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Your search for 'dc_creator:( "Figal, G." ) OR dc_contributor:( "Figal, G." )' returned 43 results. Modify search

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Dezisionismus

(320 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Dezisionismus, von lat. decisio, »Entscheidung«, »Urteil«, ist ein von C.Schmitt geprägter Begriff zur Bez. seiner These, daß die Anwendung einer Norm niemals vollständig durch diese selbst bestimmt werden kann, so daß immer Spielraum und Notwendigkeit der »Dezision« besteht. Der Begriff ist krit. gegen normativistische und rechtspositivistische Positionen, v.a. gegen die Position Hans Kelsens, gerichtet. Bei Schmitt selbst steht der D. im Zusammenhang seiner Konzeption der Souve…

Merleau-Ponty

(421 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Merleau-Ponty, Maurice (14.3.1908 Rochefort – 3.5.1961 Paris), franz. Philosoph, maßgeblicher Vertreter der Phänomenologie. Nach dem Studium lehrte M.-P. zunächst an Gymnasien, zw. 1935 und 1939 auch an der Ecole Normale Supérieure, an der er auch studiert hatte. Während der Besetzung Frankreichs war er in der Résistance tätig. 1945 wurde er Prof. in Lyon, ein Jahr später ging er nach Paris zurück, und zwar zunächst an die Sorbonne. Von 1952 bis zu seinem Tod lehrte er am Collège …

Feyerabend

(137 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Feyerabend, Paul (13.1.1924 Wien – 11.2.1994 Genf), Wissenschaftstheoretiker, der in seinen frühen Arbeiten an K.R.Popper anschließt, sich aber in der Entwicklung seiner eigenen »anarchistischen Erkenntnistheorie« auch gegen diesen wendet. F. bestreitet, daß es haltbare Kriterien für wiss. Erkennen gibt. Wie jede andere Weise der Welterfahrung sei deshalb auch die Wiss. nur unter dem Gesichtspunkt von Kreativität und Originalität zu beurteilen. F.s Maxime dabei ist der Titel eines Schlagers von Cole Porter: »Anything goes«. Günter Figal Bibliography We…

Blumenberg

(143 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Blumenberg, Hans (13.7.1920 Lübeck – 28.3.1996 Altenberge), dt. Philosoph, nach Professuren in Gießen und Bochum von 1970 bis 1985 Prof. in Münster. B. ist Autor zahlreicher, von gründlicher und breiter Gelehrsamkeit zeugender Bücher, die vor allem um zwei syst. Fragen kreisen: Einerseits geht es B. um eine Revision der Kritik an der neuzeitlichen Wiss.: die »Legitimität der Neuzeit« soll u.a. dadurch erwiesen werden, daß die für sie charakteristische Autonomisierung des Menschen …

Destruktion

(223 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] ist ein Terminus in M.Heideggers Philos. der 20er Jahre, der erstmals in der Vorlesung des Sommersemesters 1920 vorkommt und in der Programmschrift »Phänomenologische Interpretationen zu Aristoteles« (1923) ausführlich erläutert wird. Mit D. ist der »Abbau« der Tradition in der Selbstverständlichkeit ihrer Vorstellungen und Redeweisen gemeint. Dieser ist erforderlich, damit die urspr. philos. Erfahrungen als die »Fundamente« des Tradierens freigelegt und wiederholt werden können…

Endlichkeit

(901 words)

Author(s): Figal, G. | Adriaanse, H.J.
[English Version] I. Philosophisch E. bez. in der Philos. grundsätzlich das Begrenzte oder Beschränkte und ist dabei schon bei R.Descartes eine Wesensbestimmung menschlichen Seins und Erkennens. Dieser Gedanke wird von I.Kant aufgenommen und in der Erörterung des menschlichen Erkenntnisvermögens ausführlich diskutiert. Im dt. Idealismus, bes. bei F.W.J.Schelling und G.W.F.Hegel, steht die Interdependenz bzw. Dialektik von E. und Unendlichkeit im Mittelpunkt des philos. Interesses. Bei Schelling wir…

Augenblick

(190 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] bezeichnet ein aus der Zeiterfahrung bes. herausgehobenes Moment. Während das mathematisch-punktuelle »Jetzt« leer ist, markiert der ekstatisch erfaßte A. eine einzigartige, nicht mehr zeitliche Plötzlichkeit. Maßgeblich für das Verständnis des A. in der neueren Philos. und Theol. ist (S.Kierkegaard, der seinerseits von Platos Dialog »Parmenides« und dem dort entwickelten Gedanken des »Plötzlichen« (το` ε᾿ξαι´ϕνης/tó exaíphnēs) angeregt wurde. Für Kierkegaard ereignet sich im A. die Geistwerdung des Menschen: Geist ist dort, wo das…

Kojève

(142 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Kojève, Alexandre (eigentlich Alexander Koschewnikow; 11.5.1902 Moskau – 4.6.1968 Brüssel), studierte in Heidelberg Philos., Sprach- und Literaturwiss. und wurde dort 1926 als Schüler von K.Jaspers promoviert. Anschließend ging er nach Paris, vertiefte frühere religionswiss. Studien und trat 1933 als Lehrer für Religionswiss. in die École Pratique des Hautes Études ein. Philos. berühmt wurde K. jedoch durch seine Vorlesungen über G.W.F.Hegels »Phänomenologie des Geistes«, die in F…

Idee

(770 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Idee, philosophisch, griech. ι᾿δε´α/idéa oder ει᾿˜δος/eídos, »Form«, »Gestalt«, wobei im vorphilos. Sprachgebrauch v.a. die Gestalt eines Menschen gemeint ist (z.B. Plato Prot. 315e, Hom.Il. III 39; V 787; X 316). Daran läßt sich auch der philos. Sprachgebrauch begreiflich machen: Weil es die Gestalt ist, an der man jemanden erkennt, kann die Idee nun generell die Verständlichkeit einer Sache sein; etwas in dem, was es ist, zu erkennen, ist gleichbedeutend mit der Erkenntnis seiner Id…

Demokrit

(225 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] (um 460 – zw. 380 und 370), stammte aus Abdera. Er war Schüler des Leukippos und Hauptvertreter der von seinem Lehrer begründeten Atomistik. D. hat sich mit einer Reihe von Themen beschäftigt; seine Schriften waren Fragen der Ethik und der Seelenlehre, der Logik, der Mathematik und Astronomie, auch der Dichtung und Musik gewidmet. Aber gewirkt hat er v.a. mit seiner Naturphilos., in der er im Anschluß an seinen Lehrer die Grundthesen des Atomismus formuliert und ausgearbeitet ha…

Hermeneutik

(7,062 words)

Author(s): Terrin, A.N. | Dohmen, C. | Schunack, G. | Figal, G. | Jeanrond, W.G. | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Die klassischen Fragestellungen der H. bedenken Probleme des Verstehens in einem hist. Zusammenhang, welcher das Auszulegende und den Auslegenden umfaßt: Dessen Verstehenshorizont wird als Vorverständnis wirksam im Umgang mit Zeugnissen der Vergangenheit, deren Wirkungsgesch. wiederum prägt den Verstehenshorizont des Auslegungsprozesses. Entscheidend für das Gelingen des Verstehens ist schließlich die Frage, ob das Auszulegende sich in diesem Wechselsp…

Freiheit

(8,410 words)

Author(s): Kaiser, O. | Vollenweider, S. | Schwartz, D.R. | Graf, F.W. | Figal, G. | Et al.
[English Version] I. Altes Testament 1. Der Begriff der polit. F. begegnet seiner Herkunft aus der griech. Polis (Stadtkult) gemäß erst in der jüd.-hell. Geschichtsschreibung. Der stoische Freiheitsbegriff, der die innere F. dem äußeren Zwang entgegensetzt (Stoa), findet im AT keine Entsprechung. Denn einerseits ist das AT in einer binnenmythischen Kultur und einer organischen Gesellschaft verwurzelt, die zwar den Unterschied zw. Herren und Knechten, aber nicht den zw. innen- oder außenpolit. F. ken…

Kritische Theorie

(1,356 words)

Author(s): Figal, G. | Moxter, M. | Junker-Kenny, M.
[English Version] I. Philosophisch Krit. Th. ist die Bez. für das philos. Programm der »Frankfurter Schule«, einer dem 1923 in Frankfurt/M. gegründeten »Institut für Sozialforschung« zugehörigen Gruppe von Philosophen und Sozialwissenschaftlern. Der Begriff geht auf einen Aufsatz von M.Horkheimer, »Traditionelle und krit. Th.« (1937), zurück und wurde dann als allg. Charakterisierung auch für die Philos. Th.W.Adornos und H.Marcuses übernommen. Der wichtigste Vertreter der krit. Th. in der auf die G…

Epikur

(220 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] (342/41 auf Samos – 371/70 Athen), griech. Philosoph, Gründer einer philos. Schule, die er als Konkurrenz zur platonischen Akademie und zum aristotelischen Peripatos verstand. Von seinen zahlreichen Schriften – nach Diogenes Laertius 10,28 hat er an die 300 Schriftrollen hinterlassen – sind nur drei Lehrbriefe, eine Sammlung von 40 Sentenzen und einige Werkfrgm. erhalten geblieben. Die Lehren E.s können jedoch auch aus dem Lehrgedicht des in E.s Tradition philosophierenden Lukre…

Eros

(1,820 words)

Author(s): Konstan, D. | Stock, K. | Figal, G.
[English Version] I. Zum Begriff Der griech. Begriff ε῎ρος/éros, Subst., Verb ε᾿ρα˜ν/erán (»in jemanden verliebt sein«), hat die Bedeutung einer intensiven Zuneigung oder eines Begehrens. Er kann eine Leidenschaft für einen unbelebten Gegenstand ausdrücken, wie etwa Wein oder die Heimatstadt oder sogar für Weisheit, wie bei Plato, doch wird E. normalerweise mit erotischer Liebe oder Erregung in Verbindung gebracht und enthält eine sexuelle Komponente. Man denkt sich ihn von körperlicher Schönheit inspirie…

Benjamin

(247 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Benjamin, Walter (15.7.1892 Berlin – 27.9.1940 Port Bou, Frankreich) hat als Schriftsteller, Übersetzer und Philosoph ein vielfältiges Werk hinterlassen. Im Zentrum des B.schen Denkens steht der Versuch einer Rehabilitierung rel., magischer und spekulativer Erfahrung im Medium der Sprache. B. will die Phänomene der Welt unter dem Gesichtspunkt ihres unwillkürlich sich einstellenden Sinns betrachten und diesen als Vorwegnahme einer messianisch erlösten Welt deuten. – B. war 1919 in…

Ereignis

(187 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Ereignis, umgangssprachlich ähnlich wie »Vorkommnis« oder »Geschehen«, ist in der Ontologie eine Bez. für prozessuale Entitäten im Kontrast zu Dingen oder Substanzen. Die Frage, ob E. nur unter der Voraussetzung von Dingen möglich sind oder Dinge sich in E. konstituieren, so daß E. ihnen gegenüber primär sind, ist umstritten. Der prominenteste Vertreter einer E.-Ontologie in der modernen Philos. ist A.N.Whitehead. – In der Philos. M.Heideggers ist E. ab Mitte der 30er Jahre ein z…

Diskurs

(129 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Diskurs, von lat. discursus, »Hin-und-her-Laufen«, wurde als philos. Terminus aus dem Engl. und Franz. übernommen, während »diskursiv« als Gegenbegriff zu »intuitiv« seit I.Kant geläufig ist. Mit engl. »discourse« und franz. »discours« wird eine mehrere Sätze umfassende sprachliche Einheit bez.; das kann eine Rede, eine Erzählung, eine Abh. oder ein Argumentationsgang sein. »Universe of discourse« ist in der analytischen Philos. die Menge der Gegenstände, über die in einer formal…

Adorno

(436 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Adorno, Theodor Wiesengrund (11.9.1893 Frankfurt/M.  – 6.8.1969 Visp, Kanton Wallis), ist neben M.Horkheimer der wichtigste Vertreter der Kritischen Theorie in ihrer ersten Generation. Im Zentrum seines Denkens steht eine radikale Kritik der sich wiss., technisch und gesellschaftlich manifestierenden Rationalität. – A. studierte in Frankfurt a.M. und dann, nach seiner Promotion in Philos. im Jahr 1924, bei Alban Berg in Wien Komposition. Er wurde 1930 mit einer Arbeit über S.Kierke…

Gedächtnis

(1,237 words)

Author(s): Assmann, J. | Schröter, J. | Figal, G.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Unter G. verstehen wir hier die Fähigkeit zur Speicherung von motorischen Fähigkeiten, Erlebnissen und Lerninhalten über größere Zeiträume; Erinnerung bez. demgegenüber den Umgang mit dem G. Bereits das individuelle G. ist sozial bedingt (durch Sprache, Sozialisation, kulturelles Umfeld) und hat insofern kommunikativen Charakter. Der Stabilisierung von kollektiven Gedächtnisinhalten dienen Institutionalisierungen (z.B. Feste, Schule) und Objektivierung…
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