Religion in Geschichte und Gegenwart

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Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

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Eichhorn

(116 words)

Author(s): Wall, H. de
[English Version] Eichhorn, Karl Friedrich (20.11.1781 Jena – 4.7.1854 Köln). Rechtshistoriker und Kirchenrechtler. 1805 Prof. in Frankfurt/O., 1811 in Berlin, 1816–1829 in Göttingen, 1832–1834 wiederum in Berlin. Daneben Inhaber mehrerer hoher Staatsämter. E. wird zu den Hauptvertretern der von F.C.v.Savigny begründeten hist. Rechtsschule gezählt. Sein rechtshist. Hauptwerk, die »Dt. Staats- und Rechtsgesch.« (4 Teile 1808–1823), verbindet Rechts- und Verfassungsgesch. bei Abgrenzung des dt. vom rö…

Eichhorn

(219 words)

Author(s): Frevel, C.
[English Version] Eichhorn, Johann Gottfried (16.10.1752 Dörrenzimmern, Württemberg – 25.6.1827 Göttingen), ev. Theologe. Nach kurzer Rektorentätigkeit in Ohrdruf 1774, Promotion in Jena 1775 und bald darauf ebd. Prof. für orientalische Sprachen. 1788 Prof. für Philos. in Göttingen. Versuchte einen hist. Zugang im Anschluß an J.D.Michaelis und J.S.Semler mit einem ästhetischen im Gefolge J.G.Herders zu verbinden. Begründer der modernen bibl. Einleitungswiss. und durch Aufnahme der Urevangeliumshypot…

Eichhorn

(338 words)

Author(s): Friedrich, M.
[English Version] Eichhorn, Johann Albrecht Friedrich (2.3.1779 Wertheim – 16.1.1856 Berlin), preußischer Staatsmann. E., seit 1800 Jurist in preußischen Diensten, wirkte 1813–1815 unter Frhr. vom Stein in der Zentralverwaltung der befreiten Gebiete. 1816 trat er ins Außenministerium ein, wo er bis zum Abteilungsdirektor aufstieg und die Gründung des Zollvereins federführend leitete. Als Schwiegersohn des Hofpredigers F.S.G.Sack und als Freund F.Schleiermachers schien der 1840 zum Kultusminister erna…

Eichmann

(81 words)

Author(s): Wall, H. de
[English Version] Eichmann, Eduard (14.2.1870 Hagenbach, Pfalz – 26.4.1946 München), röm.-kath. Kirchenrechtler und Rechtshistoriker; 1905 Prof. in Prag, 1913 in Wien, 1918–1937 in München, dort 1929/30 Rektor der Universität. E. ist Begründer des im dt. Sprachraum führenden, zunächst von seinem Schüler K.Mörsdorf, nunmehr in 13. Aufl. von Winfried Aymans fortgeführten Lehrbuchs »Kanonisches Recht«. Unter seinen rechtshist. Schriften ist »Die Kaiserkrönung im Abendland« (2 Bde., 1942) hervorzuheben. Heinrich de Wall Bibliography K.Mörsdorf (AKathKR 139, 1970, 49…

Eichrodt

(184 words)

Author(s): Jenni, E.
[English Version] Eichrodt, Walther (1.8.1890 Gernsbach, Baden [Schweiz] – 20.5.1978 Basel), prot. Theologe. Studium in Bethel, Greifswald, Heidelberg (Lic. theol. 1914); Repetent in Erlangen (Habil. 1918), von 1922 (a.o.Prof., 1934 o.Prof., 1953 Rektor) bis 1961 Dozent für AT und Religionsgesch. an der Universität Basel (Ehrendoktor 1927 Erlangen, 1951 Glasgow; Mitarbeit in der Basler Mission). Das Hauptwerk, ein dreibändiger, weithin beachteter Neuentwurf der Theol. des AT, entstand in den 30er Jahren, dazu kommen als exegetische Spätwerke Komm. zu Jes 1–39 und Ez. Ernst…

Eichstätt

(451 words)

Author(s): Flachenecker, H. | Müller, R.A.
[English Version] : I.Stadt und Bistum. 740 Klosterschenkung durch den bayerischen Adeligen Suitger an Bonifatius, der sie an Willibald weitergab; Ansiedlung an eine frühma. Siedlung; im Laufe des 9.Jh. entwickelte sich durch die Initiative Willibalds an der Grenze zw. bayerischem Nordgau und fränkischem Sualafeld ein der Mainzer Kirchenprovinz zugehöriges Bistum ohne kanonische Errichtung; die Grenzlage zum Herzogtum Bayern bestimmte die Politik von Bf. und Domkapitel; im 13.Jh. Kampf gegen die Hoc…

Eid

(3,562 words)

Author(s): Hock, K. | Steymans, H.U. | Börner-Klein, D. | Fitzgerald, J.T. | Krieg, A. | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichDer E. als feierliche Bekräftigung einer Aussage erhält seine rel. Qualität durch den ihm zugrundeliegenden Glauben an die Segen und Fluch bewirkende Macht des Wortes. Entsprechend hat die ältere Religionsphänomenologie den E. neben Schelt- und Fluchworten etc. zu den »Weiheworten« gerechnet: Die E.leistenden identifizieren sich mit ihrer Aussage und sind der Macht des Wortes »geweiht«, falls der E. falsch war bzw. nicht eingehalten wird. In der Tat beg…

Eid des Hippokrates.

(711 words)

Author(s): Wiesing, U.
[English Version] Der sog. »E.d.H.« ist Bestandteil des Corpus Hippocraticum, der bedeutendsten med. Schriftensammlung der Antike. Der Eid trägt seinen Namen zu Unrecht: Sehr wahrscheinlich stammt er nicht von Hippokrates selbst. Der E.d.H. verpflichtet den Arzt, seinen Patienten zu nutzen, Schaden zu vermeiden und zur Verschwiegenheit. Tötung auf Verlangen und bestimmte Formen der Abtreibung werden ebenso verboten wie der sexuelle Mißbrauch von Patienten. Der E. lautet: »Ich schwöre, Apollon den Arzt und Asklepios und Hygieia und Panakeia und alle Götter u…

Eidem

(159 words)

Author(s): Schjørring, J.H.
[English Version] Eidem, Erling (23.4.1880 Gothenburg, Schweden – 14.4.1972 Vänersborg). Dozent für NT 1913, 1923–1928 Pfarrer in Gårdstånga bei Lund; 1928 Prof. für NT Lund; 1931 Erzbf. in Uppsala als Nachfolger von N.Söderblom. Seinem Vorgänger folgte E. im breit gefächerten Engagement für die Ökumene, stieß angesichts der durch den Nationalsozialismus bedingten polit. Umwälzungen aber auf vielfältige Widerstände. E. hatte im Mai 1934 eine ergebnislose Unterredung mit Adolf Hitler, wo er diesem s…

Eiermann

(173 words)

Author(s): Lupfer, G.
[English Version] Eiermann, Egon (29.9.1904 Neuendorf bei Berlin – 19.7.1970 Baden-Baden). Nach dem Architekturstudium an der TH Berlin-Charlottenburg (1923–1927) eröffnete E. 1931 in Berlin ein bis 1945 bestehendes Büro. Als Prof. an der TH Karlsruhe entfaltete E. eine reiche Lehr- und Bautätigkeit. Das Schwergewicht in den 50er und 60er Jahren lag auf Büro- und Warenhäusern, doch erhielt E. auch repräsentative öfftl. Aufträge, herausragend der dt. Pavillon zur Weltausstellung in Brüssel (1956–195…

Eifer

(258 words)

Author(s): Link, C.
[English Version] . Der theol. Begriff des E. (קִנְאָה/qin'āh) JHWHs steht im Brennpunkt des Kampfes um die Alleinverehrung des bibl. Gottes (Monotheismus) und wird aufs engste mit dessen Heiligkeit (Heilig und profan: V.) in Verbindung gebracht (Jos 24,19). Einmal bringt er – zuerst und v.a. im Kult – den intoleranten Ausschließlichkeitsanspruch Gottes zum Ausdruck, so wie er von der prophetisch-levitischen »JHWH-allein-Bewegung« des 9.Jh. gegen die Baalsrel. verfochten wurde (2Kön 9 f.) und seinen Nie…

Eigengesetzlichkeit

(906 words)

Author(s): Honecker, M.
[English Version] I. Begriff E. ist eine sprachliche Neubildung zum Beginn des 20.Jh. Das Verständnis von Gesetz im exakten wiss. Denken des 19.Jh., v.a. der Naturwiss., wird dann polemisch oder affirmativ aufgenommen. L.Ragaz polemisierte 1914 von der Position des rel. Sozialismus aus gegen das Luthertum, welches die Welt ihrer E. überläßt. Denselben Vorwurf erhob K.Barth 1922 gegen P.Althaus. Das Stichwort E. wird oftmals mit der reformatorischen Zwei-Reiche-Lehre assoziiert. Das Wort »E.« ist ei…

Eigenkirche

(523 words)

Author(s): Landau, P.
[English Version] . Der Begriff der E. wurde 1894 von U.Stutz geprägt. Er erfaßte damit die Rechtstatsache, daß im frühen MA Kirchen einzelnen Personen oder einem Kloster als propriae ecclesiae zugeordnet wurden und deshalb einem umfassenden Herrschafts- und Nutzungsrecht des Kirchenherrn unterlagen. Stutz sah die Wurzel des E.wesens in einem vorchristl. germanischen Hauspriestertum an Eigentempeln und erblickte in ihm den wichtigsten Beleg für germanische Rechtstraditionen im Kirchenrecht. Die sp…

Eigenschaften Gottes

(4,185 words)

Author(s): Gantke, W. | Brümmer, V. | Schmidt, W.H. | Klauck, H. | Amir, Y. | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichIm Rahmen rationaler christl. Metaphysik wird die Erkennbarkeit Gottes vorausgesetzt und die Rede von Gott dergestalt konkretisiert, daß Gott bestimmte E. wie Heiligkeit (Heilig und profan: V.), Ewigkeit, Vollkommenheit, Unendlichkeit, Unveränderlichkeit, Allmacht, Allgüte und Personalität (Personalität Gottes zugesprochen werden. Dagegen weist die rationale Religionskritik auf die grundsätzliche Problematik menschlicher Rede von Gott und seinen E. hin.…

Eigentlichkeit

(8 words)

[English Version] EigentlichkeitWahrhaftigkeit/Authentizität

Eigentum

(5,807 words)

Author(s): Elwert, G. | Frick, F.S. | Meggitt, J.J. | Honecker, M. | Hezser, C. | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichE. ist eine soziale Beziehung, welche Zugriffsmöglichkeiten auf physische oder gesellschaftlich konstruierte Dinge gestattet und beschränkt und welche diese Zugriffsmöglichkeiten mit Pflichten verknüpft. In manchen Gesellschaften werden die Pflichten und Nutzungseinschränkungen, insbes. dann, wenn sie mit Land verbunden sind, von einem separaten Amt in Form einer Aufsicht verwaltet. Dieses Amt kann – z.B. auf den Trobriand-Inseln oder bei der westafrika…

Eileton

(79 words)

Author(s): Petzolt, M.
[English Version] (griech.) ist ein Tuch auf dem Altar, auf das in der orth. Liturgie Diskos und Kelch zur Konsekration gestellt werden. Es wird als Symbol für Christi Grablegung in einem Tuch verstanden. Auch das Antimension ist urspr. ein E. mit eingenähten Reliquien und der Darstellung der Grablegung zur Zelebration auf ungeweihten Altären. Heute wird das E. als Umschlag des Antimensions gebraucht. Martin Petzolt Bibliography S.Heitz, Mysterium der Anbetung, 1986, 359 A.Kallis, Liturgie, 1989, 88, 90, 251.

Einbildungskraft

(463 words)

Author(s): Recki, B.
[English Version] (lat./engl./franz. imaginatio[n]; griech. ϕαντασι´α, phantasía) – die erkenntnistheoretisch und/oder ästhetisch gefaßte Fähigkeit, sich etwas (als wirklich) vorzustellen. Schon Aristoteles begreift die Leistung der E. als eine Art von Urteil zw. Wahrnehmen und Denken. Durch die Übers. von »imaginatio« durch Paracelsus als dt. Terminus geprägt, wird E. in den neuzeitlichen Theorien durchweg – im Sensualismus seit J.Locke wie in den rationalistischen Erkenntnis- und Vernunftlehren bei…

Eine, das.

(1,614 words)

Author(s): Clark, S.R.L.
[English Version] I. Das E. (ει῾˜ς, μι´α, ε῞ν/heís, mía, hén [der, die, das eine]; μονα´ς, ε῾να´ς, μο´νωσις, ε῾νο´της/monás, henás, mónōsis, henótēs [Einheit]) ist ein Begriff, den Plato und seine Schule zur Bez. desjenigen, das sie auch »das Gute« nannten, verwendeten, während spätere Theologen ihn als Verweis auf Gott verstanden. Nach ihrer Auffassung hatte Plato in den Dialogen rep. und Parm. gezeigt, daß vom E. nichts ohne Widerspruch ausgesagt werden kann: Es kann nicht als von seiner Wahrnehmung oder sein…

Einfalt

(8 words)

[English Version] EinfaltTugenden
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