Religion in Geschichte und Gegenwart

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Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

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Christoffel-Blindenmission e.V.

(224 words)

Author(s): Schäfer, K.
[English Version] (CBM). Aus einem missionsdiakonischen Ansatz heraus (»Predigt ohne Worte«) gründete Ernst J.Christoffel 1908 in Malatia/Türkei ein erstes Heim für Blinde (Blindenarbeit), Körperbehinderte und Waisenkinder; weitere Heimgründungen folgten im Iran. Ein Freundeskreis der »Christl. Blindenmission im Orient« fand seinen Mittelpunkt zunächst in Potsdam; nach dem 2. Weltkrieg wird die westdt. Zentrale in Bensheim zum stark wachsenden Zentrum der seit 1956 nach dem 1955 verstorbenen Grün…

Christologie

(24,058 words)

Author(s): Karrer, M. | Williams, R.D. | Hauschild, W. | Flogaus, R. | Gunton, C. | Et al.
[English Version] I. Urchristentum 1.Forschungsgeschichte und Vorfragen a) Der im frühen 17.Jh. entstandene Begriff »Christologie« zielte auf die syst. Reflexion Jesu Christi. Heilsgesch.-gesamtbibl. Konzeptionen und Ch.n, die vom AT ausgingen, hatten zunächst einen so hohen Stellenwert wie das NT (vgl. z.B. G.F.Händels Messias). Erst im späten 18.Jh. verselbständigte sich die ntl. Ch. Sie löste sich nicht aus der theol. Aufgabe, aber durch hist. Methodik aus dem Dienst dogmatischer Theol. Soweit sich Auslä…

Christologischer Streit

(28 words)

[English Version] Christologischer StreitChristologie, Apollinaris, Chalcedon, Eutychianischer Streit, nestorianischer Streit

Christoph,

(265 words)

Author(s): Ehmer, H.
[English Version] Herzog von Württemberg (12.5.1515 Urach – 28.12.1568 Stuttgart). Kindheit und Jugend Ch.s waren bestimmt von den Wechselfällen der Regierung seines Vaters Herzog Ulrich (1487/1503–1550). Das problematische Verhältnis Ulrichs zu seinem einzigen Sohn besserte sich durch Vermittlung des Landgrafen Philipp von Hessen; Ch. wandte sich Ende der 1530er Jahre der Reformation zu. Bei seinem Regierungsantritt 1550 sah sich Ch. vor schwierige Probleme gestellt, die durch den unglücklichen Aus…

Christophers,

(148 words)

Author(s): Leaver, R.A.
[English Version] Samuel Woolcock (1810 Falmouth – 14.8.1889 Formby), methodistischer Prediger und einer der frühesten brit. Hymnologen, spezialisiert auf das methodistische Kirchenlied. Nach seiner Ordination 1835 war Ch. in Kirchspielen in Devon, Cornwall und Lancashire tätig. Seine wichtigsten hymnologischen Werke sind »Hymn-Writers and Their Hymns« (1866, 31870), ein nach Themen geordneter Überblick über die engl. Kirchenlieddichtung, »The Epworth Singers and Other Poets of Methodism«, 1874, in England publiziert unter dem Titel »The …

Christophorus

(399 words)

Author(s): Markschies, C.
[English Version] . Ein erster Beleg für die Verehrung eines Ch. stammt aus dem Jahre 452; hier wird der Ehrentitel Χριστο´ϕορος/Christóphoros (»Christusträger«) erstmals als Eigenname verwendet (ASS Nov. II/2, 396 nr.39). Zu Beginn des 6.Jh. entstanden die Akten des hl. Ch. (BHG 309), in denen Ch. wahrscheinlich mit Christianus gleichgesetzt wurde, einem hundsköpfigen Soldatenheiligen aus den Bartholomäusakten, der vor der Taufe Reprebos hieß und aus dem Lande der Menschenfresser stammte. Die frühbyz. Ikonographie…

Christozentrik, fundamentaltheologisch

(948 words)

Author(s): Krötke, W.
[English Version] . Die christl. Theol. ist eigentlich in ihrem Wesen christozentrisch. Denn ihre entscheidenden Aussagen über Gott, die Menschen und die Wirklichkeit überhaupt gewinnt sie von Jesus Christus, dem Zentrum des christl. Glaubens, her (Christologie). In ihm hat Gott mit eschatologischer Gültigkeit über das Heil der Menschheit entschieden. An ihm muß sich darum alles messen lassen, was an Erkenntnis und Einsicht über Gott und die Menschen in der christl. Kirche Gültigkeit beansprucht. Diese wesenhafte Ch. hat in der Gesch. der christl. Theol. allerdings n…

Christusbilder

(3,698 words)

Author(s): Stock, A.
[English Version] I. Begriff In den Schriften des NT findet sich keine Beschreibung der äußeren Gestalt Jesu Christi. Wenn in der patr. Lit. vereinzelt die Frage der Gestalt (Schönheit/Häßlichkeit) erörtert wird (Iust. dial. 14,8; 49,2; Clemens von Alexandrien, Paedagogus III 3,3; Stromata II 22,8; III 103,3; VI 151,3; Tert. carn. Chr. 9; Or. Cels. 6,75–77; Aug. enarrationes in Ps 127,8), geht es, zumeist im Anschluß an Jes 53,2 f. und Ps 45,3 f., um christologisch-gnoseologische, nicht um hist.-phy…

Christusmystik

(366 words)

Author(s): Benrath, G.A.
[English Version] . Unter Bejahung der Frage, »ob man den Begriff nicht für jene Ch. vorbehalten soll, welche der außerkirchl. Mystik verwandt und von ihr abhängig ist« (P. Althaus, RGG3 1, 1798), wird hier Ch. im hist. begrenzten Sinn verstanden und von der (letztlich durch Dionysius Areopagita in die christl. Tradition eingebrachten) neuplatonischen Seins- und Gottesmystik (Mystik) abgegrenzt. Während in der Seinsmystik die Seele auf das wesentliche Einswerden mit Gott dem Einen, dem höchsten Gut, ausgerichtet ist (Vergöt…

Christusporträt

(12 words)

[English Version] ChristusporträtChristusbilder

Christussymbole

(1,484 words)

Author(s): Frenschkowski, M.
[English Version] I. Ch. (Worte oder dargestellte Bildsymbole; Symbol) stehen stellvertretend für Christus selbst, sind aber auch Abbreviaturen des Heilsgeschehens (mit fließenden Grenzen: das Kreuz ist beides, die Krippe nur letzteres) und damit Signale christl. Identität und Bausteine christl. Kunst. Herkunftsort der meisten Ch. ist das NT. Wortsymbole gehen insofern den Bildsymbolen (s.a. Bild, Bilderkult) zeitlich voraus. Christus ist das Lamm Gottes (Joh 1,29; Apk 5,6–13), der himmlische Bräutigam der Kirche (Eph 5,32; Apk 19,7; kirchl. Auslegung des Hhld) …

Christusträger

(67 words)

Author(s): Schäfer, K.
[English Version] Christusträger, 1961 in Darmstadt gegründete ev. Ordensgemeinschaft, die der Nachfolge Christi und dem Dienst an den Armen verpflichtet ist. Seit 1977/78 bilden die Bruderschaft und Schwesternschaft selbständige Gemeinschaften mit je eigenen Akzenten für ihre missionarische und diakonische Tätigkeit in Deutschland und im Ausland (seit 1963 unter Leprakranken in Pakistan, später auch in anderen Ländern). Klaus Schäfer Bibliography Monatlicher Freundesbrief der Bruder- und Schwesternschaft.

Chrodegang

(240 words)

Author(s): Hartmann, M.
[English Version] von Metz (um 712/15–766), aus Adelskreisen des Hasbengaus, die den Pippiniden nahestanden, war nach Erziehung am Hof Karl Martells dessen referendarius. Von Pippin d.J. wohl 742 zum Bischof von Metz bestellt, gehörte er den reformwilligen, aber den Angelsachsen und Bonifatius abgeneigten Kreisen des fränkischen Klerus an. Ch. reiste 753 nach Rom und geleitete Papst Stephanus II. über die Alpen nach Reims, wo dieser 754 die Salbung Pippins vornahm und Ch. zum austrasischen Metropol…

Chronicon Paschale.

(75 words)

Author(s): Fitschen, K.
[English Version] Diese byz. Weltchronik (Chroniken: I.), vf. um 630 in Konstantinopel, reicht bis ins Jahr 628 und ist eine wichtige Quelle für die Zeit des Kaisers Heraklius. Der Titel ist sekundär; die richtige Festlegung des jährlichen Osterdatums ist neben der Fixierung anderer heils- und kirchengesch. Daten nur ein Interesse des Werkes. Seine Wirkungsgesch. und Hsn.-überlieferung sind marginal. Klaus Fitschen Bibliography PG 92, 67–1028 CPG 7960 M. und  M.Whitby, Ch.P., 284–628AD, 1989.

Chronikbücher

(1,976 words)

Author(s): Japhet, S.
[English Version] I. Name und Stellung im KanonDie heute in modernen Übers. gebräuchliche Bez. »Chronik, Chroniken« ist von der allg. Bez. »Chronikon« des Hieronymus abgeleitet, was wiederum Übers. des hebr. דִּבְרֵי הַיָּמִים/dibrê hajjāmim (»Begebenheiten der Tage« [mJoma 6,1 ff.]) ist. In der Septuaginta und dem folgend in der Vulgata (Bibelübers.: I.,1. und 2.) des Hieronymus heißt das Buch παραλειπο´μενα/paraleipómena (»ausgelassene Dinge«), was sich auf den Inhalt des Buches bezieht. Die Kanonizität der Chr ist in allen Traditionen gut bezeugt, a…

Chroniken

(1,456 words)

Author(s): Schreiner, P. | Kaufhold, H. | Müller, L. | Sprandel, R.
[English Version] I. Byzantinische Chroniken Die Weltgeschichtsdarstellungen und Werke der Zeitgesch. werden in der neueren Forschung zu Recht als lit. Einheit gesehen. In Anpassung an die an dieser Stelle gegebene Nomenklatur werden im folgenden unter »Chronik« nur Weltgeschichtsdarstellungen und Annalen behandelt. Aus Byzanz sind weit weniger Arten der Chroniklit. überliefert als aus dem Westen, dem slaw. Raum und dem christl. Orient. Es fehlen Ch. und Annalen der Städte, der Kirchen, Klöster und der führenden Familien. Die Ch. sind,…

Chronographie, altkirchlich

(15 words)

[English Version] Chronographie, altkirchlichChronologie: III. Neues Testament

Chronologie

(5,414 words)

Author(s): Mohn, J. | Lichtenberger, H. | Jewett, R. | Mosshammer, A.A. | Fagg, L.W.
[English Version] I. ReligionsgeschichtlichEin Wort für das, was wir Zeit nennen, gibt es nicht in allen Kulturen, und wenn, dann mit deutlich unterschiedenen Bedeutungsnuancen. Ch. kann daher in religionsgesch. Hinsicht nur in einem übertragenen Sinne die Einteilung, Gliederung und Messung dessen meinen, was in modernen eur. Sprachen Zeit genannt wird. Eine je unterschiedliche Einteilung der Zeit ist die Voraussetzung zur alltäglichen wie kultischen Orientierung menschlichen Handelns in allen Rel.…

Chrysanthos Notaras

(157 words)

Author(s): Kraft, E.
[English Version] (um 1663 Arachova, Peloponnes – 7.2.1731 Konstantinopel), Patriarch von Jerusalem (1707–1731). C. studierte an der Patriarchatsakademie in Konstantinopel; Jahre später setzte er seine Studien in Padua (1697–1700) und danach einige Monate in Paris fort. 1702 wurde er zum Metropoliten von Caesarea geweiht, 1707 trat er nach dem Tod seines Onkels, des Patriarchen Dositheos von Jerusalem, der ihn maßgeblich gefördert hatte, dessen Nachfolge an. Er bemühte sich wie dieser um eine Reg…

Chrysologus,

(141 words)

Author(s): Graumann, T.
[English Version] Petrus (ca.380 Imola – 3.12.450[?]). Die Biogr. des Ch. liegt weithin im Dunkeln. Die Angaben des Agnellus (Liber Pontificalis Ecclesiae Ravennatis) beruhen z.T. auf Verwechslungen oder sind legendarisch. Ch. ist um 380 in Imola (Forum Cornelii) geb., zum Bf. von Ravenna vor 431 (424/29?) geweiht, gest. an einem 3.12. zw. 449 und 458, wahrscheinlich 450. – Der Beiname »Goldredner« (seit Agnellus) belegt die ma. Hochschätzung seiner Predigten. Nach rhetorischem Zeitgeschmack gesta…
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