Religion in Geschichte und Gegenwart

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Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

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Wach

(214 words)

Author(s): Krüger, Oliver
[English Version] Wach, Joachim (25.1.1898 Chemnitz – 27.8.1955 Locarno). Nach dem Studium der ev. Theol., Philos. und orientalischen Sprachen bei F. Heiler, E. Troeltsch und E. Husserl promovierte W. 1922 in Leipzig im Fach Religionswiss., habilitierte sich dort 1924 und promovierte 1930 in ev. Theol. in Heidelberg. Seine Tätigkeit an der Universität Leipzig mußte W. 1935 aus rassenpolit. Gründen aufgeben. Er emigrierte in die USA, wo er zunächst an der Brown University (RI) lehrte und 1945 einen …

Wachtang Gorgasal

(142 words)

Author(s): Hauptmann, Peter
[English Version] Wachtang Gorgasal, (Vahtang Gorgasali; 1. Hälfte des 5.Jh. – 502), König von Iberien (Ostgeorgien). Sein Beiname bedeutet »Wolfskopf« und leitet sich von seiner Helmzier her. Die seit seiner Thronbesteigung um 446 verfolgten Ziele einer Stärkung seiner Zentralgewalt und ihrer Ausdehnung auf ganz Georgien sowie dessen Lösung aus der Abhängigkeit vom pers. Sasanidenreich waren 483 vorübergehend erreicht. Gleichzeitig setzte er beim Patriarchen von Antiochien die Weihe seines Kandid…

Wackenroder

(351 words)

Author(s): Hurst, Matthias
[English Version] Wackenroder, Wilhelm Heinrich (13.7.1773 Berlin – 13.2.1798 ebd.), dt. Kunsttheoretiker und Schriftsteller, der durch seine Kunstauffassung zum Wegbereiter der dt. Romantik wurde. Auf dem Gymnasium, das er von 1786 bis 1792 besuchte, schloß er Freundschaft mit Ludwig Tieck (1773–1853) und hörte, während er in Erlangen und Göttingen Jura studierte, regelmäßig Vorlesungen über Kunst- und Kulturgesch., beschäftigte sich intensiv mit der durch Johann Joachim Winckelmann vermittelten Äs…

Wackernagel

(242 words)

Author(s): Wennemuth, Heike | Grözinger, Albrecht
[English Version] 1.Philipp , Karl Eduard (28.6.1800 Berlin – 20.6.1877 Dresden), studierte Naturwiss., dt. Sprache und Lit. in Breslau, Halle und Berlin, gefördert von K.v. Raumer; 1824–1861 Pädagoge an verschiedenen (Privat-)Schulen mit Veröff. für den Unterricht. 1827 Promotion in Erlangen aufgrund seiner Abh. zur Mineralogie; 1861 Dr. h.c. der Theol. Fakultät der Universität Breslau. Ab 1839 Vertiefung der hymnologischen Arbeiten mit ersten Quelleneditionen; 1844/45 hymnologische Forschungen i…

Wadi ed-Daliyeh

(13 words)

[English Version] Qumran: I. Wadi ed-Daliyeh

Wadi Murabbaʿat

(18 words)

[English Version] Qumran: IV. Naḥal Ḥever, Wadi Murabbaʿat und Ketef Jericho

Waffen

(762 words)

Author(s): Bräunlein, Peter J. | Reuter, Hans-Richard
[English Version] I. Kultur- und religionsgeschichtlich Sprachentwicklung und intelligenter Werkzeug- bzw. Waffengebrauch liegen evolutionsgesch. auf gleicher Stufe. Technologisch sind Jagd- und Kriegswaffen zunächst identisch. W. als Grabbeigaben finden sich ab dem Jungpaläolithikum (Bestattung: I., Totenkult/Totenverehrung: I.). Die todbringende Macht der W. erklärt ihre religionshist. Besonderheit. Bei Opferhandlungen (Menschenopfer, Opfer, Ritualtötung) werden bes. geformte Messer verwendet, deren Herstellung und Gebrauch r…

Wagenseil

(135 words)

Author(s): Blastenbrei, Peter
[English Version] Wagenseil, Johann Christoph (26.11.1633 Nürnberg – 9.10.1705 Altdorf). Studium in Altdorf, 1665 Dr. phil., 1668 Prof. ebd. (Gesch., Jura, Orientalische Sprachen). Zahlreiche Erstübers. aus dem Talmud, Entdecker des Jiddischen. Kontakte zu jüd. Gelehrten ab 1654 führten ihn zur Kritik an der Lage der Juden. W. wies ab 1693 den Ritualmordvorwurf zurück, entwarf ab 1703 ein Konzept des friedlichen Zusammenlebens von Juden und Christen durch rechtliche Abgrenzung, humane Behandlung der…

Wagner

(142 words)

Author(s): Aldenhoff-Hübinger, Rita
[English Version] Wagner, Adolph Heinrich Gotthilf (25.3.1835 Erlangen – 8.11.1917 Berlin). Nach dem Studium in Göttingen und Heidelberg lehrte W. Nationalökonomie mit den Schwerpunkten Finanzwiss. und Statistik in Wien (1858), Dorpat (1864), Freiburg i.Br. (1868) und Berlin (1870). W. war neben G. Schmoller einer der markantesten Vertreter der Wirtschaftswissenschaften und der staatl. Sozialpolitik im Kaiserreich. Er war Mitbegründer des Vereins für Socialpolitik (1872/73), der Christl. Sozialen A…

Wagner

(166 words)

Author(s): Praßl, Franz Karl
[English Version] Wagner, Peter Josef (19.8.1865 Kürenz bei Trier – 17.10.1931 Fribourg), Choralwissenschaftler. Nach Ausbildung bei Michael Hermesdorff am Trierer Dom Studium in Straßburg (Gustav Jacobsthal) und Berlin (Heinrich Bellermann und Ph. Spitta). 1893 Habil. in Fribourg, dort PD, 1897 a.o. Prof., 1902 o. Prof., 1920/21 Rektor. 1901 Gründung der gregorianischen Akademie an der Universität Fribourg, welche prominente Schüler und wichtige Studien hervorbrachte. 1904 Mitglied der päpstl. Kom…

Wagner

(129 words)

Author(s): Gündisch, Konrad
[English Version] Wagner, Valentin (ca.1510 Kronstadt/Braşov [?] – 2.9.1557 ebd.), Humanist und Reformator in Siebenbürgen. Studium in Krakau und Wittenberg (1542/43, 1554 Magister). Führte die Aktivitäten seines Lehrers J. Honter als Gymnasialrektor (1544/45), Hundertmann (1546) und Ratsherr (1547), Stadtpfarrer von Kronstadt (1549–1557), Dechant des Burzenlandes (1552), und Buchdrucker (Werke antiker Schriftsteller und dt. Reformatoren, griech. Grammatik, Lehrbücher, Schuldichtungen, dt. Gesangbu…

Wagner

(234 words)

Author(s): Hartwich, Wolf-Daniel
[English Version] Wagner, Richard (22.5.1813 Leipzig – 13.2.1883 Venedig). Nach vorwiegend autodidaktischen Studien, verschiedenen Dirigententätigkeiten und dem gescheiterten Versuch, sich in Paris als Opernkomponist zu etablieren, wurde W. 1842 Hofkapellmeister in Dresden. Wegen seiner Mitwirkung an der Revolution von 1848 mußte W. in die Schweiz fliehen. Der bayerische König Ludwig II. berief W. 1864 nach München und förderte die Aufführung seiner Werke. W. übersiedelte 1872 nach Bayreuth, wo er …

Wagner

(325 words)

Author(s): Graf, Friedrich Wilhelm
[English Version] Wagner, Falk (25.2.1939 Wien – 18.11.1998 ebd.). Nach dem Studium der ev. Theol., v.a. bei H.W. Wolff und Wolfhart Pannenberg, und Philos., bes. bei Th.W. Adorno und Wolfgang Cramer, wurde der aus bürgerlicher Familie stammende, früh in der biblizistisch-wertkonservativen »Heliand«-Pfadfinderschaft engagierte W. 1969 in München mit »Der Gedanke der Persönlichkeit Gottes bei Fichte und Hegel« zum Dr. theol. promoviert. Die Habil. erfolgte hier im Wintersemester 1971/72 mit einer »k…

Wagnitz

(143 words)

Author(s): Albrecht-Birkner, Veronika
[English Version] Wagnitz, Heinrich Balthasar (8.9.1755 Halle/S. – 28.2.1838 ebd.). 1777 Adjunkt an Unser Lieben Frauen in Halle, 1786 Diakon, 1809–1834 Oberpfarrer und Superintendent ebd. Zudem 1784–1817 Prediger am Zucht- und Arbeitshaus, seit 1804 a.o. Prof. für Moral und Homiletik ebd. – W.' aus der Praxis erwachsenen, für die Gesch. der Justiz und der Gefangenenseelsorge bedeutsamen Vorschläge zu einer Reform des Strafvollzugs mit dem Schwerpunkt einer Beamtenausbildung (u.a. Über die moralisch…

Wahhābiten

(240 words)

Author(s): Peskes, Esther
[English Version] Wahhābiten, Anhänger einer dogmatischen Richtung im sunnitischen Islam (: II.), die durch den ḥanbalitischen Gelehrten Muḥammad ibn ʿAbdalwahhāb (1703–1792) im Zentrum der Arabischen Halbinsel begründet wurde. Die urspr. Eigenbez. der W. ist »al-muwaḥḥidūn«, »die Bekenner der Einheit Gottes«. Im Zentrum der Lehren Ibn ʿAbdalwahhābs steht eine gegenüber der Tradition der sunnitischen Rechtsschulen restriktivere Auslegung der Bedingungen zur Erfüllung der Pflicht des Bekenntnis…

Wahlen

(953 words)

Author(s): Falter, Jürgen W.
[English Version] sind das gebräuchlichste, aber keineswegs das einzige Verfahren zur Bestimmung der Mitglieder von Repräsentativkörperschaften und der Inhaber höchster Staatsämter. Andere Techniken sind beispielsweise der Losentscheid, die Zustimmung durch Akklamation und die Besetzung qua Amt, Herkunft, Ämterkauf oder durch Benennung. W. sind nicht an die Staatsform der Demokratie gebunden. Man kennt und benutzt sie spätestens seit der Antike auch in vor- und manifest nicht-demokratischen Gesell…

Wahlrecht, kirchliches

(809 words)

Author(s): Rees, Wilhelm | Germann, Michael
[English Version] I. Katholisch Kirchl. W. ist die Möglichkeit, bei einer Wahl mitwählen oder gewählt werden bzw. unter verschiedenen Möglichkeiten eigenverantwortlich entscheiden zu können (s. Kirchenwahlen). Das aktive W. kann sich aus der Kirchengliedschaft herleiten (cc.96 und 208 CIC/1983; vgl. c.536: Pfarrpastoral- bzw. Pfarrgemeinderat; c.537: Pfarrvermögensverwaltungsrat) oder in bes. Rechtstiteln gründen, wie der Zugehörigkeit zum Kardinalskollegium (c.349; Kardinal), Konsultorenkollegium …

Wahrhaftigkeit/Authentizität

(1,521 words)

Author(s): Jüngel, Eberhard | Schwöbel, Christoph
[English Version] I. Fundamentaltheologisch 1. W. gilt als eine existentielle Grundhaltung des Menschen gegenüber anderen Personen, gegenüber sich selbst und gegenüber Gott. In sachlicher Nachbarschaft zum Verständnis der Wahrheit als Übereinstimmung (von intellectus und res) gilt W. als Übereinstimmung der Lebensäußerungen eines Menschen mit dem, was wahr ist bzw. er für wahr hält – unbeschadet der Möglichkeit, daß er mit seinem Fürwahrhalten im Irrtum ist. Nicht Irrtum, sondern Lüge ist der Gegen…

Wahrheit

(6,819 words)

Author(s): Jüngel, Eberhard | Koch, Klaus | Landmesser, Christof | Großhans, Hans-Peter
[English Version] I. Begriff und ProblematikDie Bedeutung des Ausdrucks »W.« – griech. α᾿λη´ϑεια/alē´theia, α᾿ληϑη´ς/alēthē´s; hebr. /אמֶת/'æmæt; lat. veritas, verus – hängt von dem jeweiligen Kontext ab, in dem er gebraucht wird. Von der jeweiligen Bedeutung des Ausdrucks »W.« ist die Definition des Begriffs der »W.« zu unterscheiden, aber auch die »Funktion oder Rolle, die dem Ausdruck bzw. dem Begriff … in den verschiedenen Kontexten und Diskursen im täglichen Leben, in den Wiss. und in der Philos. (und Theol.) zugeschrieben wird bzw. werden kann« (Puntel 927).Für die chri…

Wahrmund

(198 words)

Author(s): Link, Christoph
[English Version] Wahrmund, Ludwig (21.8.1860 Wien – 10.9.1932 Prag), kath. Kirchenrechtslehrer; nach juristischer Habil. in Wien (1889) ao. (1891) und o. Prof. (1894) in Czernowitz, 1896 o. Prof. an der Juristischen Fakultät Innsbruck. – W., der v.a. mit rechtsgesch. Arbeiten hervorgetreten war, erlangte eigentliche Berühmtheit durch den »Fall W.«: In aggressiver Form behauptete er die Unvereinbarkeit der »kath. Weltanschauung« mit moderner wiss. Erkenntnis und trat für eine Verbannung der Theol. …

Wahrnehmung

(2,396 words)

Author(s): Ulrich, Rolf | Rese, Friederike | Thomas, Günter
[English Version] I. Naturwissenschaftlich und psychologisch Unter W. läßt sich allg. die Aufnahme von Information im Zentralen Nervensystem aus der Umwelt oder dem Körperinneren verstehen. Die Funktion von W. besteht in erster Linie darin, lebenswichtige Informationen aus unserer Umwelt aufzunehmen; diese benötigen wir insbes. für die Steuerung motorischer Abläufe. Oft unterscheidet man zw. Empfindung und W. Diese Unterscheidung ist auf die Theorie des Strukturalismus von W. Wundt im 18.Jh. zurückzuführen. Danach setzt sich eine W. aus untei…

Wahrsager

(8 words)

[English Version] Divination/Mantik

Wahrscheinlichkeit

(651 words)

Author(s): Kober, Michael | Evers, Dirk | Gräb-Schmidt, Elisabeth
[English Version] I. Philosophisch Mit W. bezeichnen wir einerseits (objektiv) den Grad der Möglichkeit des Eintretens eines Ereignisses (ontologische W.), andererseits (subjektiv) den Grad der Gewißheit bzw. Glaubwürdigkeit einer Aussage (epistemische W.). Das sich bzgl. Entscheidungstheorien ergebende Interesse an …

Waisenfürsorge

(697 words)

Author(s): Götzelmann, Arnd
[English Version] ist seit Mose und dem bibl. Sozialrecht (Ex 22,21–23; Dtn 24,17) im AT ein wichtiges Feld jüd.-christl. Sozialverantwortung. Die W. bildet hist. eine Keimzelle der Kinder- und Jugendfürsorge/-hilfe (Kinderfürsorge, Jugendhilfe) bzw. Sozialpädagogik. Schon das antike Griechenland und das röm. Imperium mußten mit den Verarmungsrisiken zahlreicher Waisen (hebr. וֹם[uni_1465_right]יָת/jātôm, griech. ο᾿ρϕαn̆ο´ς/orphanós, lat. orbus) umgehen. Dazu wurde ein Vormundschaftswesen aufgebaut, bald durch Alimentationsstiftungen ergänzt. De…

Wajjiqra Rabba

(153 words)

Author(s): Jacobs, Martin
[English Version] (WaR), homiletischer Midrash zu Lev. WaR kommentiert nur die ersten Verse einzelner Perikopen aus Lev. Dazu kompiliert er mehrere lit. Homilien (Proömium oder »Peticha«) zu demselben Vers, die einen thematischen Bogen von einem Zitat aus den Hagiographen zu dem zu interpretierenden Vers aus Lev schlagen. Gleichzeitig strebt die Komposition einzelner Abschnitte eine inhaltliche Einheit an. Das Werk dürfte im 5.Jh. in Palästina kompiliert worden sein und weist Parallelen zu Bereshit Rabba und zum Talmud (: III.) Jerushalmi auf. Martin Jacobs Bibliography A.Wün…

Wake

(133 words)

Author(s): Amos, N. Scott
[English Version] Wake, William (26.1.1657 Blandford, Dorset, England – 24.1.1737 London), führender Geistlicher der Church of England. M.A. 1679, B.D. und D.D. 1689; Prediger am Gray's Inn, London (1689–1702), Domherr an der Christ Church Cathedral, Oxford (1689–1702), Rektor von St. James, Westminster (1693–1706), ständiger Domherr (1702/03) und Domdekan (1703) von Exeter, Bf. von Lincoln (1705), Erzbf. von Canterbury durch Versetzung (1716). Der liberal gesinnte W. kam den Nonkonformisten (Disse…

Wala

(160 words)

Author(s): Hartmann, Martina
[English Version] (um 755 – 31.8.836 Bobbio), Bruder Adalhards von Corbie, mit dem zus. er Kloster Corvey/Weser und das Damenstift Herford gründete; Vetter und Berater Karls des Großen, von Ludwig I., dem Frommen 813 verbannt und gezwungen, Mönch in Corbie zu werden; 826–830 Abt von Corbie in der Nachfolge seines Bruders und seit 823 Berater Lothars I.; 830 erneut verbannt, ging W. nach Italien, wo er 833–836 Abt von Bobbio war und Klosterstatuten vf. Paschasius Radbertus, 843/44–851 Abt von Corbie, schrieb seine Vita, das sog. Epitaphium Arsenii. Martina Hartmann Bibliography Quel…

Walachei

(346 words)

Author(s): Schneider, Johann
[English Version] . Die im Süden von Rumänien gelegene Region wird durch den Fluß Alt (Olt) in die Große W. (Muntenien) und die Kleine W. (Oltenien) gegliedert. Als Ausläufer der eurasiatischen Steppenzone wurde die W. bis in die frühe Neuzeit von verschiedenen Steppenvölkern besiedelt. Im Kontext der donaubulgarischen Reiche (Bulgarien) werden in hist. Quellen auch orth. Vlachen/Walachen (Rumänen) in der W. angeführt, die kanonisch zu Ochrid bzw. zu Tărnovo gehörten. Im 12.Jh. beherrschten pagane…

Walaeus

(279 words)

Author(s): Kirn, Hans-Martin
[English Version] Walaeus, Antonius (Antoine de Waele; 3.10.1573 Gent – 9.7.1639 Leiden), niederländischer ref. Theologe. 1596 Theologiestudium in Leiden, u.a. bei F. Junius und F. Gomarus, nach Studienreise durch Frankreich, Schweiz und Deutschl…

Walahfrid Strabo

(295 words)

Author(s): Berschin, Walter
[English Version] (um 807 – 18.8.849). Der in bedrängten Verhältnissen aufgewachsene und behinderte (»der Schieler«) W. schrieb auf der Reichenau schon als Fünfzehnjähriger lat. Gedichte. Sein erstes größeres Werk ist die metrische »Visio Wettini« (um Ostern 825). Um 826 vf. er die metrischen Legenden von Blathmac, dem irischen Königssohn, der auf der Insel …

Walatta Petros

(299 words)

Author(s): Böll, Verena
[English Version] (1594/95 Samada, Tabor Region, Äthiopien – 23.11.1644 Insel Rema, Tanasee, ebd.), äth. Heilige; Gedenktag: 23.11. W. gilt als Verteidigerin des äth.-orth. Glaubens und wird als Märtyrerin verehrt. Sie erhielt eine theol. Schulausbildung, heiratete Malka …

Walburga

(145 words)

Author(s): Hartmann, Martina
[English Version] (Waldpurga, Walpurgis; die Heilige; um 710 Südengland – 25.2.779/790), Schwester der angelsächsischen Brüder Willibald (Bf. von Eichstätt) und Wunibald (Abt von Heidenheim) und verwandt mit Bonifatius; kam in den 30er Jahren des 8.Jh. vielleicht mit Lioba auf den Kontinent und lebte möglicherweise in Tauberbischofsheim. 761 übernahm sie nach dem Tod Wunibalds di…

Walch

(399 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] 1.Johann Georg , (17.6.1693 Meiningen – 13.1.1775 Jena). Nach Studium der alten Sprachen und Gesch. in Leipzig ab 1710 und dortigen ersten Vorlesungen als Magister der klassischen Philol. wurde W. 1718 Prof. für Philos. und Altertümer in Jena, 1719 für Beredsamkeit, 1722 zugleich für Poesie. Noch vor seiner theol. Promotion 1726 erhielt er 1724 eine a.o. Professur für Theol. 1728 wurde er Ordinarius. Vorlesungen seines Schwiegervaters J.F. Buddeus zur polemischen Theol. baute er z…

Waldenser

(2,006 words)

Author(s): Köpf, Ulrich
[English Version] I. Mittelalter Valdesi, d.h. Anhänger des Bürgers Valdes von Lyon, treten erstmals auf dem III. Laterankonzil 1179 ins Licht der Gesch.; dort baten sie vergeblich um Erlaubnis zu freier Predigt. 1180 beschworen Valdes und seine Gefährten (fratres) auf einer Synode in Lyon ein orth. Glaubensbekenntnis und verpflichteten sich zu einem Leben nach den Evangelischen Räten. Damit hatte sich die Gemeinschaft der »Armen von Lyon« öfftl. vorgestellt, die – wie andere rel. Bewegungen des 12.Jh. – in Ausrichtung an der Bergpredigt und weiteren Teilen des Evangeliums ein asketisches und gewaltfreies Leben als Prediger nach dem Vorbild der Apostel anstrebte. In bewußtem Gegensatz zu den Katharern hielten die W. an der Lehre der röm. Kirche fest, distanzierten sich allerdings im Laufe der Zeit zunehmend von herkömmlichen Anschauungen und Verhaltensweisen, die nach ihrer Meinung nicht im Evangelium begründet waren (Heiligen- und Marienverehrung, Sakramentsfrömmigkeit, Fegfeuer und Gebet für Verstorbene u.a.) oder ihm gar widersprachen (Eid, Kriegsdienst u.a.). Bes. Anstoß erregte es, daß sie als Laien (darunter auch Frauen) ohne kirchl. Autorisierung, ja gegen kirchl. Verbot predigten. Valdes und seine Anhänger wurden aus Lyon vertrieben, 1184 neben anderen Gruppen auf dem Konzil von Verona durch Papst Lucius III. verurteilt (Edikt »Ad abolendam«) und seitdem als Häretiker…

Waldis

(253 words)

Author(s): Metz, Detlef
[English Version] Waldis, Burkard

Waldorfpädagogik

(578 words)

Author(s): Willmann, Carlo
[English Version] . Die W. geht auf den Anthroposophen R. Steiner zurück, dessen Menschenkunde die Grundlage der W. bildet. Ihre erste Realisierung fand die W. in der Gründung der Freien Waldorfschule (freie Schulen) 1919 in Stuttgart. Seit den 80er Jahren ist ein starkes Anwachsen dieser Gesamtschulbewegung in freier Trägerschaft zu verzeichnen (2004: 187 Schulen in Deutschland mit ca.76 000 Schülern, weltweit 683 Schulen). Die dt. Waldorfschulen sind organisiert im Bund der Freien Waldorfschulen…

Walenburch

(159 words)

Author(s): Decot, Rolf
[English Version] Walenburch, Adrian (23.5.1609 Rotterdam – 12.9.1669 Wiesbaden) und Peter van (1610 Rotterdam – 21.12.1675 Köln). Kontroverstheologen, Weihbfe. Nach ihrem Rechtsstudium in Angers veranlaßte Nuntius Fabio Chigi sie 1541, ins konfessionell labile Herzogtum Jülich-Berg zu gehen. Ab 1645 in Köln, wurde Adrian Domkanoniker (1647), Offiz…

Wales

(710 words)

Author(s): Ohst, Martin
[English Version] (walisisch Cymru), eine gebirgige, in die Irische See ragende Halbinsel (mit Anglesey 20 763 km 2), wird im Norden von der Liverpool-Bucht und im Süden vom Bristol-Kanal begrenzt. Seit 1536 in das Königreich England eingegliedert, hat W. (Hauptstadt: Cardiff) seit 1998 ein eigenes Regionalparlament. Von den ca.2,93 Mio. Einwohnern (2001) sprechen ca.575 000 Walisisch (Cymraeg), eine keltische Sprache. 72% der Einwohner bezeichneten sich 2001 als Christen, 22 000 als Muslime, über 4000 als Hi…

Wallfahrt/Wallfahrtsorte

(8,670 words)

Author(s): Winter, Franz | Oegema, Gerbern S. | Raspe, Lucia | Jehle, Irmengard | Hartinger, Walter | Et al.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich Grundsätzlich versteht man unter einer Wallfahrt (W.) eine rel. motivierte, individuelle oder kollektive Reise, die meist über eine größere Distanz auszuführen und (v.a. in früheren Zeiten) mit großen Mühen verbunden ist. Ein abendländischer »Pilger« kennt dabei kaum mehr die Gefahren, denen ein peregrinus ausgesetzt war. Dieser lat. Ausdruck, auf den das dt. Wort »Pilger« zurückgeht, bez. den Fremden, gelegentlich auch den Exi…

Wallin

(86 words)

Author(s): Selander, Inger
[English Version] Wallin, Johan Olof (15.10.1779 Stora Tuna – 30.6.1839 Uppsala), Pfarrer, Dichter, Erzbf. seit 1837. Sein klassisches Ideal der Dichtung wurde beeinflußt von der Romantik, deutlich bei der von ihm geleiteten Erneuerung des »Den svenska psalmboken«. Mit 130 Originalen und vielen Bearb. der 500 Kirchenlieder (: I.,14., c) prägte W. das schwedische Gesangbuch von 1819, das erst 1937 ersetzt wurde. Auch das Gesangbuch von 1986 enthält viele seiner Kirchenlieder.…

Wallonisch-reformierte Gemeinden

(256 words)

Author(s): Ernst-Habib, Margit
[English Version] . Im 16.Jh. waren in den unter kath. Herrschaft stehenden sog. »Span. Niederlanden« (heute Belgien, nordöstliches Frankreich, südliches Holland) ref. Gemeinden entstanden, die sich ab Mitte des…

Walras

(353 words)

Author(s): Bayer, Stefan
[English Version] Walras, Marie-Ésprit Léon (16.12.1834 Evreux, Normandie  – 5.1.1910, Clarens, Kanton Waadt). Der franz. Ökonom W. wurde als Sohn eines Lehrers und Hobby-Ökonomen, Antoine Auguste W., und der Tochter eines Notars – Louise Aline de Sainte Beuve – geboren. Nach dem erfolglosen Besuch einer Bergbauschule in Paris betätigte er sich dort als Schriftsteller und Kunstkritiker, ehe er seine Liebe zu den Sozialwissenschaften und hier insbes. zur Ökonomie (Wirtschaft) entdeckte. Auf einem int…

Walter

(161 words)

Author(s): Brusniak, Friedhelm
[English Version] (Blankenmüller), Johann (1496 Kahla – vor 24.4.1570 Torgau). Nach seinem Studium in Leipzig wurde er Bassist (1520) und Komponist (1525) der kursächsischen Hofkapelle in Altenburg bzw. Torgau. Mit seinem mehrstimmigen »Geystliche gesangk Buchleyn« (1524) steht der musikalische Berater Luthers (Mitarbeit an der Dt. Messe, 1525) und Melodienschöpfer am Beginn der Gesch. der ev. Kirchenmusik (: IV.,3.). Nach Auflösung der Hofkapelle gründete er 1525/26 in Torgau die erste von einem K…

Walter

(130 words)

Author(s): Slenczka, Notger
[English Version] Walter, Johannes v. (8.11.1876 Petersburg – 5.1.1940 Bad Nauheim), Kirchengeschichtler in Breslau, Wien und Rostock (seit 1921). Herauszuheben sind seine Edition des Sentenzenkomm. des Gandulf von Bologna; reformationsgesch. Studien: etwa zur Deutung der Rechtfertigung durch K. Holl (Mystik und Rechtfertigung beim jungen Luther, 1937) und zu »Luther und Melanchthon während des Augsburger Reichstags« (1931). W.s Stärke ist die Erhebung und lebendige Beschreibung der Binnenperspektiv…

Walter

(161 words)

Author(s): Müller, Michael
[English Version] (Walther v. Walthausen), Johann Nepomuk (28.10.1713 in Glogau/Oder – 22.4.1779 in Pulitz, Mähren), Jesuitenmissionar (Jesuiten) in Chile. Eintritt in die Böhmische Provinz am 20.10.1731; 1746–1748 Überfahrt nach Chile, dort zuerst Seelsorger in Santiago; 1750–1755 Indianermissionar und Superior von Arauco, seit 1755 Generalprokurator der Provinz. W. erwarb sich große Verdienste um die südchilenischen Indianermissionen. 1767/68 Deportation nach Spanien, 1769 Rückkehr nach Böhmen; 1770…

Walther

(179 words)

Author(s): Todd, Mary
[English Version] Walther, Carl Ferdinand Wilhelm (25.10.1811 Langenchursdorf, Sachsen – 7.5.1887 St.Louis, MO), luth. Pfarrer und Theologe. W., der in Leipzig studierte, wurde 1837 ordiniert und emigrierte 1838 in die USA, wo er zu einer führenden Stimme des »altluth.« Bekenntnisses wurde. Vor 1841 bis zu seinem Tode war er Pfarrer der Trinity Church in St.Louis und Hg. der Zeitschriften »Der Lutheraner« (1844) und »Lehre und Wehre« (1855). Von ihrem Gründungsjahr 1847 an bis 1850 war er Präsident d…

Walther

(93 words)

Author(s): Lange, Barbara
[English Version] Walther, Johann Gottfried (18.9.1684 Erfurt – 23.3.1748 Weimar), Organist, Komponist, Musiktheoretiker, Lexikograph. Seit 1707 Stadtorganist, ab 1721 auch Hofmusikus in Weimar, wo er zeitweilig mit dem ihm verwandten J.S. Bach in nahe Verbindung trat. W. schuf v.a. cantus firmus-gebundene Orgelwerke. 1732 (Studienausg. 2001) erschien sein »Musicalisches Lexicon«, 1707 (hschr.) »Praecepta der Musicalischen Composition« (hg. von P. Benary, 1955). Barbara Lange Bibliography GW für Orgel, hg. von M. Seiffert, 1906, NA hg. von H.J. Moser, 1958 Über W.: G.J…

Walther

(194 words)

Author(s): Hasse, Hans-Peter
[English Version] Walther, Michael (6.4.1593 Nürnberg – 9.2.1662 Celle). Studium in Wittenberg, Gießen, Altdorf und Jena; 1618 Hofprediger von Herzogin Elisabeth von Braunschweig, zugleich 1622 Theologieprof. in Helmstedt; 1626 Generalsuperintendent für Ostfriesland in Aurich, 1642 in Celle. W. visitierte 1629 Ostfriesland und vf. 1631 eine Kirchenordnung. Der von ihm vf. Katechismus (1653) galt in Niedersachsen bis in die Zeit der Aufklärung. Mit seinen zahlreichen Postillen und exegetischen Schri…

Walther

(518 words)

Author(s): Conzelmann, Jochen
[English Version] von der Vogelweide (ca.1170 – ca.1230), gilt als der bedeutendste Lyriker des MA. Schon sein Zeitgenosse Gottfried von Straßburg rühmte ihn als Leitfigur des Minnesangs (Tristan, 4750ff.). Mit über 500 Strophen, die unter seinem Namen überliefert sind, übertrifft sein Oeuvre das jedes anderen Sängers der Zeit. Sein Stand und seine regionale Herkunft (Südtirol?, Franken?) sind ungeklärt, seine Lebensumstände ungesichert. Diese Unsicherheiten erschweren den ohnehin methodisch fragwür…

Walton

(167 words)

Author(s): Harrison, Peter
[English Version] Walton, Brian (ca.1660 Cleveland, Yorkshire – 29.11.1661 London), Bf. von Chester und Hg. der English Polyglot Bible (Polyglotten). 1614 am Magdalen College, Cambridge, immatrikuliert. Wechsel zum Peterhouse, Cambridge (M.A. 1623, D.D. 1639), 1623 zum Priester geweiht. Der Gedanke einer neuen »Polyglot Bible« kam W. während eines Oxford-Aufenthalts in den frühen 50ern. Sein Plan fand die Zustimmung von John Selden (1584–1654) und J. Ussher; an der Realisierung beteiligten sich zah…
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