Religion in Geschichte und Gegenwart

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Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

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Maria und Martha

(221 words)

Author(s): Kitzberger, I.R.
[English Version] . Unverheiratete Schwestern, die nach Lk in einem Dorf in Galiläa, nach Joh in Bethanien (nahe Jerusalem) lebten. M. und M. werden nur in Lk 10,38–42 und Joh 11,1–44; 12,1–8 (Bruder Lazarus) erwähnt. Sie werden als seßhafte Jüngerinnen Jesu (s. Liebe Jesu zu ihnen in Joh 11,3.5; vgl.13,1 »die Seinen«), die die Jesusbewegung ideell und materiell unterstützten (vgl. Mk 11,1–12.19 parr.; Jüngerschaft, Liebe, Gastfreundschaft, Haus/Hausgemeinde) vorgestellt. Die ungewöhnlichen Famili…

Marienbilder/Mariendarstellungen

(1,458 words)

Author(s): Merz, B.
[English Version] Marienfrömmigkeit (Marienverehrung) und Mariendarstellungen (M.d.) haben sich in der Gesch. der Christenheit stets wechselseitig beeinflußt. Beide spiegeln – insbes. im Westen – die jeweils zeit- und lokalbedingte Lebenswirklichkeit. Neben dem Christusbild hat sich das Marienbild (M.b.) in zunehmender Vielfalt zum häufigsten Gegenstand christl. Kunst entwickelt. I. Frühchristentum Bis zum 5.Jh. findet sich Maria fast nur in bibl.-christologischen Motiven (v.a. Anbetung der Weisen) auf Katakombenmalereien und Sarkophagen. Die Dogmatisierung Mar…

Mariendichtung

(1,785 words)

Author(s): Küsters, U.
[English Version] I. Begriff M. ist Sammelbegriff für eine Gruppe lit. Texte durchaus unterschiedlicher Form und Gattung. Als rel. Gebrauchstexte angelegt, entwerfen sie spezifische heilsgesch. und lebensweltl. Rollen der Gottesmutter (Maria, Mutter Jesu). Die abendländische Tradition seit der Spätantike, die wichtige Impulse der griech. Ostkirche verdankt, erlebte ihre Blüte im hohen und späten MA. Die durch die neuen Orden des 12. und 13.Jh. (Mönchtum) intensivierte Marienverehrung (: I.) mit ihr…

Marienerscheinungen

(539 words)

Author(s): Beinert, W.
[English Version] lassen sich beschreiben als Wahrnehmungen, durch die eine oder mehrere Personen (»Seher« oder, so meistens, »Seherinnen«) mittels optischer und/oder akustischer Eindrücke oder Erlebnisse Maria, die Mutter Jesu, allein oder in Begleitung anderer überirdischer Personen (v.a. ihres Kindes) als ihnen gegenwärtig erfahren. Einschlägige Berichte ziehen sich durch alle Jh. der Kirchengesch.; sie stammen samt und sonders aus dem röm.-kath. Raum. Im prot. Bereich fehlen sie, im orth. ist…

Marienfeste

(572 words)

Author(s): Alexander, J.N.
[English Version] . Die M. haben ihren Ort sowohl im liturgischen Jahreskreis (Temporale; Kirchenjahr), der dem Gedenken an Leben und Zeugnis Jesu gewidmet ist, als auch unter den Heiligenfesten (Sanctorale; Heilige/Heiligenverehrung), die die Teilhabe der Christen vergangener Zeiten am Ostermysterium des auferstandenen Christus in Erinnerung rufen. Texte aus Jerusalem und Rom aus der 2. Hälfte des 4.Jh. lassen einen wachsenden Anteil marianischer Themen in den Festen von Epiphanias (Epiphanie: V.…

Marienikonen

(11 words)

[English Version] MarienikonenIkone, Marienbilder

Marienkunde

(5 words)

[English Version] MarienkundeMariologie

Marienverehrung

(1,977 words)

Author(s): Petri, H. | Thöle, R. | Merz, B.
[English Version] I. Katholisch In der kath. Kirche hat die Verehrung der Mutter Jesu seit jeher eine bes. Rolle gespielt. Unterscheiden kann man zw. dem Lobpreis Marias und ihrer Anrufung um Hilfe und Fürsprache bei Gott und ihrem Sohn. Die M. ist Ausdruck der Frömmigkeit des gläubigen Volkes und ein Reflex des Glaubens an die Funktion Marias im göttlichen Heilswerk. Religionspsychologische Gegebenheiten und heidnische Einflüsse mögen Anteil an Entstehung und Ausgestaltung der M. gehabt haben; ein…

Mārī ibn Sulaimān

(121 words)

Author(s): Tamcke, M.
[English Version] (Mitte 12.Jh. n.Chr.), aus der Kirche des Ostens (»Nestorianer«; Nestorianismus) stammender Vf. des »Buches des Turmes zum Ausschauen und Kämpfen«. Das Buch ist eine sieben Kap. umfassende Summa theologica mit einem hist. Teil zu den Patriarchen seiner Kirche, der wichtige Informationen für die Gesch. der Beziehungen der Kalifen von Bagdad zur ostsyr. Kirchenleitung enthält (Syrien: V., 2.). Die Chronik führt bis in die Zeit des Katholikos-Patriarchen Ebedjesus III. (gest.25.11.…

Marillac

(181 words)

Author(s): Albrecht, R.
[English Version] Marillac, Louise de (12.8.1591 bei Paris – 15.3.1660 Paris). M., die 1934 heiliggesprochen wurde (Fest 15.3.), gründete gemeinsam mit Vincentius a Paulo 1633 in Paris die »Filles de la Charité«, eine Gemeinschaft von Frauen, die nur einfache Gelübde ablegten und damit nicht dem Klausurgebot der Frauenorden unterlagen. Diese Lösung ermöglichte es, bei der Versorgung von Armen, Kranken, Waisenkindern und Gefangenen aktiv zu werden (spätere Bez.: Barmherzige Schwestern [Barmherzige Br…

Mariologie

(2,414 words)

Author(s): Beinert, W. | Felmy, K.C. | Birmelé, A.
[English Version] I. Geschichtlich Die Bez. M. für das theol. Interesse an der Mutter Jesu Christi (Maria) – und die sich daraus bildende syst. Unterdisziplin der Dogmatik – taucht erstmals im Titel »Summa sacrae Mariologiae« bei Placido Nigido (Palermo 1602, 21623) auf, in der Nebenform »Marialogie« 1669 bei Vincent Contenson (s.u.); danach verschwand der Begriff bis zum 19.Jh. Die Sache selber gehört aus christologischen Gründen seit dem NT mit wachsender Ausfaltung zum Reflexionsbereich theol. Denkens. Man kann bei diesem Vorgang …

Maristen/Maristen-Schulbrüder.

(234 words)

Author(s): Eder, M.
[English Version] 1. Maristen (M.; Societas Mariae, SM), 1816 in Belley bei Lyon von Jean-Claude-Marie Colin (1790–1875) als Priesterkongregation zu umfassender pastoraler Tätigkeit in marianischer Haltung gegründet. Seit 1836 Missionsarbeit in Ozeanien. Kontinuierliche Ausbreitung in Europa (in Deutschland seit 1900: Missionsschule Ahmsen bei Meppen), Nordamerika und Australien, nach 1945 auch in Afrika und Lateinamerika. I.J. 2000 ca.1500 Mitglieder (Generalat: Rom; dt. Provinzialat: Fürstenzell bei Passau). 2. M.-Schulbrüder (Kleine Brüder Mariens; Insti…

Maritain

(512 words)

Author(s): Nickl, P.
[English Version] Maritain, Jacques (18.11.1882 Paris – 28.4.1973 Toulouse), mit über 60, z.T. in mehr als 20 Sprachen übers. Büchern wohl der bedeutendste philos. Vertreter des Neothomismus. – Im liberalen Protestantismus erzogen, fand M. mit seiner Frau Raïssa durch den Dichter Léon Bloy (1846–1917) 1906 zum kath. Glauben. Er distanzierte sich von der Philos. H.Bergsons, dessen leidenschaftlicher Anhänger er zuvor gewesen war. 1910 erfolgte die »Konversion« zum Thomismus, dann eine scharfe Abrech…

Marius Claudius Victor

(166 words)

Author(s): Pollmann, K.
[English Version] (besser: Victorius; gest. zw. 425 und 450 n.Chr.), Rhetoriklehrer in Marseille; nicht zu verwechseln mit dem Philosophen und Theologen Marius Victorinus. Er vf. ein drei Bücher umfassendes, hexametrisches Bibelepos »Alethia« (»Wahrheit«), welches Gen von der Schöpfungsgesch. bis zu Sodom und Gomorra frei paraphrasiert. Da Gennadius von Marseille (vir.ill. 61, Richardson) von vier Büchern spricht, ist vielleicht ein viertes Buch verloren. Neben didaktischen Elementen, die der Bel…

Marius Mercator

(168 words)

Author(s): Löhr, W.
[English Version] (gest. vor 450), ist ein antiker christl. Autor, der sich sowohl zum Streit um die Gnadenlehre als auch zur christologischen Debatte äußerte. Um 418 n.Chr. publizierte er in Rom gegen die von Papst und Kaiser verurteilten Pelagianer (Pelagius), 429, nunmehr Mönch in einem thrakischen Kloster mit Verbindungen nach Konstantinopel, adressierte er eine Schrift gegen den Pelagiusschüler Caelestius u.a. an Kaiser Theodosius II. (Commonitorium super nomine Caelestii). In der theol. Pos…

Marius Victorinus

(403 words)

Author(s): Drecoll, V.H.
[English Version] Marius Victorinus, Gaius (ab dem 16.Jh. mit dem Beinamen Afer; vor 300 [?] – nach 363 und deutlich vor 386), Rhetor und philos. geprägter Theologe, der bes. durch seine Vermittlung griech. Gedanken großen Einfluß auf die lat. Theol. (Ambrosius von Mailand, Augustin) ausübte. Als paganer rhetor urbis wurde er vermutlich in den Senatorenstand aufgenommen und 354 durch eine Statue auf dem Trajansforum in Rom geehrt. Aus dieser Zeit stammen vermutlich seine rhetorischen Werke, die sich…

Markell

(362 words)

Author(s): Feige, G.
[English Version] von Ancyra (um 280–374), als Antiarianer z.T. positiv rezipiert, überwiegender aber als monarchianistisch (Monarchianismus) gesinnter »neuer Sabellius« oder Anhänger des Paul von Samosata bekämpft, gilt heutzutage als einer der bedeutenderen Theologen seiner Zeit. – Bereits 314 Bischof von Ancyra, profilierte er sich auf dem Konzil von Nicaea 325 und danach in der theol. Auseinandersetzung mit Arius und den sog. Eusebianern (v.a. Eusebius von Caesarea, Eusebius von Nikomedien und …

Markion/Markioniten

(1,530 words)

Author(s): May, G.
[English Version] . Markion (M.; ca.85–ca. 160) war der erfolgreichste Häretiker des 2.Jh.; er gründete, als die kath. Kirche sich ihm verschloß, eine Gegenkirche, für die er seinerseits Katholizität beanspruchte. M. stammte aus Pontus, dort wahrscheinlich aus Sinope am Schwarzen Meer. Er war von Beruf Schiffseigner und Seehändler. Im übrigen ist die biogr. Überlieferung antihäretisch gefärbt. Frühe theol. Konflikte in Kleinasien sind hist. zweifelhaft. Die Exkommunikation durch den eigenen Vater,…

Märklin

(220 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Märklin, Christian (23.6.1807 Maulbronn – 18.10.1849 Heilbronn). Der aus alter Württemberger Theologenfamilie stammende M. durchlief in der sog. Geniepromotion gemeinsam mit D.F.Strauß, F.Th.Vischer, Wilhelm Zimmermann u.a. seit 1821 die Institutionen der württembergischen Theologenausbildung. Im Blaubeurer Seminar und Tübinger Stift vermittelte F.Ch.Baur Begeisterung für die Theol. F.Schleiermachers, die bald einer tiefen Faszination für G.W.F.Hegels »absolute Philos.« wich. Nach…

Markos Eugenikos

(209 words)

Author(s): Podskalsky, G.
[English Version] (Taufname: Manuel; ca.1391 Konstantinopel – 23.6.1444/45 ebd.), Konzilstheologe und Kirchenpolitiker. Von seiner Ausbildung her bei Johannes Chortasmenos (Metropolit Ignatios von Selymbria) in Rhetorik und G.Gemistos Plethon in Philos. eher Humanist, aber kein schöpferischer; so bekam von seinem Temperament her die monastisch-palamitische Ausrichtung (G.Palamas) die Oberhand. Als Mitglied der Konzilsdelegation für Ferrara-Florenz – inzw. seit 1437 Erzbf. von Ephesus – wurde er z…

Marks

(201 words)

Author(s): O'Connor, D.
[English Version] Marks, John Ebenezer (4.6.1832 East London – 10.10.1915 Croydon). M. wurde vom Schüler seiner Ortsschule erst zum Schüler-Lehrer und dann zum Lehrer, ein Werdegang, zu dem er als Missionar auch andere ermutigt hat. 1860 entsandte ihn die (anglik.) Society for the Propagation of the Gospel als Lehrer nach Burma (Myanmar [Birma]); dort arbeitete er bis 1898. Als passionierter Lehrer unterrichtete er insg. wohl 15 000 Schüler. Er gründete neben mehreren anderen zwei sehr angesehene Ju…

Markt/Märkte

(657 words)

Author(s): Sautter, H.
[English Version] . Wenn Nachfrager (N.) und Anbieter (A.) eines Gutes zusammentreffen, spricht man von einem M. In den meisten Fällen handelt es sich nicht um ein physisches, sondern um ein virtuelles Zusammentreffen. Die Fortschritte der Kommunikationstechnologie haben die Herausbildung solcher M. begünstigt. Jeder M.-Teilnehmer verfolgt bestimmte Eigeninteressen. Der A. will ein Gut zu einem möglichst hohen Preis verkaufen, wobei er Vorstellungen von einer Preisuntergrenze besitzt. Der N. will das betreffende Gut zu einem möglichst ni…

Marktwirtschaft

(703 words)

Author(s): Sautter, H.
[English Version] . Wirtschaften (Wirtschaft) verfolgt den Zweck, Güter zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse bereitzustellen. Es bietet Vorteile, wenn dies im Rahmen arbeitsteiliger Prozesse geschieht. Dieser Vorteil ist aber nur realisierbar, wenn es einen Mechanismus gibt, der die Arbeitsteilung steuert. Die M. ist ein solcher Mechanismus. – Der einzelne Wirtschaftsteilnehmer besitzt hier die Freiheit, seine eigenen ökonomischen Interessen im Rahmen der bestehenden Rechtsordnung zu verfolge…

Markus

(143 words)

Author(s): Förster, N.
[English Version] Markus, Gnostiker. M. gründete zw. 160 und 180 n.Chr. eine valentinianische Gnostikergruppe (Valentinianismus) und wirkte als wandernder theol. Lehrer im kirchl. Rahmen in Kleinasien. Ein Systemreferat überliefert Iren.haer. I 14–16 sowie einen Bericht über Kultrituale der Markosier in I 13. Er zit. ferner ein Spottgedicht auf M. als Quelle in I 15, 6. Seine Darstellung des Apolytrosis-Ritus korrigiert Hipp.haer. VI 42, 1, der sich auf Informationen aus zeitgenössischen Markosier…

Markus

(149 words)

Author(s): Holze, H.
[English Version] Markus, römischer Bischof 18.1. – 7.10.336. Vermutlich nahm M. bereits unter Papst Miltiades als Diakon an der Seite des Bischofs in der röm. Gemeinde eine führende Stellung ein (Eus.h.e. X 5,18). Eine Reaktion auf die Auseinandersetzungen um das Nicaenische Symbol (Synode von Tyrus 335; Verbannung des Athanasius nach Trier 335/337) ist von ihm nicht bekannt. Im Liber pontificalis heißt es über M. nur: »Dieser bestimmte, daß der Bischof von Ostia, der den röm. Bischof weiht, das Pa…

Markus Eremita

(145 words)

Author(s): Fitschen, K.
[English Version] (Ende 4./Anfang 5.Jh. oder um 518 lebend?) ist der Name eines Autors asketischer und theol. Schriften, der nur schwer mit einer anderweitig bezeugten Gestalt dieses Namens zu identifizieren ist und vermutlich in Ägypten lebte. Von den ihm zugeschriebenen »Opuscula« (Op.) befassen sich die wahrscheinlich echten u.a. mit dem asketischen Leben unter dem »geistl. Gesetz« (Op.1), der Buße (Op.3), der Wirkmacht der Taufe (Op.4) und mit christologischen Fragen (in Op.11 Abwehr einer Tr…

Markusevangelium

(1,868 words)

Author(s): Collins, A.Y.
[English Version] Die ntl. Forschung geht heute mehrheitlich davon aus, daß Mk das älteste Evangelium ist und daß die Autoren des Matthäus- und Lukasevangeliums es als Vorlage benutzten (vgl. Synoptische Frage). I. Verfasserschaft Die früheste Erwähnung des Mk ist die Notiz des Papias, geschrieben zur Zeit Hadrians, überliefert aber nur in einem Zitat bei Eusebius von Caesarea (h.e. III 39). Nach Papias war Markus der Übers. des Petrus, der genau, aber nicht der Reihenfolge nach, niedergeschrieben hat, was dieser gesagt hat. N…

Markusevangelium, geheimes

(325 words)

Author(s): Koester, H.
[English Version] .  Die einzigen Frgm. des GehMk sind zwei Zitate in einem um 1750 kopierten Brief von Clemens von Alexandrien (Echtheit ist umstritten), den Morton Smith 1958 im Mar Saba- (Sabas-) Kloster (18 km südöstlich von Jerusalem) entdeckte. Der Brief beantwortet die Anfrage eines gewissen Theodorus hinsichtlich des von den Karpokratianern (Karpokrates) benutzten »Geheimen Ev.«. Clemens bez. dieses Ev. als eine Fälschung des in Alexandrien von Markus selbst vf. Geheimen Ev., das aber nur …

Markus (Johannes Markus)

(16 words)

[English Version] Markus (Johannes Markus)Markusevangelium

Markus-Liturgie

(11 words)

[English Version] Markus-LiturgieLiturgie: II. Geschichte

Marlowe

(299 words)

Author(s): Meller, H.
[English Version] Marlowe, Christopher (getauft 26.2.1564 Canterbury – 30.5.1593 Deptford), neben W.Shakespeare und Ben Jonson der sprachgewaltigste Theaterdichter im elisabethanischen England, war Sohn eines Schuhmachers, Stipendiat in Cambridge, abenteuernder Spitzel im Geheimdienst, wurde als Homosexueller und Atheist denunziert und im Alter von 29 Jahren bei einer Wirtshausrauferei unter ungeklärten Umständen erstochen. Nach humanistischen Fingerübungen (Übers. von Ovids »Amores« und aus Lucans…

Mar Mattai

(295 words)

Author(s): Jacob, T.
[English Version] Mar Mattai, arab. Dair Mār Mātta, dt. »Herr Matthäus«, syr.-orth. Kloster auf dem Berg Maqlūb (syr. Alp̄ap̄, [Berg der] Tausend [Mönche]), nordöstlich von Mossul, das aus einer von M.M. gegründeten Einsiedlerkolonie hervorging. Der aus dem Dorf Abgaršat (bei Amida) stammende M.M. floh (nach seiner Vita und der Behnām-Legende, die teilweise beide identisch sind) aufgrund der Religionspolitik Kaiser Julians (361–363) auf pers. Gebiet. Dort bekehrte er Behnām und Sārā, die Kinder von Sanherib, dem König von Atōr (Assyrien). Das Kloster M.M. scheint früh Si…

Marnix

(397 words)

Author(s): Klueting, H.
[English Version] Marnix, Philipp (Filips), Heer van Sint-Aldegonde (1540 Brüssel – 15.12.1598 Leiden), flämischer Politiker und Gelehrter aus savoyischer Familie, die mit der Statthalterin Margarete von Österreich in die Niederlande gekommen war, vereinigte polit. Calvinismus, theol. Polemik und patriotische Dichtung. M. studierte in Löwen, Paris, Dôle und Padua und danach in Genf, von wo aus er 1561 als Calvinist in die Niederlande zurückkehrte. Nach dem Bildersturm von 1566 veröff. er im ostfrie…

Marokko

(745 words)

Author(s): Kogelmann, F.
[English Version] . Der arab. Name lautet al-Mamlaka al-maġribīya (»das westliche Königreich«). Der Begriff »Marokko« geht auf Marrakesch (arab. Marrākuš) zurück. M. liegt an der Schnittstelle von Europa, dem Nahen Osten und Westafrika. Eine klare ethnische Trennung von Berbern und Arabern ist nicht immer möglich. Etwa 60% der Bevölkerung spricht Arab., der Rest Berber-Sprachen. Bis zur arab.-isl. Durchdringung im 7./8.Jh. liegen zahlreiche Aspekte des kulturellen, polit., wirtschaftlichen und rel. Lebens der marokkanischen Bevölkerung im dunkeln. …

Maroniten

(677 words)

Author(s): Hage, W.
[English Version] . Die im Libanon beheimatete Maronitische Kirche führt sich auf einen Asketen Mar Maron (um 400) zurück. Ein nach ihm benanntes Kloster unsicherer Lokalisierung (Orontes-Gebiet Nordwest-Syriens), wohl nach Chalcedon (451) vom Kaiser zur Stärkung des chalcedonensischen Mönchtums in Syrien gegründet, hielt sich streng an dieses Bekenntnis im Acacianischen (Acacius von Konstantinopel) Schisma (Henotikon [482]) und vertrat auf dieser Basis im 7.Jh. den Monotheletismus, dem es auch na…

Marot

(303 words)

Author(s): Marti, A.
[English Version] Marot, Clément (23.11. ? 1496 Cahors – 10.9.1544 Turin). Als Hofdichter des franz. Königs Franz I. stand M. in Kontakt zum Königshaus, bes. zur ev. gesinnten Marguerite d'Angoulême, der Schwester des Königs und späteren Königin von Navarra. 1526 saß er wegen Fastenbruchs im Gefängnis, nach 1530 dichtete er erste Psalmbereimungen in Liedform, wohl angeregt durch Marguerites Kontakte mit Straßburg, wo 1525–1538 ein dt. Liedpsalter (Hugenotten: II.) entstand (Kirchenlied: I.,5.). 153…

Marouta

(182 words)

Author(s): Hage, W.
[English Version] von Tagrit (565? Šurzaq bei Balad, pers. Reich – 2.5.649), schon als Kind in klösterlicher Ausbildung, war M. Mönch an verschiedenen Orten (auch auf byz. Boden), seit 605 Lehrer in Mar Mattai, dann Klosterabt in Seleucia-Ctesiphon und wurde 628/29 erster syr.-orth. »Metropolit des Ostens« (Maphrian) in Tagrit (arab. Takrit, heute Nordirak). Er gründete Kirchen und Klöster und sorgte sich (schon in Mar Mattai) um die kirchl. Ordnung. Von ihm erhalten blieb ein Bericht über den Nest…

Marquette

(183 words)

Author(s): Carey, P.W.
[English Version] Marquette, Jacques (1.6.1637 Laon, Frankreich – 18.5.1675 nahe Ludington, MI), franz. Jesuit, Priester und Missionar in Kanada und im Mittelwesten der USA. Vor seiner Ordination 1665 lehrte M. an verschiedenen Schulen in Frankreich (1656–1665). Danach wurde er nach Trois-Rivières in Kanada beordert und studierte dort für zwei Jahre Sprache und Kultur der Algonkin- Indianer (: II., 1.). 1668 ging er nach Sault St. Marie, um die dortigen nordamer. Indianer zu evangelisieren. Nach 18…

Marranen

(10 words)

[English Version] MarranenConversos (Marranos)

Marrow-Kontroverse

(240 words)

Author(s): Ryken, P.G.
[English Version] Marrow-Kontroverse, ein scharfer Disput in der schottischen Staatskirche (Church of Scotland) zw. 1718 und 1723 über die calvinische Lehren von Gesetz und Gnade. Die M.-K. entzündete sich 1718 an der Wiederveröff. des erstmals 1645 in London erschienenen »The Marrow of Modern Divinity« (M.), ein volkstümliches Kompendium ref. und puritanischer Schriften. Das Buch hob Gottes Souveränität im Gnadenbund hervor, das freie Angebot des Evangeliums, die Vergewisserung Christi als der Ba…

Marsanes (NHC X, 1; Mar)

(20 words)

[English Version] Marsanes (NHC X, 1; Mar)Sethianismus

Marsay

(142 words)

Author(s): Strohm, C.
[English Version] Marsay, Charles Hector de (1688 Paris – 3.2.1753 Ampleben bei Wolfenbüttel), aus hugenottischem Adel stammend, quittierte 1711 unter dem Einfluß der Schriften der quietistischen Mystikerin A.Bourignon den Militärdienst, um in der wittgensteinischen Exulantenkolonie Schwarzenau bei Berleburg ein Leben der weltentsagenden Kontemplation zu führen. Seit 1712 lebte M. in geistl. Ehe mit Clara Elisabeth v.Callenberg an verschiedenen Orten ein unstetes Leben als Seelenführer und Autor myst…

Marsden

(180 words)

Author(s): Hutchinson, M.
[English Version] Marsden, Samuel (25.6.1765 Bogly, England – 12.5.1838 Windsor, Neusüdwales, Australien), Geistlicher, Landwirt und Missionsvorsteher. M. erhielt eine anglik. Collegeausbildung in Hull und Cambridge mit Unterstützung der evangelikalen Elland Society (W.Wilberforce). Diese sandte ihn 1793 als stellvertretenden Pastor in die Kolonie Neusüdwales, Australien, die als mögliche Basis für die Bekehrung nicht nur der importierten Gefangenen, sondern der Südseevölker insg. angesehen wurde. …

Marsh

(149 words)

Author(s): Carter, G.
[English Version] Marsh, Herbert (10.12.1757 Faversham, Kent, England – 1.5.1839 Peterborough, Cambridgeshire), anglik. Theologe und Bischof. M. studierte in Cambridge und wurde 1779 Fellow am St. John's College. Während seines Studiums in Deutschland bei J.D.Michaelis kam er mit der neuen Bibelwissenschaft in Berührung, später übersetzte er Michaelis' »Einleitung in das NT«. 1807 erfolgte M.s Ernennung zum Lady Margaret Prof. in Cambridge. Mit seinen begeistert aufgenommenen Vorlesungen zur Bibelkr…

Marsilio Ficino

(334 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (19.10.1433 Figline im Arnotal – 1.10.1499 Careggi bei Florenz). Als Sohn des Leibarztes Cosimos de' Medici wurde er von diesem gefördert und von einem Medizinstudium zur Philos. hingeführt. Er lernte gründlich Griech. und übers. und komm. v.a. Plato (1463–1469), Plotin (1484–1486) und eine Reihe weiterer neuplatonischer Autoren. In Florenz gründete er eine Platonische Akademie (: I., 5.), in der er zus. mit einem Kreis von Bürgern, an der Spitze Lorenzo de' Medici, intensiv die…

Marsilius

(240 words)

Author(s): Schulze, M.
[English Version] von Inghen (1335/1340 in oder bei Nijmegen – 20.8.1396 Heidelberg), Philosoph und Theologe, Studium in Paris, M.A. 1362; Studium der Theol. seit 1366; verschiedene Universitätsämter: Rektor (1367, 1371) und Prokurator der anglik. Nation (1363, 1373, 1374, 1375). M. erlebte in Rom das Schisma zw. Urban VI. (1378–1389) und Clemens VII. (1378–1394; Papsttum: II.), für den sich 1379 auf Druck des franz. Königs auch die Universität Paris entschied. M. kehrte von Rom aus nicht mehr nach…

Marsilius

(519 words)

Author(s): Miethke, J.
[English Version] von Padua (ca.1275/1290–1342/43), Gelehrter, wichtigster Vertreter der ma. aristotelischen Politiktheorie, Höfling und Arzt Kaiser Ludwigs IV., des Bayern. Aus einer Notarsfamilie Paduas stammend, studierte M. Artes und Medizin, zuerst in Padua, dann in Paris, wo der M.A. 1312 (für drei Monate) zum Rektor der Universität gewählt wurde. Im Universitätsauftrag besuchte M. die Kurie; er stand mit Ghibellinen Oberitaliens (Matteo I. Visconti und Cangrande della Scala) in Verbindung. A…

Martensen

(202 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Martensen, Hans Lassen (12.8.1808 Flensburg – 3.2.1884 Kopenhagen), dänischer Theologe und Kirchenführer; als Schüler durch die Werke N.F.S.Grundtvigs geprägt, wandte er sich im Studium dem dt. Idealismus zu. Auf einer Studienreise knüpfte er 1834 Kontakte u.a. zu Ph.K.Marheineke, F.W.J.Schelling, F.X.v.Baader und N.Lenau. 1836 promoviert, seit 1840 in Kopenhagen Prof. für Syst. Theol., wurde der polit. umstrittene M. 1845 Hofprediger und 1854 als Bf. von Seeland höchster kirchl. V…

Martí

(142 words)

Author(s): Lampe, A.
[English Version] Martí, José (28.1.1853 Havanna – 19.5.1898 Boca de Dos Ríos), Dichter, Philosoph und Unabhängigkeitskämpfer. Vf. Prosa und Lyrik v.a. zum Thema Freiheit (Versos Libres, 1913). Eine umfassende Würdigung von M.s Werk fällt schwer: Christl.-sozial, antiklerikal, revolutionär und nationalistisch sind nur einige der Charakteristika, die zur Beschreibung seines Denkens herangezogen wurden. Sein Werk enthält deutlich wahrnehmbare christl.-ethische Elemente. Er selbst sah sich als Bürger …

Martianus Capella

(423 words)

Author(s): Hadot, I.
[English Version] (M.Minneus Felix C.; 4./5.Jh. n.Chr.). M. lebte in Karthago in Nordafrika und schrieb im Alter für seinen Sohn die neun Bücher »De nuptiis Philologiae et Mercurii« (De nupt.; Datierungen reichen von 380–500 n.Chr.) und eine separate Schrift über Metrik (s. de Nonno). – De nupt. hat die Form einer menippeischen Satire. Sie handelt in allegorischer Form ein neuplatonisches (Neuplatonismus) Kernthema ab: Philol. ist die Verkörperung des Wissens, das die menschliche vernünftige Seel…
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