Religion in Geschichte und Gegenwart

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Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

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Māturīdī, Abū I-Manṣū al-Māturīdī

(22 words)

[English Version] Māturīdī, Abū I-Manṣū al-MāturīdīIslam: II. Lehre, 3. Islamische Theologie

Matutin

(11 words)

[English Version] MatutinStundengebet

Maulbronn

(160 words)

Author(s): Ehmer, H.
[English Version] (Enzkreis, Baden-Württemberg), ehem. Zisterzienserkloster, 1138 gestiftet in Eckenweiher (bei Mühlacker) durch Walter von Lomersheim, besiedelt von Neuburg (Unterelsaß), 1147 verlegt in das Salzachtal. Vogtei war bis 1504 die Kurpfalz, dann Württemberg. 1536 wurde M. im Zuge der Reformation aufgelöst, 1548 wiederbesiedelt. 1556 in eine ev. Klosterschule umgewandelt, wurde M. 1630–1648 durch das Restitutionsedikt wieder Zisterzienserkloster. 1567–1823 hatte M. einen ev. Abt, der …

Mau Mau

(481 words)

Author(s): Peterson, D.
[English Version] . Der M.M.-Aufstand war eine Erhebung der ökonomisch benachteiligten und polit. weitgehend rechtlosen afrikanischen Bevölkerung gegen das brit. Kolonialsystem in Kenia. Der Konflikt entzündete sich in den späten 40er Jahren des 20. Jh. an der Frage der Landverteilung. Die M.M.-Bewegung (Bez. der brit. Kolonialregierung), ein Geheimbund, war nicht länger bereit hinzunehmen, daß weiße (v.a. brit.) Siedler und die Kolonialregierung das fruchtbare und ertragreiche Hochland unter Auss…

Maupassant

(361 words)

Author(s): Krapoth, H.
[English Version] Maupassant, Guy de (5.8.1850 Fécamp [?] – 6.7.1893 Paris), einer der bedeutendsten franz. Schriftsteller in der Zeit des Naturalismus. Schulbildung in Yvetot und Rouen, nach abgebrochenem Jurastudium in Paris und Kriegsdienst Tätigkeit im Marine-, später im Unterrichtsministerium (1872–1880). Schon bei seinen ersten lit. Schreibversuchen geriet M. durch den Kontakt zu G.Flaubert unter den prägenden Einfluß dieses strengen Lehrmeisters der künstlerischen Form. Mit der Veröff. der No…

Maurenbrecher

(279 words)

Author(s): Hübinger, G.
[English Version] Maurenbrecher, Max (17.7.1874 Königsberg – 30.4.1930 Osthausen, Thüringen). M. studierte zuerst ev. Theol. in Tübingen, Berlin und Leipzig. Nach seinen theol. Examina wurde er nach einem Ergänzungsstudium der Volkswirtschaft, Philos. und Gesch. 1898 in Leipzig mit der Arbeit »Thomas von Aquino's Stellung zum Wirtschaftsleben seiner Zeit« zum Dr. phil. promoviert. Nach kurzer Zeit als Religionslehrer in Zwickau wurde er Generalsekretär im »Nationalsozialen Verein« von F.Naumann. 19…

Maurer

(187 words)

Author(s): Oelke, H.
[English Version] Maurer, Wilhelm (6.5.1900 Kassel – 30.1.1982 Erlangen), Kirchenhistoriker. Der Schüler H.Hermelinks wurde 1926 in Marburg zum Lic. theol. promoviert und habilitierte sich dort 1928 für Kirchengesch. Wegen seiner Nähe zur Bekennenden Kirche vom NS-Staat in seiner wiss. Karriere behindert, übte der Lutheraner weiterhin die 1926 aufgenommene Pfarrdiensttätigkeit im Kreis Marburg aus, seit 1949 als Propst. 1946 schließlich in Marburg zum apl. Prof. ernannt, hatte er 1951–1967 den Lehr…

Mauretanien

(680 words)

Author(s): Rebstock, U.
[English Version] . Die isl. Republik M. (Fläche 1026 Mio. km 2; ca.2,4 Mio. Einwohner, davon 99% Muslime und ca.0,5% röm.-kath. Christen) ist seit 28.11.1960 souveräner Staat mit (formalem) parlamentarischem Präsidialsystem. Die franz. Fremdbez. »Maurétanie«, abgeleitet vom röm. Provinzialnamen »Mauretania« (»Land der Dunkelhäutigen«), ersetzte geläufige territoriale Eigenbez. wie »bilād aš-Šanāqiṭa« (»Land der Leute von Šinqīṭ«) oder »bilād al-bīḍān« (»Land der Weißen«). M. ist geographisch und kulturgesch. ein Brückenland zw. dem arab. Maghreb und …

Mauriac

(262 words)

Author(s): Touzot, J.
[English Version] Mauriac, François (11.10.1885 Bordeaux – 1.9.1970 Paris). Nach strenger kath. Erziehung begegnete M. als Student Marc Sangnier und machte sich die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit zu eigen. Von seiner urspr. Absicht, die Ecole des Chartes in Paris zu besuchen, nahm er zugunsten einer schriftstellerischen Laufbahn Abstand. Der Dichter von »Les Mains jointes« (1909) zog später als Romanschriftsteller unaufhörlich den Zorn kirchl. Kritiker auf sich, die seine Nachsichtigkeit geg…

Maurice

(337 words)

Author(s): Carter, G.
[English Version] Maurice, Frederick Denison (29.8.1805 Normanston, Suffolk, England – 1.4.1872 Cambridge), anglik. Theologe. Unitarisch (Unitarier) erzogen, studierte M. zunächst Rechtswiss. in Cambridge, nach Abbruch des Studiums in Oxford Theol.; 1834 wurde er in der Church of England ordiniert. Nach dem Dienst in einer Kirchengemeinde und als Kaplan im Guy's Hospital in London wurde er 1840 zum Prof. für engl. Lit. und Gesch. am Londoner King's College ernannt. Sechs Jahre darauf wurde ihm dort …

Mauriner

(290 words)

Author(s): Faust, U.
[English Version] Mauriner, benediktinische Reformkongregation in Frankreich, die 1621 von Papst Gregor XV. und 1627 von Papst Urban VIII. bestätigt wurde. Ihr Ziel war zunächst, die schädlichen Einflüsse des Kommendenwesens zu beseitigen (Kommende). Anders als in der Regel Benedikts von Nursia sollten keine Äbte, sondern Prioren der Mitgliedsklöster und der Generalobere der Kongregation durch das Generalkapitel gewählt werden, was eine straffe Zentralisation des Klosterverbandes voraussetzte. All…

Mauritius

(458 words)

Author(s): Chazan-Gillig, S.
[English Version] . Die Vulkaninsel M. liegt im Indischen Ozean, ca.800 km östlich von Madagaskar und umfaßt eine Fläche von ca.1860 km 2. Wegen ihrer strategischen Lage an der Kreuzung von Seewegen zw. Afrika, Asien und Europa wird sie »Stern« und »Schlüssel« des Indischen Ozeans genannt. Die Insel war schon den Arabern und Malaien bekannt und wurde 1510 von dem Portugiesen Pedro de Mascarenhas »entdeckt«, war von 1598–1710 in niederländischem Besitz und wurde danach franz. Kolonie (»Île de France«). Ab 1810 war …

Maurus

(81 words)

Author(s): Merz, B.
[English Version] (6.Jh.), hl., Schüler Benedikts von Nursia vornehmer Herkunft, Patron der Mauriner. Gregor I. erwähnt M. in den Dialogen. Odo von Glanfeuil setzt in seiner M.-Vita (863) – mit geringer hist. Wahrscheinlichkeit – M. mit dem gleichnamigen Gründer des Klosters Glanfeuil in Gallien gleich. Der M.-Segen für Kranke basiert auf M.' legendarischen Heilungen. Birgit Merz Bibliography B.Fiore, Mauro d'Equizio: discepolo e collaboratore di S. Benedetto, 1984 S.M.Avanzo, San Mauro abate, discepolo di San Benedetto, 1991.

Mausbach

(240 words)

Author(s): Wassilowsky, G.
[English Version] Mausbach, Joseph (7.2.1861 Wipperfeld, Rheinland – 31.1.1931 Ahrweiler), kath. Moraltheologe. Ab 1892 Ordinarius für Moraltheol. und Apologetik in Münster. In einer autobiogr. Skizze (in: E.Stange [Hg.], Die Religionswiss. der Gegenwart in Selbstdarstellungen, 1927, 57–89) nennt M. vier Lebensschwerpunkte: 1. Im Rahmen der Lehr- und Publikationstätigkeit trat M. gegen die kasuistische Methode und für eine stärkere Theologisierung seines Faches ein. Durch die Integration bibl., ask…

Mausoleum

(339 words)

Author(s): Happe, B.
[English Version] (griech. Μαυσωλει˜ον/Mausōleíon, lat. mausoleum) bez. urspr. die prächtige Grablege des Herrschers Mausolos von Karien (Regierungszeit 377–353 v.Chr.), eines Satrapen des pers. Großkönigs, mitten in seiner Residenzstadt Halikarnassos. Der rund 50 m hohe Grabbau, vollendet von seiner Gattin Artemisia, ist durch Plinius d. Ä. und Vitruv sowie durch brit. Ausgrabungen von 1856 überliefert und zählte zu den sieben Weltwundern. Im 13.Jh. wurde das M. durch ein Erdbeben zerstört und im …

Mauss

(124 words)

Author(s): Berthoud, G.
[English Version] Mauss, Marcel (10.5.1872 Epinal, Vogesen – 11.2.1950 Paris). Neffe von É. Durkheim und Mitglied der sog. Franz. Schule für Soziologie, 1901–1940 Studiendirektor der Section des Science religieuses des École pratique des hautes études in Paris, 1931–1940 Prof. am Collège de France. Als einer der Hauptvertreter soziologischer Interpretation von Rel. vf. M. u.a. seine Werke über Gebet, Opfer, Mythos und Magie. Dabei stellte er die universelle Gültigkeit der kategorischen Zweiteilung in geistl. und profan zur Erklärung jedes rel. Phänomens in Frage. Gérald Be…

Maxentius

(140 words)

Author(s): Hahn, J.
[English Version] Maxentius, röm. Kaiser 306–312 (Marcus Valerius M.; 279 - -28.10.312), Sohn des Maximianus. 305 von der Thronfolge ausgeschlossen, putschte M. 306 in Rom, stellte wenig später die Christenverfolgungen (: I.) ein, überwarf sich 307 mit seinem reaktivierten Vater und verband sich mit Konstantin gegen Galerius; Mitte 310 Bruch mit Konstantin. Die 311 von Galerius den Christen gewährte bedingte Religionsfreiheit überbot M. Er unterlag nach der Invasion Italiens durch Konstantin diesem in der Schlacht an der Milvischen Brücke und ertrank im Tiber. Johannes Hahn B…

Maxime

(405 words)

Author(s): Steinmann, M. | Herms, E.
[English Version] I. Philosophisch Der Begriff entstammt der Wendung »propositio maxima«, der Bez. für den obersten Satz in einem Syllogismus. Er kann ein Axiom oder einen praktischen Grundsatz bedeuten. Relevanz erlangt er in I.Kants Moralphilos. Als M. bez. Kant jeden subjektiven Handlungsantrieb, im Gegensatz zum objektiv gültigen, allg. Gesetz. Durch den kategorischen Imperativ wird gefordert, nur diejenigen M. zuzulassen, die auch als Gesetz gelten können (Grundlegung zur Metaphysik der Sitten…

Maximian

(188 words)

Author(s): Warland, R.
[English Version] von Ravenna (498–22.2.553). Der aus Pola stammende Diakon wurde durch Einflußnahme Justinians I. 546 zum Bischof geweiht und in den Rang eines Metropoliten von Ravenna erhoben. Er stützte die oström. Kirchenpolitik in Oberitalien und die Position des Kaisers im Dreikapitel-Streit. Seine im Liber pontificalis von Ravenna genannten exegetischen und liturgischen Schriften sind nicht erhalten. Zeugnisse seines Amtsverständnisses und seiner Kaisernähe sind dagegen als Hauptwerke der fr…

Maximian

(148 words)

Author(s): Kriegbaum, B.
[English Version] Maximian, der Donatist/ Maximianisten. Aus unbekanntem Grund und auf unkanonische Weise von seinem Bf. Primian von Karthago abgesetzt, gelang es M., mehr als 100 Bischöfe am 24.6.393 in Cebarsussi (Byzacena) zu versammeln, die Primian exkommunizierten und M. an dessen Stelle setzten. Das führte zum Schisma, da Primian von einem darauf folgenden Konzil in Bagai (24.4.394) von weit mehr Bischöfen bestätigt und durch die Staatsgewalt weitgehend gestützt wurde. Gewaltsam brachte Optatus…

Maximilian I.

(366 words)

Author(s): Baum, W.
[English Version] (22.3.1459 Wiener Neustadt – 12.1.1519 Wels), dt. König (seit 1486) und röm.-dt. Kaiser (seit 1509), Sohn Friedrichs III. von Habsburg-Österreich, der den Grund für die Weltmachtstellung seiner Dynastie legte. Die Heirat mit Maria, der Tochter Karls des Kühnen von Burgund, begründete die habsburgische Herrschaft in Burgund, das 1493 im Frieden von Senlis gegen Frankreich behauptet werden konnte. Die Wahl zum dt. König eröffnete die Nachfolge im Reich. Der Versuch einer Reform de…

Maximilla, Priscilla, Quintilla

(206 words)

Author(s): Markschies, C.
[English Version] . Die drei Frauen zählen gemeinsam mit Montanus zu den zentralen Prophetengestalten des später so genannten kleinasiatischen Montanismus, für P. ist bei Tertullian auch die Namensform »Prisca« belegt. Von ihnen sind sieben prophetische Logien überliefert (Nr.5–11 Heine). Dabei könnte Q. eher einer zweiten Generation von Prophetinnen angehören, da ihr Name in den frühesten Quellen nicht explizit auftaucht (vgl. aber Eus.h.e. V 18,6). Wie man das exakte hierarchische und institutio…

Maximinus

(181 words)

Author(s): Brennecke, H.C.
[English Version] Maximinus, Homöer. M. befand sich im Geleit des Goten Sigisvult 428/29 in Africa, wo es zu einer Disputation mit Augustin über die Trinitätslehre kam (Possidius, Vita Augustini, 17), deren Protokoll in der »Conlatio« (CPL 699) erhalten ist. Gegen ihn vf. Augustin anschließend »Contra Maximinum Arrianum« (CPL 700). Unter Berufung auf die Synode von Rimini (359) vertritt M. eine Subordinationstheol. in bewußt bibl. Sprache. Typisch für den späteren Homöismus (Homöer) ist darin die B…

Maximos

(309 words)

Author(s): Ritter, A.M.
[English Version] der Bekenner (579/80 [ob in Konstantinopel oder im paläst. Dorf Hesfin, ist umstritten] – 13.8.662 Lazika), einer der bedeutendsten byz. Theologen, gleich wichtig für die Dogmengesch. des Monotheletimus wie für die Exegese (v.a. der Bibel, aber auch des Gregor von Nazianz und des Dionysius Areopagita) und die Weiterbildung der theoretischen Mystik (auf der Basis des [krit. rezipierten] Origenismus und des Systems des Evagrius Ponticus. Um 613/14 Mönch geworden, wurde M. nach Erlaß…

Maximos Margunios

(268 words)

Author(s): Podskalsky, G.
[English Version] (Taufname Manuel; um 1549 [Chandaka?] Kreta – 1.7.1602 Venedig), Theologe, Philologe und Ökumeniker. Seine Mutter entstammte der bekannten röm. Familie der Colonna. Erster Unterricht bei Gaspare Viviani, dem lat. Generalvikar in Candia; damit frühzeitig auf Symbiose der lat. und griech. Geisteswelt angelegt. Ab ca.1569 höhere Studien in Padua (Philologie, Philos., scholastische Theol., Medizin). Seine Mitstudenten waren die späteren Hierarchen Gabriel Severos und Meletios Pegas.…

Maximus

(120 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] von Tyrus (ca.125 – ca.182), Rhetor mit philos. Anspruch, der vom späten Platonismus, der Stoa und dem Kynismus (Kyniker) geprägt war. Ein Werk mit Vorlesungen (διαλε´ξεις/dialéxeis) ist erhalten. Die Vorlesungen sind eklektisch, ohne philos. Originalität, zeichnen sich aber durch rhetorische Brillanz und didaktisches Geschick aus. Thematisch reflektieren sie die religionsphilos. und ethische Diskussion in der Umwelt des frühen Christentums. Günter Figal Bibliography Werke: Maximi Tyrii Philosophi Platonici Sermones sives Disputationes, h…

Maximus

(120 words)

Author(s): Bergjan, S.
[English Version] von Antiochien. M. wurde Nachfolger von Domnus, der 449 in Ephesus (Konzilien) abgesetzt wurde. Dieser Vorgang wurde auf dem Konzil von Chalcedon bestätigt, wo M. als Bischof von Antiochien teilnahm. M. bezeugte dort die Orthodoxie Theodorets (von Cyrus) und schloß sich dem Anathema über Nestorius und Eutyches an. Er unterschrieb die Absetzung von Dioskur (von Alexandrien) und setzte sich für den »Tomus Leonis« (Leo I.) als Maßstab der Christologie (: II., 1.) ein. M. kam mit Juve…

Maximus I.

(157 words)

Author(s): Fuhrer, T.
[English Version] von Turin, Bf. von Turin um 400 – um 420 (Gennad.vir.ill. 41). Das Corpus Maximianum umfaßt 111 Predigten (CChr.SL 23). Davon gelten 106 (Mutzenbecher) bzw. 107 (Etaix, Merkt) als echt. Die restlichen ihm zugeschriebenen Predigten sind unecht. Die Texte dokumentieren die Tätigkeit eines Predigers, der in einer noch jungen Gemeinde polit. Ereignisse (Goteneinfälle), soziale Spannungen, religionspolit. Auseinandersetzungen, aber auch den liturgischen Rahmen (Herrenfeste, Heiligenfes…

Maxwell

(148 words)

Author(s): Gaál, B.
[English Version] Maxwell, James Clerk (13.6.1831 Edinburgh – 11.5.1879 Cambridge), Physiker. Prof. am Trinity College in Cambridge (1854–1856), an der Universität Aberdeen (1856–1860), am King's College in London (1860–1865) und an der Universität Cambridge (1871–1879), wo M. der erste Leiter des Cavandish-Laboratoriums war. Die Theorien der Gase, des Lichts und des Elektromagnetismus wurden von ihm schöpferisch bereichert. Er war zwar von der Philos. des Victorianischen Zeitalters nicht beeinflußt…

May

(108 words)

Author(s): Friedrich, M.
[English Version] (Majus), Johann Heinrich (d. Ä.; 5.2.1653 Pforzheim – 3.9.1719 Gießen). Als Orientalist dank der Förderung Ph.J.Speners 1688 an die Universität Gießen berufen, rückte M. schnell zum Hofprediger, Prof. der Theol. und Superintendent auf und konnte 1695 nach heftigen Konflikten die Universität dem Pietismus zuführen. Er förderte die exegetische Ausrichtung des Studiums sowie (aus Interesse an der Mission) die Duldung der Juden. Mit seinem Eintreten für die Föderaltheologie des J.Coccejus wirkte er u.a. auf den jungen J.A.Bengel. Martin Friedrich Bibliograp…

May

(177 words)

Author(s): Schwarz, K.
[English Version] May, Gerhard (13.2.1898 Graz – 25.2.1980 Wien), ev. Theologe. Der Sohn des ref. Pfarrers von Cilli/Celje wuchs in der ethnisch gemischten, nach dem Friedensvertrag von St-Germain an Jugoslawien abgetretenen Untersteiermark (heute Slowenien) auf, studierte Theol. in Wien, Halle, Basel und stellte ökum. Kontakte für seine Heimatkirche her. Als Pfarrer in Cilli (1925) hatte er großen Anteil an der Integration der Gemeinden donauschwäbischer, magyarischer und altöstr. Provenienz in di…

Māyā

(16 words)

[English Version] MāyāHinduismus: II. Religiöse Lehre, 1. Grundlagen, e) Eigenschaftslosigkeit des Göttlichen

Maya

(2,343 words)

Author(s): Garza, M. de la
[English Version] I. Allgemein Das Territorium der indianischen (Indianer) Völker- und Sprachfamilie der M. umfaßt die mexikanischen Staaten Yucatán, Campeche, Quintana Roo und teilweise Tabasco und Chiapas sowie die mittelamer. Staaten Guatemala, Belize sowie Teile von Honduras und El Salvador. Das Volk der M. sah die gesamte Schöpfung von einer rel. Weltordnung bestimmt: Alles, was existiert, stammt von hl. Kräften. Aufgrund von rituellen Handlungen des Menschen können diese innerhalb des Kosmos …

Mayer

(186 words)

Author(s): Wallmann, J.
[English Version] Mayer, Johann Friedrich (6.12.1650 Leipzig – 30.3.1712 Stettin). Nach Studium in Leipzig und Straßburg 1672 Sonnabendprediger in Leipzig, 1673 Superintendent in Leisnig, 1678 Superintendent in Grimma, 1684 vierter Prof. der Theol. in Wittenberg, seit 1686 Hauptpastor an St.Jakobi in Hamburg, zugleich Prof. in Kiel, 1701 Prof. in Greifswald und schwedischer Generalsuperintendent von Vorpommern. Auch wenn er der Nachwelt nur als »malleus haereticorum et pietistarum« in Erinnerung bli…

Mayer

(153 words)

Author(s): Haub, R.
[English Version] Mayer, Rupert (23.1.1876 Stuttgart – 1.11.1945 München). Nach philos.-theol. Studien empfing er 1899 die Priesterweihe und trat 1900 in die Gesellschaft Jesu (Jesuiten) ein. Seit 1912 betrieb M. Großstadtseelsorge in München. Er war Kriegspfarrer im 1. Weltkrieg und kehrte 1917 als Invalide nach München zurück. 1921 wurde er zum Präses der Marianischen (Bürger-)Männerkongregation (Marianische Kongregationen) ernannt. M., stets ein Mann für andere Menschen, wurde zur »Stimme der Ka…

Mayer

(143 words)

Author(s): Wall, H. de
[English Version] Mayer, Otto (29.3.1846 Fürth – 8.8.1924 Hilpertsau), Verwaltungs- und (ev.) Kirchenrechtler. 1882 Prof. in Straßburg, ab 1903 in Leipzig. Seine bedeutendste wiss. Leistung ist das »Dt. Verwaltungsrecht«, in dem er – an franz. Vorbild orientiert – Begriff und Dogmatik des Verwaltungsakts entfaltet. Damit hat M. die Grundlagen des dt. Verwaltungsrechts gelegt. M. war in zahlreichen akademischen, staatl. und kirchl. Funktionen tätig. In seinen kirchen- und staatskirchenrechtlichen Sc…

Mays

(153 words)

Author(s): Cooper, V.C.
[English Version] Mays, Benjamin Elijah (1.8.1894 Ninety-Six, SC – 28.3.1984 Atlanta, GA), führender schwarzer amer. baptistischer Geistlicher, Erzieher und Ökumeniker, der Generationen von schwarzen Führungspersönlichkeiten formte und dessen bahnbrechenden Werke die Forschungen an der Rel. der Schwarzen in den USA maßgeblich beeinflußte. M. war 1934–1940 Dekan der theol. Fakultät der Howard University, Washington, DC, und 1940–1967 Präsident des Morehouse College, Atlanta, GA, wo seine Überzeugung,…

Mazarin

(373 words)

Author(s): Klueting, H.
[English Version] (Mazzarini), Jules (Giulio Raimondi; 14.7.1602 Pescina, Abruzzen – 9.3.1661 Vincennes bei Paris), Kardinal und franz. Principal Ministre, Eleve des röm. Jesuitenkollegs (Jesuiten), Dr. iur. utr., Capitaine eines päpstl. Regiments, vermittelte 1631 im Mantuanischen Erbfolgekrieg die Verträge von Cherasco, die Frankreich Pignerolo als Einfallstor nach Oberitalien und M. die Protektion Richelieus einbrachten. 1634–1636 Nuntius in Paris, 1641 als Kandidat der franz. Krone Kardinal, tr…

Mazdak

(447 words)

Author(s): Gaube, H.
[English Version] . Über M. und die nach ihm benannte Sekte oder sozial-rel. Bewegung wissen wir nur aus isl., arab. und neupers. Quellen. In zeitgenössischen, nichtir. Quellen, in erster Linie bei dem byz. Historiker Procopius und bei dem syr. Historiker Ps.-Joshua, finden sich keinerlei Hinweise auf M. Aus diesem Grund ist an der Historizität der Person M. großer Zweifel zu hegen. Nach den isl. Quellen soll M. in der Regierungszeit des Sasanidenkönigs Kavād (488–497/499–531 n.Chr.) gewirkt haben…

Mazedonien

(539 words)

Author(s): Kraft, E.
[English…

Mazzini

(275 words)

Author(s): Steck, F.
[English Version] Mazzini, Giuseppe (22.6.1805 Genua – 10.3.1872 Pisa), ital. Patriot, Revolutionär, Publizist, eine Schlüsselfigur des »Risorgimento« (»Wiedererstehen«, Bez. für die auf die staatl. Einigung Italiens und seine Stellung als Kulturnation gerichteten Bestrebungen im19. Jh.). – M. wurde als junger Genueser Student infolge der miterlebten Carbonari-Revolte 1821 und durch Lektüre von Ugo Foscolos (1778–1827) Dantestudien für die Idee des nationalen Freiheitskampfes begeistert.…

Mbenga

(42 words)

Author(s): Heymer, A.

MBK-Mission

(143 words)

Author(s): Schäfer, K.
[English Version] . Als Zweig der Mädchen-Bibel-Kreisarbeit wurde 1925 in Leipzig die MBK-Mission als eingetragener Verein gegründet. Ihr Ziel war, die Mitarbeit von Frauen in der weltweiten Mission zu fördern. Als Arbeitsfeld war von Anfang an Ostasien, insbes. China, im Blick, wohin bereits 1926 die ersten beiden Missionarinnen ausreisen konnten und wohin später zahlreiche Missionarinnen nach ihrer Ausbildung in der MBK-Bibelschule ausgesandt wurden. Noch während des Krieges fand die MBK-Mission…

Mbuti

(111 words)

Author(s): Heymer, A.
[English Version] (richtiger Mu.Mbuti), Sg. von Ba.Mbuti. Fälschliche und abwertende, urspr. von den Wangwana und anderen großwüchsigen Negriden als Scheltname kolportierte, in der anthropologischen Lit. weit verbreitete, kritiklos und ungeprüft übernommene Bez. für die Ituri-Pygmäen, wobei meist nur die Efe (Waldmenschen) gemeint sind. Mbuti leitet sich ab aus dem Ki.Bira-Wort »mbuci« (»klein, zwergenhaft«) und wird je nach Dialekt oder Sprache der Ost-Bantu in verschiedenen Schreibweisen gebrau…

Mc…

(6 words)

[English Version] Mc…Mac…

Mccheta

(280 words)

Author(s): Hummel, G.
[English Version] (Mtskheta), am Zusammenfluß von Mtkvari (Kura) und Aragvi gelegen, führt seinen Namen auf Mtskhetos zurück, Sohn des mythischen Urvaters von Kartli, Kartlos. Kartli und damit M. gilt als Wiege des späteren Georgien (Eigenname: »Sakartvelo«). Früheste Siedlungsfunde reichen ins 3.Jt. v.Chr. (Kura-Araxes-Kultur). Seit Mitte des 1.Jt. v.Chr. Entwicklung zum Schnittpunkt der Handelsstraßen zw. Nordkaukasus und Armenien bzw. der Kolchis und Albanien/Persien (Seidenstraße). Von Alexan…

Mead

(146 words)

Author(s): Schweitzer, F.
[English Version] Mead, George Herbert (27.2. 1863 South Hadley, MA – 26.4.1931 Chicago), Sohn des Pfarrers und Homilektikprof. Hiram Mead, bis 1883 Studium am Oberlin College, 1887/88 in Harvard (Kontakte zu J.Royce und W.James), danach Leipzig (bei W.Wundt u.a.) und Berlin (u.a. bei W.Dilthey), 1891 Dozent für Psychologie an der Universität von Michigan (seitdem Verbindung zu J.Dewey), 1894 Wechsel an die Universität Chicago. M. gehört zu den Hauptvertretern des amer. Pragmatismus. Die Wirkung sei…

Mearns

(132 words)

Author(s): Goodall, D.S.
[English Version] Mearns, James (8.4.1855 Coldstream, Berwickshire, Schottland – 21.6.1922 Rushden, Hertfordshire, England), anglik. Priester und Hymnologe. Nach seinem Studium in Glasgow und Lincoln wurde M. 1884 in Nottingham zum Diakon ordiniert; 1885 wurde er Priester in Lincoln. Es folgten Vikariate 1884–1896 in verschiedenen engl. Städten, 1896–1906 war M. Pfarrer in Ashby-de-la-Launde, Lincolnshire, 1906 bis zu seinem Tod in Rushden. Schon früh interessierte er sich für Hymnologie und schrie…

Mechanismus und Vitalismus

(18 words)

[English Version] Mechanismus und VitalismusVitalismus und Mechanismus

Mechelner Gespräche.

(225 words)

Author(s): Kleinschwärzer-Meister, B.
[English Version] Als M.G. werden insg. fünf Zusammenkünfte von jeweils drei bzw. fünf Vertretern der röm.-kath. Kirche und der anglik. Kirchengemeinschaft (Anglikanische Kirche) bez., die auf Initiative Lord Charles Lindley Wood Halifax' (1839–1934) und Abbé Fernand Portals (1855–1926) unter der Leitung des belgischen Kardinalerzbf. Desiré J.Mercier (1851–1926) in den Jahren 1921–1926 in Mecheln stattfanden. Angestoßen wurden diese Gespräche nicht zuletzt durch die Entscheidung Papst Leos XIII.,…
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