Religion in Geschichte und Gegenwart

Get access Subject: Religious Studies

Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

For more information: Brill.com

Maria und Martha

(221 words)

Author(s): Kitzberger, I.R.
[English Version] . Unverheiratete Schwestern, die nach Lk in einem Dorf in Galiläa, nach Joh in Bethanien (nahe Jerusalem) lebten. M. und M. werden nur in Lk 10,38–42 und Joh 11,1–44; 12,1–8 (Bruder Lazarus) erwähnt. Sie werden als seßhafte Jüngerinnen Jesu (s. Liebe Jesu zu ihnen in Joh 11,3.5; vgl.13,1 »die Seinen«), die die Jesusbewegung ideell und materiell unterstützten (vgl. Mk 11,1–12.19 parr.; Jüngerschaft, Liebe, Gastfreundschaft, Haus/Hausgemeinde) vorgestellt. Die ungewöhnlichen Famili…

Marienbilder/Mariendarstellungen

(1,458 words)

Author(s): Merz, B.
[English Version] Marienfrömmigkeit (Marienverehrung) und Mariendarstellungen (M.d.) haben sich in der Gesch. der Christenheit stets wechselseitig beeinflußt. Beide spiegeln – insbes. im Westen – die jeweils zeit- und lokalbedingte Lebenswirklichkeit. Neben dem Christusbild hat sich das Marienbild (M.b.) in zunehmender Vielfalt zum häufigsten Gegenstand christl. Kunst entwickelt. I. Frühchristentum Bis zum 5.Jh. findet sich Maria fast nur in bibl.-christologischen Motiven (v.a. Anbetung der Weisen) auf Katakombenmalereien und Sarkophagen. Die Dogmatisierung Mar…

Mariendichtung

(1,785 words)

Author(s): Küsters, U.
[English Version] I. Begriff M. ist Sammelbegriff für eine Gruppe lit. Texte durchaus unterschiedlicher Form und Gattung. Als rel. Gebrauchstexte angelegt, entwerfen sie spezifische heilsgesch. und lebensweltl. Rollen der Gottesmutter (Maria, Mutter Jesu). Die abendländische Tradition seit der Spätantike, die wichtige Impulse der griech. Ostkirche verdankt, erlebte ihre Blüte im hohen und späten MA. Die durch die neuen Orden des 12. und 13.Jh. (Mönchtum) intensivierte Marienverehrung (: I.) mit ihr…

Marienerscheinungen

(539 words)

Author(s): Beinert, W.
[English Version] lassen sich beschreiben als Wahrnehmungen, durch die eine oder mehrere Personen (»Seher« oder, so meistens, »Seherinnen«) mittels optischer und/oder akustischer Eindrücke oder Erlebnisse Maria, die Mutter Jesu, allein oder in Begleitung anderer überirdischer Personen (v.a. ihres Kindes) als ihnen gegenwärtig erfahren. Einschlägige Berichte ziehen sich durch alle Jh. der Kirchengesch.; sie stammen samt und sonders aus dem röm.-kath. Raum. Im prot. Bereich fehlen sie, im orth. ist…

Marienfeste

(572 words)

Author(s): Alexander, J.N.
[English Version] . Die M. haben ihren Ort sowohl im liturgischen Jahreskreis (Temporale; Kirchenjahr), der dem Gedenken an Leben und Zeugnis Jesu gewidmet ist, als auch unter den Heiligenfesten (Sanctorale; Heilige/Heiligenverehrung), die die Teilhabe der Christen vergangener Zeiten am Ostermysterium des auferstandenen Christus in Erinnerung rufen. Texte aus Jerusalem und Rom aus der 2. Hälfte des 4.Jh. lassen einen wachsenden Anteil marianischer Themen in den Festen von Epiphanias (Epiphanie: V.…

Marienikonen

(11 words)

[English Version] MarienikonenIkone, Marienbilder

Marienkunde

(5 words)

[English Version] MarienkundeMariologie

Marienverehrung

(1,977 words)

Author(s): Petri, H. | Thöle, R. | Merz, B.
[English Version] I. Katholisch In der kath. Kirche hat die Verehrung der Mutter Jesu seit jeher eine bes. Rolle gespielt. Unterscheiden kann man zw. dem Lobpreis Marias und ihrer Anrufung um Hilfe und Fürsprache bei Gott und ihrem Sohn. Die M. ist Ausdruck der Frömmigkeit des gläubigen Volkes und ein Reflex des Glaubens an die Funktion Marias im göttlichen Heilswerk. Religionspsychologische Gegebenheiten und heidnische Einflüsse mögen Anteil an Entstehung und Ausgestaltung der M. gehabt haben; ein…

Mārī ibn Sulaimān

(121 words)

Author(s): Tamcke, M.
[English Version] (Mitte 12.Jh. n.Chr.), aus der Kirche des Ostens (»Nestorianer«; Nestorianismus) stammender Vf. des »Buches des Turmes zum Ausschauen und Kämpfen«. Das Buch ist eine sieben Kap. umfassende Summa theologica mit einem hist. Teil zu den Patriarchen seiner Kirche, der wichtige Informationen für die Gesch. der Beziehungen der Kalifen von Bagdad zur ostsyr. Kirchenleitung enthält (Syrien: V., 2.). Die Chronik führt bis in die Zeit des Katholikos-Patriarchen Ebedjesus III. (gest.25.11.…

Marillac

(181 words)

Author(s): Albrecht, R.
[English Version] Marillac, Louise de (12.8.1591 bei Paris – 15.3.1660 Paris). M., die 1934 heiliggesprochen wurde (Fest 15.3.), gründete gemeinsam mit Vincentius a Paulo 1633 in Paris die »Filles de la Charité«, eine Gemeinschaft von Frauen, die nur einfache Gelübde ablegten und damit nicht dem Klausurgebot der Frauenorden unterlagen. Diese Lösung ermöglichte es, bei der Versorgung von Armen, Kranken, Waisenkindern und Gefangenen aktiv zu werden (spätere Bez.: Barmherzige Schwestern [Barmherzige Br…

Mariologie

(2,414 words)

Author(s): Beinert, W. | Felmy, K.C. | Birmelé, A.
[English Version] I. Geschichtlich Die Bez. M. für das theol. Interesse an der Mutter Jesu Christi (Maria) – und die sich daraus bildende syst. Unterdisziplin der Dogmatik – taucht erstmals im Titel »Summa sacrae Mariologiae« bei Placido Nigido (Palermo 1602, 21623) auf, in der Nebenform »Marialogie« 1669 bei Vincent Contenson (s.u.); danach verschwand der Begriff bis zum 19.Jh. Die Sache selber gehört aus christologischen Gründen seit dem NT mit wachsender Ausfaltung zum Reflexionsbereich theol. Denkens. Man kann bei diesem Vorgang …

Maristen/Maristen-Schulbrüder.

(234 words)

Author(s): Eder, M.
[English Version] 1. Maristen (M.; Societas Mariae, SM), 1816 in Belley bei Lyon von Jean-Claude-Marie Colin (1790–1875) als Priesterkongregation zu umfassender pastoraler Tätigkeit in marianischer Haltung gegründet. Seit 1836 Missionsarbeit in Ozeanien. Kontinuierliche Ausbreitung in Europa (in Deutschland seit 1900: Missionsschule Ahmsen bei Meppen), Nordamerika und Australien, nach 1945 auch in Afrika und Lateinamerika. I.J. 2000 ca.1500 Mitglieder (Generalat: Rom; dt. Provinzialat: Fürstenzell bei Passau). 2. M.-Schulbrüder (Kleine Brüder Mariens; Insti…

Maritain

(512 words)

Author(s): Nickl, P.
[English Version] Maritain, Jacques (18.11.1882 Paris – 28.4.1973 Toulouse), mit über 60, z.T. in mehr als 20 Sprachen übers. Büchern wohl der bedeutendste philos. Vertreter des Neothomismus. – Im liberalen Protestantismus erzogen, fand M. mit seiner Frau Raïssa durch den Dichter Léon Bloy (1846–1917) 1906 zum kath. Glauben. Er distanzierte sich von der Philos. H.Bergsons, dessen leidenschaftlicher Anhänger er zuvor gewesen war. 1910 erfolgte die »Konversion« zum Thomismus, dann eine scharfe Abrech…

Marius Claudius Victor

(166 words)

Author(s): Pollmann, K.
[English Version] (besser: Victorius; gest. zw. 425 und 450 n.Chr.), Rhetoriklehrer in Marseille; nicht zu verwechseln mit dem Philosophen und Theologen Marius Victorinus. Er vf. ein drei Bücher umfassendes, hexametrisches Bibelepos »Alethia« (»Wahrheit«), welches Gen von der Schöpfungsgesch. bis zu Sodom und Gomorra frei paraphrasiert. Da Gennadius von Marseille (vir.ill. 61, Richardson) von vier Büchern spricht, ist vielleicht ein viertes Buch verloren. Neben didaktischen Elementen, die der Bel…

Marius Mercator

(168 words)

Author(s): Löhr, W.
[English Version] (gest. vor 450), ist ein antiker christl. Autor, der sich sowohl zum Streit um die Gnadenlehre als auch zur christologischen Debatte äußerte. Um 418 n.Chr. publizierte er in Rom gegen die von Papst und Kaiser verurteilten Pelagianer (Pelagius), 429, nunmehr Mönch in einem thrakischen Kloster mit Verbindungen nach Konstantinopel, adressierte er eine Schrift gegen den Pelagiusschüler Caelestius u.a. an Kaiser Theodosius II. (Commonitorium super nomine Caelestii). In der theol. Pos…

Marius Victorinus

(403 words)

Author(s): Drecoll, V.H.
[English Version] Marius Victorinus, Gaius (ab dem 16.Jh. mit dem Beinamen Afer; vor 300 [?] – nach 363 und deutlich vor 386), Rhetor und philos. geprägter Theologe, der bes. durch seine Vermittlung griech. Gedanken großen Einfluß auf die lat. Theol. (Ambrosius von Mailand, Augustin) ausübte. Als paganer rhetor urbis wurde er vermutlich in den Senatorenstand aufgenommen und 354 durch eine Statue auf dem Trajansforum in Rom geehrt. Aus dieser Zeit stammen vermutlich seine rhetorischen Werke, die sich…

Markell

(362 words)

Author(s): Feige, G.
[English Version] von Ancyra (um 280–374), als Antiarianer z.T. positiv rezipiert, überwiegender aber als monarchianistisch (Monarchianismus) gesinnter »neuer Sabellius« oder Anhänger des Paul von Samosata bekämpft, gilt heutzutage als einer der bedeutenderen Theologen seiner Zeit. – Bereits 314 Bischof von Ancyra, profilierte er sich auf dem Konzil von Nicaea 325 und danach in der theol. Auseinandersetzung mit Arius und den sog. Eusebianern (v.a. Eusebius von Caesarea, Eusebius von Nikomedien und …

Markion/Markioniten

(1,530 words)

Author(s): May, G.
[English Version] . Markion (M.; ca.85–ca. 160) war der erfolgreichste Häretiker des 2.Jh.; er gründete, als die kath. Kirche sich ihm verschloß, eine Gegenkirche, für die er seinerseits Katholizität beanspruchte. M. stammte aus Pontus, dort wahrscheinlich aus Sinope am Schwarzen Meer. Er war von Beruf Schiffseigner und Seehändler. Im übrigen ist die biogr. Überlieferung antihäretisch gefärbt. Frühe theol. Konflikte in Kleinasien sind hist. zweifelhaft. Die Exkommunikation durch den eigenen Vater,…

Märklin

(220 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Märklin, Christian (23.6.1807 Maulbronn – 18.10.1849 Heilbronn). Der aus alter Württemberger Theologenfamilie stammende M. durchlief in der sog. Geniepromotion gemeinsam mit D.F.Strauß, F.Th.Vischer, Wilhelm Zimmermann u.a. seit 1821 die Institutionen der württembergischen Theologenausbildung. Im Blaubeurer Seminar und Tübinger Stift vermittelte F.Ch.Baur Begeisterung für die Theol. F.Schleiermachers, die bald einer tiefen Faszination für G.W.F.Hegels »absolute Philos.« wich. Nach…

Markos Eugenikos

(209 words)

Author(s): Podskalsky, G.
[English Version] (Taufname: Manuel; ca.1391 Konstantinopel – 23.6.1444/45 ebd.), Konzilstheologe und Kirchenpolitiker. Von seiner Ausbildung her bei Johannes Chortasmenos (Metropolit Ignatios von Selymbria) in Rhetorik und G.Gemistos Plethon in Philos. eher Humanist, aber kein schöpferischer; so bekam von seinem Temperament her die monastisch-palamitische Ausrichtung (G.Palamas) die Oberhand. Als Mitglied der Konzilsdelegation für Ferrara-Florenz – inzw. seit 1437 Erzbf. von Ephesus – wurde er z…

Marks

(201 words)

Author(s): O'Connor, D.
[English Version] Marks, John Ebenezer (4.6.1832 East London – 10.10.1915 Croydon). M. wurde vom Schüler seiner Ortsschule erst zum Schüler-Lehrer und dann zum Lehrer, ein Werdegang, zu dem er als Missionar auch andere ermutigt hat. 1860 entsandte ihn die (anglik.) Society for the Propagation of the Gospel als Lehrer nach Burma (Myanmar [Birma]); dort arbeitete er bis 1898. Als passionierter Lehrer unterrichtete er insg. wohl 15 000 Schüler. Er gründete neben mehreren anderen zwei sehr angesehene Ju…

Markt/Märkte

(657 words)

Author(s): Sautter, H.
[English Version] . Wenn Nachfrager (N.) und Anbieter (A.) eines Gutes zusammentreffen, spricht man von einem M. In den meisten Fällen handelt es sich nicht um ein physisches, sondern um ein virtuelles Zusammentreffen. Die Fortschritte der Kommunikationstechnologie haben die Herausbildung solcher M. begünstigt. Jeder M.-Teilnehmer verfolgt bestimmte Eigeninteressen. Der A. will ein Gut zu einem möglichst hohen Preis verkaufen, wobei er Vorstellungen von einer Preisuntergrenze besitzt. Der N. will das betreffende Gut zu einem möglichst ni…

Marktwirtschaft

(703 words)

Author(s): Sautter, H.
[English Version] . Wirtschaften (Wirtschaft) verfolgt den Zweck, Güter zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse bereitzustellen. Es bietet Vorteile, wenn dies im Rahmen arbeitsteiliger Prozesse geschieht. Dieser Vorteil ist aber nur realisierbar, wenn es einen Mechanismus gibt, der die Arbeitsteilung steuert. Die M. ist ein solcher Mechanismus. – Der einzelne Wirtschaftsteilnehmer besitzt hier die Freiheit, seine eigenen ökonomischen Interessen im Rahmen der bestehenden Rechtsordnung zu verfolge…

Markus

(149 words)

Author(s): Holze, H.
[English Version] Markus, römischer Bischof 18.1. – 7.10.336. Vermutlich nahm M. bereits unter Papst Miltiades als Diakon an der Seite des Bischofs in der röm. Gemeinde eine führende Stellung ein (Eus.h.e. X 5,18). Eine Reaktion auf die Auseinandersetzungen um das Nicaenische Symbol (Synode von Tyrus 335; Verbannung des Athanasius nach Trier 335/337) ist von ihm nicht bekannt. Im Liber pontificalis heißt es über M. nur: »Dieser bestimmte, daß der Bischof von Ostia, der den röm. Bischof weiht, das Pa…

Markus

(143 words)

Author(s): Förster, N.
[English Version] Markus, Gnostiker. M. gründete zw. 160 und 180 n.Chr. eine valentinianische Gnostikergruppe (Valentinianismus) und wirkte als wandernder theol. Lehrer im kirchl. Rahmen in Kleinasien. Ein Systemreferat überliefert Iren.haer. I 14–16 sowie einen Bericht über Kultrituale der Markosier in I 13. Er zit. ferner ein Spottgedicht auf M. als Quelle in I 15, 6. Seine Darstellung des Apolytrosis-Ritus korrigiert Hipp.haer. VI 42, 1, der sich auf Informationen aus zeitgenössischen Markosier…

Markus Eremita

(145 words)

Author(s): Fitschen, K.
[English Version] (Ende 4./Anfang 5.Jh. oder um 518 lebend?) ist der Name eines Autors asketischer und theol. Schriften, der nur schwer mit einer anderweitig bezeugten Gestalt dieses Namens zu identifizieren ist und vermutlich in Ägypten lebte. Von den ihm zugeschriebenen »Opuscula« (Op.) befassen sich die wahrscheinlich echten u.a. mit dem asketischen Leben unter dem »geistl. Gesetz« (Op.1), der Buße (Op.3), der Wirkmacht der Taufe (Op.4) und mit christologischen Fragen (in Op.11 Abwehr einer Tr…

Markusevangelium

(1,868 words)

Author(s): Collins, A.Y.
[English Version] Die ntl. Forschung geht heute mehrheitlich davon aus, daß Mk das älteste Evangelium ist und daß die Autoren des Matthäus- und Lukasevangeliums es als Vorlage benutzten (vgl. Synoptische Frage). I. Verfasserschaft Die früheste Erwähnung des Mk ist die Notiz des Papias, geschrieben zur Zeit Hadrians, überliefert aber nur in einem Zitat bei Eusebius von Caesarea (h.e. III 39). Nach Papias war Markus der Übers. des Petrus, der genau, aber nicht der Reihenfolge nach, niedergeschrieben hat, was dieser gesagt hat. N…

Markusevangelium, geheimes

(325 words)

Author(s): Koester, H.
[English Version] .  Die einzigen Frgm. des GehMk sind zwei Zitate in einem um 1750 kopierten Brief von Clemens von Alexandrien (Echtheit ist umstritten), den Morton Smith 1958 im Mar Saba- (Sabas-) Kloster (18 km südöstlich von Jerusalem) entdeckte. Der Brief beantwortet die Anfrage eines gewissen Theodorus hinsichtlich des von den Karpokratianern (Karpokrates) benutzten »Geheimen Ev.«. Clemens bez. dieses Ev. als eine Fälschung des in Alexandrien von Markus selbst vf. Geheimen Ev., das aber nur …

Markus (Johannes Markus)

(16 words)

[English Version] Markus (Johannes Markus)Markusevangelium

Markus-Liturgie

(11 words)

[English Version] Markus-LiturgieLiturgie: II. Geschichte

Marlowe

(299 words)

Author(s): Meller, H.
[English Version] Marlowe, Christopher (getauft 26.2.1564 Canterbury – 30.5.1593 Deptford), neben W.Shakespeare und Ben Jonson der sprachgewaltigste Theaterdichter im elisabethanischen England, war Sohn eines Schuhmachers, Stipendiat in Cambridge, abenteuernder Spitzel im Geheimdienst, wurde als Homosexueller und Atheist denunziert und im Alter von 29 Jahren bei einer Wirtshausrauferei unter ungeklärten Umständen erstochen. Nach humanistischen Fingerübungen (Übers. von Ovids »Amores« und aus Lucans…

Mar Mattai

(295 words)

Author(s): Jacob, T.
[English Version] Mar Mattai, arab. Dair Mār Mātta, dt. »Herr Matthäus«, syr.-orth. Kloster auf dem Berg Maqlūb (syr. Alp̄ap̄, [Berg der] Tausend [Mönche]), nordöstlich von Mossul, das aus einer von M.M. gegründeten Einsiedlerkolonie hervorging. Der aus dem Dorf Abgaršat (bei Amida) stammende M.M. floh (nach seiner Vita und der Behnām-Legende, die teilweise beide identisch sind) aufgrund der Religionspolitik Kaiser Julians (361–363) auf pers. Gebiet. Dort bekehrte er Behnām und Sārā, die Kinder von Sanherib, dem König von Atōr (Assyrien). Das Kloster M.M. scheint früh Si…

Marnix

(397 words)

Author(s): Klueting, H.
[English Version] Marnix, Philipp (Filips), Heer van Sint-Aldegonde (1540 Brüssel – 15.12.1598 Leiden), flämischer Politiker und Gelehrter aus savoyischer Familie, die mit der Statthalterin Margarete von Österreich in die Niederlande gekommen war, vereinigte polit. Calvinismus, theol. Polemik und patriotische Dichtung. M. studierte in Löwen, Paris, Dôle und Padua und danach in Genf, von wo aus er 1561 als Calvinist in die Niederlande zurückkehrte. Nach dem Bildersturm von 1566 veröff. er im ostfrie…

Marokko

(745 words)

Author(s): Kogelmann, F.
[English Version] . Der arab. Name lautet al-Mamlaka al-maġribīya (»das westliche Königreich«). Der Begriff »Marokko« geht auf Marrakesch (arab. Marrākuš) zurück. M. liegt an der Schnittstelle von Europa, dem Nahen Osten und Westafrika. Eine klare ethnische Trennung von Berbern und Arabern ist nicht immer möglich. Etwa 60% der Bevölkerung spricht Arab., der Rest Berber-Sprachen. Bis zur arab.-isl. Durchdringung im 7./8.Jh. liegen zahlreiche Aspekte des kulturellen, polit., wirtschaftlichen und rel. Lebens der marokkanischen Bevölkerung im dunkeln. …

Maroniten

(677 words)

Author(s): Hage, W.
[English Version] . Die im Libanon beheimatete Maronitische Kirche führt sich auf einen Asketen Mar Maron (um 400) zurück. Ein nach ihm benanntes Kloster unsicherer Lokalisierung (Orontes-Gebiet Nordwest-Syriens), wohl nach Chalcedon (451) vom Kaiser zur Stärkung des chalcedonensischen Mönchtums in Syrien gegründet, hielt sich streng an dieses Bekenntnis im Acacianischen (Acacius von Konstantinopel) Schisma (Henotikon [482]) und vertrat auf dieser Basis im 7.Jh. den Monotheletismus, dem es auch na…

Marot

(303 words)

Author(s): Marti, A.
[English Version] Marot, Clément (23.11. ? 1496 Cahors – 10.9.1544 Turin). Als Hofdichter des franz. Königs Franz I. stand M. in Kontakt zum Königshaus, bes. zur ev. gesinnten Marguerite d'Angoulême, der Schwester des Königs und späteren Königin von Navarra. 1526 saß er wegen Fastenbruchs im Gefängnis, nach 1530 dichtete er erste Psalmbereimungen in Liedform, wohl angeregt durch Marguerites Kontakte mit Straßburg, wo 1525–1538 ein dt. Liedpsalter (Hugenotten: II.) entstand (Kirchenlied: I.,5.). 153…

Marouta

(182 words)

Author(s): Hage, W.
[English Version] von Tagrit (565? Šurzaq bei Balad, pers. Reich – 2.5.649), schon als Kind in klösterlicher Ausbildung, war M. Mönch an verschiedenen Orten (auch auf byz. Boden), seit 605 Lehrer in Mar Mattai, dann Klosterabt in Seleucia-Ctesiphon und wurde 628/29 erster syr.-orth. »Metropolit des Ostens« (Maphrian) in Tagrit (arab. Takrit, heute Nordirak). Er gründete Kirchen und Klöster und sorgte sich (schon in Mar Mattai) um die kirchl. Ordnung. Von ihm erhalten blieb ein Bericht über den Nest…

Marquette

(183 words)

Author(s): Carey, P.W.
[English Version] Marquette, Jacques (1.6.1637 Laon, Frankreich – 18.5.1675 nahe Ludington, MI), franz. Jesuit, Priester und Missionar in Kanada und im Mittelwesten der USA. Vor seiner Ordination 1665 lehrte M. an verschiedenen Schulen in Frankreich (1656–1665). Danach wurde er nach Trois-Rivières in Kanada beordert und studierte dort für zwei Jahre Sprache und Kultur der Algonkin- Indianer (: II., 1.). 1668 ging er nach Sault St. Marie, um die dortigen nordamer. Indianer zu evangelisieren. Nach 18…

Marranen

(10 words)

[English Version] MarranenConversos (Marranos)

Marrow-Kontroverse

(240 words)

Author(s): Ryken, P.G.
[English Version] Marrow-Kontroverse, ein scharfer Disput in der schottischen Staatskirche (Church of Scotland) zw. 1718 und 1723 über die calvinische Lehren von Gesetz und Gnade. Die M.-K. entzündete sich 1718 an der Wiederveröff. des erstmals 1645 in London erschienenen »The Marrow of Modern Divinity« (M.), ein volkstümliches Kompendium ref. und puritanischer Schriften. Das Buch hob Gottes Souveränität im Gnadenbund hervor, das freie Angebot des Evangeliums, die Vergewisserung Christi als der Ba…

Marsanes (NHC X, 1; Mar)

(20 words)

[English Version] Marsanes (NHC X, 1; Mar)Sethianismus

Marsay

(142 words)

Author(s): Strohm, C.
[English Version] Marsay, Charles Hector de (1688 Paris – 3.2.1753 Ampleben bei Wolfenbüttel), aus hugenottischem Adel stammend, quittierte 1711 unter dem Einfluß der Schriften der quietistischen Mystikerin A.Bourignon den Militärdienst, um in der wittgensteinischen Exulantenkolonie Schwarzenau bei Berleburg ein Leben der weltentsagenden Kontemplation zu führen. Seit 1712 lebte M. in geistl. Ehe mit Clara Elisabeth v.Callenberg an verschiedenen Orten ein unstetes Leben als Seelenführer und Autor myst…

Marsden

(180 words)

Author(s): Hutchinson, M.
[English Version] Marsden, Samuel (25.6.1765 Bogly, England – 12.5.1838 Windsor, Neusüdwales, Australien), Geistlicher, Landwirt und Missionsvorsteher. M. erhielt eine anglik. Collegeausbildung in Hull und Cambridge mit Unterstützung der evangelikalen Elland Society (W.Wilberforce). Diese sandte ihn 1793 als stellvertretenden Pastor in die Kolonie Neusüdwales, Australien, die als mögliche Basis für die Bekehrung nicht nur der importierten Gefangenen, sondern der Südseevölker insg. angesehen wurde. …

Marsh

(149 words)

Author(s): Carter, G.
[English Version] Marsh, Herbert (10.12.1757 Faversham, Kent, England – 1.5.1839 Peterborough, Cambridgeshire), anglik. Theologe und Bischof. M. studierte in Cambridge und wurde 1779 Fellow am St. John's College. Während seines Studiums in Deutschland bei J.D.Michaelis kam er mit der neuen Bibelwissenschaft in Berührung, später übersetzte er Michaelis' »Einleitung in das NT«. 1807 erfolgte M.s Ernennung zum Lady Margaret Prof. in Cambridge. Mit seinen begeistert aufgenommenen Vorlesungen zur Bibelkr…

Marsilio Ficino

(334 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (19.10.1433 Figline im Arnotal – 1.10.1499 Careggi bei Florenz). Als Sohn des Leibarztes Cosimos de' Medici wurde er von diesem gefördert und von einem Medizinstudium zur Philos. hingeführt. Er lernte gründlich Griech. und übers. und komm. v.a. Plato (1463–1469), Plotin (1484–1486) und eine Reihe weiterer neuplatonischer Autoren. In Florenz gründete er eine Platonische Akademie (: I., 5.), in der er zus. mit einem Kreis von Bürgern, an der Spitze Lorenzo de' Medici, intensiv die…

Marsilius

(240 words)

Author(s): Schulze, M.
[English Version] von Inghen (1335/1340 in oder bei Nijmegen – 20.8.1396 Heidelberg), Philosoph und Theologe, Studium in Paris, M.A. 1362; Studium der Theol. seit 1366; verschiedene Universitätsämter: Rektor (1367, 1371) und Prokurator der anglik. Nation (1363, 1373, 1374, 1375). M. erlebte in Rom das Schisma zw. Urban VI. (1378–1389) und Clemens VII. (1378–1394; Papsttum: II.), für den sich 1379 auf Druck des franz. Königs auch die Universität Paris entschied. M. kehrte von Rom aus nicht mehr nach…

Marsilius

(519 words)

Author(s): Miethke, J.
[English Version] von Padua (ca.1275/1290–1342/43), Gelehrter, wichtigster Vertreter der ma. aristotelischen Politiktheorie, Höfling und Arzt Kaiser Ludwigs IV., des Bayern. Aus einer Notarsfamilie Paduas stammend, studierte M. Artes und Medizin, zuerst in Padua, dann in Paris, wo der M.A. 1312 (für drei Monate) zum Rektor der Universität gewählt wurde. Im Universitätsauftrag besuchte M. die Kurie; er stand mit Ghibellinen Oberitaliens (Matteo I. Visconti und Cangrande della Scala) in Verbindung. A…

Martensen

(202 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Martensen, Hans Lassen (12.8.1808 Flensburg – 3.2.1884 Kopenhagen), dänischer Theologe und Kirchenführer; als Schüler durch die Werke N.F.S.Grundtvigs geprägt, wandte er sich im Studium dem dt. Idealismus zu. Auf einer Studienreise knüpfte er 1834 Kontakte u.a. zu Ph.K.Marheineke, F.W.J.Schelling, F.X.v.Baader und N.Lenau. 1836 promoviert, seit 1840 in Kopenhagen Prof. für Syst. Theol., wurde der polit. umstrittene M. 1845 Hofprediger und 1854 als Bf. von Seeland höchster kirchl. V…

Martí

(142 words)

Author(s): Lampe, A.
[English Version] Martí, José (28.1.1853 Havanna – 19.5.1898 Boca de Dos Ríos), Dichter, Philosoph und Unabhängigkeitskämpfer. Vf. Prosa und Lyrik v.a. zum Thema Freiheit (Versos Libres, 1913). Eine umfassende Würdigung von M.s Werk fällt schwer: Christl.-sozial, antiklerikal, revolutionär und nationalistisch sind nur einige der Charakteristika, die zur Beschreibung seines Denkens herangezogen wurden. Sein Werk enthält deutlich wahrnehmbare christl.-ethische Elemente. Er selbst sah sich als Bürger …

Martianus Capella

(423 words)

Author(s): Hadot, I.
[English Version] (M.Minneus Felix C.; 4./5.Jh. n.Chr.). M. lebte in Karthago in Nordafrika und schrieb im Alter für seinen Sohn die neun Bücher »De nuptiis Philologiae et Mercurii« (De nupt.; Datierungen reichen von 380–500 n.Chr.) und eine separate Schrift über Metrik (s. de Nonno). – De nupt. hat die Form einer menippeischen Satire. Sie handelt in allegorischer Form ein neuplatonisches (Neuplatonismus) Kernthema ab: Philol. ist die Verkörperung des Wissens, das die menschliche vernünftige Seel…

Martin

(125 words)

Author(s): Decot, R.
[English Version] (Linius) von Cochem (13.12.1634 Cochem – 10.9.1712 Waghäusel), Kapuziner (1653), Theologe, geistl. Volksschriftsteller. Nach der Priesterweihe (1657/58) Lehrtätigkeit im Ordensstudium, Seelsorger, Visitator in den Bistümern Mainz (1682–1685) und Trier (1698/99), zwischenzeitlich als Volksmissionar in Passau, Linz und Prag. Er war einer der bedeutendsten Volks- und Erbauungsschriftsteller und Förderer der Passionsfrömmigkeit. Seine »Meßerklärung« (1695) und sein Gebetbuch (Güldener …

Martin

(309 words)

Author(s): Brennecke, H.C.
[English Version] von Tours (ca.316–397; Fest 11.11.). Die Martinsschriften des Sulpicius Severus sind die einzigen zeitgenössischen Quellen (Epistulae et dialogae [CSEL 1]; Vita Martini [SC 133–135]). In der ca.395/397 vf. Vita, die verschiedene Episoden nur lose miteinander verknüpft und nach M.s Tod in drei Briefen und drei bzw. zwei Dialogen ihre Fortsetzung findet, zeichnet Sulpicius M. nach seinen monastischen Idealen. Ca. 316/17 (widersprüchliche Chronologie) als Sohn eines Tribuns im pannon…

Martin

(137 words)

Author(s): Delcamp, R.
[English Version] Martin, Frank Théodore (15.9.1890 Genua – 21.11.1974 Naarden), Schweizer Komponist. Als jüngstes Kind aus einer calvinistischen Pfarrfamilie stammend, begann M. bereits mit acht Jahren zu komponieren. Sein einziger musikalischer Lehrer war Joseph Lauber, bei dem er Klavier-, Theorie- und Kompositionsunterricht erhielt. – Nach dem 1. Weltkrieg lebte M. in Zürich, Paris und Rom; 1926 kehrte er nach Genua zurück, um dort mit Emil Jaques-Dalcroze (1865–1950) zusammenzuarbeiten. Seit 1…

Martin

(168 words)

Author(s): Heil, U.
[English Version] von Braga (ca.515 Pannonien – 580 Braga, nördliches Portugal), pilgerte nach Palästina und wurde dort Mönch. Um 550 kam M. nach Gallaecia (Sueven), gründet in Dumio ein Kloster und wurde dort auch Bischof, als Dumio vom kath. gewordenen suevischen König zum Bistum erhoben wurde. Auf dem ersten Konzil von Braga der suevischen Kirche 561 noch Teilnehmer, leitete er 572 als Metropolit der suevischen Kirche das zweite Konzil, dessen zehn Kanones Fragen des kirchl. Alltags betrafen. Üb…

Martin

(78 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] von Troppau (Polonus; vor 1230 Troppau – 12.6.1278 Bologna), zunächst Dominikaner in Prag, dann päpstl. Kaplan und apostolischer Pönitentiar in Rom, am 21.5.1278 in Viterbo noch zum Erzbf. von Gnesen geweiht, ist v.a. als Chronist berühmt geworden. Seine anekdoten- und fabelreiche Chronik (: IV.) der Päpste und Kaiser war weitverbreitet und wurde so oft fortgesetzt und nachgeahmt, daß eine regelrechte Gattung von Martins-Chroniken entstand. Peter Hauptmann Bibliography A.-D.v.den Brincken (LThK 3 6, 1997, 1429) (Lit.).

Martini

(117 words)

Author(s): Wallmann, J.
[English Version] Martini, Jakob (16.10.1570 Langenstein bei Halberstadt – 30.5.1649 Wittenberg). Studium in Helmstedt und Wittenberg, 1597 Rektor in Norden, Ostfriesland, 1602 Prof. der Logik und Metaphysik in Wittenberg, 1613 zusätzlich der Ethik, 1623 Prof. der Theol. M. folgte C.Martini in der Neubegründung der Metaphysik, die er in drei Werken bearbeitete. In seinem »Vernunft-Spiegel« (1619), einem der ersten philos. Werke in dt. Sprache, bekämpfte er ramistische und philosophiefeindliche Tend…

Martini

(135 words)

Author(s): Kampmann, J.
[English Version] Martini, Matthias (1572 Freienhagen, Waldeck – 21.6.1630 Kirchtimke bei Bremen), nach Ausbildung in Korbach und Herborn (Reformierte Hohe Schulen in Deutschland) 1594 nassau-dillenburgischer Hofprediger, ab 1595 auch Prof. in Herborn; 1598 Pädagogarch/Adjunkt des Stadtpfarrers in Siegen; 1607 Stadtpfarrer in Emden; seit 1610 in Bremen Theologieprof. und Rektor. Theol. geprägt wurde M. u.a. durch C.Olevian; seine Föderaltheologie entwickelte sein Schüler J.Coccejus später weiter. S…

Martini

(103 words)

Author(s): Wallmann, J.
[English Version] Martini, Cornelius (1568 Antwerpen – 17.12.1621 Helmstedt). Studium in Rostock bei D.Chyträus und J.Caselius. 1592 Prof. der Logik in Helmstedt, Teilnehmer am Religionsgespräch in Regensburg (1601). Als wohl erster an einer prot. Universität las M. über die aristotelische Metaphysik. Er gilt als Begründer der prot. Schulmetaphysik (Disputationes metaphysicae, 1604–1606), prägte den späthumanistischen Charakter der nicht an die Konkordienformel gebundenen Universität Helmstedt und …

Martin-Luther-Bund

(329 words)

Author(s): Dörfler-Dierken, A.
[English Version] . Mit den Auswanderungen des 19.Jh. entstanden in der dt. Erweckungsbewegung mehrere unabhängig voneinander arbeitende Missionsgesellschaften für die Deutschen in Nordamerika. Die Führungskrise bei den Stephaniten (Missouri-Synode) führte 1840 in Dresden zur Gründung des ersten explizit konfessionell bestimmten »Verein(s) zur Unterstützung der luth. Kirche in Nordamerika«. Ihm folgte 1853 in Hannover der »Gotteskasten«, das Vorbild für entsprechende Vereine in Lauenburg (1857), B…

Martin V.

(149 words)

Author(s): Schneider, H.
[English Version] Martin V., Papst 11.11.1417–20.2.1431 (Oddo Colonna, geb. 1368), päpstl. Protonotar, 1405 Kardinal. Die (nach bes. Modus erfolgte) Wahl zum Papst auf dem Konzil von Konstanz beendete das Abendländische Schisma (Papsttum: II.). M.s Bemühungen um die Kirchenreform (Konkordate; Reformgutachten) und um die Eindämmung von Konziliarismus (Konziliarität) und Gallikanismus dienten der Erneuerung der päpstl. Autorität. Effizient reorganisierte er den zerrütteten Kirchenstaat und betrieb de…

Martyn

(171 words)

Author(s): Stanley, B.
[English Version] Martyn, Henry (18.2.1781 Truro, England – 16.10.1812 Tokat, Türkei), bereitete den Weg für einen wiss. Zugang zur christl. Mission im Bereich des Islam. Nach einer brillanten Karriere in Cambridge reiste M. 1805 als Geistlicher der Ostindien-Gesellschaft nach Indien. In Bihar begann er, das Book of Common Prayer und das NT in die Urdu-Sprache zu übers.; unterstützt wurde er darin von Nathaniel Sabat, einem musl. Konvertiten, der später mit M. bei arab. und pers. Übers. des NT zusa…

Märtyrer

(5,937 words)

Author(s): Beinhauer-Köhler, B. | Wischmeyer, W. | Köpf, U. | Strohm, C. | Hauptmann, P. | Et al.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich Der Terminus Martyrium (griech. μαρτυ´ριον/martýrion) wurde im frühen Christentum geprägt und bez. dort ein tödliches Selbstopfer als Glaubenszeugnis im Konflikt der Rel. Hist. und syst. Bezüge finden sich in vielen Kontexten, wobei vergleichbare Begriffe leicht anderes implizieren, z.B. der isl. šahīd, »Zeuge«, der vornehmlich im Kampf fällt und sich diesem Schicksal motiviert durch die Hoffnung auf das Paradies (: V.) aussetzt. Beim christl. Martyrium und nah verwandten Formen steht das Erdulden von Verfolgung b…

Märtyrerakten

(974 words)

Author(s): Wischmeyer, W.
[English Version] . C.Baronius nahm bei seinen Neuausg. des Martyrologium Romanum (ab 1583, vgl. bes. die beigegebene »De martyrologio Romano praecapitulatio dicendorum«) den Ausdruck acta martyrum aus Pontius' Vita Cypriani 11 (vgl. Cyp. ep. 77,2) auf und verstand die in Protokollform überlieferte Märtyrerlit. als originale Prozeßakten oder als Protokolle kirchl. notarii (Kombination von Cyp. ep. 12,2,1 mit LP 1, 148), die als Dokumentation der liturgischen Erinnerung zugrunde liegen. 1643 begann…

Märtyrerverehrung

(590 words)

Author(s): Wischmeyer, W.
[English Version] . Die M. und die ihr entsprechende Beschreibung in der Märtyrerlit. hat den Märtyrer geprägt und manchmal auch erst geschaffen. Sie hat dem Typus des Märtyrers seine charakteristischen Züge verliehen, die auch nach dem Ende der Konfrontationssituationen weiterlebten. Das Charisma des Märtyrers wurde bei den differenzierten Sozialisations- und Akkulturationsvorgängen der verschiedenen christl. Gemeinden im röm. Reich der Prinzipatszeit und der Spätantike zu den großkirchl. Verbänd…

Martyrion

(691 words)

Author(s): Koch, G.
[English Version] (griech.) oder Memoria (lat.) bez. in frühchristl. Zeit einen Ort des »Zeugnisses« und des »Gedenkens«, der eine Möglichkeit für eine Verehrung bietet (vgl. auch Heilige Stätten: IV.). Dieser Ort kann eine Stätte des bibl. Geschehens oder des Wirken Christi im Hl. Land und seiner Umgebung sein. Dazu gehören z.B. der Platz des brennenden Dornbusches im Osten der Kirche des Katharinen-Klosters am Sinai (Sinai-Kloster); der Baum in Mamre, an dem Gott in der Trinität Abraham erschie…

Martyrium

(5 words)

[English Version] MartyriumMärtyrer

Martyrium des Jesaja

(22 words)

[English Version] Martyrium des JesajaHimmelfahrt und Martyrium des Jesaja

Martyrologien

(282 words)

Author(s): Sode, C.
[English Version] . Im Gegensatz zu allg. Vorstellungen der Zeit war für die Christen von Anfang an der Todestag der wahre dies natalis, bes. bei Märtyrern. Bereits Cyprian von Karthago (ep.12,2: CSEL 3/2, 503) empfahl, ein Verzeichnis der dies natales zu führen. Die ältesten Aufzeichnungen sind sog. Kalendarien, die für den Gebrauch einzelner Kirchen die jeweiligen Feste nennen (Kalender: III., 1., b), wie die Depositio martyrum und die Depositio episcoporum vom röm. Chronographen des Jahres 354,…

Marx

(156 words)

Author(s): Wirsching, A.
[English Version] Marx, Wilhelm (15.1.1863 Köln – 5.8.1946 Bonn). Als Sohn eines kath. Volksschullehrers ergriff M. die Juristenlaufbahn, zuletzt als Landgerichtspräsident in Limburg. Für die Zentrumspartei (Parteien) wurde er 1899 in den Preußischen Landtag, 1910 in den Reichstag gewählt. In der Weimarer Republik bekleidete M. hohe und höchste Partei- und Staatsämter. Mit insg. vier Kabinetten amtierte er als Reichskanzler (30.11.1923−15.1.1925 und 17.5.1926−29.6.1928); bei der Wahl des Reichspräs…

Marx

(471 words)

Author(s): Zenkert, G.
[English Version] Marx, Karl (5.5.1818 Trier – 14.3.1883 London), sozialistischer Theoretiker, gemeinsam mit F.Engels Begründer des hist. Materialismus (s.a. Marxismus). In seinem philos. Denken ist M. insbes. G.W.F.Hegel und den Linkshegelianern verpflichtet, von denen er sich jedoch bald distanzierte. Seine eigene Perspektive findet M. v.a. durch die Auseinandersetzung mit der Religionskritik L.Feuerbachs. Dieser stellt Hegels Deutung der christl. Rel. die Auffassung entgegen, daß der Mensch sich…

Marxismus

(2,309 words)

Author(s): Zenkert, G.
[English Version] I. Begriff Seit seinem ersten Auftreten steht der Begriff M. weniger für eine feste Lehre als für eine Bewegung innerhalb der sozialistischen Gruppierungen. Er besitzt insofern eine vornehmlich polemische Bedeutung, die von Michail Aleksandrowitsch Bakunin in den Auseinandersetzungen im Zusammenhang der I. Internationale geprägt wurde. Dabei war zunächst nur von »Marxisten« in pejorativer Bedeutung als den Anhängern von K.Marx die Rede mit der Absicht, sich von diesen zu distanzie…

Maryknoll

(268 words)

Author(s): Dries, A.
[English Version] Maryknoll, Popularbez. für die Catholic Foreign Mission Society of America, gegründet 1911 als Gemeinschaft von Priestern und Laienbrüdern, und für die Foreign Mission Sisters of St. Dominic, 1920 als rel. Gemeinschaft zugelassen, sowie für die mit ihnen verbundenen Laien. Die Gründer waren James A.Walsh (1867–1933), Thomas F.Price (1860–1919) und Mary Josephine Rogers (1882–1955). Das in Maryknoll, NY, befindliche Archiv der Missionsgemeinschaften umfaßt auch die Archivbestände …

Masaccio

(198 words)

Author(s): Buttler, K.
[English Version] (Tommaso di Ser Giovanni di Mone Cassai; 21.12.1401 San Giovanni Val d'Arno – Juni 1428 Rom), ital. Maler, Begründer der Frührenaissance (Renaissance: III.). Bereits 1418 ist M. in Florenz nachweisbar, wo er ab 1424 zumeist in Zusammenarbeit mit Masolino (1383–1447) künstlerisch tätig war. In S. Maria Novella zu Florenz malte M. das Trinitätsfresko (wohl um 1427), das die hl. Dreifaltigkeit mit Johannes und Maria, einzigartig in der ital. Malerei, in einen illusionistischen, nac…

Masada

(631 words)

Author(s): Foerster, G.
[English Version] (Chorvat Mezada), antike Festung auf einem freistehenden Felsplateau am östlichen Rand der Judäischen Wüste. Der rhombische Tafelberg ragt steil am südwestlichen Ufer des Toten Meeres empor. Eine ausführliche Beschreibung des Ortes und seiner Gesch. findet sich in Flav.Jos.Bell. VII 280–294 (s.a. Plinius d. Ä., Naturalis historia, V 73; Strab. XVI 2,44). Die ersten Befestigungsanlagen wurden entweder unter Jonathan (Makkabäerbücher, Flav.Jos.Bell. VII 285) oder unter Alexander Jannai (Bell. IV 399) errichtet, die beide der Herrs…

Maske

(1,289 words)

Author(s): Baer, G. | Müller-Clemm, J. | Fischer, E.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich M. sind Artefakte, die Gesicht, Kopf oder Körper des Trägers bedecken, verhüllen und ihn so unkenntlich machen; sie werden aber auch ohne Träger verwendet, d.h. aufgestellt, aufgehängt oder auf Unterlagen befestigt (Toten-, Mumienm.). Sie dienen dazu, menschliche oder (meist) außermenschliche, häufig mythisch begründete Maskenwesen inmitten der menschlichen Gemeinschaft erscheinen zu lassen. In der Lit. herrscht keine Einigkeit darüber, ob der Maskentr…

Maskoki

(637 words)

Author(s): Wickman, P.R.
[English Version] Maskoki, religionsgeschichtlich. M. (auch: Muskogee, Muskogean) ist eine linguistisch begründete Sammelbez. für den größten Teil der Indianervölker (Choctaw, Creek, Natchez, Seminolen u.a.) im Südosten der USA (Indianer: II.). Im engeren Sinne bez. M. eine Sprachfamilie, die sich auf eine linguistische Verschmelzung vor ca.12 000 Jahren zurückführen läßt und die Grundlage für eine gemeinsame kulturelle Identität der heute M. sprechenden Völker als »M.« begründete. Die M. erbauten Dörfer und Städte sowie im Zeitraum zw. ca.1200–500 v.Chr. d…

Maslow

(269 words)

Author(s): Belzen, J.A. van
[English Version] Maslow, Abraham Harold (1.4.1908 Brooklyn, NY – 8.6.1970 Menlo Park, CA), Mitbegründer der Humanistischen Psychologie und wichtiger Inspirator der »Transpersonalen Psychologie«. M. unterscheidet in seiner »holistisch-dynamischen« Theorie hierarchisch angeordnete fundamentale Klassen von Bedürfnissen. Physiologische Bedürfnisse, Bedürfnisse nach Sicherheit, nach Zugehörigkeit und nach Selbstwert, die als D-Bedürfnisse (von »deficiency«) bez. werden, sind grundlegend. Besteht ein Man…

Masoreten

(685 words)

Author(s): Mutius, H. v.
[English Version] . Die meisten Bücher der HB wurden urspr. in mehreren Rezensionen überliefert, von denen sich in den Jh. nach der Zerstörung des Zweiten Tempels eine bestimmte Textfamilie mit einem überschaubaren Bestand interner Variantenlesarten als normativer Mehrheitstext in den jüd. Gemeinden Palästinas und Mesopotamiens durchsetzte. Im 7. Jh. begannen Gelehrte beider Regionen, die sog. M., diesen bis dahin nur in Konsonantengestalt überlieferten protomasoretischen Text zu vokalisieren, zu …

Masse

(810 words)

Author(s): Heesch, M. | Daiber, K.
[English Version] I. Sozialwissenschaftlich, ethisch M. ist ein spezifisch moderner, stark normativer Begriff für eine große Menge Menschen, die als amorphe Einheit gedacht werden. Zwar gibt es die Bezugnahme auf ungegliederte, ungebildete und demzufolge demagogischer Leitung zugängliche Menschenmengen (ochlos, plebs) seit der Antike. Aber die moderne Verwendung des Begriffs M. setzt bestimmte Entwurzelungsphänomene in industriellen Gesellschaften sowie korrespondierend die tatsächliche oder vermein…

Massebe

(8 words)

[English Version] MassebeKultstätten

Maße/Gewichte

(940 words)

Author(s): Jaroš, K.
[English Version] , Palästina und Alte Kirche ( Bronzezeit bis Spätantike). Maß- und Gewichtseinheiten des antiken Palästina sind wie in allen alten Kulturen nicht ausreichend als mathematisch festgelegte Einheiten innerhalb eines fixen Bezugssystems zu verstehen. Differenzen ergeben sich u.a. durch königliche und gewöhnliche Maßeinheiten. Bedingt durch die spärlichen Quellen lassen sich für die B-Zeit noch keine »metrischen Systeme« erläutern. Erst ab der E-Zeit II (ab 1000/900 v.Chr.) ist dies möglich, …

Massenmedien

(1,298 words)

Author(s): Grethlein, C. | Schenk, M.
[English Version] I. Praktisch-theologisch M., also »alle Einrichtungen der Gesellschaft, die sich zur Verbreitung von Kommunikation technischer Mittel der Vervielfältigung bedienen« (Luhmann 10), stellen heute global eine allg. Voraussetzung der öfftl. und privaten Kommunikation dar. Sie sind apersonale Medien, bei denen in der Regel eine direkte, personal vermittelte Interaktion (: III.) zw. Sender und Empfänger ausgeschlossen ist; allerdings ermöglicht die Computer-Technologie die Verbindung unt…

Massignon

(326 words)

Author(s): Kuschel, K.
[English Version] Massignon, Louis (25.7.1883 Nogent-sur-Marne – 31.10.1962 Paris), christl. Islamwissenschaftler mit bahnbrechenden Arbeiten zur isl. Mystik (: VI.) und zum christl.-isl. Dialog. In Paris 1904/1906 zum Arabisten ausgebildet, verbrachte M. prägende Jahre in Kairo (1906/07; 1909/10) und Bagdad (1907/08). Während des 1. Weltkrieges Übersetzer im Militärdienst, erhielt er 1919 einen Ruf an das Collège de France, wo er von 1926–1954 eine Professur für isl. Soziologie und Soziographie in…

Maß/Mäßigung

(500 words)

Author(s): Steinmann, M.
[English Version] . In vorsokratischer Zeit (Vorsokratiker) ist die Vorstellung des Maßes (M.) u.a. bei den Pythagoreern relevant, für die die Harmonie des Kosmos durch Zahlen als Elemente aller Dinge entsteht (DK 58 B 4). Einen Einschnitt gegenüber solchen Ordnungsideen (Ordnung: I.), die die griech. Kultur allg. bestimmten (z.B. im Solons Gesetzgebung), bildet die Sophistik, die das M. individuell relativiert und damit die unbegrenzte Steigerung, etwa in der Lust, zum Ideal erklärt (Plato Gorg. …

Maštoç

(134 words)

Author(s): Gazer, H.R.
[English Version] Maštoç, Mesrop (355/360 Provinz Taron, Armenien – 17.2.439 Ošakan), Erfinder der armenischen Schrift und Begründer der kirchl.-theol. Lit. sowie der Übersetzungsschule. Nach dem Studium in Edessa und in Antiochien ab 385 wurde er Hofsekretär unter König Hosrov III. (368–392), 394 trat er in den Mönchsstand ein. Als Mönchspriester erfand er unter König Vṛamšapuh (392–420) 404/05 das bis heute gebräuchliche armenische Alphabet, bestehend aus 36 Buchstaben. Mit seinen Schülern übers. er 433/34 die Bibel ins Armenis…

Mataré

(203 words)

Author(s): Renftle, B.R.
[English Version] Mataré, Ewald (25.2.1887 Aachen – 29.3.1965 Büderich bei Düsseldorf), dt. Bildhauer und Graphiker, ab 1907 Studium in Berlin bei L.Corinth, ab 1914 Meisterschüler bei Arthur Kampf (1864–1950); von 1918–1931 lebte M. in Berlin. 1932 wurde er zum Prof. an die Akademie in Düsseldorf berufen, 1933 entlassen, 1946–1957 wieder eingesetzt. M. begann als Maler, wandte sich dann aber der Skulptur zu, schuf bevorzugt formschlichte Tierskulpturen aus feinpoliertem Holz, Kupfer und Bronze. Be…

Materialismus

(2,170 words)

Author(s): Figl, J. | Hüttemann, A. | Evers, D.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich M. wurde in einer der frühesten Verwendungen der dt. Sprache als jener »Irrtum« bez., »wenn man die geistl. Substanz leugnet und keine andere als körperliche zulassen will« (J.G.Walch, Philos. Lexikon, 1726, zit. nach HWP 5, 1980, 842). Diese negative Kennzeichnung resultiert aus der philos.-theol. Überzeugung von der Existenz spiritueller Wesenheiten (Gott, Seele, ewiges Leben), die die Materie wesenhaft überschreiten. Als eine solche Gegenposition hat e…

Materie

(1,761 words)

Author(s): Jammer, M. | Schwarke, C.
[English Version] I. Philosophisch In der Philos. wird der Begriff M. nur im metaphysisch-ontologischen Sinne benutzt, um dem räumlich-zeitlichen Phänomen ein Substrat zu Grunde zu legen. So postulierten schon die vorsokratischen Naturphilosophen die Existenz einer Hýlē (υ῞λη, lat. materia, urspr. »Wald«, »Holz«). Für Thales war es das Wasser, für Anaximander das Apeiron, für Anaximenes die Luft, für Heraklit das Feuer, für Demokrit die sich im leeren Raum bewegenden unteilbaren Atome. Plato identifizierte die M. mit dem gestaltl…

Mater Magna

(250 words)

Author(s): Auffarth, C.
[English Version] . Der Kult der M.M. gehört zu den bedeutenden in der römischen Religion, ist somit in strikter Weise von anderen Kulten »mütterlicher« Göttinnen des AO zu trennen. Kubaba von Karkemisch, bereits in der B-Zeit als umfassende weibliche Göttin in Nordsyrien und Südostanatolien verehrt, hat zwar den Kult der Kybele von Pessinus beeinflußt, die Übertragung dieses Kultes von Pessinus nach Rom i.J. 205 v.Chr. hat jedoch keine Verbindung mehr zur Göttin aus Karkemisch. Die Einführung der…

Mather

(379 words)

Author(s): Harper, G.W.
[English Version] , 1.Increase (21.6.1639 Dorchester, MA – 23.8.1723 Boston, MA), eine der herausragenden Gestalten der zweiten Generation des Puritanismus (Puritaner) in Neuengland. Der Sohn des Pionierpastors Richard M. und Vater des Universalgelehrten Cotton M. (2.) war Führer der orth. calvinistischen Partei in einer Zeit, als der Broad-Church-Rationalismus (Anglikanische Kirche: I.) begann, sich als ernsthafte Alternative zu etablieren. Mit Abschlüssen vom Harvard College und vom Trinity Coll…

Mathesius

(240 words)

Author(s): Wartenberg, G.
[English Version] Mathesius, Johannes (24.6.1504 Rochlitz, Sachsen – 7.10.1565 St. Joachimsthal, Böhmen). Nach Schulbesuch in Rochlitz, Mittweida und Nürnberg studierte er 1524/25 in Ingolstadt. Als Hauslehrer auf Schloß Odelzhausen bei Augsburg wandte M. sich nach Lutherlektüre der Reformation zu und ging 1529 nach Wittenberg. Vorlesungen, Predigten und persönliches Erleben bestärkten die eigenständige Entscheidung für die Wittenberger, als deren Schüler er 1530 Lehrer in Altenburg und 1532 Rektor…

Matisse

(330 words)

Author(s): Renftle, B.R.
[English Version] Matisse, Henri (31.12.1869 Le Cateau-Cambrésis – 3.11.1954 Cimiez bei Nizza), franz. Maler, Graphiker und Skulpteur, führender Künstler der Klassischen Moderne und Erneuerer der eur. Malerei. M. begann als Jurist, studierte dann 1891–1892 in Paris an der Académie Julian, ab 1893 bei G.Moreau an der École des Beaux-Arts. Nach impressionistischen und divisionistischen Anfängen und unter dem Einfluß von P.Gauguin, Paul Cézanne (1839–1906), Paul Signac (1863–1935) und Claude Monet (18…

Matriarchat

(1,303 words)

Author(s): Zingsem, V. | Kuhlmann, H.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Der Begriff M. ist ein neuzeitliches Kunstwort, gebildet aus lat. mater und altgriech. arché, letzteres in der Doppelbedeutung von »Anfang« und »Herrschaft«; er taucht erstmalig in der ethnologischen und rechtshist. Diskussion gegen Ende des 19.Jh. auf. Damals (J.J.Bachofen u.a.; s.u. II.) sprach man von Gynaikokratie und/oder »Mutterrecht«. Da sich ein reines M. nur selten nachweisen läßt, haben sich zudem Begriffe wie Matrilinearität (Genealogie und …

Mattathias

(8 words)

[English Version] MattathiasMakkabäer

Matthaeus

(139 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] von Krakau (vor 1350 Krakau – 5.3.1410 Heidelberg). M. studierte in Prag (1367 M.A.; 1384 Theologieprof.); hier wirkte er auch als kleruskrit. Prediger und erbaulicher Schriftsteller. 1394 kam er an die Universität Heidelberg (1396/97 Rektor). Nach Unterstützung beim Aufbau des Theologiestudiums in Krakau ab 1397 vor 1400 nach Heidelberg zurückgekehrt, führte er diplomatische Missionen für die Kurfürsten durch. Seine auf Reinigung des röm. Stuhls zielende Kritik an der Kurie, v.a.…

Matthaeus Paris

(157 words)

Author(s): Ehrenschwendtner, M.
[English Version] (Parisiensis; um 1200 – Juni 1259, St. Albans, Hertfordshire, England), trat 1217 in die Benediktinerabtei St. Albans ein, hatte Kontakte zum Hof Heinrichs III. und reformierte 1248/49 in päpstl. Auftrag das norwegische Kloster Holm (OSB). Als Chronist setzte er in seinem Hauptwerk »Chronica maiora« die Weltchronik des Roger von Wendover (gest.1236) fort, schrieb mehrere Werke zur engl. Gesch., u.a. »Historia Anglorum«, sowie zur Gesch. des eigenen Klosters, »Gesta abbatum«, und…

Matthäusevangelium

(1,967 words)

Author(s): Luz, U.
[English Version] I. Aufbau 1.Übersicht. Das Mt wird heute überwiegend als Erzählung verstanden, nicht als neue Tora in fünf Büchern und nicht als eine konzentrisch um eine bestimmte Mitte angeordnete Ringkomposition. Die meisten Erklärer sehen im Anschluß an Kingsbury in 16,21 (= Mk 8,31) den Beginn eines neuen Hauptabschnitts und gliedern damit das Mt nach dem Modell des Mk. Die fünf großen Reden sind dann nicht das die Gliederung hauptsächlich bestimmende Moment, sondern sie sind an passender S…

Matthews

(302 words)

Author(s): Saayman, W.A.
[English Version] Matthews, Zachariah Keodirelang (20.10.1901 Barkly West, Kapprovinz, Südafrika – 1968 Washington, DC). 1923 erhielt M. als erster Afrikaner in Südafrika den Grad eines Bachelor of Arts am Fort Hare University College und wurde 1925 zum Leiter der Adam's High School in Natal ernannt. Sein Studium an der Yale University schloß er mit dem Master of Arts ab. Nachdem er 1940 dem afrikanischen Nationalkongreß (ANC) beigetreten war, wurde er 1949 zum Präsidenten des ANC in der Kapprovinz …

Matthias

(220 words)

Author(s): Hilsch, P.
[English Version] von Janov (vor 1355 Janov – 30.11.1393 Michelsdorf), böhmischer Kirchenkritiker. Der Schüler des Predigers J.Militsch von Kremsier studierte 1375–1381 an der von ihm zeitlebens hochgeschätzten Universität Paris, die er als M.A. verließ. In Prag, wo er mit dem Theologiestudium begann, erwarb er nur den Titel eines Domherrn, um die Pfründe kämpfte er vergebens. Sein Leben fristete er mit den Einkünften der Landpfarrei in Michelsdorf (Nová ves), er predigte aber v.a. in der Prager Al…

Matthias

(9 words)

[English Version] MatthiasZwölferkreis
▲   Back to top   ▲