Religion in Geschichte und Gegenwart

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Simonie
(225 words)

[English Version]

. Kauf und Verkauf geistl. Qualifikationen, insbes. kirchl. Ämter, benannt nach dem Apg 8,18–25 erwähnten Simon Magus, der die Fähigkeit der Apostel, Wunder zu wirken, gegen Geld erwerben wollte. Die Alte Kirche erklärte solche Handlungen für unstatthaft; wie die früh belegte Prägung »simoniaca haeresis« erkennen läßt, galten sie als schwerste geistl. Verbrechen, weil damit versucht würde, sich den Hl. Geist dienstbar zu machen. Theoretisch durchgebildet wurde das Verbot durch Papst Gregor I., den Großen, der simonia a manu (Ämtererwerb durch Geld)…

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Goez, Werner, “Simonie”, in: Religion in Geschichte und Gegenwart. Consulted online on 29 October 2020 <http://dx.doi.org/10.1163/2405-8262_rgg4_SIM_025559>



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