Religion in Geschichte und Gegenwart

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Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

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Melchisedek

(724 words)

Author(s): Schreiner, S. | Loader, W.R.G.
[English Version] I. Altes Testament und Antikes Judentum Von M. – dem »vollkommenen König«, denn nach Gen 14,18 war er König von Salem (Jerusalem; vgl. Ps 76,3) und Priester (BerR XLIII,6: Hoherpriester) des Höchsten Gottes in einer Person und als solcher Prototyp eines zukünftigen »Priesterkönigs« (Ps 110,4) – erzählt die Bibel nur, daß er Abraham nach dessen Sieg über die vier Könige mit Brot und Wein gespeist und gesegnet hat. Daß dabei der Segensspruch für Abraham dem Segensspruch für Gott vorausg…

Melchisedek (NHC IX, 1; Melch)

(25 words)

[English Version] Melchisedek (NHC IX, 1; Melch)Nag Hammadi, Sethianismus

Melchiten

(5 words)

[English Version] MelchitenMelkiten

Meldenius

(122 words)

Author(s): Sträter, U.
[English Version] Meldenius, Rupertus (Anagramm für Petrus Meuderlinus [Peter Meiderlin]; 1582 Oberacker bei Maulbronn – 1.6.1651 Augsburg), pseudonymer Vf. der »Paraenesis Votiva Pro Pace Ecclesiae Ad Theologos Augustanae Confessionis« (1626), die gegen die Theologen den Vorwurf eitler Streitsucht (v.a. angesichts des innerluth. christologischen Streits) und der Verketzerung Johann Arndts erhob und zur Unterscheidung zw. den necessaria und non-necessaria in der Dogmatik aufforderte. Die von M. vie…

Meldewesen, kirchliches

(440 words)

Author(s): Hübner, H.
[English Version] . Das Meldewesen, das heute seine Rechtsgrundlage im Melderechtsrahmengesetz des Bundes (MRRG) und den ergänzenden Meldegesetzen der Länder hat, diente urspr. allein dem sicherheitspolizeilichen Interesse, die jederzeitige Erreichbarkeit des Bürgers für den Staat sicherzustellen, ist aber im Zuge der modernen sozialstaatl. Entwicklung v.a. auch zu einem Instrument der Sammlung und Aufbewahrung allg. personenbezogener Daten geworden. Ebenso wie im Personenstandswesen ist wegen des…

Meletios Metaxakis

(158 words)

Author(s): Petzolt, M.
[English Version] (21.9.1871 Parsas, Kreta – 28.7.1935 Alexandrien), studierte in Jerusalem, wurde 1891 in Antiochien zum Diakon geweiht, arbeitete als Patriarchatssekretär bis 1909 in Jerusalem. 1910 wurde er Metropolit von Kition (Zypern). 1918–1920 war er mit großem Reformeifer als Metropolit von Athen tätig, wurde unkanonisch abgesetzt, ging in die USA und wurde am 25.11.1921 als M. IV. Patriarch von Konstantinopel. Er gründete Metropolien für Westeuropa (London), Australien, Amerika (New Yor…

Meletios Pegas

(157 words)

Author(s): Petzolt, M.
[English Version] Meletios Pegas, Patriarch von Alexandrien (1549 Chandaka [Heraklion], Kreta – 13.9.1601 Alexandrien). Als orth. Grieche erhielt er im venezianischen Kreta, auf Zakynthos und in Italien eine humanistische Bildung, so daß er die lat. Theol. und Scholastik gut kannte. Diese Spannung beschäftigte ihn zeit seines Lebens. Er wurde Mönch und 20jährig Abt, wurde aber wegen orth. Katechese aus Kreta vertrieben. 1579 wurde er Priester für Alexandrien und übernahm Verantwortung in der Kirchenve…

Meletios Syrigos

(130 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (Taufname: Markos; 1585 Heraklion, Kreta – 13.4.1663 Konstantinopel), Archimandrit und Protosynkellos, bedeutender Prediger und Theologe, wirkte, durch den Tod des Vaters an weiteren Studien in Italien gehindert, zunächst auf Kreta als Mönch und Priester. Wegen seiner streitbaren Haltung ausgewiesen, ging er 1627 nach Alexandrien, wo er durch seine Predigten auffiel. Von Kyrillos Loukaris zu seiner Unterstützung nach Konstantinopel berufen, erhielt er dort 1630 das Kloster Chrys…

Meletius

(263 words)

Author(s): Bergjan, S.
[English Version] von Antiochien (gest. Mai 381). M. verkörpert die Entwicklung hin zur neunicaenischen Position des Konzils in Konstantinopel (: IV., 1.) 381. M. starb während des Konzils, das ihn als Vorsitzenden geehrt hat. Er kam aus dem Kreis der Homöer (vgl. seine bei Epiphanius von Salamis überlieferte Predigt, haer. 73,29–33), deren Kompromißformel in der Trinitätslehre seit 360 Reichsdogma war (Trinität: III., 1.). Als deren Vertreter wurde M. 360 Bischof von Antiochien, konnte sich dort ab…

Melitianisches Schisma

(294 words)

Author(s): Ritter, A.M.
[English Version] . M. soll, ältesten alexandrinischen Quellen zufolge (Kettler 159–163), während der Christenverfolgungen (: I.) unter Diokletian eigenmächtig verwaiste Diözesen in Unter- und Mittelägypten visitiert und sich dabei die Oberaufsichtsrechte des geflüchteten Petrus von Alexandrien angeeignet haben. Epiphanius von Salamis (haer. 68,1–3) hingegen führt – wohl aufgrund M. freundlicher Quellen – den Konflikt auf einen früh aufgebrochenen Gegensatz zw. milderer (Petrus) und rigoroserer Be…

Melitius

(10 words)

[English Version] von Lykopolis/

Meliton

(129 words)

Author(s): Kallis, A.
[English Version] Meliton, Metropolit von Chalcedon (weltl. Name: Sotirios Hacis; 1913 Istanbul – 27.12.1989 ebd.), wirkte nach seinem Studium an der Theol. Hochschule von Chalki als Diakon (1934–1941) und Subsekretär der Hl. Synode des Ökum. Patriarchats (1938–1941), Priester (1941–1950) und Generalvikar des Patriarchen Maximos V. (1947–1950) und Bischof (1950–1989) im Ökum. Patriarchat über ein halbes Jh. Nach seiner Wahl zum Metropoliten von Imbros und Tenedos (1950–1963), später von Helioupolis u…

Melito(n)

(291 words)

Author(s): Frenschkowski, M.
[English Version] von Sardes, vielseitiger theol. Schriftsteller (nach Eusebius von Caesarea Bf. von Sardes) der Zeit etwa 160–180 n.Chr. (Werkverzeichnis: Eus.h.e. IV 26, 2–14, wovon das meiste verloren ist, doch hat sich die Zahl der Frgm. in den letzten Jahren vermehrt). Die aus Papyri bekannte Osterhomilie περι` πα´σχα/perí páscha – eine der ältesten erhaltenen christl. Predigten – entfaltet in asianischer Rhetorik mit vielen atl. Anspielungen eine Exodustypologie: die Befreiung Israels aus Ägypten gleicht derjenigen der Menschheit aus d…

Melius

(260 words)

Author(s): Keserü, B.
[English Version] (Juhász), Péter (ca.1536 Horhi, Ungarn – 25.12.1572 Debrecen), ungar. ref. Kirchenführer und rel. Schriftsteller; maßgebende Persönlichkeit der späten Reformation Ungarns. Als Schüler von Stephan Szegedi Kis geriet er schon früh unter helvetische Einflüsse, ab 1556 war er Senior des Coetus der ungar. Studenten in Wittenberg. 1561 zum Bischof gewählt, leitete er die wichtigste Region der zum ungar. Ethnikum gehörenden Reformierten »jenseits der Theiss«. Unter Mitwirkung Gregor Szeg…

Melk

(122 words)

Author(s): Treusch, U.
[English Version] . Stift und Stadt in Niederösterreich, urspr. röm. Kastell Namare, seit 976 Residenz und später Begräbnisstätte der Babenberger Markgrafen, seit Ende des 10.Jh. mit Kanonikerstift. Seit 1089 Benediktinerabtei, wurde M. zum geistl.-kulturellen Zentrum (Reliquien des hl. Koloman; berühmtes Skriptorium); im 15.Jh. Ausgangspunkt einer monastischen Erneuerung, die Österreich und Süddeutschland erfaßte (Melker Reform). Nach der Reformation geistl. Wiederaufleben im 17. und 18.Jh. (2. M…

Melkiten

(880 words)

Author(s): Hage, W.
[English Version] I. Name Um das christologische Bekenntnis von Chalcedon (451) ging für mehrere Jahrzehnte der Streit mit einer im Osten des Byz. Reiches starken Opposition, die die alexandrinische Ein-Naturen-Lehre vertrat (Christologie: II.,1.,c; Monophysitismus) und sich schließlich verselbständigte zur Syr.-Orth. (Syrien: V.,2.,b) bzw. Kopt.-Orth. Kirche (Kopten: I.). Diese Anti-Chalcedonenser nannten ihre Gegner, weil sie die Konfession des Kaisers vertraten, »M.« (nach syr. malkā, »König«, »…

Melville

(172 words)

Author(s): Trueman, C.R.
[English Version] Melville, Andrew (1.8.1545 Baldovie, Schottland – 1622 Sedan, Frankreich). Schottischer Gelehrter und presbyterianischer Führer, studierte in St. Andrews, Paris, Poitiers und bei Th.Beza in Genf, kehrte 1574 nach Schottland zurück, um dort am Wiederaufbau der universitären Ausbildung nach der Reformation mitzuwirken, zuerst in Glasgow, ab 1580 in St. Andrews. Er war beteiligt an Gesprächen über die Verfassung der Church of Scotland, wurde 1575 zu einem offenen Gegner des Episkopat…

Melville

(347 words)

Author(s): Löser, P.
[English Version] Melville, Herman (1.8.1819 New York – 28.9.1891 ebd.), amer. Erzähler, dessen Werk erst im 20.Jh. als Bezugspunkt für Moderne und Postmoderne zu voller Geltung gelangte. Als der Vater starb, mußte M. 1832 die Schule verlassen. Nach Gelegenheitsarbeiten und Reisen heuerte er 1840 als einfacher Seemann auf einem Walfänger an. Er lebte vier Jahre in der Südsee, gelangte 1844 in die USA zurück und verarbeitete seine Erfahrungen in drei erfolgreichen Romanen: »Typee« (1846), »Omoo« (18…

Memling

(159 words)

Author(s): Tümpel, C.
[English Version] Memling, Hans (um 1440 Seligenstadt – 1494 Brügge), niederländischer Maler; Ausbildung vermutlich in Köln (bei Stefan Lochner) und in Brüssel bei R. van der Weyden. Seit 1465 als Bürger in Brügge nachweisbar, bald Lieblingsmaler des dortigen Patriziats. Für die Florentiner Direktoren der Brügger Medicibank schuf er den Jüngstes-Gericht-Altar (Danzig) und den Passionsaltar (Turin) mit einem Panoramabild des Leidens Christi. Seine erzählerische Fähigkeit zeigt er in dem prachtvollen…

Memnon

(251 words)

Author(s): Uthemann, K.
[English Version] von Ephesus, Bf. dieses Hauptorts der Diöz. Asiana zur Zeit des Konzils von Ephesus (431), auf dem er als Verbündeter von Cyrill von Alexandrien auftrat. Die wegen der Abwesenheit der Orientalen und der röm. Legaten unrechtmäßige Eröffnung (22.6.431) wurde von Nestorius, dessen Anhängern und dem Vertreter des Kaisers nicht nur Cyrill, sondern auch M. angelastet. Die Gegensynode der Orientalen setzte beide ab. Sie forderte den Kaiser auf, »den Tyrannen M.« zu verbannen (CPG 8691: A…

Memorbücher

(248 words)

Author(s): Pomerance, A.
[English Version] Memorbücher, Seelengedächtnisbücher der jüd. Gemeinden Mitteleuropas, vornehmlich in Deutschland. Der Ursprung der M., vom lat. memoria abzuleiten, ist in den Verfolgungen der rheinischen Gemeinden während des ersten Kreuzzuges zu suchen (Judenverfolgungen). Das älteste M., 1296 in Nürnberg angelegt, enthält ein umfangreiches Martyrologium mit den Namen der Opfer dieser und weiterer ma. Verfolgungen und zwei Nekrologe der Nürnberger Gemeinde. Erst ab dem letzten Drittel des 16.Jh…

Memoria

(8 words)

[English Version] MemoriaGedächtnis

Memphis

(360 words)

Author(s): Schipper, B.U.
[English Version] , eine der bedeutendsten Städte Altägyptens, lag ca.25 km südlich von Kairo am linken Nilufer beim heutigen Mīt Rahīne (s. Ägypten, Karte). Urspr. Jnbw ḥd, »weiße Mauer«, genannt, trug die Stadt seit der 6. Dynastie den Namen der benachbarten Pyramide Pepis-I., Mn-nfr-Ppj, »bleibend an Schönheit ist Pepi« (Kurzform Mnf inneräg. im Onomastikon des Amenope, 20. Dynastie, belegt, hebr. נֹף/מֹף/mop/nop, keilschriftlich Me/impi, griech. Με´μϕις). M. wurde nach antiker Überlieferung von König Menes gegründet (Hdt. II 99) und war bis zum Ende …

Memra

(456 words)

Author(s): Herrmann, K.
[English Version] , aram. מימר/mjmr bzw. מימרא/mjmr' (von אמר/'mr, »sagen, sprechen«) bedeutet »Wort«, »Rede« und begegnet in den Targumim (Bibelübersetzungen: I., 4.) stereotyp in der Wendung »das Wort JHWHs«, wobei das Tetragramm in den Hsn. und Drucken durch den hebr. Buchstaben He bzw. durch zwei Yudim ersetzt ist, um anzuzeigen, daß es gerade nicht ausgesprochen werden darf, sondern durch Adonaj (»Herr«) zu ersetzen ist. Damit ist diese Wendung zunächst vergleichbar anderen Umschreibungen des Gotte…

Men'

(168 words)

Author(s): Wildt, K.
[English Version] Men', Aleksandr (22.1.1935 Moskau – 9.9.1990 Novaja Derevnja), russ.-orth. Erzpriester; bedeutender Theologe und Katechet während des Sowjetregimes. Vf. eines umfangreichen religionsgesch. und -philos. Werkes; breite publizistische Tätigkeit. Zunächst säkulare Erziehung, Studium der Biologie, währenddessen inoffizielle theol. Studien mit anschließender Diakonatsweihe 1958 und Priesterweihe 1960. Dienst als Priester an verschiedenen Kirchen in der Umgebung von Moskau, ab 1968 an de…

Menachem

(8 words)

[English Version] MenachemZeloten

Menäen

(10 words)

[English Version] MenäenLiturgische Bücher

Menahem

(279 words)

Author(s): Timm, S.
[English Version] (מְנַחֶם/M enaḥæm, »der [über den Verlust eines Familienangehörigen] Tröstende«; im Westsem. beliebter Personenname). Im AT nur Name des M., Sohn des Gadi (oder des Gaditers?), der von Thirza aus in einem Putsch gegen Sallum für zehn Jahre das Königtum über Israel erlangte (2Kön 15,14.16–22 [Königtum in Israel]). Die Gründe für M.s Putsch wie die seiner grausamen Aktionen gegen die Bewohner der Stadt Tiphsach (?; LXX-Lukian: Ταϕωε/Taphōe=Thappuah) bleiben ungenannt und sind heute nicht mehr sicher zu ermitteln. Die Unsicherheit in der Chrono…

Menander

(133 words)

Author(s): Holzhausen, J.
[English Version] Menander, Gnostiker, aus Samaria (Kapparetaia); lehrte um die Wende vom 1. zum 2. Jh. n.Chr. im syr. Antiochien. Justin (1 apol. 26, 4) bez. ihn als Schüler des Simon Magus und als Magier. Nach Irenaeus (haer. I 23,5) versprach er, über die weltschöpferischen Engel Macht ausüben zu können. Er selbst sei der von der ersten Kraft gesandte Heiland (»Salvator«); wer sich auf seinen Namen taufen lasse, erlange Unsterblichkeit; seine Schüler sind nach Irenaeus Satornil und Basilides. D…

Menas

(216 words)

Author(s): Uthemann, K.
[English Version] von Konstantinopel, Patriarch von 13.3.536 bis zu seinem Tod am 24.8.552. Als Presbyter und Leiter des Samsonhospitals von Konstantinopel war M. an den gegen Anthimus (von Konstantinopel) von Trapezunt gerichteten Aktionen beteiligt und wurde als dessen Nachfolger von Papst Agapet geweiht. Hierbei bestätigte M. wie Kaiser Justinian I. die Formel von Papst Hormisdas und Agapet die von Rom 553 akzeptierte theopaschitische Formel (theopaschitischer Streit) sowie den Ausschluß der Ako…

Menas

(356 words)

Author(s): Grossmann, P.
[English Version] Menas, Heiliger (Gedenktag 11.9.) der östlichen Kirchen, stammt vielleicht aus der Mareotis (Ägypten), angebliches, in zeitgenössischen Quellen nicht belegtes Martyrium als Soldat in Kotyaion (Phrygien) am 11.11.296; wird in Krankheitsfällen, bei Unfruchtbarkeit und zur Vergeltung von Verbrechen angerufen. Ikonographisch zw. zwei hockenden Kamelen dargestellt, in Wunderberichten zu Pferde auftretend (zur Überlieferung: BHO 746 [ed. E.A.Wallis Budge, 1909] und BHG 1250–1269). Sich…

Menasse ben Israel

(160 words)

Author(s): Veltri, G.
[English Version] (1604 auf Madeira – 1657 Middelburg, Niederlande), Rabbiner, Schriftsteller und Drucker, lebte meistens in Amsterdam. M. war ein Theologe des Judentums, der profane und rabb. Kenntnis zur Verteidigung des Judentums zu nutzen wußte. 1626 gründet er die erste jüd. Druckerei in Amsterdam. M. veröff. mehrere Werke, die auch die Nichtjuden ansprechen sollten (De Creatione, 1635; De Resurrectione Mortuorum, 1636; De fragilitate humana, 1642). Er wurde als intellektueller Vertreter des…

Mendelssohn

(770 words)

Author(s): Kronauer, U.
[English Version] Mendelssohn, 1.Moses (6.9.1729 Dessau – 4.1.1786 Berlin), jüngstes der drei Kinder von Mendel Heymann und seiner Frau Bela Rachel Sara. Der Vater war Synagogendiener und Schreiber der jüd. Gemeinde. Der Knabe, von schwacher Konstitution und verwachsen, wurde von dem Dessauer Rabbiner David Fränkel gefördert und, wie er selbst sagte, durch die Lektüre von M.Maimonides' »More Nevukhim« (»Führer der Verirrten«) geprägt. 1743 folgte M. Fränkel nach Berlin, wo er in ärmlichsten Verhäl…

Mendelssohn

(215 words)

Author(s): Brusniak, F.
[English Version] Mendelssohn, 3.Arnold Ludwig (26.12.1855 Ratibor – 19.2.1933 Darmstadt), Großneffe von 2., gefördert u.a. von Friedrich Kiel. Als Organist, Chorleiter und Universitätsmusikdirektor in Bonn (1880–1883) machte er sich durch H.Schütz-, G.F.Händel- und J.S.Bach-Aufführungen in Verbindung mit J.Smend und F.Spitta einen Namen. Nach Tätigkeiten in Bielefeld (1883–1886) und Köln (1886–1891) wirkte M. bis zu seinem Tode als Kirchenmusikmeister und erster beamteter Kirchenmusiker, der von …

Mendelssohn Bartholdy

(346 words)

Author(s): Konold, W.
[English Version] Mendelssohn Bartholdy, 2.Felix (3.2.1809 Hamburg – 4.11.1847 Leipzig), dt. Komponist, Sohn des Bankiers Abraham M., der den Familiennamen bei seiner Konversion zum Protestantismus um Bartholdy ergänzte, und Enkel von 1., wuchs in Berlin auf, war Schüler des Goethe-Freundes Carl Friedrich Zelter. Das Frühwerk des rundum talentierten Wunderkinds (»der Mozart des 19.Jh.« – so R.Schumann), das auf Geige und Klavier musizierte, komponierte, zeichnete, dichtete, Theater spielte, blieb u…

Méndez Arceo

(126 words)

Author(s): Kruip, G.
[English Version] Méndez Arceo, Sergio (28.10.1907 Tlalpan – 6.2.1992 México D.F.), kath. Bf. von Cuernavaca, Mexiko (1952–1983), innerkirchl. höchst umstrittener Vorreiter für radikale Reformen. Er begann früh (1957) mit einer Liturgiereform (mit mexikanischer Mariachi-Musik und der Restaurierung seiner Kathedrale), förderte Bibellektüre und Basisgemeinden und warb auf dem Vaticanum II für die Psychoanalyse. M. unterstützte das von Ivan Illich in Cuernavaca geleitete Zentrum zur Ausbildung von Miss…

Mendieta

(153 words)

Author(s): Nebel, R.
[English Version] Mendieta, Gerónimo (Jerónimo) de (1525 Vitoria, Alava, Spanien – 9.5.1604 México D.F.), OFM, kam 1554 nach México und missionierte v.a. unter den Nahua. 1562 in Toluca, 1567 in Tlalmanalco, 1570–1573 Spanienreise. Anschließend Guardian in den Konventen von Xochimilco, México, Tepeaca, Huejotzingo u.a. Er vf. Ende des 16.Jh. die »erste Kirchengesch. Mexikos«. In dieser Gesamtschau der Evangelisierung eines Teils der indigenen Völker Neuspaniens übernimmt er u.a. Überlieferungen von A…

Mendikantenstreit

(271 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . Auseinandersetzungen an der Universität Paris um die Stellung der Mendikanten (Bettelorden), die sich seit 1217 (Dominikaner) und 1219 (Franziskaner) als Studenten, Prediger und Seelsorger in Paris aufhielten und seit dem Universitätsstreik von 1229–1231 auch Lehrstühle an der Theol. Fakultät innehatten (1229 Roland von Cremona OP, 1231 Johannes von St. Aegidius OP, 1236 Alexander von Hales OFM). Das wachsende Konkurrenzverhältnis zu den von den Päpsten begünstigten, bei Studen…

Mendouça

(194 words)

Author(s): Nafafé, J.L.
[English Version] Mendouça, Lourenço da Silva de (Lebensdaten unbekannt); Abkömmling der Könige von Kongo und Angola. M. war ein in Brasilien geborener Mulatte afrikanischen Ursprungs, Prokurator für die schwarzen Einwohner im Port. Königreich, in Kastilien und in der port. Kolonie Brasiliens sowie Sprecher der Bruderschaft »Unsere Frau Stern der Schwarzen«. Zw. 1681–1684 unternahm M. eine diplomatische Mission nach Rom, um Papst Innozenz XI. zur Freilassung christl. Sklaven (Abolition) zu bewegen: Je…

Menelaos

(16 words)

[English Version] MenelaosIsrael und der Hellenismus, Hohepriester: II. Antikes Judentum

Menger

(332 words)

Author(s): Gerlach, J.
[English Version] Menger, Carl (23.2.1840 Neu-Sandez, Galizien – 26.2.1921 Wien), Begründer der für die Wirtschaftswiss. bis heute bedeutenden Wiener oder Östr. Schule. Nach dem Studium der Staats- und Rechtswiss. war M. Wirtschaftsjournalist und später Beamter in der Presseabteilung des östr. Ministerpräsidiums. M. stellte durch seine Marktrecherchen erhebliche Diskrepanzen zur traditionellen, durch die Arbeitswertlehre dominierte Preistheorie fest. In seinem Hauptwerk »Grundsätze der Volkswirthsc…

Mengering

(147 words)

Author(s): Sträter, U.
[English Version] Mengering, Arnold (1.9.1596 Halle/S. – 2.1.1647 ebd.); nach dem Studium in Wittenberg (ab 1615) und Jena (ab 1619) ab 1622 Pfarrer im Magdeburgischen (1622 Colbitz, 1624 Sudenburg, 1627 Löbejün); 1627 luth. Domprediger in Halle, 1630 nach der im Dreißigjährigen Krieg erfolgten Rekatholisierung des Domes abgesetzt und vertrieben; 1631 Dritter Hofprediger in Dresden, 1635 Fürstlicher Hofprediger in Altenburg, 1638 Dr. theol (Jena), 1640 Rückkehr nach Halle als Pastor Primarius und S…

Meng Zi

(11 words)

[English Version] Meng ZiMenzius

Menhir

(246 words)

Author(s): Koch, G.
[English Version] (bretonisch-franz. »hoher Stein«), ein im Freien aufrecht hingestellter, länglicher Stein. In einigen Gegenden, v.a. in Frankreich, sind im oberen Teil menschliche Körperformen, nur das Gesicht oder der gesamte Oberkörper, wiedergegeben, meist lediglich mit Einritzungen, selten in plastischer Ausformung (»Statuen-M.«). Bei den Frauen werden die Brüste gekennzeichnet, die Männer tragen als Attribut meist eine Waffe. Die M. haben unterschiedliche Größe, von 1–2 m bis hin zu Ausnah…

Meniates

(160 words)

Author(s): Podskalsky, G.
[English Version] Meniates, Elias (1669 Lexuri, Insel Kephallenia – 1.8.1714 Patras), griech. Prediger und Kontroverstheologe, zunächst am Studienort Venedig (Theol., Griech., Lat.); ab 1711 Bf. von Kernitza (Kalavryta, Peloponnes). Seine berühmt gewordenen Predigten sind von den großen Kanzelrednern Frankreichs und Italiens (Paolo Segneri d. Ä. SJ, J.B.Bossuet, Louis Bourdaloue SJ, Jean-Baptiste Massillon) beeinflußt und wirkten vorbildlich (»neuer Chrysostomos« [Johannes Chrysostomus]) für die na…

Menius

(159 words)

Author(s): Beyer, M.
[English Version] Menius, Justus (Menig, Jost; 13.12.1499 Fulda – 11.8.1558 Leipzig), studierte seit 1514 in Erfurt (1516 M.A.), gehörte zum Humanistenkreis um K.Mutianus und H.E.Hessus; Hörer Luthers und Melanchthons ab 1519 in Wittenberg. Seit 1523 stand M. in kirchl. Dienst, war von 1525 bis 1528 Prediger in Erfurt (religionspolit. Kontroversen), wurde 1529 Eisenacher Superintendent, war seit 1528 Mitglied von Visitationskommissionen (Visitation) im ernestischen, seit 1539 auch im albertinischen …

Menken

(275 words)

Author(s): Zweigle, H.
[English Version] Menken, Gottfried (29.5.1768 Bremen – 1.6.1831 ebd.), Studium der ev. Theol. in Jena und Duisburg, Hilfsprediger im niederrheinischen Uedem und in Frankfurt/M., 1786–1802 Pfarrer in Wetzlar, anschließend bis zu seiner Emeritierung 1825 Pfarrer in Bremen. Durch das Elternhaus von einer schlichten Bibelfrömmigkeit geprägt, entfaltete M. seine Theol. in polemischer Auseinandersetzung mit Aufklärung und Rationalismus. So wandte er sich in seiner Erstlingsschrift »Beitrag zur Dämonolog…

Menn

(96 words)

Author(s): Nicolaisen, C.
[English Version] Menn, Wilhelm (23.8.1888 Ferndorf, Kreis Siegen – 29.2.1956 Frankfurt/M.), war 1926–1934 Leiter des Sozialpfarramtes der Rheinischen Kirche, 1934–1950 Pfarrer und Superintendent in Andernach. Als einer der frühen Ökumeniker (Ökumenische Bewegung: II.) war M. seit 1929 Mitglied der Ökum. Studienkommission und maßgeblich beteiligt an den Vorbereitungen der ökum. Weltkonferenzen von Oxford und Edinburgh 1937. Ab 1946 baute er die Ökum. Zentrale in Frankfurt/M. auf. 1950–1956 war er Schriftleiter der »Ökum. Rundschau«. Carsten Nicolaisen Bibliography K…

Mennoniten

(2,435 words)

Author(s): Goertz, H.
[English Version] Die M. gehen auf die Bewegungen der Täufer in der frühen Reformationszeit zurück und haben sich in der 2. Hälfte des 16.Jh. zur ersten prot. Freikirche auf eur. Boden entwickelt. Inzw. sind ihre Gemeinden unter wechselnden Selbstbez. zu einer Denomination herangewachsen, die weite Verbreitung gefunden hat und ungefähr 1 200 000 getaufte Mitglieder zählt. Im ökum. Gespräch haben M. sich als Angehörige der sog. hist. Friedenskirchen zu Wort gemeldet und in polit. Krisengebieten kar…

Menno Simons

(248 words)

Author(s): Dyck, C.J.
[English Version] (1496 Witmarsum, Friesland, Niederlande – 31.1.1561 Wüstenfelde bei Oldesloe). 1531–1536 kath. Priester; leitender Ältester der Täufer in den Niederlanden und darüber hinaus. M. wurde durch die Schriften von Luther, D.V.Coornhert und Erasmus von Rotterdam motiviert, in den Untergrund zu gehen und sich einer kleinen Gruppe von Wiedertäufern anzuschließen. Seine ersten Schriften konzentrierten sich auf die Themen Wiedergeburt und geistl. Auferstehung. Probleme hinsichtlich der Mes…

Menologien

(138 words)

Author(s): Stephan, C.
[English Version] Menologien, griech. μηνολο´γιον (Sg.), Bez. für die Sammlung ausführlicher Heiligenviten, bibl. wie nichtbibl. Lesungen der Ostkirche, die nach Monatstagen und dem Kirchenjahr geordnet sind. Sie sind v.a. für den klösterlichen und privaten Gebrauch bestimmt und wurden oft illuminiert (Illumination). Aus den Märtyrerakten der patr. Zeit hervorgegangen, wuchsen die M. z.Z. des Bilderstreites (Bilderkult: VI.) durch die Aufnahme homiletischen und neuen biogr. Materials deutlich an. Du…

Menora

(290 words)

Author(s): Sed-Rajna, G.
[English Version] . Der siebenarmige Leuchter (: I.) als Zubehör des Tabernakels mit Sockel, Schaft und mit Kelchen und Lampen versehenen sieben Armen wurde aus purem Gold angefertigt (Ex 25,31–40; 37,17–24) und im Tempel (: II.,4.,b) Salomos in Jerusalem zusammen mit zehn Kupferleuchtern (1Kön 7,49) zusätzlich zu jenem von Mose (Men 98b) aufgestellt. Zusammen mit dem übrigen Tabernakelzubehör wurde er von den Chaldäern bei der Zerstörung des Tempels (587 v.Chr.) erbeutet (Jer 52, 19). Nach dem Wi…

Mensa/Mensal- oder Tafelgut

(229 words)

Author(s): Rees, W.
[English Version] Mensa/Mensal- oder Tafelgut, lat. mensa, dt. »Tisch, Mahlzeit«, dem persönlichen Unterhalt des Bischofs (Mensa [M.] episcopalis) oder des Kapitels (M. capitularis) dienendes Kirchenvermögen (Kirchengut). M. entwickelte sich seit dem 9.Jh. aus der urspr. einheitlichen kirchl. Vermögensmasse zur Sicherung der privaten Bedürfnisse geistl. Gemeinschaften sowie einzelner Amtsträger. Als Sondervermögen war es dem Zugriff Dritter entzogen. Durch die Säkularisation von 1803 wurden in Deu…

Mensch

(15,970 words)

Author(s): Gregersen, N.H. | Grünschloß, A. | Figal, G. | Janowski, B. | Lichtenberger, H. | Et al.
[English Version] I. Naturwissenschaftlich und psychologisch 1.Die evolutionäre PerspektiveAus naturwiss. Sicht bietet die Evolutionstheorie (Evolution) den umfassenden Rahmen für das Verständnis des M. Die menschliche Spezies wird darin als spätes Produkt des biogenetischen Prozesses betrachtet, der mit der Entstehung des Lebens (: VI.) auf dem Planeten Erde vor ca.3,8 Mrd. Jahren begann. M. gehören zur Gruppe der Primaten. Vor 5 bis 7 Mio. Jahren zweigten die hominiden Stammbäume von den Stammbäumen…

Menschendarstellungen

(2,914 words)

Author(s): Schroer, S. | Andreae, B. | Koch, G. | Apostolos-Cappadona, D.
[English Version] I. Altorientalische Kunst Die ältesten datierbaren Tierdarstellungen der ao. Kunst stammen aus dem Mesolithikum, die ältesten M. aus dem Neolithikum (Bearbeitung oder Imitation von männlichen Totenschädeln, vgl. Kenyon; stilisierte oder vollplastische Figurinen von sitzenden fettleibigen Frauen). Anthropomorphe (Anthropomorphismus) Gottheiten sind gewöhnlich durch Attribute von Menschen unterschieden (zur Ausnahme der »nackten Göttin« vgl. Uehlinger, Art. Nackte Göttin). Frontalitä…

Menschenfischer

(10 words)

[English Version] MenschenfischerHalieutik

Menschenopfer

(1,308 words)

Author(s): Wißmann, H. | Day, J. | Knöppler, T.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich In zahlreichen Kulturen wurden Menschen mit rel. Intention rituell getötet. Als Sonderfall des Opfers und nur durch die spezielle Opfermaterie Mensch von anderen Opferarten unterschieden, hat jede Theorie des M. teil an einer der zahlreichen Theorien über Art, Zweck und Sinn des Opfers. Vielfach schloß sich an das M. der rituelle oder gemeinschaftliche Verzehr des Geopferten an, um so die (Mahl)gemeinschaft mit demjenigen Wesen (zumeist ein Totemwesen) herzustellen, zu dessen Ernährung geopfert wurde. Motive für M. variieren: …

Menschenrechte

(4,647 words)

Author(s): Steiner, U. | Cancik, H. | Leppin, V. | Wielandt, R. | Mokrosch, R.
[English Version] I. Zum Begriff M. sind im Begriffsgebrauch des Völkerrechts und der nationalen Verfassungsstaaten Rechte, die jedem Menschen als solchem kraft seiner menschlichen Existenz zustehen, mithin also unabhängig sind von Kulturen, Volkszugehörigkeit und Zeit (Universalitätsanspruch). Ihr Leitprinzip ist die Würde des Menschen (unverletzlich, unverfügbar, unveräußerlich). Menschenrechtsverbürgungen können auch dem bes. Schutz von Teilgruppen der Gesellschaft dienen (Frauen, Kinder) und unt…

Menschensohn im Neuen Testament.

(812 words)

Author(s): Müller, M.
[English Version] Der Ausdruck »M.« (griech. ο῾ υι῾ο`ς του˜ α᾿νϑρω´που/ho hyiós toú anthrō´pou) ist die am häufigsten benutzte Selbstbez. Jesu in den Evv. an insg. 82 Stellen. Sie verteilen sich mit 69 auf die synopt. Evv. (Mk 14; Mt 30; Lk 25) und 13 im Joh. Von Parallelen abgesehen, gibt es 38 verschiedene synopt. M.-Logien. Dazu kommt, daß 24 synopt. M.-Logien Parallelen haben, in denen der Ausdruck fehlt, aber häufig durch ein »Ich« ersetzt wird. Außer Joh 12,34 (und Lk 24,7) kommt »M.« in den Evv. n…

Menschenwürde

(9 words)

[English Version] MenschenwürdeWürde des Menschen

Menschheitsbund, Religiöser

(118 words)

Author(s): Wolfes, M.
[English Version] . Der 1921 von R.Otto in Analogie zum Völkerbund gegründete R.M. vertrat als interrel. Arbeitsgemeinschaft das Ziel, die Ideale der sozialen Gerechtigkeit und des Friedens auf internationaler Ebene zur Geltung zu bringen. Durch den Zusammenschluß von Vertretern verschiedener Religionen sollte die ethische Bindung polit. Handelns herausgestellt und zur »Verwirklichung gemeinmenschlicher sittlicher Ziele« (Otto) beigetragen werden. In seiner ökum.-friedenspolit. Ausrichtung stand d…

Mensching

(158 words)

Author(s): Tworuschka, U.
[English Version] Mensching, Gustav (6.5.1901 Hannover – 30.9.1978 Düren). Der von der luth. Theol. geprägte Gelehrte war eigenständiger Vertreter einer auch praxisorientierten »Religionswiss. des Verstehens«. Mit seinem Lehrer R.Otto engagierte er sich in der Liturgischen Bewegung. 1927 Prof. für Religiongsgesch. (Riga), 1936 Leitung des Religionswiss. Seminars, 1942 Lehrstuhl (Bonn). Neben M.s religionsphänomenologischen Arbeiten treten wichtige Arbeiten zu Religionssoziologie, Toleranzproblemati…

Menschlichkeit

(6 words)

[English Version] MenschlichkeitHumanität

Menstruation

(334 words)

Author(s): Franke, E.
[English Version] Menstruation, religionswissenschaftlich. Die Erfahrung von M., Schwangerschaft und Geburt wird in vielen rel. Systemen mit kosmischen Kräften der Erneuerung und Transformation sowie dem Mondzyklus (Mond) in Verbindung gebracht. Ambivalente Haltungen gegenüber dem Blut, das einerseits lebensspendend und heilig, andererseits unrein (rein und unrein), gefährlich und ein Symbol des Todes sein kann, spiegeln sich in z.T. widersprüchlichen Wirkungen, die dem Menstruationsblut zugeschrie…

Mensurius

(138 words)

Author(s): Neuschäfer, B.
[English Version] (gest. ca.305), letzter kath. Bischof von Karthago vor Ausbruch des donatistischen Schismas (Donatismus). M. schlug in der Diokletianischen Verfolgung (Christenverfolgungen: I.) einen zw. Anpassung und Konfrontation pendelnden Kurs ein: Der staatl. geforderten Auslieferung der Hl. Schrift kam er pro forma durch Abgabe häretischer Schriften nach und begegnete fanatischer Martyriumsbereitschaft mit Skepsis. Doch verweigerte er die Preisgabe eines wegen Majestätsbeleidigung gesuchten Diako…

Mentalitätsgeschichte

(541 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . »Mentalität« (M.) begegnet seit den 70er Jahren des 20.Jh. in der Wissenschaftssprache dt. Historiker. Es ist dem franz. mentalité nachgebildet, das im 18.Jh. aus engl. mentality übernommen wurde; dieses war in der philos. Sprache des 17.Jh. vom Adj. mental abgeleitet worden. In Frankreich drang mentalité im Laufe des 19.Jh. in die Alltagssprache ein, wurde um 1900 in der polit. Sprache (Dreyfus-Affäre) wie in der Schule des Soziologen É. Durkheim beliebt und durch die Historik…

Mentzer

(779 words)

Author(s): Mahlmann, T. | Weinhardt, J.
[English Version] , 1.Balthasar I. (27.2.1565 [Bad Sooden-]Allendorf – 6.1.1627 Marburg), nach Studium in Marburg und Pfarramt in Kirtorf 1596 Prof. in Marburg, 14.2.1600 Dr. theol., 1605 wegen Ablehnung der von Landgraf Moritz erzwungenen Calvinisierung entlassen, 1607 Prof. an der von ihm seit 1605 wesentlich initiierten Universität Gießen; nach deren Suspension 1624 wieder in Marburg, mit der Restitution der Universität 1625 von Ludwig V. zum Rektor ernannt, seit 1626 Vf. neuer Statuten. Der Sc…

Menzius

(361 words)

Author(s): Moritz, R.
[English Version] (Mencius, lat. Form von Meng Zi, »Meister Meng«, eigentlich Meng Ke; wahrscheinlich 372 v.Chr. im Staat Zou, heute Chinesische Provinz Shandong – 289 v.Chr.), zweiter großer Vertreter des frühen Konfuzianismus. M. zog wie Konfuzius durch die chinesischen Teilstaaten, um einen Herrscher für seine Ideen zu gewinnen. Er war zeitweise Beamter im Staate Qi. M.' Lehre ist eine Weiterentwicklung der Ideen des Konfuzius. Deutlicher als bei diesem sind die konfuzianischen Normen (bes. ren, »Mitmenschlichkeit«, d.h. die hierarchisch-positi…

Mercedarier

(264 words)

Author(s): Eder, M.
[English Version] (Ordo Beatae Mariae Virginis de Mercede redemptionis captivorum, OdeM; Nolasker), 1218(?) in Barcelona von Pierre Nolasque (um 1189–1256) als laikale, ritterliche Gemeinschaft zum Zweck des Loskaufs christl. Sklaven von Muslimen in Südspanien und Nordafrika gegründet (heute: Befreiung von jeder Form sozialer, polit. und psychischer Versklavung). Die Lösegelder wurden aus dem Verkauf von Grundbesitz, aus Spenden (bes. befreiter Gefangener, deren Gesamtzahl mit 100 000 angegeben w…

Mercersburg-Theologie

(243 words)

Author(s): Graham, S.
[English Version] . Die M.-Theol. entwickelte sich zw. 1840 und 1860 v.a. durch das Wirken des Theologen J.W.Nevin und des Historikers Ph.Schaff am dt. ref. Seminary Mercersburg, PA. Beide kritisierten am amer. Christentum die antihist. Orientierung, das Fehlen einer entwickelten Ekklesiologie, den Individualismus und die Tendenz zum Sektierertum. Die »Kirchenfrage« war für sie die wichtigste Frage der Gegenwart. Nevin und Schaff waren beide vom Dt. Idealismus beeinflußt, vertraten eine organische…

Merensky

(200 words)

Author(s): Heyden, U. van der
[English Version] Merensky, Alexander (8.6.1837 Panten bei Liegnitz – 22.5.1918 Berlin), wegen seines Kolonialinteresses umstrittener Afrikamissionar. M. begann 1859 seine Tätigkeit im Auftrag der Berliner Missionsgesellschaft in der damaligen Südafrikanischen Republik (Transvaal) nördlich von Pretoria unter den Pedi und gründete nach seiner Vertreibung die »Musterstation« Botshabelo nahe Middelburg. Hier begann M. auch mit seinen wiss. Forschungen. So beschäftigte er sich intensiv mit der Gesch., …

Merezhkovskij,

(299 words)

Author(s): Ivanov, V.
[English Version] Dmitrij (14.8.1865 Sankt Petersburg – 9.12.1941 Paris), Romanist, Dichter, Kunstkritiker und rel. Denker, erlangte europaweite Bekanntheit mit seiner Trilogie »Christos i Antichrist« (1895–1904, »Christus und der Antichrist«) sowie der Untersuchung »Tolstoj i Dostoevskij« (1900, »Tolstoj und Dostojevskij«), denen die religionsphilos. Konzeption des »Dritten Testaments« zugrunde liegt und die zur Entstehung des »neuen rel. Bewußtseins« führte. Großangelegte Projekte zur Reformatio…

Merkava/Merkavamystik

(18 words)

[English Version] Merkava/MerkavamystikMystik: III. Geschichtlich, 2. Jüdische Mystik, Hekhalot-Literatur

Merklein

(157 words)

Author(s): Gielen, M.
[English Version] Merklein, Helmut (17.9.1940 Aub, Unterfranken – 30.9.1999 Wachtberg-Adendorf), 1959–1964 Studium der kath. Theol. in Bamberg, 1965 Priesterweihe, 1972 Promotion zum Dr. theol. in Würzburg und ebd. 1976 Habilitation im Fach NT; Prof. für NT an der Universität-Gesamthochschule Wuppertal (1977–1980) und an der Universität Bonn (1980–1999). Seine Forschungsschwerpunkte waren erstens der hist. Jesus: M. interpretierte Person und Wirken Jesu konsequent im Kontext frühjüd. Theol. dtr.-ap…

Merleau-Ponty

(421 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Merleau-Ponty, Maurice (14.3.1908 Rochefort – 3.5.1961 Paris), franz. Philosoph, maßgeblicher Vertreter der Phänomenologie. Nach dem Studium lehrte M.-P. zunächst an Gymnasien, zw. 1935 und 1939 auch an der Ecole Normale Supérieure, an der er auch studiert hatte. Während der Besetzung Frankreichs war er in der Résistance tätig. 1945 wurde er Prof. in Lyon, ein Jahr später ging er nach Paris zurück, und zwar zunächst an die Sorbonne. Von 1952 bis zu seinem Tod lehrte er am Collège …

Mermannius

(85 words)

Author(s): Raupp, W.
[English Version] Mermannius, Arnoldus (Aalst, Ostflandern – 5.9.1578 Löwen), OFM, Definitor und Provinzial, Prof. in Löwen; Vf. apologetischer Schriften. Sein »Theatrum conversionis gentium totius orbis« (1572 und 1614) ist der wohl erste Versuch einer lit. zusammenfassenden Darstellung der altkirchl. und ma. Missionsgesch. Als gegenreformatorische Antwort auf die Magdeburger Zenturien konzipiert, sucht es die Kontinuität von gegenwärtiger kath. und urchristl. Kirche nachzuweisen. Werner Raupp Bibliography Biografisch Archief van de Benelux, Fiche 459.358–369 H.…

Meroë

(281 words)

Author(s): Scholz, P.O.
[English Version] Meroë, griech., antike Bez. (Hdt II 29; Plinius d. Ä., Naturalis historia, VI 184; Heliodor, Aithiopiká, X 23,4; 24,2 als Meroëbos) von Stadt und Reich im mittleren Niltal (zw. 5. und 6. Katarakt), heute im Sudan bei Kabushija (Stadt), Begarawije (Nekropole), Naqa und Mussawarat es Sufra (Tempelanlagen). M. wird als Fortsetzung des kuschitischen Reiches (Kš, 2Chr 21,16; Ez 29,10 u. ä.) betrachtet. Es entstand im 9./8.Jh. v.Chr. mit dem rel. Zentrum (bis 1.Jh. v.Chr.) in Napata (h…

Merowinger

(600 words)

Author(s): Padberg, L.E. v.
[English Version] . Fränkisches Königsgeschlecht des 5. – 8. Jh. (Franken), als dessen erste Vertreter die Könige Chlod(g)io und Merowech (der durch Kontamination mit dem mythologischen Ahn Mero bei Fredegar irrigerweise zum Namensgeber der Dynastie wurde) Mitte des 5. Jh. an der Spitze des salfränkischen Teilvolks, um 448 als Föderaten anerkannt, auftraten. Merowechs Nachfolger Childerich (gest.481/82), Kleinkönig in Tournai, verdankte seinen Aufstieg dem Bündnis mit nordgallischen Heeresmeistern…

Merseburg

(249 words)

Author(s): Beyer, M.
[English Version] Merseburg, Kreisstadt südlich von Halle in Sachsen-Anhalt, Regierungsbezirk Halle (Chemiestandort seit Beginn des 20. Jh., z.B. Leunawerke; ca.40 000 Einwohner); Ersterwähnung im 9. Jh. (Hersfelder Zehntverzeichnis: »Mersiburc«); literaturwiss., kirchengesch. und architektonische Bedeutung (z.B. Merseburger Zaubersprüche; Chronik Bf. Thietmars von Merseburg; Domburg auf dem Saalehochufer). Das Magdeburger Suffraganbistum, in der nur kurzzeitig bestehenden Markgrafschaft M. aufgru…

Merswin

(285 words)

Author(s): Langer, O.
[English Version] Merswin, Rulman (1307 Straßburg – 18.6.1382 ebd.), rel. Schriftsteller, Kaufmann aus wohlhabender Patrizierfamilie, begann mit 40 Jahren eine vita religiosa, wohl unter dem Einfluß J.Taulers und Heinrichs von Nördlingen, der 1347 in Straßburg einen Kreis von Gottesfreunden aufbaute. 1367 erwarb M. die verfallene Klosteranlage »Zum grünen Wörth« und übereignete sie 1371, gegen vertragliche Zusicherung von Vorrechten, dem Johanniterorden (Malteser-/Johanniterorden): Drei weltl. Pfle…

Merton

(173 words)

Author(s): Pickstock, C.
[English Version] Merton, Thomas (31.1.1915 Prades, Frankreich – 10.12.1968 Bangkok, bei einem Unfall), OSCO, röm.-kath. Priester und Trappist (Abtei Gethsemane, Lousville, KY), Essayist, Dichter und Sozialkritiker. M. nahm in seinem umfassenden Werk bereits wichtige Themen der theol. Diskussion in den Jahren nach seinem Tod vorweg. Schwerpunkt seiner Schriften sowie seiner persönlichen Auseinandersetzung mit metaphysischen Fragen war dabei immer wieder das Thema Meditation. In Dialogen mit jüd., m…

Merz

(177 words)

Author(s): Lichtenfeld, M.M.
[English Version] Merz, Georg (3.3.1892 Walkersbrunn, heute zu Gräfenberg – 16.11.1959 Neuendettelsau), D. theol., nach Studium und prägenden Begegnungen mit Ch.Blumhardt und H.Bezzel 1916–1930 ev. Religionslehrer und (Studenten-)Pfarrer in München, Hg. der »Münchener Lutherausgabe«, wurde durch die »Entdeckung« K.Barths und die Schriftleitung der Zeitschrift »Zwischen den Zeiten« (1922–1933) zum Wegbereiter der Dialektischen Theologie in Deutschland. Als Dozent für Praktische Theol. und Kirchenges…

Mesa

(320 words)

Author(s): Knauf, E.A.
[English Version] (hebr. מֵישַׁע/mêša‘), König von Moab und Begründer des moabitischen Staates, mit dem nach Aufweis seiner Stele die Schriftkultur in Moab Einzug hielt (für die Länge der omridischen Vorherrschaft [Königtum in Israel] verfügte M. über keine annalistische Aufzeichnungen). Die M.-Stele repräsentiert den verstorbenen M. vor seinem Gott Kamosch; sie enthält seinen Tatenbericht. Zwar gibt die Stele über die Länge seiner Regierung keine Auskunft, doch machen Art und Umfang seiner zivilisa…

Mesmer

(275 words)

Author(s): Lauer, G.
[English Version] Mesmer, Franz Anton (23.5.1734 Iznang am Bodensee – 5.3.1815 Meersburg), Arzt und Naturforscher, Begründer des sog. tierischen Magnetismus (Mesmerismus). Nach einem Theologiestudium in Dillingen und Ingolstadt wechselte M. 1759 zum Medizinstudium nach Wien. In seiner Diss. von 1766 entwarf M. seine Lehre vom magnetischen Fluidum, das die gesamte Schöpfung durchdringe. Krankheit ist danach eine Stauung dieser kosmischen Kraft, Heilung die Wiederherstellung des natürlichen Fließzusta…

Mesopotamien

(5,568 words)

Author(s): Hecker, K.
[English Version] I. Geographie Der Name M., griech. »(Land) inmitten der Flüsse (Euphrat und Tigris)«, bezeichnete urspr. nur den Raum zw. dem Euphrat-Knie bei Bagdad bis zum Chabur, d.h. das arab. als Gˇazīra, »Insel«, bez. Gebiet, wurde später auf das ganze Land zw. den pers. Randgebirgen im Osten (Zagros) und der syr.-arab. Wüste im Westen und zw. Taurus und Pers. Golf übertragen und schließlich wieder auf den Südteil des heutigen Irak eingeengt. Das nördliche M. im weiteren Sinn gehört zum sog…

Mesrop Maschtoz

(13 words)

[English Version] Mesrop MaschtozMaštoç, Mesrop

Messalianer

(8 words)

[English Version] MessalianerEuchiten

Meßbund

(214 words)

Author(s): Mödl, L.
[English Version] . M. ist eine bes. Form der Bruderschaft, bei der jedes Mitglied sich verpflichtet, für die lebenden und verstorbenen Mitglieder zu beten und jährlich eine Messe zu feiern bzw. ein Meßstipendium zu geben. Diese den Gedanken der ma. Bruderschaften aufgreifende Praxis (vgl. z.B. die seit der Mitte des 13.Jh. bestehende Priesterbruderschaft St.Salvator zu Straubing) ist durch die im Konzil von Trient (Tridentinum) betonte Lehre von der Zuwendungsmöglichkeit der Meßfrüchte auf Versto…

Messe

(6,636 words)

Author(s): Hofhansl, E.W. | Meßner, R. | Schattauer, T.H. | Praßl, F.K.
[English Version] I. Liturgiegeschichtliche Entwicklung Die M. wurzelt in den jüd. Mahlfeiern und ntl. Berichten über die Mahlgemeinschaft Jesu (Abendmahl) mit den ihm verbundenen Menschen unterschiedlicher Herkunft, den Sündern und Außenseitern. Schließlich weist der Befehl »Tut dies zu meinem Gedächtnis« über den Tod hinaus auf die künftige Vollendung hin. Die Gedenkstruktur (zakar) meint nicht ein bloßes Sich-erinnern, sondern setzt das durch Christus gewirkte Heilsgeschehen gegenwärtig und antiz…

Messiaen

(484 words)

Author(s): Jacob, A.
[English Version] Messiaen, Olivier (10.12.1908 Avignon – 28.4.1992 Paris). Als Komponist und Pädagoge war M. eine der wirkmächtigsten Musikerpersönlichkeiten des 20.Jh.; von ihm gingen in den 50er Jahren entscheidende Impulse für die Entwicklung der seriellen Musik aus. M.s Schaffen wurde durch heterogene Einflüsse geprägt, die er in einer individuellen, keiner Schule zugehörigen Tonsprache verarbeitete: Die gründliche, wenn auch rigide Ausbildungstradition des Pariser Conservatoire hinterließ ebe…

Messianismus in China

(17 words)

[English Version] Messianismus in ChinaChiliasmus: VII. China

Messias/Messianismus

(9,141 words)

Author(s): Auffarth, C. | Waschke, E. | Wandrey, I. | Dan, J. | Karrer, M. | Et al.
[English Version] I. ReligionsgeschichtlichDie Begriffe Messias (M.) und Messianismus gehen auf das hebr. Wort māšīaḥ, »Gesalbter«, zurück. Unter dem Eindruck der Fremdherrschaft in Israel/Juda ab dem 6.Jh. v.Chr. gewinnt der Begriff eine neue Bedeutung, da man vom M. die Befreiung von Fremden und Unterdrückern erwartete, teilweise auch in die endzeitliche Heilszeit projiziert (s.u. II.–IV.). Zu einer Bedeutungserweiterung kommt es im 13.Jh. n.Chr., als das Wort M. in der Religionspolemik gegen die Juden in…

Meßstipendium

(263 words)

Author(s): Pree, H.
[English Version] . M. bez. im Recht der kath. Kirche die im bewährten Brauch begründete Geldgabe an einen Priester, damit dieser die Messe in einer bestimmten Meinung (Intention) appliziere (vgl. c.945 § 1 CIC/1983; c.715 § 1 CCEO). Der CIC vermeidet – ebenso wie der CCEO – den älteren Ausdruck »stipendium« (vgl. cc.824–844 CIC/1917) bewußt, um eine Fehlinterpretation des M. als Bezahlung für die Darbringung einer geistl. Handlung auszuschließen. An dessen Stelle verwendet er »stips« (Spende). Di…

Mestizen

(168 words)

Author(s): Beozzo, J.O.
[English Version] Mestizen, Bez. für Personen mit Eltern zweier verschiedener Rassen. Hist. gesehen gingen die M. im von Spanien eroberten Amerika aus der sexuellen Beziehung zw. span. Männern und Frauen aus der unterworfenen Urbevölkerung hervor, in der engl., niederländischen und franz. Karibik dagegen aus der Beziehung zw. Europäern und schwarzen Sklavinnen, in Brasilien zw. Portugiesen und indianischen Frauen und v.a. afrikanischen Sklavinnen (s.a. Mulatten). Die Mestizierung in Lateinamerika …

Mestrezat

(155 words)

Author(s): Strohm, C.
[English Version] Mestrezat, Jean (1592 Genf – 2.5.1657 Paris) wurde nach dem Studium an der prot. Akademie von Saumur Pfarrer der ref. Gemeinde in Paris und war 1631 Präsident der Nationalsynode zu Charenton. Seine bei Streitgesprächen wie in Schriften bewährte Fähigkeit zu gleichermaßen kenntnisreicher wie maßvoller kontroverstheol. Argumentation ließ ihn zu einer der Hauptstützen des franz. Protestantismus in der 1. Hälfte des 17.Jh. werden (Kontroverstheologie). Sein lit. Werk besteht zum größt…

Metaethik

(578 words)

Author(s): Herms, E.
[English Version] . Der Siegeszug der sensualistischen Einschränkung des Erkennbaren und Wirklichen auf das in Sinneswahrnehmung Gegebene – der auch von der Transzendentalphilos. I.Kants entgegen ihrer Absicht nicht aufgehalten, sondern befördert wurde, indem auch sie sinnliche Wahrnehmung als notwendige Bedingung allen möglichen wahren Wissens behauptete und damit schon sich selbst, und zwar sowohl ihre Theorie des theoretischen als auch ihre Theorie des praktischen Vernunftgebrauchs samt deren B…

Metakritik

(335 words)

Author(s): Bayer, O.
[English Version] . Das Wort »M.«, ein begriffsgesch. Novum, (er)fand J.G.Hamann am 7.7.1782 im Zuge seiner Auseinandersetzung mit I.Kants »Kritik der reinen Vernunft«. Am 15.9.1784 sandte er seine »Metakritik über den Purismum der Vernunft« an J.G.Herder. Dieser veröff., Hamanns Text aufnehmend und umwandelnd, 1799 in zwei Teilen »Verstand und Erfahrung. Eine Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft«. Hamanns Text selbst erschien erstmals postum 1800, hg. von F.R.Rink in »Mancherley zur Gesch. d…

Metalle

(8 words)

[English Version] MetalleTechnik/Technologie

Metapher

(2,519 words)

Author(s): Löser, P. | Figal, G. | Mühling-Schlapkohl, M. | Mädler, I.
[English Version] I. Literaturwissenschaftlich M. (griech. μεταϕορα´/metaphorá, »Übertragung«, von μεταϕε´ρω/metaphérō, »übertragen«) bez. eine Stilfigur, in der vermittels eines sprachlichen Bildes, d.h. in übertragenem Sinn, auf einen Sachverhalt Bezug genommen wird. Die semantische Analyse der M., ihre Abgrenzung gegenüber anderen Tropen und die Diskussion um Leistungsfähigkeit und Verstehbarkeit der poetischen M. gehören zu den schwierigeren Aufgaben der Literaturwiss. Bestimmung der sprachlichen Form: Der Sprachbestand umfaßt jederzeit konventional…

Metaphrastes, Symeon

(13 words)

[English Version] Metaphrastes, SymeonSymeon Metaphrastes
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