Religion in Geschichte und Gegenwart

Get access Subject: Religious Studies

Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

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Myanmar

(10 words)

[English Version] MyanmarBirma (Myanmar)

Myanmar Baptist Convention

(107 words)

Author(s): Khia, S.
[English Version] . Die MBC wurde 1865 als Burma Baptist Convention von amer. Missionaren und einheimischen Führern gegründet, um die baptistischen Kirchen in Birma zu stärken, zu einigen und um die Evangelisation voranzutreiben. 1954 wurde der Name in MBC geändert. Die MBC ist angegliedert an die Asian Baptist Federation, die American Baptist Churches in the USA und an den Ökumenischen Rat der Kirchen. Die MBC besteht aus 15 Sprach- und Regionalgruppen, 94 Verbänden, 3900 Kirchen und 555 063 Mitgliedern (2000). Si Khia Bibliography S.G.Taw, A Renewal Strategy of the Karen Ba…

Myconius

(246 words)

Author(s): Scheible, H.
[English Version] Myconius, Friedrich (26.12.1490 Lichtenfels/Main – 7.4.1546 Gotha). Schulbesuch in Lichtenfels und ab 1504 in Annaberg. Dort trat M. 1510 in das Franziskanerkloster ein. Er wurde nach Leipzig und 1512 nach Weimar versetzt, wo er 1516 die Priesterweihe und bald danach ein Predigtamt erhielt. 1522 wurde M. als Anhänger Luthers inhaftiert und über Eisenach und Leipzig nach Annaberg gebracht. Im März 1524 gelang ihm die Flucht. M. wurde Prediger am Aussätzigenspital in Zwickau. Im Jul…

Myconius

(158 words)

Author(s): Jung, M.H.
[English Version] Myconius, Oswald (auch: Molitor; eigentlich: Geißhüsler; 1488 Luzern – 14.10.1552 Basel) war ein wichtiger Reformator der Schweiz. Der Sohn eines Müllers (lat. molitor) besuchte die Schule in Rottweil und studierte ab 1510 in Basel. Ab 1514 war er Lehrer, zunächst in Basel, ab 1516 in Zürich und ab 1519 in Luzern, bis er 1522 als »Lutheraner« entlassen wurde. 1523–1531 wirkte M. in Zürich als Lehrer am Frauenmünster an der Seite Zwinglis für die Reformation. Zuletzt wieder in Base…

Mykenische Religionen

(13 words)

[English Version] Mykenische ReligionenÄgäische/Minoische/Mykenische Religionen

Mynster

(241 words)

Author(s): Christophersen, A.
[English Version] Mynster, Jakob Peter (8.11.1775 Kopenhagen – 30.1.1854 ebd.). Nach 1790 begonnenem Theologiestudium in Kopenhagen war M. Hauslehrer, dann 1802 Pfarrer in Spjellerup, Süd-Seeland, 1811 Kaplan an der Kopenhagener Frauenkirche. 1812 wurde er zudem Dozent und Mitleiter des Pastoralseminars, 1817 Mitglied der Direktion der Universität und höheren Schulen und schließlich im Anschluß an eine 1826 begonnene Pfarrtätigkeit an Hof und Schloß von 1834–1854 Bf. von Seeland. In einem durch F.H.…

Myron/Myronsalbung

(197 words)

Author(s): Petzolt, M.
[English Version] . Die Firmung findet in allen östlichen Kirchen als Fortsetzung der Taufe (: IV.,2.) statt. Der Priester salbt (Salbung; griech. chrisma) die Neugetauften mit aromatisiertem Olivenöl (Myron [M.] bzw. Chrisam) in Kreuzesform an Stirn, Augen, Nase, Mund, Ohren, Brust, Händen und Füßen mit der begleitenden Formel: »Siegel der Gabe des Hl. Geistes. Amen«. Schon die Taufe wird als geistvermittelnd verstanden, die Firmung ist deren Vollendung und Besiegelung. Deswegen wird sie auch Kon…

Myslenta

(165 words)

Author(s): Wallmann, J.
[English Version] Myslenta, Cölestin (27.3.1588 Kutten bei Angerburg, Ostpreußen – 30.4.1653 Königsberg). Aus polnischem Adelsgeschlecht gebürtig, erst im vorgerückten Alter die dt. Sprache beherrschend, studierte M. Theol. in Königsberg, Wittenberg und Gießen (hier 1619 Dr. theol.), danach orientalische Sprachen bei Th.Erpenius in Leiden und J.Buxtorf d. Ä. in Basel und betrieb ein halbes Jahr rabb. und talm. Studien im Ghetto in Frankfurt/M. Seit 1619 Prof. der hebr. Sprache und theol. Extraordin…

Mystagogie/Mystagogische Theologie

(1,365 words)

Author(s): Gordon, R.L. | Felmy, K.C. | Elst, F.T.
[English Version] I. Griechisch-römische Antike Mystagogische Theol. (M. Theol.) ist ein nützlicher Terminus für die Lehre der sog. »platonischen Unterwelt«, deren Hauptcharakteristika sind: eine dualistische Auffassung des Kosmos (Dualismus), die klare Unterscheidung zw. einem absolut guten höchsten Wesen und einem, oft weiblichen, demiurgischen Prinzip, eine negative Ansicht materieller Existenz, eine Grundsatzveränderung zugunsten mythischen statt philos. Diskurses und der Glaube an eine supramun…

Mysterien

(436 words)

Author(s): Gordon, R.L.
[English Version] . Die Grundbedeutung des griech. Wortstamms μυ/my ist »schließen«; das Substantiv μυ´στης/mýstēs, »Myste«, deutet auf den Eid, in dem die Mysten schwören, den Inhalt der Riten nicht zu verraten. Die Grundform der griech. M. ist der Kult von Demeter und Korē zu Eleusis in Attika (ab dem 7.Jh. v.Chr.). Seine Riten wurden direkt an anderen Orten der griech. Welt imitiert, z.B. Pausanias II 14,1 (Keleiai); VIII 15,1–4 (Pheneus). Doch der Begriff M. ist selbst in der klassischen Periode äußerst …

Mysterienreligion

(3,115 words)

Author(s): Gordon, R.L. | Betz, H.D. | Felmy, K.C. | Brüske, G. | Stolz, M. | Et al.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich Der Anfang eines neuzeitlichen Diskurses über die griech. Mysterien geht auf die Materialsammlung des holländischen Gelehrten Jan de Meurs (1619) zurück. Diese diente I.Casaubonus als Hauptquelle für sein Argument, daß die frühe Kirche einige Mysterienbegriffe bzw. Institutionen übernommen, aber auch verändert habe (Exercitationes, 1655). Der Glaube an eine spezifische Religionsform, »das antike Mysterienwesen«, die als solche direkt mit urchristl. Gebräu…

Mysterienspiele

(532 words)

Author(s): Dietl, C.
[English Version] . Der Begriff »M.« wird auf griech./lat. mysterium (»Geheimnis, Heilswahrheit«) oder aber, v.a. in der Nebenform »Misterienspiele«, auf lat. ministerium, »Gottesdienst«, zurückgeführt. Er ist wie engl. mystery plays seit dem 18.Jh. belegt, als Analogiebildung zu franz. mystère, womit ab dem 14.Jh. volkssprachliche geistl. Spiele bez. werden. Auch das Katalanische kennt den Begriff bereits seit dem MA als Bez. für Fronleichnamsspiele. Im Dt. wird M. zuweilen als Synonym für »geistl. Spiele des MA« (Mysterienreligion: III.) verwendet und st…

Mysterientheologie

(10 words)

[English Version] MysterientheologieMysterienreligion

Mysterium

(2,191 words)

Author(s): Brüske, M. | Felmy, K.C. | Birmelé, A.
[English Version] I.Katholisch Das semantische Feld des Gebrauchs von M./Geheimnis (G.) in der kath. Theol. weist zwei charakteristische Pole auf, die, ohne voneinander getrennt werden zu können, dennoch nicht ohne Spannung aufeinander bezogen waren und sind. Den einen Pol bildet die Dialektik von Offenbarung und Verborgenheit Gottes in seinem Offenbarungs- und Heilshandeln. Dieser semantische Pol weist zurück auf die bibl. Ursprünge des Begriffs (bes. im pln., deutero- und tritopln. Schrifttum), …

Mysterium tremendum

(302 words)

Author(s): Feldtkeller, A.
[English Version] . Der Ausdruck »M.t.« wurde von R.Otto als ein Grundbegriff der Religionsphänomenologie eingeführt (vom Autor selbst übers. als »schauervolles Geheimnis«). Der Begriff ist eingeordnet in eine Beschreibung der Art und Weise, wie das Numinosum dem rel. Gefühl des menschlichen Subjekts erfahrbar wird, wobei Otto voraussetzt, daß Rel. (mit F.Schleiermacher wesentlich als Gefühl definiert) nicht nur im Rahmen menschlicher Subjektivität beschrieben werden kann, sondern daß sie auf ein …

Mystik

(15,157 words)

Author(s): Brück, M. v. | Gordon, R.L. | Herrmann, K. | Dan, J. | Köpf, U. | Et al.
[English Version] I. Zum BegriffDer Begriff M. ist eng mit der Entwicklung der eur. Religionsgesch. verbunden und darf nicht unproblematisiert als Oberbegriff für eine phänomenologisch bestimmte Gruppe von Erscheinungen in anderen Rel. angewendet werden (s.a. u. II.,3.). Definitionsversuche sind phänomenologisch oder begriffsgesch.: 1. Phänomenologisch wird ein bestimmtes (theol.) Verständnis von M. vorausgesetzt, dem Zeugnisse von Elementen myst. Erfahrung und ihrer sozialen Muster aus unterschied…

Mythos/Mythologie

(10,560 words)

Author(s): Segal, R.A. | Kamel, S. | Müller, H. | Graf, F. | Cancik, H. | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich 1.Begriff und Begriffsgeschichte Der Begriff Mythos (M.) kann entweder inhaltlich als Glaubensüberzeugung über etwas Bedeutsames, wie Welt oder Gesellschaft, oder funktional als sozial wirksame Größe definiert werden: Der M. erklärt die Welt oder stützt die Gesellschaft. Die meisten Mythostheorien beschäftigen sich mit der Funktion des M. oder aber mit seinem Ursprung oder Gegenstand. Der Begriff Mythologie bez. demgegenüber das System verschiedener M. innerhalb einer Rel. oder Kultur. Die Theorien des 19. Jh. sahen …