Religion in Geschichte und Gegenwart

Get access Subject: Religious Studies

Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

Religion in Geschichte und Gegenwart 4 Online is the online version of the 4th edition of the definitive encyclopedia of religion worldwide: the peerless Religion in Geschichte und Gegenwart 4 (RGG4) (Mohr Siebeck, 1998-2007). This great resource continues the tradition of deep knowledge and authority relied upon by generations of scholars in religious, theological, and biblical studies. Religion in Geschichte und Gegenwart 4. indisputably belongs to the small class of essential reference works.

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Mond

(1,457 words)

Author(s): Hutter, M. | Uehlinger, C.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich Wegen der guten Beobachtbarkeit spielt der M. (wie Sonne und Venus; vgl. Gestirne, Astrologie, Astralreligion) in verschiedenen mythologischen Traditionen eine wichtige Rolle. Im Wechsel der Mondphasen sah man Analogien zu kosmologischen Vorgängen sowie zur Abfolge von Leben/Fruchtbarkeit und Tod und ein Vorbild für kalendarische Zyklen (Kalender). Bes. Neumond- und Vollmondtag sind kultische Fixpunkte. Die Feier des Neumondtages kennt beispielsweise die …

Mondrian

(268 words)

Author(s): Renftle, B.R.
[English Version] Mondrian, Piet (7.3.1872 Amersfoort bei Utrecht – 1.2.1944 New York), holländischer Maler, Hauptvertreter der holländischen Konstruktivisten und des De Stijl, Begründer des abstrakten »Neo-Plastizismus«. M. absolvierte an der Rijksakademie in Amsterdam ein Lehrerdiplom und war zunächst von Impressionismus und Fauvismus (1905–1910) beeinflußt. Die Errungenschaften des Kubismus entwickelte er in logischer Konsequenz weiter bis zur totalen Abstraktion. Zusammen mit Theo van Doesburg …

Monenergismus

(628 words)

Author(s): Uthemann, K.
[English Version] ist der in Kirchen- und Dogmengesch. übliche Begriff zur Kennzeichnung jener Interpretation der Definitio fidei des Konzils von Chalcedon (451), die unter Wahrung des Tomus Leonis (Leo I.) dem »einen in zwei Naturen erkannten Christus« eine einzige Energie (μι´α ε᾿νε´ργεια/mía enérgeia) oder Wirkung (α᾿ποτε´λεσμα/apotélesma) zuschrieb und mit der Sergius von Konstantinopel (610–638) eine Aussöhnung mit jenen anti-chalcedonensischen Kirchen in Syrien (: V., 2.), Ägypten (Theodosianer oder Kopten) und Armenien zu erreichen…

Mongolei

(627 words)

Author(s): Koppe, K.
[English Version] . Das Staatsgebiet der M. ist 1,566 Mio. km 2 groß und liegt am Nordrand Zentralasiens. Das Kontinentalklima, die Boden- und Wasserverhältnisse bedingten in dem typischen Hochland bereits vor ca.2500 Jahren eine ökonomische Spezialisierung und die Herausbildung der extensiven Wirtschaftsform des nomadischen Pastoralismus mit komplexem Herdenmanagement (Pferde, Rinder, Kamele, Schafe, Ziegen). Ackerbau war und ist nur begrenzt möglich (13 700 km 2 Ackerland). Die M. ist heute ein Agrar-Industrie-Land, das zu den armen Entwicklungsländern…

Mongolen

(1,354 words)

Author(s): Koppe, K.
[English Version] . Von den heute ca.8,5 Mio. Angehörigen mongolischer Ethnien leben ca.30% in einem eigenen Nationalstaat, der Mongolei. Mehr als 60% gehören zu den nationalen Minderheiten der VR China, wo sie v.a. im seit 1947 anerkannten Autonomen Gebiets Innere Mongolei (4 Mio., d.h. 15,6% der Bevölkerung dieses Gebiet), im Autonomen Gebiet Xinjiang und in den Provinzen Qinghai und Gansu ansässig sind. Innerhalb der Russ. Föderation gibt es in der Kalmückischen Teilrepublik 140 000 westmongoli…

Monheim

(132 words)

Author(s): Zschoch, H.
[English Version] Monheim, Johannes (1509 Clausen bei Barmen – 9.9.1564 Düsseldorf). Humanistischer Pädagoge, lehrte nach dem Studium in Münster und Köln zunächst in Essen und Köln, um 1545 die Leitung des von Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg (1539–1592) neu gegründeten Düsseldorfer Gymnasiums zu übernehmen. Er bearbeitete Schriften des Erasmus von Rotterdam für den Schulgebrauch, vf. Lehrbücher und Schulordnungen und machte seine Schule zu einem Zentrum humanistischer Bildung. Sein 1560 ers…

Monismus

(1,904 words)

Author(s): Figl, J. | Schütt, H. | Rosenau, H.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich Innerhalb der Religionswiss. dient der Begriff M. dazu, solche Auffassungen in der Religionsgesch. zu bez., welche die Gesamtwirklichkeit auf ein einheitliches Prinzip zurückführen und die Mannigfaltigkeit und Vielheit im Sinne einer All-Einheit verstehen. M., von griech. μο´νος/mónos, »allein, einzig«, ist somit auch religionswiss. zunächst als ein Gegensatz zu allen dualistischen Auffassungen (Dualismus) zu verstehen, wie dies auch bei der urspr. Definition dieses Begriffs in der dt. Aufk…

Monistenbund

(221 words)

Author(s): Hübinger, G.
[English Version] . Der »Dt. M.« (Monismus) wurde 1906 in Jena unter dem Einfluß des Zoologen E.Haeckel gegründet. Haeckel verhalf der Evolutionstheorie (Evolution: I.) von Ch.Darwin im Dt. Kaiserreich zum weltanschaulichen Durchbruch und schrieb über den »Monismus als Band zw. Rel. und Wiss.« (1892). Seine naturphilos. Schrift »Die Welträtsel« avancierte 1900 zum Bestseller und stimulierte den Zusammenschluß der »Monistischen Gesellschaft« von 1903. Aus ihr ging der M. mit festerer Organisationss…

Monnica

(151 words)

Author(s): Neuschäfer, B.
[English Version] (331/32 Thagaste – 387 Ostia) sorgte prägend dafür, daß das Christentum zur Mutterrel. ihres Sohnes Augustin werden konnte. An dessen innerer und äußerer Entwicklung nahm sie intensiven, mitunter direktiven Anteil: Seinen Bildungsgang unterstützend, kämpfte sie gegen seine Hinwendung zum Manichäismus und folgte ihm 385 nach Mailand, wo sie seinen Bekehrungsweg begleitete und sich an dem von Ambrosius gestalteten kirchl. Leben beteiligte. M.s Aufgeschlossenheit für eine (neu-)pla…

Monod

(287 words)

Author(s): Loichinger, A.
[English Version] Monod, Jacques (9.2.1910 Paris – 31.5.1976 Cannes), einer der führenden franz. Biochemiker seiner Zeit, ab 1959 Prof. an der Sorbonne, ab 1967 am Collège de France, ab 1971 Direktor des Institut Pasteur in Paris. M. erlebte den Höhepunkt seiner wiss. Karriere mit der Verleihung des Nobelpreises 1965, den er zus. mit André Lwoff und François Jacob zur Entdeckung der genetischen Steuerung der Enzymsynthese erhielt. Die Ergebnisse seiner vorrangig die Evolution des Lebens betreffende…

Monod

(613 words)

Author(s): Freudenberg, M.
[English Version] Monod, Adolphe (21.1.1802 Kopenhagen – 6.4.1856 Paris), ref. Theologe, bedeutender Prediger und Vertreter der franz. Erweckungsbewegung (: I.). Er wuchs in Kopenhagen und seit 1808 in Paris auf, wo sein Vater Jean Pfarrer war. Ebenso wie drei seiner Brüder entschloß sich M. zum Theologiestudium (Genf 1820–1824) und wurde Zeuge der Auseinandersetzungen zw. der vom Rationalismus (: III.) geprägten Kirchlichkeit und Erneuerern. Mit Interesse verfolgte er die Anfänge des bes. unter de…

Monod

(240 words)

Author(s): Freudenberg, M.
[English Version] Monod, Wilfred (24.11.1867 Paris – 2.5.1943 ebd.), ref. Theologe und franz. Ökumeniker, arbeitete als Pfarrer der ref. Kirche in Frankreich (Condé sur Noireau, Rouen, Paris) und wurde 1909 Prof. für Prakt. Theol. an der Freien Prot. Fakultät in Paris. Seit 1912 war M. Präsident der Vereinigung »Union des Églises Réformées de France«. Mit seinem Interesse an Mystik und Liturgik gründete er 1923 den Terziarierorden »Tiers Ordre Protestant des Veilleurs« (Terziaren) und trat als Spre…

Monogenismus

(135 words)

Author(s): Lüke, U.
[English Version] . M. bez. die sich textunkrit. auf Gen 2f. und Röm berufende, angesichts der Universalität erbsündlicher Verfassung konstruierte Annahme, alle Menschen stammten von einem ersten Elternpaar ab, das diese Verfassung durch Zeugung an alle weitergegeben habe. Der M. geht von universaler Heilsbedürftigkeit (Erbsündendogma; Erbsünde: I.; II.) aus und versucht diese durch eine biologische Tatsachenbehauptung zu stützen. Gegen Humani Generis (DH 3897) bedarf das Dogma neueren Überlegunge…

Monogramm Christi

(10 words)

[English Version] Monogramm ChristiChristussymbole

Monolatrie

(14 words)

[English Version] MonolatrieMonotheismus und Polytheismus: I. Religionswissenschaftlich

Monophysiten/Monophysitismus

(1,358 words)

Author(s): Ritter, A.M.
[English Version] (»Ein-Naturen«-Christologie und deren Vertreter) sind in der Dogmengeschichtsschreibung verwendete Begriffe häresiologischen Ursprungs (Häresie: I.); sie stammen von den Gegnern der so bez. theol. Positionen und werden von den so bez. Kirchen bis heute als unangemessen zurückgewiesen. Darum werden sie im folgenden konsequent in Anführungszeichen gesetzt (vgl. auch D. Wendebourg, Chalcedon in der ökum. Diskussion, in: van Oort/Roldanus 190–223). Die Wurzeln der »monophysitischen« Lehre reichen weit zurück. Schon die Christologie des Ori…

Monopol

(305 words)

Author(s): Sautter, H.
[English Version] . Gibt es auf einem Markt nur einen Anbieter, so spricht man von einem (Angebots-)M. Der Fall eines Alleinnachfragers wird als Monopson bez. Stehen sich auf einem Markt ein Alleinanbieter und ein Alleinnachfrager gegenüber, handelt es sich um ein bilaterales M. Monopolistische Strukturen können viele Ursachen haben. Eine dieser Ursachen ist die Stückkostensenkung, die bei der Produktionsausweitung durch eine zunehmende innerbetriebliche Spezialisierung möglich werden kann. Der erste Produzent, der diese Möglichkeit nutz…

Monotheismus und Polytheismus

(4,789 words)

Author(s): Ahn, G. | Müller, H. | Hübner, H. | Gunton, C.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichMonotheistische (monoth.) Gottesvorstellungen, die von der Existenz und Wirksamkeit eines einzigen Gottes ausgehen, haben das Religionsverständnis des christl. geprägten Europa lange Zeit dominiert. Der Begriff Monotheismus (M.) ist ein neuzeitliches, erstmals 1660 bei dem engl. Philosophen Henry More nachweisbares Kunstwort. Als Kontrast zu dem urspr. auf Philo von Alexandrien zurückgehenden und 1580 von J.Bodin für die eur. Tradition wiederentdeckten…

Monotheletismus

(916 words)

Author(s): Ritter, A.M.
[English Version] (»Ein-Willen«-Lehre) nennt man jene christologische Lehrform aus der Zeit nach Chalcedon, mit der – ähnlich wie mit dem älteren Monenergismus (»Ein-Energien«-Lehre) – eine Brücke zum sog. Monophysitismus geschlagen und dem Chalcedonense eine befriedigendere Erklärung gegeben werden sollte (vgl. Christologie: II., 1., c). Schreckte doch auch viele von dessen östlichen Anhängern das von Philoxenus von Mabbug an die Wand gemalte »Götzenbild mit den zwei Gesichtern« (vgl. ACO IV/1, 240–242 = A.M.Ritter, Alte Kirche, 72002, Nr.93j), d.h. das mögliche Miß…

Monsignore

(62 words)

Author(s): Müller, L.
[English Version] (abgekürzt Msgr.) ist Anrede für kirchl. Würdenträger, insbes. für die Träger eines päpstl. Ehrentitels für Kleriker, der in drei Klassen verliehen wird: 1. Apostolischer Protonotar, 2. Ehrenprälat Seiner Heiligkeit, 3. Kaplan Seiner Heiligkeit. Im dt. Sprachraum werden mit Msgr. üblicherweise nur die Letztgenannten angesprochen. Ludger Müller Bibliography Paul VI., Motu proprio »Pontificalis Domus« vom 28.3.1968, Nr.8 (AAS 60, 1968, 305–315, bes. 314).
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