Religion in Geschichte und Gegenwart

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Subject: Religious Studies

Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

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Michael

(143 words)

Author(s): Leppin, V.
[English Version] von Cesena (gest.29.11.1342 München). 1316 in Paris zum Dr. theol. promoviert und in Neapel zum Generalminister des Franziskanerordens (Franziskaner) gewählt, wurde M. zur Schlüsselfigur für den Übergang vom praktischen zum theoretischen Armutsstreit (Armut: IV.): Die Spiritualen, die er nicht wieder in den Orden integrieren konnte, bekämpfte er im Einklang mit Johannes XXII., wandte sich aber ab dem Kapitel von Perugia 1322 gegen dessen Bestreitung der völligen Armut Christi und der Jünger. 1327 nach Avi…

Michael

(21 words)

[English Version] MichaelDaniel/Danielbuch: IV. Die Visionen Dan 7 – 12; Engel

Michael der Syrer

(277 words)

Author(s): Nebes, N.
[English Version] (1126/27 Melitene, Kleinasien – 1199 im nahen Bar-Ṣawmā-Kloster), jakobitischer (= syr.-orth.) Patriarch von Antiochien, mit dem (späteren) Barhebraeus einer der Hauptvertreter der »syr. Renaissance«. Seit 1156 Abt des …

Michaelis

(328 words)

Author(s): Kumlehn, M.
[English Version] , 1.Georg (8.9.1857 Haynau, Niederschlesien – 24.7.1936 Saarow), Dr. jur., 1885–1889 Juradozent in Tokyo, anschließend Verwaltungsbeamter im preußischen Staatsdienst, nach Kriegsausbruch Leiter der Reichsgetreidestelle, ab 1917 Reichsminister für Volksernährung im Kriege. Auf Betreiben der Obersten Heeresleitung wurde der konservative M. im Juli 1917 zum Reichskanzler ernannt. Der erfolgreiche Verwaltungsfachmann war dieser polit. Aufgabe jedoch nicht gewachsen und mußte bereits …

Michaelis

(242 words)

Author(s): Thiel, W.
[English Version] Michaelis, Johann David (27.2.1717 Halle – 22.8.1791 Göttingen), Theologe und Orientalist. Von pietistisch geprägter Herkunft, lernte M. den Deismus kennen (Englandreise 1741/42) und versuchte, einen eigenen Weg zw. Rationalismus und Orthodoxie (: II.,2.,a) zu finden, wobei die Aufrechterhaltung und Neubegründung orth. Positionen überwog. 1746 a.o. Prof., 1750 o. Prof. für orientalische Sprachen in Göttingen. Umfassend gebildet und interessiert, aber nicht weniger geltungs- und str…

Michaelis

(189 words)

Author(s): Sträter, U.
[English Version] Michaelis, Johann Heinrich (15.7.1668 Klettenberg, Südharz – 10.3.1738 Halle/S.); nach anfänglicher Kaufmannslehre in Braunschweig Besuch der Lateinschule in Nordhausen und ab 1688 Studium bes. der orientalischen Sprachen in Leipzig, wo er sich A.H.Francke anschloß, dem er 1692 nach Halle folgte; dort wurde M. 1694 Magister und 1696 Adjunkt der Philos. Fakultät. Nach einem Studienaufenthalt 1699…

Michaelsbruderschaft

(171 words)

Author(s): Hofhansl, E.W.
[English Version] Michaelsbruderschaft, Evangelische. Die Ev. M. (EMB) wurde 1931 in der Kreuzkapelle der Universitätskirche in Marburg/Lahn von 22 Männern (u.a. W.Stählin, K.B.Ritter) unterschiedlicher Berufe als verbindlicher Zusammenschluß innerhalb des Berneuchener Kreises (Berneuchen) zum Dienst an der Kirche gestiftet. Der geistl. Kampf (Eph 6) wird persönlich und gemeinschaftlich im Gebet, mit Bibellesung und durch geistl. Übungen geführt, worüber schriftlich …

Michael Scotus

(110 words)

Author(s): Rieger, R.
[English Version] (vor 1200 Schottland – um 1235). Er nahm 1215 als Magister am IV. Laterankonzil teil, übers. um 1217 in Toledo naturkundliche und philos. Schriften aus dem Arab. ins Lat.; durch ihn lernte das Abendland Averroes kennen. 1220 lehrte er in Bologna. 1225 lehnte er die Berufung zum Erzbf. von Cashel/Irland ab. M.S. wirkte am Hof Kaiser Friedrichs II., des Staufers, als Übersetzer und Astrologe. Die lat. Rezeption von Aristot…

Michael VIII. Palaiologos

(187 words)

Author(s): Wildt, K.
[English Version] (1224/25 Kleinasien – 11.12.1282 Thrakien), Kaiser von Byzanz 1259/1261–1282. Begründer der Palaiologen-Dynastie. Dezember 1246 Gouverneur von Melnik und Serrhai, 1252/53 Groß-Konstabler, 1258 Megas Dux und Despot. Kaiserproklamation a…

Micha/Michabuch

(1,483 words)

Author(s): Kessler, R.
[English Version] Die auf Micha (M.) zurückgeführte Prophetenschrift bildet die Mitte des Zwölfprophetenbuchs (Prophetenbücher). In ihm ist nach den biographischen Angaben der einzelnen Schriften M. der erste Prophet (: II.) aus dem Südreich.…

Micheelsen

(204 words)

Author(s): Schuberth, D.
[English Version] Micheelsen, Hans Friedrich (6.6.1902 Hennstedt, Dithmarschen – 23.11.1973 Glüsing bei Hennstedt). M. wurde Lehrkantor und erhielt Kompositionsunterricht bei Paul Kickstat, den er ab 1932 bei P.Hindemith in Berlin fortsetzte. Dort war er auch ab 1934 Kirchenmusiker an der Matthäuskirche (Tiergarten). Im April 1938 erfolgte die Berufung als künstlerischer Leiter der neu gegründeten Kirchenmus…

Michelangelo Buonarroti

(1,334 words)

Author(s): Buttler, K.
[English Version] (eigentlich Michelagn[i]olo di Lodovico Buonarroti Simoni; 6.3.1475 Caprese – 18.2.1564 Rom), ital. Bildhauer, Maler, Architekt und Dichter, bedeutendster Künstler der Hochrenaissance (Renaissance: III.) und Wegbereiter des Manierismus. 1488 trat M. in die Werkstatt des Domenico Ghirlandaio in Florenz ein. Die intensive Auseinandersetzung mit der antiken Skulptur durch den, G.Vasari zufolge, seit 1489 ermöglichten Zugang zur Sammlung der Medici im Garten von S. Marco wird zugleich den Abbruch der Malerlehre und die bewußte Entscheidung für die Bildhauerkunst bedingt haben. 1490–1492, als Hausgast von Lorenzo dem Prächtigen im Palazzo Medici, kam M. auch mit dem Neuplatonismus der Platonischen Akademie in Berührung. Am Hof der Medici fand er in Bertoldo di Giovanni, dem Antikenkonservator der Sammlung Medici, einen Förderer, wobei ein traditionelles Lehrer-Schüler-Verhältnis wohl auszuschließen ist, so daß M.s Ausbildung als Bildhauer bis heute nicht hinreichend geklärt werden konnte. Hier entstanden auch M.s früheste erhaltene bildhauerische Werke: Sowohl das Flachrelief der »Madonna an der Treppe« mit dem erstmals als Rückenansicht gestalteten Christuskind und der bereits angelegten, mächtigen Figurenbildung (um 1490, Marmor, Florenz, Casa Buonarroti) als auch die im Hochrelief gearbeitete, unvollendete »Kentaurenschlacht«, die das Kampfgewühl ineinander verschlungener, nackter Leiber unter Aufhebung des statuarischen Charakters der Figuren zeigt (um 1490–1492, Marmor, Florenz, Casa Buonarroti), brechen bereits mit tradierten Bildkonventionen des 15.Jh. Ein um 1492 geschaffener, hölzerner Kruzifix, den M. aus Dankbarkeit für die Durchführung anatomischer Studien dem Prior des Augustinerkonvents von S. Spirito geschenkt hatte, wird mit dem dort 1962 wiederentdeckten Werk identifiziert (Floren…

Michelis

(276 words)

Author(s): Oeyen, C.
[English Version] Michelis, Friedrich Bernhard Ferdinand (27.7.1815 Münster, Westfalen – 28.5.1886 Freiburg i.Br.), Philosoph, alt-kath. Theologe (Alt-Katholiken). Als Sohn einer ev. Mutter und eines kath. Vaters wurde M. 1838 wie schon sein Bruder Eduard Priester. Er war Hauslehrer beim Grafen von Westphalen und 1844 in Duisburg; 1849 Dr. phil., Prof. am Seminar in Paderborn. 1854 Direktor des Priesterzöglingenkonvikts in Münster, 1855 Rücktritt, Pfarrer in Albachten, 1864 Prof. der…

Micron

(205 words)

Author(s): Rasch, C.W.
[English Version] Micron, Marten (Martinus Micronius, de Cleyne; 1523 Gent, Flandern – 12.9.1559 Norden, Ostfriesland), Exponent der durch Verfolgungen gekennzeichneten Ausbreitung der ref. Gemeinden. Aus seiner Heimat vertrieben, wechselte er nach kurzen Studien an der med. Fakultät in Basel zum Studium der Theol. nach Zürich und wurde Schüler H.Bullingers, mit dem er zeitlebens in Kontakt stand. In dessen Haus kam er in Kontakt mit dem anglik. Theologen J.Hooper, der ihn 1549 als Prediger für die…

Midianiter

(301 words)

Author(s): Knauf, E.A.
[English Version] . מִדְיָן/midjān, Sohn Abrahams und der Keturah (Gen 25,2), primär das Land östlich des Golfes von ʿAqaba (1Kön 11,18), betrieb mindestens vom 13. bis zum 9.Jh. v.Chr. Terrassenfeldbau, Kupferbergbau, Kamelzucht (vgl. Jes 60,6) und Handel (vgl. Gen 37,28; 36). Das Einflußgebiet der M. erstreckte sich in dieser Zeit bis ins zukünftige Edom (Israel und seine Nachbarn, Karte). In den Kupferbergbaugebieten von Timna (el-Meineʿīye) und Punon (Fainān) wurde jedenfalls M.-Keramik gefunde…

Midrash

(989 words)

Author(s): Becker, H.
[English Version] . Der Begriff M., hebr. מִדְרָשׁ (vom bibl. drš, »suchen, fragen, erforschen«; substantivierte Form in 2Chr 13,22; 24,27) bez. die rabb. Schriftauslegung und die zum Zwecke ihrer Überlieferung zusammengestellten Werke der rabb. Lit. Neben diesen Midrashwerken finden sich in den Talmudim z.T. umfangreiche schriftauslegende Kompilationen, die ebenfalls als M. bez. werden können (die längste ist bMeg 10b – 17a zu Est). Midrashelemente begegnen darüber hinaus in Mishna, Tosefta und v.a. in…

Migne

(289 words)

Author(s): Markschies, C.
[English Version] Migne, Jacques Paul (25.10.1800 St.-Fluor, Département Cantal – 24.10.1875 Paris). M. stammte aus einer Kaufmannsfamilie und studierte seit 1817 auf dem theol. Kolleg in Orléans, wo er bald Studienaufseher und später Dozent wurde. 1824 wurde er zum Priester geweiht. Seit 1833 war er als Journalist in Paris tätig und gründete mit Hilfe von Mäzenen mehrere Zeitschriften, die zwar großes Aufsehen erregten, aber aus wirtschaftlichen Gründen wieder aufgegeben werden mußten. 1836 eröffne…

Migration

(2,583 words)

Author(s): Reuter, A. | Brechtken, M. | Ludwig, F. | Dallmann, H.
[English Version] I. Sozialwissenschaftlich Als M. bez. man räumliche Wanderungsbewegungen von einzelnen und Gruppen. M. ist ein hist. und geographisch universelles Phänomen. Internationale M. hat im 19. und 20.Jh. aufgrund der weltweiten Expansion des Kolonialismus sowie verbesserter Verkehrswege und Informationstechniken, aber auch aufgrund von Krieg und Verfolgung deutlich zugenommen (s. II.). Dabei haben sich die M.-Richtungen mehrfach verändert: Während die M.-Ströme im 19.Jh. v.a. von Europa …

Mihrab

(162 words)

Author(s): Gonnella, J.
[English Version] (arab. miḥrāb, Pl. maḥārib), Nische in der Wand der Moschee, die die Gebetsrichtung nach Mekka (Qibla) angibt, z.T. bildlich als Bogen dargestellt. Laut lit. Quellen erstmals 707–709 in der Moschee von Medina eingeführt, sollte der M. vermutlich die Stelle kommemorieren, an der Muḥammad sein Gebet geleitet hat. Er löste frühere qibla-Markierungen wie die Lanze des Propheten, Steinhaufen oder Farbstreifen ab. Evtl. ältere M. (z.B. im Felsendom) sind umstritten. Formal in der T…
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