Religion in Geschichte und Gegenwart

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Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

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Marsanes (NHC X, 1; Mar)

(20 words)

[English Version] Marsanes (NHC X, 1; Mar)Sethianismus

Marsay

(142 words)

Author(s): Strohm, C.
[English Version] Marsay, Charles Hector de (1688 Paris – 3.2.1753 Ampleben bei Wolfenbüttel), aus hugenottischem Adel stammend, quittierte 1711 unter dem Einfluß der Schriften der quietistischen Mystikerin A.Bourignon den Militärdienst, um in der wittgensteinischen Exulantenkolonie Schwarzenau bei Berleburg ein Leben der weltentsagenden Kontemplation zu führen. Seit 1712 lebte M. in geistl. Ehe mit Clara Elisabeth v.Callenberg an verschiedenen Orten ein unstetes Leben als Seelenführer und Autor myst…

Marsden

(180 words)

Author(s): Hutchinson, M.
[English Version] Marsden, Samuel (25.6.1765 Bogly, England – 12.5.1838 Windsor, Neusüdwales, Australien), Geistlicher, Landwirt und Missionsvorsteher. M. erhielt eine anglik. Collegeausbildung in Hull und Cambridge mit Unterstützung der evangelikalen Elland Society (W.Wilberforce). Diese sandte ihn 1793 als stellvertretenden Pastor in die Kolonie Neusüdwales, Australien, die als mögliche Basis für die Bekehrung nicht nur der importierten Gefangenen, sondern der Südseevölker insg. angesehen wurde. …

Marsh

(149 words)

Author(s): Carter, G.
[English Version] Marsh, Herbert (10.12.1757 Faversham, Kent, England – 1.5.1839 Peterborough, Cambridgeshire), anglik. Theologe und Bischof. M. studierte in Cambridge und wurde 1779 Fellow am St. John's College. Während seines Studiums in Deutschland bei J.D.Michaelis kam er mit der neuen Bibelwissenschaft in Berührung, später übersetzte er Michaelis' »Einleitung in das NT«. 1807 erfolgte M.s Ernennung zum Lady Margaret Prof. in Cambridge. Mit seinen begeistert aufgenommenen Vorlesungen zur Bibelkr…

Marsilio Ficino

(334 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (19.10.1433 Figline im Arnotal – 1.10.1499 Careggi bei Florenz). Als Sohn des Leibarztes Cosimos de' Medici wurde er von diesem gefördert und von einem Medizinstudium zur Philos. hingeführt. Er lernte gründlich Griech. und übers. und komm. v.a. Plato (1463–1469), Plotin (1484–1486) und eine Reihe weiterer neuplatonischer Autoren. In Florenz gründete er eine Platonische Akademie (: I., 5.), in der er zus. mit einem Kreis von Bürgern, an der Spitze Lorenzo de' Medici, intensiv die…

Marsilius

(240 words)

Author(s): Schulze, M.
[English Version] von Inghen (1335/1340 in oder bei Nijmegen – 20.8.1396 Heidelberg), Philosoph und Theologe, Studium in Paris, M.A. 1362; Studium der Theol. seit 1366; verschiedene Universitätsämter: Rektor (1367, 1371) und Prokurator der anglik. Nation (1363, 1373, 1374, 1375). M. erlebte in Rom das Schisma zw. Urban VI. (1378–1389) und Clemens VII. (1378–1394; Papsttum: II.), für den sich 1379 auf Druck des franz. Königs auch die Universität Paris entschied. M. kehrte von Rom aus nicht mehr nach…

Marsilius

(519 words)

Author(s): Miethke, J.
[English Version] von Padua (ca.1275/1290–1342/43), Gelehrter, wichtigster Vertreter der ma. aristotelischen Politiktheorie, Höfling und Arzt Kaiser Ludwigs IV., des Bayern. Aus einer Notarsfamilie Paduas stammend, studierte M. Artes und Medizin, zuerst in Padua, dann in Paris, wo der M.A. 1312 (für drei Monate) zum Rektor der Universität gewählt wurde. Im Universitätsauftrag besuchte M. die Kurie; er stand mit Ghibellinen Oberitaliens (Matteo I. Visconti und Cangrande della Scala) in Verbindung. A…

Martensen

(202 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Martensen, Hans Lassen (12.8.1808 Flensburg – 3.2.1884 Kopenhagen), dänischer Theologe und Kirchenführer; als Schüler durch die Werke N.F.S.Grundtvigs geprägt, wandte er sich im Studium dem dt. Idealismus zu. Auf einer Studienreise knüpfte er 1834 Kontakte u.a. zu Ph.K.Marheineke, F.W.J.Schelling, F.X.v.Baader und N.Lenau. 1836 promoviert, seit 1840 in Kopenhagen Prof. für Syst. Theol., wurde der polit. umstrittene M. 1845 Hofprediger und 1854 als Bf. von Seeland höchster kirchl. V…

Martí

(142 words)

Author(s): Lampe, A.
[English Version] Martí, José (28.1.1853 Havanna – 19.5.1898 Boca de Dos Ríos), Dichter, Philosoph und Unabhängigkeitskämpfer. Vf. Prosa und Lyrik v.a. zum Thema Freiheit (Versos Libres, 1913). Eine umfassende Würdigung von M.s Werk fällt schwer: Christl.-sozial, antiklerikal, revolutionär und nationalistisch sind nur einige der Charakteristika, die zur Beschreibung seines Denkens herangezogen wurden. Sein Werk enthält deutlich wahrnehmbare christl.-ethische Elemente. Er selbst sah sich als Bürger …

Martianus Capella

(423 words)

Author(s): Hadot, I.
[English Version] (M.Minneus Felix C.; 4./5.Jh. n.Chr.). M. lebte in Karthago in Nordafrika und schrieb im Alter für seinen Sohn die neun Bücher »De nuptiis Philologiae et Mercurii« (De nupt.; Datierungen reichen von 380–500 n.Chr.) und eine separate Schrift über Metrik (s. de Nonno). – De nupt. hat die Form einer menippeischen Satire. Sie handelt in allegorischer Form ein neuplatonisches (Neuplatonismus) Kernthema ab: Philol. ist die Verkörperung des Wissens, das die menschliche vernünftige Seel…

Martin

(125 words)

Author(s): Decot, R.
[English Version] (Linius) von Cochem (13.12.1634 Cochem – 10.9.1712 Waghäusel), Kapuziner (1653), Theologe, geistl. Volksschriftsteller. Nach der Priesterweihe (1657/58) Lehrtätigkeit im Ordensstudium, Seelsorger, Visitator in den Bistümern Mainz (1682–1685) und Trier (1698/99), zwischenzeitlich als Volksmissionar in Passau, Linz und Prag. Er war einer der bedeutendsten Volks- und Erbauungsschriftsteller und Förderer der Passionsfrömmigkeit. Seine »Meßerklärung« (1695) und sein Gebetbuch (Güldener …

Martin

(309 words)

Author(s): Brennecke, H.C.
[English Version] von Tours (ca.316–397; Fest 11.11.). Die Martinsschriften des Sulpicius Severus sind die einzigen zeitgenössischen Quellen (Epistulae et dialogae [CSEL 1]; Vita Martini [SC 133–135]). In der ca.395/397 vf. Vita, die verschiedene Episoden nur lose miteinander verknüpft und nach M.s Tod in drei Briefen und drei bzw. zwei Dialogen ihre Fortsetzung findet, zeichnet Sulpicius M. nach seinen monastischen Idealen. Ca. 316/17 (widersprüchliche Chronologie) als Sohn eines Tribuns im pannon…

Martin

(137 words)

Author(s): Delcamp, R.
[English Version] Martin, Frank Théodore (15.9.1890 Genua – 21.11.1974 Naarden), Schweizer Komponist. Als jüngstes Kind aus einer calvinistischen Pfarrfamilie stammend, begann M. bereits mit acht Jahren zu komponieren. Sein einziger musikalischer Lehrer war Joseph Lauber, bei dem er Klavier-, Theorie- und Kompositionsunterricht erhielt. – Nach dem 1. Weltkrieg lebte M. in Zürich, Paris und Rom; 1926 kehrte er nach Genua zurück, um dort mit Emil Jaques-Dalcroze (1865–1950) zusammenzuarbeiten. Seit 1…

Martin

(78 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] von Troppau (Polonus; vor 1230 Troppau – 12.6.1278 Bologna), zunächst Dominikaner in Prag, dann päpstl. Kaplan und apostolischer Pönitentiar in Rom, am 21.5.1278 in Viterbo noch zum Erzbf. von Gnesen geweiht, ist v.a. als Chronist berühmt geworden. Seine anekdoten- und fabelreiche Chronik (: IV.) der Päpste und Kaiser war weitverbreitet und wurde so oft fortgesetzt und nachgeahmt, daß eine regelrechte Gattung von Martins-Chroniken entstand. Peter Hauptmann Bibliography A.-D.v.den Brincken (LThK 3 6, 1997, 1429) (Lit.).

Martin

(168 words)

Author(s): Heil, U.
[English Version] von Braga (ca.515 Pannonien – 580 Braga, nördliches Portugal), pilgerte nach Palästina und wurde dort Mönch. Um 550 kam M. nach Gallaecia (Sueven), gründet in Dumio ein Kloster und wurde dort auch Bischof, als Dumio vom kath. gewordenen suevischen König zum Bistum erhoben wurde. Auf dem ersten Konzil von Braga der suevischen Kirche 561 noch Teilnehmer, leitete er 572 als Metropolit der suevischen Kirche das zweite Konzil, dessen zehn Kanones Fragen des kirchl. Alltags betrafen. Üb…

Martini

(117 words)

Author(s): Wallmann, J.
[English Version] Martini, Jakob (16.10.1570 Langenstein bei Halberstadt – 30.5.1649 Wittenberg). Studium in Helmstedt und Wittenberg, 1597 Rektor in Norden, Ostfriesland, 1602 Prof. der Logik und Metaphysik in Wittenberg, 1613 zusätzlich der Ethik, 1623 Prof. der Theol. M. folgte C.Martini in der Neubegründung der Metaphysik, die er in drei Werken bearbeitete. In seinem »Vernunft-Spiegel« (1619), einem der ersten philos. Werke in dt. Sprache, bekämpfte er ramistische und philosophiefeindliche Tend…

Martini

(135 words)

Author(s): Kampmann, J.
[English Version] Martini, Matthias (1572 Freienhagen, Waldeck – 21.6.1630 Kirchtimke bei Bremen), nach Ausbildung in Korbach und Herborn (Reformierte Hohe Schulen in Deutschland) 1594 nassau-dillenburgischer Hofprediger, ab 1595 auch Prof. in Herborn; 1598 Pädagogarch/Adjunkt des Stadtpfarrers in Siegen; 1607 Stadtpfarrer in Emden; seit 1610 in Bremen Theologieprof. und Rektor. Theol. geprägt wurde M. u.a. durch C.Olevian; seine Föderaltheologie entwickelte sein Schüler J.Coccejus später weiter. S…

Martini

(103 words)

Author(s): Wallmann, J.
[English Version] Martini, Cornelius (1568 Antwerpen – 17.12.1621 Helmstedt). Studium in Rostock bei D.Chyträus und J.Caselius. 1592 Prof. der Logik in Helmstedt, Teilnehmer am Religionsgespräch in Regensburg (1601). Als wohl erster an einer prot. Universität las M. über die aristotelische Metaphysik. Er gilt als Begründer der prot. Schulmetaphysik (Disputationes metaphysicae, 1604–1606), prägte den späthumanistischen Charakter der nicht an die Konkordienformel gebundenen Universität Helmstedt und …

Martin-Luther-Bund

(329 words)

Author(s): Dörfler-Dierken, A.
[English Version] . Mit den Auswanderungen des 19.Jh. entstanden in der dt. Erweckungsbewegung mehrere unabhängig voneinander arbeitende Missionsgesellschaften für die Deutschen in Nordamerika. Die Führungskrise bei den Stephaniten (Missouri-Synode) führte 1840 in Dresden zur Gründung des ersten explizit konfessionell bestimmten »Verein(s) zur Unterstützung der luth. Kirche in Nordamerika«. Ihm folgte 1853 in Hannover der »Gotteskasten«, das Vorbild für entsprechende Vereine in Lauenburg (1857), B…

Martin V.

(149 words)

Author(s): Schneider, H.
[English Version] Martin V., Papst 11.11.1417–20.2.1431 (Oddo Colonna, geb. 1368), päpstl. Protonotar, 1405 Kardinal. Die (nach bes. Modus erfolgte) Wahl zum Papst auf dem Konzil von Konstanz beendete das Abendländische Schisma (Papsttum: II.). M.s Bemühungen um die Kirchenreform (Konkordate; Reformgutachten) und um die Eindämmung von Konziliarismus (Konziliarität) und Gallikanismus dienten der Erneuerung der päpstl. Autorität. Effizient reorganisierte er den zerrütteten Kirchenstaat und betrieb de…
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