Religion in Geschichte und Gegenwart

Get access Subject: Religious Studies

Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

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Nahua

(115 words)

Author(s): Wißmann, Hans
[English Version] Nahua, Sprachengruppe der uto-aztekischen Sprachfamilie, zugleich Sammelbez. für die diese Sprachen sprechenden Völker Mesoamerikas (Mexiko). Nach der Nominalendung werden ihre Sprachen unterschieden in die der Nahuatl- und der Nahuat̲-Gruppe. Zur zweiten gehörten wahrscheinlich das untergegangene Toltekische (Tolteken) im Hochland von Mexiko und das erst Anfang des 20.Jh. ausgestorbene Pipil der Pipil von El Salvador, zur ersten v.a. die Sprache der Azteken (aztekische Religion). Hans Wißmann Bibliography R. Sime´on, Dictionnaire de la langue …

Nahumkommentar

(9 words)

[English Version] Qumran

Nahum/Nahumbuch

(1,346 words)

Author(s): Köckert, Matthias
[English Version] I. Stellung im KanonNah steht im Zwölfprophetenbuch (Prophetenbücher) an siebter Stelle. Im hebr. Kanon geht ihm Mi, im griech. (wohl wegen Ninive) Jon voraus. Die Abfolge im MT wird von den in Mi 7,8–20 auf Nah 1 hin geschaffenen Stichwortbezügen (Nogalski) verstärkt. Mit Hab verbindet Nah nicht nur die Art der Überschrift, sondern auch die in Hab 1 redaktionell gebildeten Verknüpfungen mit Nah 3. Beide Bücher waren vielleicht einmal zu einer Zweiprophetenschrift zusammengestellt,…

Name

(4,894 words)

Author(s): Udolph, Jürgen | Figal, Günter | Hutter, Manfred | Assel, Heinrich | Rüterswörden, Udo | Et al.
[English Version] I. SprachwissenschaftlichAus sprachwiss. Sicht werden Eigennamen (nomen proprium) und Gattungsnamen (nomen appellativum) unterschieden, die beide der Funktion nach zu den Substantiven gehören. Eigennamen dienen der Benennung (d.h. der Identifizierung) von individuellen Personen, Örtlichkeiten, Sachverhalten oder als individuell gedachten Kollektiven und weisen einem Bezeichneten zunächst keine allg. Eigenschaften zu. Mit dem N. »Lena« ist außerhalb eines konkreten Kontextes keine…

Namenglaube

(275 words)

Author(s): Hutter, Manfred
[English Version] Namenglaube, religionswissenschaftlich. Der Name einer Person oder Gottheit (Namen Gottes) drückt für viele Kulturen ein individuelles und unverwechselbares Wesensmerkmal dieser Person aus, woraus die Vorstellung erwächst, daß derjenige, der diesen Namen kennt, über die betreffende Person verfügen könne. Teilweise wird damit die Furcht verbunden, daß durch das Bekanntwerden des Namens Feinde oder Dämonen Macht über den Namenträger gewinnen können, so daß der wahre Name geheimgehal…

Namen Gottes

(1,463 words)

Author(s): Rebiger, Bill | Assel, Heinrich | Ess, Josef van
[English Version] I. JudentumAls bibl. N.G. gelten v.a. das Tetragramm JHWH sowie die Wendung אֶהְיֶה אֲשֶׁר אֶהְיֶה/'æh ejæh 'asˇær 'æh ejæh (wörtl. »Ich bin, der ich bin«) bzw. auch 'æh ejæh allein (Ex 3,14), wobei das Tetragramm z.Z. des Zweiten Tempels nur am Versöhnungstag (Feste/Feiern: III.) vom Hohepriester ausgesprochen werden durfte. Bibl. Attribute und Epitheta Gottes werden als weitere N.G. verstanden. Die rabb. Lit. kennt einige Umschreibungen für Gott (: IX), darunter auch ha-shem (»der Name«), die v.a. als …

Namen Jesu

(146 words)

Author(s): Brüske, Gunda
[English Version] Namen Jesu, Fest. Infolge stärkerer Betonung der Menschwerdung Christi (Bernhard von Clairvaux) von den Volkspredigern der Bettelorden (bes. Bernardino von Siena, Johannes von Capestrano) verbreitet, wurde das Fest 1530 im Eigenkalender der Franziskaner für den 14.1. (jetzt 3.1.) eingeführt und 1721 auf die ganze kath. Kirche ausgeweitet. Pius X. legte es 1913 auf den Sonntag zw. 1. und 6.1. (bzw. 2.1.), also näher an Weihnachten und den Oktavtag (1.1.) mit dem Evangelium von Besch…

Namenstag

(309 words)

Author(s): Schlemmer, Karl
[English Version] . Der Name hat ein bes. Gewicht für den Menschen. Ob damit »Vorbedeutung« im Sinne schicksalhafter Bestimmung gemeint ist, muß dahingestellt bleiben. Jedenfalls wählen Eltern i.allg. die Namen ihrer Kinder mit Bedacht aus. Von daher ist es u.a. in manchen kath. geprägten Gegenden üblich, anstatt des Geburtstages den N. zu feiern. In der Frühzeit des Christentums behielten Männer und Frauen ihren urspr. Namen auch nach der Taufe bei. Eine förmliche Aufforderung an die Eltern, ihre Kinder nach Heiligen zu benennen, findet sich um 2…

Namenverehrung

(335 words)

Author(s): Ruppert, Hans-Jürgen
[English Version] (Christi, im Osten). Im Rahmen hesychastischer Gebetspraxis (Hesychasmus; s.a. Gebet: X.) bildete sich die Tradition des »immerwährenden Jesusgebets«: »Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich über mich Sünder«. Nach der »Philokalia« (1782) dient es, in Verbindung mit Atemtechniken, der Einpflanzung des Namens Jesu im Herzen (Herzensgebet) zur Erlangung der Schau Gottes und des Seelenfriedens (η῾συχι´α/hēsychi´a). Der russ. »Pilger« (anonym 1884) wiederholt es täglich bis zu 12 000 mal. Der sog. Hesychastische Streit (14.Jh.)…

Namibia

(711 words)

Author(s): Nambala, Shekutaamba V.V. | Ward, Kevin
[English Version] I. Allgemein Mit einer Fläche von 824 295 km 2 und 1 826 854 Einwohnern liegt das heutige N. am südwestlichen Rand Afrikas, begrenzt von Angola, Sambia und Simbabwe im Norden, Botswana im Osten, der Republik Südafrika im Süden und Südwesten und dem Atlantik im Westen. N. war seit 1884 Schutzgebiet des Deutschen Reiches, wurde nach dem 1. Weltkrieg an den Völkerbund abgetreten und kam als Mandatsgebiet unter die Verwaltung Südafrikas, von dem es quasi als Teil seines Staatsgebietes beh…

Nānak

(346 words)

Author(s): Boehm-Tettelbach, Monika
[English Version] (1469 Talvaṇḍı̄, heute Nankānā Sāhib, Pakistan – 1539 Kartārpur, Indien), Gurū, Stifter der rel. Gemeinschaft der Sikhs (»Schüler«, d.h. Gurū N.s). Im nordindischen Panjab gegründet, blieb der Sikhismus durch diese Kulturregion geprägt, hat sich aber ab dem 20.Jh. auch außerhalb Indiens, bes. in Großbritannien und Nordamerika verbreitet, von wo er auf sein Ursprungsland zurückwirkt. N.s Lehre gehört in das Spektrum der Bhakti-Religiosität der nordindischen Sants (»seiend,…

Nanotechnik

(364 words)

Author(s): Kern, Dieter P.
[English Version] . Die Vorsilbe »nano« (von griech. na´nos, »Zwerg«) vor einer Maßeinheit bez. den milliardsten Teil. N. beschreibt den Umgang mit Dingen, deren Dimensionen im Bereich eines Bruchteils eines milliardstel Meters bis zu einigen 100 Nanometern liegen, d.h. mit Atomen, kleinen atomaren Aggregaten, Biomolekülen, chemisch, elektronisch, optisch, mechanisch spezifische Eigenschaften aufweisenden künstlichen Strukturen verschiedenster Materialien. Im Vordergrund stehen die Erzeugung, Char…

Nantes, Edikt von

(17 words)

[English Version] Frankreich: III. Christentum, 1. Historisch; Hugenotten: I. Kirchengeschichtlich, 1. Europa

Naogeorgus

(152 words)

Author(s): Schröder, Tilman M.
[English Version] (Kirchmair), Thomas (um 1508 Straubing – 29.12.1563 Wiesloch). Dominikaner in Regensburg, schloß sich 1524 der Reformation an. Ab 1535 Pfarrer in Sachsen und Thüringen. Seine neulat. Werke »Pammachius« (1538), »Mercator« (1540) und »Incendia« (1541) machten N. zum herausragenden ev. Dramatiker seiner Zeit. Aufgrund radikaler und calvinistischer Lehren überwarf sich N. mit dem Luthertum und wandte sich ab 1546 nach Süddeutschland. 1561 Superintendent in Esslingen. Seine Befürwortun…

Napoleon I.

(560 words)

Author(s): Klueting, Harm
[English Version] (Napolione Buonaparte; 15.8.1769 Ajaccio, Korsika – 5.5.1821 St. Helena), Kaiser der Franzosen. 1785 franz. Artillerieleutnant, 1793 der »Bergpartei« um M. Robespierre verbunden und nach der Rückeroberung von Toulon (Dezember 1793) zum General befördert, wurde N. nach dem 9. Thermidor (27.7.1794) vorübergehend aus der Armee entlassen. Nach der Niederschlagung des royalistischen Aufstandes in Paris (5.10.1795) 1796 Oberbefehlshaber der Italienarmee, führten seine Siege zum Frieden…

Napoleonische Epoche

(494 words)

Author(s): Frie, Ewald
[English Version] . Die n.E. wird umgrenzt durch das Konsulat (1799–1804) und das Kaiserreich (1804–1815) Napoleons I. und steht damit am Ende der Französischen Revolution (s.a. Frankreich: III.,1., i und j). Sie bewahrte einerseits deren wesentliche soziale und polit. Errungenschaften und breitete sie über Europa aus. Andererseits lenkte sie mit Wiedereinführung der Monarchie, des Adels und des gregorianischen Kalenders in die eur. Tradition zurück. In der Gesch. der eur. Kirchen, Konfessionen un…

Narboni

(143 words)

Author(s): Dan, Joseph
[English Version] Narboni, Moses (ca.1300 Perpignan, Frankreich – 1363 Soria, Spanien), bedeutender jüd. Philosoph des 14.Jh. N. arbeitete als wandernder Arzt in verschiedenen Städten Spaniens und der Provence. Sein bekanntestes und einflußreichstes Werk ist der Komm. zu Moses Maimonides' »More Nevukhim« (veröff. 1852 in Wien). N. vertrat eine fundamentale Maimonides-Interpretation und folgte in höherem Maße als die meisten jüd. Rationalisten den Lehren Averroes'. N. behauptete eine Judentum, Chris…

Narrative Predigt

(419 words)

Author(s): Grözinger, Albrecht
[English Version] . Der Begriff der n.P. entstand in den 70er Jahren des 20.Jh. als ein programmatischer Begriff im Zusammenhang der verschiedenen Konzeptionen einer narrativen Theologie (Metz, Ritschl). Heute wird der Begriff eher analytisch verwendet, um bestimmte sprachliche Leistungen einer Predigtgattung unter homiletischen Aspekten (Homiletik) zu beschreiben. Von einer n.P. können wir dort sprechen, wo eine Predigt insg. oder in wesentlichen Teilen von der Erzählform geprägt ist. Diese Erzäh…

Narrative Theologie

(394 words)

Author(s): Arens, Edmund
[English Version] würdigt das Erzählen und die Erzählung im Blick auf deren anthropologische Dimension, theol. Bedeutung und praktische Relevanz. Beide kommen als elementare sprachlich-soziale Vollzüge sowie als wesentliche Artikulationsformen von Rel. zur Geltung. Das Erzählen und die Erzählung stellen eine Grundform der bibl. Lit., der christl.-kirchl. Überlieferung sowie der Weitergabe, Aneignung und Praxis des Glaubens dar. Von diesem Befund ausgehend, bestreitet bzw. relativiert n.Theol. die …

Narrenfeste

(394 words)

Author(s): Daxelmüller, Christoph
[English Version] . Die N. oder Eselsfeste gehen auf Feste der Kanoniker zurück, die vornehmlich zw. Weihnachten und Epiphanie, aber auch am Tag der Unschuldigen Kinder (28.12.) in Kathedral- und Kollegiatkirchen gefeiert wurden; die frühesten Zeugnisse finden sich im Frankreich des späten 12.Jh.; Ende des 13.Jh. auf das Fest des hl. Nikolaus von Myra (6.12.) verlegt, boten N. die Gelegenheit, kirchl. Hierarchien, klerikale Ordnungen und die Liturgie des Gottesdienstes zu parodieren und ins Gegent…
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