häufig als K. bezeichnet (richtiger: kollesis [κολλησις]). Die einzelnen Bl. derselben Rolle konnten oft von unterschiedlicher Größe sein. Sie wurden so zusammengcklebt, d.h. die zum Schreiben besonders geeigneten, horizontal verlaufenden Fasern bildeten die Innenseite der Rolle (Recto), die Vertikalfasern die Außenseite (Verso), Papyrus Kollergänge, die …

Kollergang

(88 words)

Author(s): G. Brinkhus
in der Papierindustrie Maschine zur Zerfaserung von trockenem Papierausschuß und Altpapier (35 — 45 % Trockengehalt nach der Aufbereitung). In einer gußeisernen Schale werden zwei scheibenförmige Läufersteine mit konischer Lauffläche von der Königswelle mit etwa 10 bis 15 Umdrehungen pro Minute auf einem leicht trichterförmigen Bodenstein angetrieben; sie lockern den Faserzusammenhalt. Der K. wird zunehmend durch Stofflöser und kontinuierlich arbeitende Refiner abgelöst. Siehe Abb. vorige Seite. G. Brinkhus Bibliography Handb. der Papier – und Pappe – Fabrikation…

Kollicker, Peter

(87 words)

Author(s): M. Germann
* in Olten, um 1486, Drucker in Basel. 1470 immatrikuliert an der Univ. Basel, Magister artium, von 1484 an als Drucker bezeugt. Neun Drucke bekannt, zwei davon datiert und firmiert, einer oder zwei zusammen mitj. Meister. M. Germann Bibliography Stockmeyer, I. / Reber, B.: Beiträge zur Basler Buchdruckergeschichte. Basel 1840, S. 50 — 51 BMC Bd. 3, S. 761 — 762 und Taf. 73 Geldner Bd. 1. S. 120 f.: Haegen, P. L. van der: Basler Wiegendrucke. Basel 1985, S. 89 — 93 und 226.

Kollodium(deck)farbe

(54 words)

Author(s): D. E. Petersen
besteht aus Pigmenten, Weichmachern und Nitrocellulose in organischen Lösungsmitteln. Nach dem Trocknen bildet sich ein deckender, elastischer, wasserfester Film. Mit K. wird die schlechte Narbe billiger Leder oder Spaltleder gespritzt (gedeckt); solche Leder können vom Buchbinder nicht blindgedruckt oder vergoldet werden. D. E. Petersen Bibliography Krickler, G.: Die Werkstoffe des Buchbinders. Hannover 1982.

Kollwitz, Käthe

(207 words)

Author(s): H. Wendland
* 8. 7. 1867 in Königsberg, 22. 4. 1945 in Moritzburg bei Dresden, dt. Malerin und Graphikerin, Schülerin von Karl Stauffer-Bern in Berlin, von Ludwig Herterich in München. Nach ihrer Heirat mit dem Armenarzt Karl Kollwitz arbeitete sie in Berlin. 1904 wandte sie sich auch der Bildhauerei zu. Vor allem aber war sie eine große und engagierte Zeichnerin, die auch mit Lithographien, Radierungen und Holzschnitten gegen Armut, Tod, menschliches Leid, soziale Mißstände, Faschismus und Krieg wirken wol…

Köln

(7,265 words)

Author(s): O. Mazal | W. Schmitz | F. A. Schmidt-Künsemüller | W Grebe | R. Feldmann | Et al.
1. Buchmalerei. Die Anfänge der K.er Buchmalerei reichen in die karolingische Epoche zurück, lagen doch die Zentren der karolingischen Buchkunst in jenen Teilen des Frankenreiches, die seit längerem christianisiert waren und bedeutende Scriptorien besaßen, also unter anderem in den Gebieten am Rhein und links des Stromes. Freilich trat die Produktion von K. hinter Schulen wie Aachen, Tours, Trier, Reims, Metz, Corbie, St. Gallen etwas in den Hintergrund. Sollte ein Evangeliar des K.er Domes (Ms. f…

Kölner Bilderbibel

(5 words)

Siehe Bibelillustration

Kölnische Chronik

(272 words)

Author(s): S. Corsten
(Die Cronica van der hilliger Stat van Coellen). Das annalistisch angelegte Werk, dessen Verf. sich nicht nennt, wurde am 23. 8. 1499 von Johann Koelhoff d.J. vollendet (daher auch: Koelhoffsche Chronik). Als dt.sprachiges Buch ist es in einer oberrheinischen Bastarda gesetzt, für Kapitelüberschriften usw. standen zwei gotische Auszeichnungsschriften zur Verfügung. Möglicherweise nach dem Vorbild der Weltchro-König Fnik von Hartmann Schedel (H 14508 u. 14510) ist die K. C. reich mit Holzschnitte…

Kolometrie

(212 words)

Author(s): B. Bader
Kolon (griech. ϰώλον Glied) bezeichnet in der antiken Dichtung eine metrische Einheit von höchstens ca. zwölf Silben, die größer ist als ein Metrum (z. B. ein Daktylus), aber im allgemeinen kleiner als ein Vers. Unter K. (Kola–Messung) versteht man die korrekte Abteilung der Kola oder Verse im geschriebenen Text. Die antiken Schreiber schrieben Dichtung, die aus fortlaufenden gleichartigen Versen bestand (z.B. Epen aus daktylischen Hexametern), so, daß ein Vers einer Zeile entsprach. Hingegen sche…

Kolonel

(27 words)

Author(s): A. Ihlenfeldt
(franz., auch Mignon gen.), Schriftgradbezeichnung aus dem Bleisatz für sieben Punkt, gebräuchlich in Deutschland, in Holland und Skandinavien. (Abb. Bd. II, S. 305.) A. Ihlenfeldt

Kolon-Klassifikation

(448 words)

Author(s): I. Dahlberg
1. Zum Namen. Im Engl, versteht man unter Colon einen Doppelpunkt. Dieser ist das charakteristische Verknüpfiingszeichen, das der 1933 in erster Aufl. ersteh. uni verseilen Facettenklassifikation S. R. Ranganathans den Namen gab: Colon Classification (CC). 2. Struktur. Die CC ging in ihrer 6. Aufl. von 1960 (mit Nachdrucken 1963 und 1964) von 31 Disziplinen aus, den Main Classes, als deren Notation die Großbuchstaben des Alphabets benutzt werden. Sie beginnen mit Generalia und Bibliothekswissenschaft, es folgen die Naturwissenschaf…

Kolonne

(38 words)

Author(s): R. Golpon
Bezeichnung für eine Folge untereinanderstehender Zahlen oder Wörter im Tabellensatz. Sie wird auch Spalte genannt und entspricht in der Breite dem Überschriftsfeld in ihrem Kopf. R. Golpon Bibliography Genzmer, F.: Das Buch des Setzers. Frankfurt a.M./Berlin 1961.

Kolophon

(141 words)

Author(s): S. Füssel
(griech. ϰολοψών, Gipfel, Abschluß) ist seit der Frühdrucke, die in der Tradition der Hss. die Rolle der Subscriptio übernahm. Der K. enthält im Idealfall den Namen des Druckers, Druckort und Datum, oft auch Hinweise auf Autoren, Übers., Korrektoren, Mitarbeiter, Illustratoren, z.T. eine Beschreibung des Druckverfahrens, Lob der Druckstadt, Werbung für das vorliegende und für weiterführende Bücher, häufig eingeleitet durch den Werkschluß finis, explicit, telos, beendet durch Formeln des Gotteslob…

Kolorierung

(4 words)

Siehe Handkolorierung

Kolportage

(132 words)

Author(s): U. Brunold-Bigler
Hausierhandel mit vorwiegend populären Lesestoffen im späten 18. und im frühen 19. Jh., also in der Frühphase der Literarisierung breiter Bevölkerungsschichten. Es wurden insbes. vier Lit.gattungen mittels K. von Haus zu Haus verbreitet: Bilderbögen, religiöse Traktate, Heftchen mit Sachinformationen oder Erzählinhalten; in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s kam der in Fortsetzungen gelieferte K.roman hinzu. Beinahe hundert Jahre nach dem Niedergang der K. entdecken Sozialpädagogen erneut ihre Vort…

Kolportagebuchhandel

(337 words)

Author(s): U. Brunold Bigler
das Hausieren mit Druckerzeugnissen, nahm seit dem späten 18. Jh. einen andauernden Aufschwung, da sich im Zuge der zweiten Alphabetisierungswelle ein sich ständig vermehrendes Lesepublikum bildete. Der K. gilt als einer der wirkungsvollsten Diffusionsströme für populäre Lesestoffe, denn der Bücherkrämer (Kolporteur) erreichte auch den hintersten Winkel der Länder. Hauptabsatzprodukte bildeten die Kleinformen Einblattdruck, Heftchen im Oktavformat und Traktate. Die Heftchenlit. präsentierte eine reiche Auswahl an Textsorten: Nachrichtendrucke…

Kolportageroman

(181 words)

Author(s): U. Brtwold-Bigler
auch Lieferungs- oder Hintertreppenroman genannt, wobei man unter einem Roman ein Prosawerk von einer gewissen Länge versteht. Beliebt waren Hefte von 128 Seiten. Die anfänglich teure Buchform, in der Romane erschienen, wurde seit den 60er Jahren des 19. Jh.s entweder durch Leihbüchereien oder in Lfg. durch Kolportage dem neu entstehenden kleinbürgerlich-proletarischen Lesepublikum vermittelt. Unter den Verlegern ragte u.a. Münchmeyer in Dresden, für den auch Karl May Kolportageromane schrieb, h…

Kolporteur

(156 words)

Author(s): U. Brunold-Bigler
franz. «Halsträger», bezieht sich auf die Transporttechnik jener Bücherhausierer, die ihre Ware in einem um den Nacken gehängten Korb vor sich hertrugen. Verständlicherweise mußte es sich bei den so transportierten Lesestoffen um Kleinformen handeln. Eine andere Möglichkeit war das Tragen der Ware in einer Kiste. K.e und Kolporteusen gehörten seit dem 16. Jh. zur untersten Schicht der Bevölkerung. Da in der bürgerlichen Denkweise Wohlanständigkeit mit Seßhaftigkeit verknüpft war, gerieten die Bü…

Kolsrud, Oluf

(87 words)

Author(s): T. Nielsen
✶7. 7. 1885 auf Toten, ✝16. 6. 1945 in Oslo, norw. Büchcrsammlcr, Professor für Kirchcngesch. seit 1921; 1914–1921 Mitredaktor von NTBB. Seiner Initiative ist die Gründung von «Norsk historisk kjeldeskrift-institutt» (Institut für Urkundenforschung, 1934) zu verdanken. K. war ein Forscher von profunder Gelehrsamkeit; er besaß eine sehr große Gebrauchsbibi., die sich jetzt in der UB Tromsø befindet. T. Nielsen Bibliography Munthe, W. in: NTBB 32. 1945, S. 158–161 Hornwall, G.: Norge og NTBB. In: Kultur og natur. Festskrift til Gerhard Munthe. Oslo 1989, S. 74–87.

Kolumbien

(842 words)

Author(s): W. Stegmann
(amtlich: República de Colombia), Staat im Nordwesten Südamerikas mit Küsten zum Pazifik und zur Karibik, dessen westlicher, bewohnter Teil in nordsüdlicher Richtung von drei Gebirgsketten der Anden durchschnitten wird; Gesamtfläche 1,2 Mio. km 2 , deren östliche Hälfte im wesentlichen aus Urwald besteht und fast unbewohnt ist; von den 31821000 Einwohnern (Schätzung 1989) sind etwa 75 % lesekundig; 70 % sind Mulatten und Mestizen, 20% Weiße, der Rest afr. und indianischer Abstammung; über 45 % d…

Kolumbusbrief

(208 words)

Author(s): K. Wagner
Der von Kolumbus auf der Rückreise seiner ersten Entdeckungsfahrt verfaßte, am 15. 2. 1493 datierte und mit einer Nachschrift vom 14. 3. 1493 versehene Brief, in dem er über seine Entdeckung berichtet, ist nicht im Original erhalten. Eine zeitgenössische Kopie befindet sich im Archivo General de Simancas (Estado, Leg. 1 — 2 a ). Die sensationelle Nachricht erschien noch im gleichen Jahr wiederholt im Druck. Den span. Ausg., Barcelona und Valladolid (GW 7171 — 72), folgten die von Leander del Cos…

Kolumne

(480 words)

Author(s): D. Walz | W. Schmitz | G. Pflug
1. Textspalte (von lat. columna Säule). Die Anordnung des Textes in K.n geht auf die antike Papyrusrolle zurück: Dank des Schreibens in gleichförmigen K.n von links nach rechts konnte der Text beim Abwik–keln der Rolle in derselben Richtung mühelos gelesen werden. Die Anzahl und Breite der K.n hing nicht nur von der Länge, sondern auch von der Textart ab. Bei kürzeren und Gebrauchstexten wie Urkunden bedeckte oft eine einzige K. mit extrem langen Zeilen die Fläche, während lange Texte eher in sc…

Kolumnenschnur

(45 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
festgedrehte Schnur, mit der man einen fertigen Bleisatz umwickelt (ausbindet), damit man ihn quasi als Block bewegen, transportieren oder an- drucken kann. Die K. Wird spätestens vor dem Formschließen abgenommen. Kolumnenschnur. Das SetzerlehrAus: Josef Käufer: Otto Blersch buch. Stuttgart, 19653. C. W. Gerhardt

Kolumnentitel (Seitenüberschriften)

(47 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
Angaben am Kopf einer Seite (Kolumne), außer der Seiten– (Kolumnen– )ziffer enthaltend z.B. Inhalt des Kapitels, der Seite, Autorenname, Stichwort etc. In diesem Fall heißt es verstärkend lebender K., obwohl es den Begriff des toten K. (nur die Pagina) nicht gibt. C. W. Gerhardt

Kolumnist

(93 words)

Author(s): H. Bohrmann
aus der angloamer. Presse übernommene Bezeichnung für prominente, unabhängige Journalisten, die Kolumnen (Spalten), häufig in der Art von Leitartikeln, abfassen. Der K. ist in der Regel nicht einem Titel oder Verlag verpflichtet, sondern vergibt seine Kolumnen an Agenturen, die sie gleichzeitig an mehrere Abnehmer verkaufen können. Ihre namentlich gezeichneten Artikel heben sich aus der sonst üblichen Anonymität der Zeitungsbeiträge ab und bestimmen die Attraktivität eines Blattes mit. In der an…

Kombination

(46 words)

Author(s): H. Bohrmann
ist im Zeitungs– und Zeitschriftenbereich das Angebot von Verlegern, Werbeanzeigen zu einem Vorzugstarif in mehreren Ztg. oder Zss. zugleich aufzugeben. Der Begriff wird auch zur Bezeichnung gemeinsamer Anzeigenbelegung führender europäischer Ztg. verwandt, die sich zu gemeinsamer Berichterstattung zusammengeschlossen haben. TEAM – Blätter H. Bohrmann

Kombinationsdruck

(31 words)

Author(s): C. W. Gerhardt
selten benutzte Bezeichnung für den Einsatz zweier (oder mehrerer) verschiedener Druckverfahren zur Herstellung eines Druckerzeugnisses. C. W. Gerhardt Bibliography Albert, K.: Lexikon der graphischen Techniken. Halle, Saale 1927, S. 96.

Kombinationseinband

(77 words)

Author(s): K. Jäckel
strapazierfähiger Bucheinband, der teils in Handarbeit, teils maschinell hergestellt wird. Als Beispiel: Verstärken der einzelnen Lagen und der Vorsätze mit Schirting oder/und Japanpapier in Handarbeit, aber Maschinenheftung des Buchblockes; Anfertigung der Buchdecke und Einhängen des Buchblockes in Handarbeit. Der Wechsel von Hand– und Maschinenarbeit unterliegt keiner Norm. Er richtet sich nur nach Häufigkeit und Art der Benützung und liegt im Ermessen des Herstellers. K. Jäckel Bibliography Lüers, H.: Das Fachwissen des Buchbinders. 5. Aufl. Stuttgart 1949.

Kombinationsgerbverfahren

(48 words)

Author(s): G. Brinkluts
In der modernen Gerberei werden unterschiedliche Gerbverfahren miteinander kombiniert, um positive Eigenschaften der zur Anwendung kommenden Verfahren zu addieren und negative Eigenschaften möglichst auszuschalten. Die Kombination von pflanzlicher Gerbung mit Alaungerbung ergibt z.B. Leder mit hoher Wasserbeständigkeit. G. Brinkluts Bibliography Wächter, W.: Buchrestaurierung. Leipzig 1981, S. 178.

Komburger Psalter

(525 words)

Author(s): H. Engelhart
(Stuttgart, WLB Cod. bibl. 2° 46). Das urspr. nicht für das Benediktinerkloster Komburg (bei Schwäbisch Hall, ehemals Diözese Würzburg) bestimmte Psalterium (Pergament, 144 BL, x 192 mm) ist für den liturgischen Gebrauch in einer Dom– oder Stiftskirche, doch nicht für die monastische Liturgie ein gerichtet. Die gattungsüblichen Textbestandteile eines Psalteriums ergänzend, ist in den Psalmentext ein Ordinarium officii eingeschoben; auf die Litanei mit Preces und Collectae folgen (jeweils unvolls…

Komenskỳ

(4 words)

Siehe Comenius
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