Religion in Geschichte und Gegenwart

Get access Subject: Religious Studies

Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

For more information: Brill.com

Marburger Religionsgespräch

(11 words)

[English Version] Marburger ReligionsgesprächReligionsgespräche

Marburg, Universität

(890 words)

Author(s): Schneider, H.
[English Version] . Die durch Landgraf Philipp von Hessen 1527 als erste ev. Hochschulgründung errichtete Universität (erst im 20.Jh. »Philipps-U.«) war eine Folge der Reformation in Hessen, entsprach zugleich einem territorialen Bedürfnis und diente der Verdichtung der Landesherrschaft. Die Einrichtung eines »studium universale« erfolgte im Rahmen eines reformatorisch-humanistischen Bildungsprogramms und ohne die übliche päpstl. Privilegierung; die kaiserliche Bestätigung – und damit der anerkannte Universitä…

Marc

(240 words)

Author(s): Renftle, B.R.
[English Version] Marc, Franz (8.2.1880 München – 4.3.1916 Verdun), dt. Maler und Zeichner, Hauptvertreter des dt. Expressionismus, Mitbegründer des »Blauen Reiter«; studierte an der Akademie in München unter Gabriel v. Hackl (1843–1926) und Wilhelm v. Diez (1839–1907), 1905/1907 reiste er nach Paris. M. befreundete sich 1910 mit August Macke (1887–1914), 1911 trat er der »Neuen Künstlervereinigung« in München bei und gründete noch im selben Jahr zusammen mit W.Kandinsky den »Blauen Reiter«. Bis zu…

Marc Aurel

(486 words)

Author(s): Klein, R.
[English Version] (urspr. Marcus Annius Verus; 26.4.121 – 17.3.180 Vindobona bzw. Sirmium, Donau), letzter Vertreter des humanitären Kaisertums (161–180). Einer in Spanien ansässigen provinzialröm. Familie entstammend, von Hadrian wegen seines ernsten, untadeligen Charakters bereits als zukünftiger Herrscher ausersehen, von Antoninus Pius adoptiert, regierte zunächst zus. mit Lucius Verus, nach dessen Tod (169) als Alleinherrscher. Seine Regierung war geprägt von harten Abwehrkämpfen gegen äußere…

Marcel

(445 words)

Author(s): Splett, J.
[English Version] Marcel, Gabriel (7.12.1889 Paris – 8.10.1973 ebd.), Philosoph, Dramatiker, einflußreicher Theaterkritiker, Vertreter einer christl. Existenzphilosophie von großer Wirkung, nach 1945 auch außerhalb Frankreichs, bes. in Deutschland. Er denkt weniger syst. (auch nicht, 1929 kath. geworden, thomistisch-scholastisch) als – angeregt durch H.Bergson, F.W.J.Schelling, S.T.Coleridge und J.Royce – aus biogr. fortschreitender Reflexion des realen Lebensvollzugs (Journal métaphysique). In imm…

Marcella

(135 words)

Author(s): Letsch-Brunner, S.
[English Version] (ca.335–410/11), röm. Aristokratin, weigerte sich als junge Witwe, wieder zu heiraten und gründete auf dem Aventin in Rom eine Frauengemeinschaft, um ein asketisches Leben zu führen. Für die Jahre 383/385 gewann sie Hieronymus als Lehrer. Seine an sie adressierten Briefe 23–29; 32; 34; 37; 40–44; 46 (in Bethlehem im Namen von Paula und Eustochium vf.); 59 und 97 (an M. und Pammachius adressiert) zeugen vom hohen intellektuellen Niveau M.s. Er erwähnt sie auch im Gal- und Eph-Kom…

Marcellinus

(172 words)

Author(s): Holze, H.
[English Version] Marcellinus, römischer Bischof 30.6.295(296) – 25.10.304. Sein Pontifikat markiert »ein schwarzes Kapitel in der Gesch. der röm. Kirche« (Caspar 98). Im Liber pontificalis wird er an 30. Stelle erwähnt. In vielen Verzeichnissen des 4./5. Jh. aber fehlt sein Name, und seine Amtszeit wird der seines Nachfolgers Marcellus I. zugerechnet. Anlaß ist ein Fehlverhalten während der diokletianischen Verfolgung (Christenverfolgungen: I.): »Er wurde zum Opfer geführt, damit er räucherte, was …

Marcellus I.

(145 words)

Author(s): Holze, H.
[English Version] Marcellus I., römischer Bischof 27.5./26.6.308–16.1.309. Nach mehrjähriger, durch die Verfolgungen bedingter Vakanz wurde M. Nachfolger des Marcellinus. Dem Liber pontificalis zufolge ist er von röm. Herkunft. Als Bischof veranlaßte M. eine Neuordnung der röm. Gemeinde und macht »25 Titel in Rom gleichsam zu Sprengeln wegen der Taufe und der Buße vieler, welche sich von den Heiden bekehrten, und wegen der zu bestattenden Märtyrer« (LP 164). Seine sittliche Strenge führte jedoch zu …

Märchen

(1,482 words)

Author(s): Lampart, F. | Hartinger, W. | Halbfas, H.
[English Version] I. Literaturwissenschaftlich Das M. (Diminutivform zum mhd. Substantiv maere, »Kunde«, »Nachricht«, »Erzählung«; Gattungsbegriff seit dem 16.Jh.) als ein Grundtypus der lit. Erzählung ist durch die Präsenz des Phantastischen, Wunderbaren, Übernatürlichen charakterisiert. Verfasser sowie Entstehungsbedingungen des M. sind unbekannt, im Lauf der mündlichen Überlieferung unterliegt es Variationen und Umgestaltungen, nur der Erzählkern bleibt stabil. Die moderne Vorstellung von Volksm…

Marcion/Marcioniten

(6 words)

[English Version] Marcion/MarcionitenMarkion/Markioniten

Marco Polo

(172 words)

Author(s): Knefelkamp, U.
[English Version] (1254 Venedig – ca.1325 ebd.), berühmter Chinareisender. Aus einer Kaufmannsfamilie stammend, ging M.P. 1271 als 17-Jähriger mit seinem Vater Niccolò und seinem Onkel Maffeo über Persien nach China. Der mongolische Herrscher Kubilai-Khan soll ihn an seinen Hof geholt und ihn in diplomatischer Mission nach Südchina geschickt haben. Nach seiner Rückkehr (1295) heiratete er eine Frau aus dem venezianischen Patriziat, mit der er drei Töchter hatte. In einer Seeschlacht wurde M.P. ge…

Marcuse

(276 words)

Author(s): Breuer, S.
[English Version] Marcuse, Herbert (19.7.1898 Berlin – 29.7.1979 Starnberg), Philosoph. Promotion 1922 über den dt. Künstlerroman, Fortsetzung des Studiums bei E.Husserl und M.Heidegger in Freiburg, 1932 bis 1943 Mitarbeiter des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt und New York, Tätigkeit im State Department, seit 1954 Prof. für Politikwiss. an verschiedenen amer. Universitäten. Das Lebenswerk ist charakterisiert durch den Versuch, die konstant festgehaltene Grundorientierung an zentralen Asp…

Marduk

(319 words)

Author(s): Sommerfeld, W.
[English Version] Marduk, urspr. rein lokaler Stadtgott von Babylon, später Landesgott von Babylonien und höchster Gott in der Rel. Mesopotamiens. Die Bedeutung des Namens ist dunkel. Bei der etablierten sum. Erklärung als »Junges des Sonnengottes« handelt es sich wohl um eine sekundäre Etymologie. Die Entwicklung des M.-Kultes, die in der Religionsgesch. Mesopotamiens ohne jede Parallele ist, war untrennbar verbunden mit dem polit. Aufstieg Babylons von einer kleinen Siedlung zur Metropole eines …

Maréchal

(258 words)

Author(s): Ricken, F.
[English Version] Maréchal, Joseph (1.7.1878 Charleroi – 11.12.1944 Löwen), trat 1895 in den Jesuitenorden (Jesuiten) ein. Er studierte Philos., Theol., Psychologie und Zoologie und promovierte 1905 an der Universität Löwen zum Docteur en Science. Von 1919 bis 1935 war er Prof. für Philos. am Jesuitenkolleg Louvain-Eegenhoven. M. entwickelt in Bd.5 seines Hauptwerks eine Synthese der Kantischen Erkenntniskritik mit der Erkenntnismetaphysik des Thomas von Aquin; er will durch eine Vertiefung von I. …

Maresa

(323 words)

Author(s): Lemaire, A.
[English Version] Maresa, heute Tell Sandahannah, 38 km südwestlich von Jerusalem, identifiziert aufgrund von Eusebius' von Caesarea Onomastikon und einer griech. Inschrift, in der eine sidonische Gemeinde erwähnt wird, »die in Marisa wohnt«. M. ist eine Stadt der Sefela in Jos 15,44, angegliedert an Kaleb (1Chr 2,42) und Juda (1Chr 4,21). Mi 1,15 kündigt deren Eroberung durch Assyrien an. Die Erwähnung in 2Chr (11,8; 14,8.9; 20,37) ist ein Indiz für M. Bedeutung zur Abfassungszeit. Rehabeams ange…

Maresius

(155 words)

Author(s): Strohm, C.
[English Version] (des Marets), Samuel (9.8.1599 Oisemont, Picardie – 18.5.1673 Groningen), wurde nach Studium in Paris, Saumur und Genf 1620 Pfarrer in Laon, 1624 in Falaise. Seit 1625 Prof. in Sedan, ging er 1631 als wallonischer Pfarrer nach Maastricht, 1636 als Pfarrer und Prof. nach Herzogenbusch und schließlich 1643 als Prof. nach Groningen, wo er 1652 auch Pfarrer wurde. Seine Werke sind überwiegend kontroverstheol. Natur (Kontroverstheologie). Bis 1636 wandte er sich primär gegen Rom, dann t…

Marezoll

(138 words)

Author(s): Schröder, B.
[English Version] Marezoll, Johann Gottlob (25.12.1761 Plauen – 15.1.1828 Jena). Nach Studium der Philos. und Theol. in Leipzig (1775–1783) und Hauslehrertätigkeit wurde er 1789 Universitätsprediger, 1790 a.o. Prof. in Göttingen. 1794 in Helmstedt promoviert, wurde er im selben Jahr Hauptpastor der dt. Gemeinde in Kopenhagen. Seit 1803 war er auf Vermittlung J.G.Herders als Konsistorialrat, Superintendent und Stadtkirchenpfarrer in Jena tätig. – M.s Wirkung beruht v.a. auf seinen häufig auch veröff.…

Margareta

(158 words)

Author(s): Barone, G.
[English Version] von Cortona (um 1247 Laviano – 22.2.1297 Cortona). Nach der Ermordung des jungen adeligen Mannes, mit dem M. eine zehnjährige Beziehung gehabt hatte, begab sie sich nach Cortona, wo sie sich um 1272–1274 mit ihrem unehelichen Sohn niederließ. M. führte ein asketisches Leben und widmete sich einer karitativen Tätigkeit. Wenige Jahre später wurde sie Franziskanerterziarin (Terziaren/Terziarinnen), und seit 1288 lebte sie als Einsiedlerin bei der Kirche S.Basilio, wo sie 1297 begrabe…

Margarete

(156 words)

Author(s): Baum, W.
[English Version] von Österreich (10.1.1480 Brüssel – 1.12.1530 Mecheln). Die Tochter Maximilians I. und der Maria von Burgund wurde als Kleinkind 1482 mit Karl (VIII.) von Frankreich vermählt, der sie jedoch 1493 wieder an den Vater zurückschickte. 1497 kam sie nach Spanien, wo sie den Thronfolger Juan heiratete, der wenige Monate später starb. 1499 kehrte sie in die Niederlande zurück; 1501 heiratete sie Herzog Philibert von Savoyen (gest.1504). 1507 übernahm sie nach dem Tod ihres Bruders Philip…

Margaretha

(120 words)

Author(s): Unterburger, K.
[English Version] . Sie fand nach der legendarischen Passio des Theotimos in Antiochia unter Diokletian (Christenverfolgung: I.) das Martyrium. Als Tochter eines heidnischen Priesters hielt sie an Glauben und Jungfräulichkeit fest und wurde nach dem Kampf mit den Teufeln und wunderbar überstandenen Martern schließlich enthauptet. Im Osten früh verehrt, gelangte ihr Kult bereits im Früh-MA in den Westen. Im Spät-MA erlangte sie als eine der 14 Nothelfer große Popularität. Sie wird als Siegerin über den höllischen Drachen dargestellt und v.a. in Geburtsnöten angerufen. Klaus Unt…
▲   Back to top   ▲