Religion in Geschichte und Gegenwart

Get access Subject: Religious Studies

Edited by: Hans Dieter Betz e.a.

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Uhde

(293 words)

Author(s): Apostolos-Cappadona, Diane
[English Version] Uhde, Fritz v. (22.5.1848 Wolkenburg – 25.2.1911 München), dt. Maler, bekannt durch seine Kompositionen von Christusszenen, die er in die zeitgenössische Umgebung des ausgehenden 19.Jh. transferierte. Sein Interesse an Naturmalerei wuchs seit seinem Aufenthalt in Paris, wo er unter dem Einfluß von Mihaly Munkácsy (1879) arbeitete. Im Anschluß an seine Rückkehr nach München i.J. 1880 ermutigte ihn M. Liebermann zur Freilichtmalerei und zur intensiven Auseinandersetzung mit Werken h…

Uhland

(212 words)

Author(s): Meier, Andreas
[English Version] Uhland, Ludwig (26.4.1787 Tübingen – 13.11.1862 ebd.), mit J. Kerner Begründer und populärster Vertreter der Schwäbischen Romantik (: I.). Trotz dramatischer Arbeiten (Ernst, Herzog von Schwaben, 1816) und einem Versuch, das hist. Versepos wiederzubeleben (Fortunat und seine Söhne, Frgm. 1814), machten ihn seine leicht singbaren Lieder (u.a. Die Kapelle, 1805), Balladen (Junker Rechberger, 1811) und Gedichte (Graf Eberstein, 1814) zu einem der bedeutendsten Lyriker des 19.Jh. Ab 1…

Uhlhorn

(271 words)

Author(s): Roggenkamp, Antje
[English Version] Uhlhorn, Gerhard (17.2.1826 Osnabrück – 15.12.1901 Hannover), hochrangiger Kirchenvertreter und Universitätstheologe. U. wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Mit Hilfe städtischer Stipendien ermöglichte man ihm ein Theologiestudium in Göttingen, wo er von F. Lücke und F.A. E. Ehrenfeuchter beeinflußt wurde. 1852 mit einer Arbeit über Tertullian habilitiert, griff U. mit verschiedenen Veröff. in die sich an F. Ch. Baurs Deutung des Urchristentums entzündenden Streitigkeiten ein…

Uhlich

(141 words)

Author(s): Friedrich, Martin
[English Version] Uhlich, Leberecht (27.2.1799 Köthen – 23.3.1872 Magdeburg). Als Pfarrer in Pömmelte (heute Landkreis Schönebeck, Sachsen-Anhalt) gründete U. 1841 die »Prot. Freunde« (Lichtfreunde), eine Sammelbewegung des theol. Rationalismus, und führte die Opposition gegen die restaurative Kirchenpolitik von König Friedrich Wilhelm IV. an. 1845 wurde U. in ein Pfarramt nach Magdeburg berufen, schon 1847 aber amtsenthoben. Die von ihm geleitete Freie Gemeinde hatte zeitweilig eine große Mitglied…

Uhsadel

(179 words)

Author(s): Lachmann, Rainer
[English Version] Uhsadel, Walter Franz (28.6.1900 Danzig – 9.6.1985 Hamburg). Von 1920 bis 1924 Studium der Theol. und Päd. in Hamburg, Marburg und Berlin. Erstes und Zweites theol. Examen 1924/1926 in Hamburg; dort bis 1944 Pastor, dann bis 1950 in Cuxhaven. Ab 1934 engagierte sich U. in der Ev. Michaelsbruderschaft, der er lebenslang verbunden blieb. 1938 promovierte er in Hamburg bei W. Flitner über ein reformpäd. Thema und wurde 1950 Dozent am Päd. Institut der Universität Hamburg, ehe er von …

Uighuren

(302 words)

Author(s): Kollmar-Paulenz, Karénina
[English Version] Uighuren, religionsgeschichtlich. Türkische Stammesföderation, die den in den alttürkischen Inschriften (7.Jh.) erwähnten tokuz oguz, den »neun Stämmen«, angehörten. Im 8.Jh. begründeten die U. unter ihrem Anführer Kutluġ Bilgä Kaġan ein eigenes Steppenreich mit der Hauptstadt Karabalgasun nördlich des Tien-shan-Gebirges (s. Nestorianermission, Karte). Der Herrschertitel tängridä bolmiş bilgä kaġan, »durch den Himmel gewordener weiser Herrscher« der dreisprachigen (Uighurisch, Sog…

Ukraine

(2,108 words)

Author(s): Oswalt, Julia
[English Version] I. Begriff Der Begriff U. mit der Bedeutung »Grenzland« erscheint in den Chroniken des 12. und 13.Jh. für die Grenzgebiete zw. der seßhaften und nomadischen Zivilisation des Kiever Reiches. Seit dem 16.Jh. wird der Raum am mittleren Dnepr in den polnischen Quellen als U. bez. Im 17.Jh. dient er zur Bez. des Herrschaftsgebietes der Dnepr-Kosaken. Das seit dem 2. Weltkrieg festgelegte Territorium der U. mit der 1954 hinzugekommenen Krim hat seine natürlichen Grenzen an der Küste des…

ʿUlamāʾ

(12 words)

[English Version] Klerus/Klerus und Laien: III. Islam

Ulenberg

(158 words)

Author(s): Decot, Rolf
[English Version] Ulenberg, Kaspar (2.1.1549 Lippstadt – 16.2.1615 Köln), kath. Theologe, Bibelübers. und Psalmendichter. Nach Studien in Wittenberg konvertierte er 1572 vom Luthertum zum Katholizismus. Pfarrer in Kaiserswerth (1576–1583), Köln (1583–1594), ebd. Regens am Laurentianum (1592–1611), Rektor der Universität (1610–1612). Durch viele katechetische Schriften wirkte er gegenreformatorisch. Seine Bibelübers. (Druck 1630) erlangte überarbeitet als »Mainzer Bibel« (1662) weite Verbreitung. Gr…

Ulfila

(268 words)

Author(s): Brennecke, Hanns Christof
[English Version] (Ulfilas/Wulfila; Anfang 4. Jh. – 383), gotischer Nachfahre von im 3.Jh. verschleppten kappadokischen Christen. Nach seinem Biographen Auxentius von Dorostorum dreisprachiger Lektor der gotischen christl. Gemeinde, wohl 336 anläßlich einer gotischen Gesandtschaft an Konstantin von Eusebius von Nikomedien zum Bf. der Christen im gotischen Herrschaftsbereich ordiniert. In den 40er Jahren kam er mit einer Gruppe gotischer Christen als Flüchtling in das Reich und wurde von Konstantiu…

Ullmann

(193 words)

Author(s): Christophersen, Alf
[English Version] Ullmann, Karl (15.3.1796 Epfenbach, Pfalz – 12.1.1865 Karlsruhe). Der ref. U. studierte in Heidelberg sowie Tübingen (1812–1816) und wurde über Zwischenstationen 1821 a.o. und 1826 o. Prof. in Heidelberg, 1829–1836 in Halle, dann wieder in Heidelberg, wo U. zu einem bestimmenden Vertreter der Vermittlungstheologie avancierte. Ausgeprägt philol. Vorlieben verband er mit kirchen-, dogmengesch. und syst.-theol. Arbeiten, von denen v.a. die Schrift »Hist. oder mythisch?« (1838, 21866), eine Kritik an D.F. Strauß' »Leben Jesu«, herausragt. Zum F…

Ulmer

(78 words)

Author(s): Domsgen, Michael
[English Version] Ulmer, Friedrich (15.3.1877 München – 18.8.1946 Erlangen), bayrischer ev. Theologe. U. promovierte 1899 zum Dr. phil., war Pfarrer in Adelshofen (1910–1918) und Würzburg (1918–1920), Dekan in Dinkelsbühl (1920–1924) und Prof. für Praktische Theol. in Erlangen (1924–1937). Wegen eines krit. Artikels (»So gehts nicht«) gegen den Reichsorganisationsleiter Robert Ley wurde er zwangspensioniert. Bes. Bedeutung erlangte er als Präsident des Martin-Luther-Bundes (1928–1939), den er maßgeblich prägte. Michael Domsgen Bibliography K.Mühlek (BBKL 12, 19…

Ulmer

(94 words)

Author(s): Kuhn, Thomas K.
[English Version] (von Ulm), Johann Conrad (31.3.1519 Schaffhausen – 7.8.1600 ebd.), ev. Theologe und Reformator. Nach der theol. Ausbildung in Basel, Straßburg und Wittenberg wirkte U. seit 1543 auf Empfehlung von Luther und Melanchthon als Reformator in der Residenzstadt Lohr am Main und verfaßte eine nicht mehr erhaltene Kirchenordnung. 1566 Pfarrer am Münster in Schaffhausen, 1559 Antistes. U. setzte sich für die Fortführung der Reformation und v.a. für die Katechese ein. Theol. vermittelte U. zw. Luther, Melanchthon und Zwingli. Thomas K. Kuhn Bibliography G. Opp (BBKL …

Ulrich

(298 words)

Author(s): Kandler, Karl-Hermann
[English Version] von Straßburg (U. Engelberti; ca.1225 Straßburg – 1277 Paris), OP, Schüler des Albertus Magnus, Lektor in Straßburg, Ordensprovinzial 1272–1277, legte u.a. mit seinem Hauptwerk »De summo bono« eine (unvollendete) Summe vor, die sich an der Nikomachischen Ethik des Aristoteles und an Alberts Ethica orientiert. In ihr spannt er einen Bogen von den philos.-theol. Grundfragen hin zu den christl. Glaubenstraktaten; dem theol. System wird ein philos. integriert. U. stellt in ihr die all…

Ulrich

(277 words)

Author(s): Hehl, Ernst-Dieter
[English Version] von Augsburg (890 Augsburg? – 4.7.973 Augsburg). Die Kenntnis über U.s Leben fließt aus seiner zw. 982 und 993 entstandenen Vita. Einer adeligen Familie entstammend und in St. Gallen erzogen, wurde U. Kämmerer des Augsburger Bf. Adalpero (gest.909), zog sich aber aus der Umgebung von dessen Nachfolger zurück. 923 übertrug König Heinrich I. U. das Bistum Augsburg. Als Helfer Ottos I., des Großen, bewährte sich U., als er 953/54 diesem bei dem Aufstand des Königssohnes Liudolf die T…

Ulstadius

(124 words)

Author(s): Friedrich, Martin
[English Version] Ulstadius, Lars (Laurentius; ca.1650 Oulu – 6.10.1732 Stockholm). Beeinflußt von der Lektüre V. Weigels und anderer Spiritualisten (Spiritualismus) gab U. 1682 sein Amt als Lehrer auf und griff 1688 mit einer Gottesdienststörung im Dom von Åbo die luth. Lehre als falsch an. U. wurde zum Tode, 1693 zu lebenslanger Haft verurteilt und blieb auch nach der Begnadigung 1719 im Gefängnis, von den radikalen Pietisten in Schweden wie ein Märtyrer verehrt. Durch seine Anhänger (Petrus Schä…

Ultramontanismus

(1,426 words)

Author(s): Unterburger, Klaus
[English Version] . I. Der Begriff U. diente seiner Etym. gemäß anfangs zur Bez. der jeweils jenseits der Alpen sich befindenden Nation bzw. Partei. Seit der Aufklärungszeit wird er auch inhaltlich und pejorativ konnotiert und von Vertretern einer reformorientierten aufgeklärten Geistigkeit als polemisches Schlagwort verwendet für eine rückwärtsgewandte papalistische und jesuitisch geprägte ekklesiologische bzw. kanonistische Position innerhalb der kath. Kirche. Es kommt zur innerkirchl. Parteibild…

Umbanda

(242 words)

Author(s): Spliesgart, Roland
[English Version] Umbanda, von dem Bantu-Wort 'mbanda (»Heilung«), ist eine genuin brasilianische Mischrel. Sie konstituierte sich offiziell 1941 auf dem ersten Nationalen Umbandakongreß in Rio de Janeiro. Nach ihrem Gründungsmythos entstand die U., als Zélio de Moraes während einer spiritistischen Sitzung afrobrasilianische Geister inkorporierte. Die Umbandabewegung, die sich in unabhängigen Kultstätten (terreiros) artikuliert, ist äußerst heterogen: Sie bewegt sich zw. dem eur. Spiritismus nach …

Umbreit

(156 words)

Author(s): Christophersen, Alf
[English Version] Umbreit, Friedrich Wilhelm Karl (11.4.1795 Sonneborn bei Gotha – 26.4.1860 Heidelberg); nach Studium der Philos. und Theol. (1814–1817), mit J.G. Eichhorn als herausragendem Lehrer, wurde U. 1818 PD für orientalische Sprachen in Göttingen, 1820 a.o., 1823 o. Prof. für AT und Orientalische Philol. an der philos. Fakultät in Heidelberg, 1829 o. Prof. für AT an der theol. Fakultät, die ihm 1829 den D. theol. verlieh. Mit dem ihm eng verbundenen Kollegen K. Ullmann fungierte U. als Haup…

Umfrid

(164 words)

Author(s): Zweigle, Hartmut
[English Version] Umfrid, Otto (2.5.1857 Nürtingen – 23.5.1920 Winnenden), von 1889 bis zu seiner Erblindung 1913 Pfarrer in Stuttgart. U. ist Gründer vieler Ortsgruppen der Dt. Friedensgesellschaft (DFG) und ihr langjähriger Vizepräsident. 1907 vf. U. mit anderen einen Friedensaufruf an die dt. Pfarrerschaft, worauf etwa 100 Pfarrer der DFG beitraten. Er trat gegen die Nationalkirche und für die universalistische, völkerverbindende Aufgabe der Kirche ein. Die Friedensbewegung hatte für U. eine dop…
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