Search

Your search for 'dc_creator:( "Figal, G." ) OR dc_contributor:( "Figal, G." )' returned 43 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Fundamentalontologie

(404 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] ist ein von M.Heidegger analog zu »Fundamentalphilosophie« und »Fundamentaltheologie« geprägter Terminus, um das philos. Programm seines Hauptwerks »Sein und Zeit« (1927) zu charakterisieren. Heidegger geht es hier um die Klärung der Möglichkeit von Ontologie; erst wenn diese herausgearbeitet werde, sei die Frage nach dem Sein, die Heidegger als die Grundfrage der abendländischen Philos. versteht, ausdrücklich und ohne ungeklärte Voraussetzungen zu stellen. In diesem Sinne weist…

Jonas

(168 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Jonas, Hans (10.5.1903 Mönchengladbach – 5.2.1993 New York), studierte bei E.Husserl, M.Heidegger und R.Bultmann. Seine Diss. hatte das Thema »Augustin und der pln. Freiheitsgedanke« (1930). J. emigrierte 1933 nach London, zwei Jahre später nach Palästina. Er lehrte 1946–1948 in Jerusalem, 1949–1950 als Prof. in Montreal und Ottawa und von 1955–1976 in New York. Sein stark durch Heidegger und Bultmann geprägtes Buch »Gnosis und spätantiker Geist« (Bd.1, 1934; Bd.2/1, 1954; Bd.2/2,…

Kehre

(283 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Kehre, »Umwendung«, ist philos. ein Begriff M.Heideggers, der wohl erstmals in einem 1937 entstandenen Vorlesungsentwurf gebraucht wird: Der Mensch stehe »in der K.«, und das sei gleichbedeutend mit einer möglichen »Verwandlung des Menschseins selbst« (GA 45,214). Heidegger greift hier auf ein philos. Grundmotiv zurück, das schon Plato als Umwendung (περιαγωγη´/periagōgē´, rep. 518d) gefaßt und im »Höhlengleichnis« der »Politeia« veranschaulicht hatte. – Sein Verständnis der K. hat Heidegger in den Vorträgen »Einblick in das wa…

Epoche

(233 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] ('Εποχη´/epochē´), ist von dem griech. Verb ε᾿πε´χειν/epéchein, »anhalten«, »zurückhalten« abgeleitet. Das Substantiv epochē´ ist urspr. ein Begriff der Astrologie und bez. dort entweder die Stelle, die ein Himmelskörper in seiner Bahn einnimmt, oder die Konstellation zweier Himmelskörper. Analog kann das Wort auch den Punkt in der Zeit, von dem aus sie berechnet werden kann, bez. Im Zeitalter der Aufklärung verändert sich die Bedeutung des Begriffs: E. ist nun ein gesch. bedeutsamer Z…

Entwurf

(213 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] ist ein in philos. bedeutsamer Weise erstmals bei I.Kant verwendeter Begriff, mit dem die produktive Rolle der Vernunft im Hinblick auf den Bereich des Verstehbaren bez. wird. In diesem Sinne sagt Kant, »daß die Vernunft nur das einsieht, was sie selbst nach ihrem Entwurfe hervorbringt«. Die Vernunft müsse die Natur nötigen, »auf ihre Fragen zu antworten«, statt sich von ihr »gleichsam am Leitbande gängeln« zu lassen, sonst bliebe es bei zufälligen, »nach keinem vorher entworfen…

Blondel

(162 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Blondel, Maurice (2.11.1861 Dijon – 4.6.1949 Aix en Provence), franz. Philosoph, 1896–1949 Prof. in Aix en Provence. B.s Philos. ist im weiteren Sinne der Phänomenologie zuzurechnen und hat einen deutlich religionsphilos. Akzent. Zentral ist für ihn die Annahme, das Denken gehe aus einem umfassenden Lebenszusammenhang des Wollens und Empfindens hervor und bleibe auch nur aus diesem verständlich. Daraus ergibt sich das philos. Programm einer genauen Analyse von Handlungssituationen…

Kyniker

(296 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Kyniker, eine griech. Philosophenschule, als deren Gründer der Sokratesschüler Antisthenes (ca.455–360 v.Chr.) gilt, die jedoch erst in Diogenes von Sinope (gest. ca.320 v.Chr.) ihren eigentlichen Repräsentanten gefunden hat. Der Name geht auf griech. κυ´ων/kýōn, »Hund«, zurück und ist durch eine Bemerkung Philodems (nach 110–40/35 v.Chr.) erläutert, derzufolge es den K. gefiel, sich in die Lebensform der Hunde zu kleiden (Stoicorum Index Herculanensis, hg. von D.Comparetti, 1875, 339,8), also ohne Scham und men…

Interpretation

(361 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Interpretation, von lat. interpretatio, »Deutung«, »Übers.«, bez. allg. die Auslegung von Werken und Texten. Philos. bedeutsam wurde der Begriff durch F.Nietzsche, der analog zum menschlichen Weltverhalten die Lebendigkeit überhaupt als I. versteht. I. ist der Versuch, »Herr über etwas zu werden« (Krit. Studienausg. 12, 314); sie ist die auswählende und vereinheitlichende Bewältigung einer unendlich mannigfaltigen Realität. Nur durch I., und d.h.: aus jeweiligen Perspektiven, gib…

Löwith

(193 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Löwith, Karl (9.1.1897 München – 24.5.1973 Heidelberg), dt. Philosoph. L. studierte in München und Freiburg, wurde in München promoviert und habilitierte sich bei M.Heidegger in Marburg mit »Das Individuum in der Rolle des Mitmenschen. Ein Beitrag zur anthropologischen Grundlegung der ethischen Probleme«. 1933 emigrierte L. nach Italien, dann nach Japan, wo er von 1936 bis 1941 eine Professur an der Universität Sendai innehatte. Von 1941 bis 1952 lehrte er in den USA, zunächst am …

Boethius

(445 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Boethius, Anicius Manlius Torquatos Severinus (um 480 wahrscheinlich Rom – um 524 wahrscheinlich Pavia) gilt als der bedeutendste lat. Schriftsteller der Spätantike und als einer der wichtigsten Vermittler der klassischen Philos. für die Kultur des MA. Berühmt ist er v.a. für »De consolatione philosophiae« (oder »Philosophiae consolationis libri«), eine Schrift in neuplatonischer Tradition, die eines der meistgelesenen Bücher des MA war und bis heute ihre Leser findet. – Das Leben de…

Differenz, ontologische

(277 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Differenz, ontologische, Terminus M.Heideggers, mit dem das Verhältnis von Sein und Seiendem (Ontologie) bestimmt wird. Obwohl der Terminus in »Sein und Zeit« (1927) noch nicht vorkommt, sondern erst in der Vorlesung des Sommersemesters 1928 eingeführt und in der Schrift »Vom Wesen des Grundes« (1929) weiter erläutert wird, betrifft er der Sache nach auch die Konzeption von Heideggers frühem Hauptwerk. Das Entdecken von Seiendem, wie es in der Welt begegnet, wird auch hier schon …

Heidegger

(767 words)

Author(s): Figal, G.
[English Version] Heidegger, Martin (26.9.1889 Meßkirch, Baden – 26.5.1976 Freiburg i.Br.). Ohne H. ist die Philos. des 20.Jh. nicht vorstellbar. J.-P.Sartre, E.Lévinas, M.Foucault und Jacques Derrida sind von ihm geprägt; zu seinen Schülern gehörten u.a. H.Arendt, K.Löwith, H.Jonas, L.Strauss und Hans-Georg Gadamer, der H.s Philos. maßgeblich weiterentwickelt hat. H. ist der einzige Philosoph seines Jh., der, wie vor ihm nur G.W.F.Hegel, die abendländische Philos. im ganzen durchdacht und in z.T. bahnbrechender Weise neu interpretiert hat. H. wuchs in einfachen Verh…

Endlichkeit

(901 words)

Author(s): Figal, G. | Adriaanse, H.J.
[English Version] I. Philosophisch E. bez. in der Philos. grundsätzlich das Begrenzte oder Beschränkte und ist dabei schon bei R.Descartes eine Wesensbestimmung menschlichen Seins und Erkennens. Dieser Gedanke wird von I.Kant aufgenommen und in der Erörterung des menschlichen Erkenntnisvermögens ausführlich diskutiert. Im dt. Idealismus, bes. bei F.W.J.Schelling und G.W.F.Hegel, steht die Interdependenz bzw. Dialektik von E. und Unendlichkeit im Mittelpunkt des philos. Interesses. Bei Schelling wir…

Kritische Theorie

(1,356 words)

Author(s): Figal, G. | Moxter, M. | Junker-Kenny, M.
[English Version] I. Philosophisch Krit. Th. ist die Bez. für das philos. Programm der »Frankfurter Schule«, einer dem 1923 in Frankfurt/M. gegründeten »Institut für Sozialforschung« zugehörigen Gruppe von Philosophen und Sozialwissenschaftlern. Der Begriff geht auf einen Aufsatz von M.Horkheimer, »Traditionelle und krit. Th.« (1937), zurück und wurde dann als allg. Charakterisierung auch für die Philos. Th.W.Adornos und H.Marcuses übernommen. Der wichtigste Vertreter der krit. Th. in der auf die G…

Eros

(1,820 words)

Author(s): Konstan, D. | Stock, K. | Figal, G.
[English Version] I. Zum Begriff Der griech. Begriff ε῎ρος/éros, Subst., Verb ε᾿ρα˜ν/erán (»in jemanden verliebt sein«), hat die Bedeutung einer intensiven Zuneigung oder eines Begehrens. Er kann eine Leidenschaft für einen unbelebten Gegenstand ausdrücken, wie etwa Wein oder die Heimatstadt oder sogar für Weisheit, wie bei Plato, doch wird E. normalerweise mit erotischer Liebe oder Erregung in Verbindung gebracht und enthält eine sexuelle Komponente. Man denkt sich ihn von körperlicher Schönheit inspirie…

Gedächtnis

(1,237 words)

Author(s): Assmann, J. | Schröter, J. | Figal, G.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Unter G. verstehen wir hier die Fähigkeit zur Speicherung von motorischen Fähigkeiten, Erlebnissen und Lerninhalten über größere Zeiträume; Erinnerung bez. demgegenüber den Umgang mit dem G. Bereits das individuelle G. ist sozial bedingt (durch Sprache, Sozialisation, kulturelles Umfeld) und hat insofern kommunikativen Charakter. Der Stabilisierung von kollektiven Gedächtnisinhalten dienen Institutionalisierungen (z.B. Feste, Schule) und Objektivierung…

Logos

(3,300 words)

Author(s): Peppel, M. | Slenczka, N. | Figal, G.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich Das griech. Subst. L. (λο´γος/lógos), abgeleitet vom Verb λε´γειν/légein, »sagen, sprechen«, bez. menschliches Sprach- und Denkvermögen meist als Einheit sowie zahlreiche Einzelaspekte: Satz, Thema, Rede, Prosa, Lehre, Urteil, Grund, Schlußfolgerung, Vernunft. In den ersten Belegen heißt L. »Rede«, deren verblendende Wirkung häufig betont wird (Hom.Od. 1,56) – so in der Personifikation der Logoi (Pl.) als Kinder der Streitgöttin Eris (Hes.theog. 229) –, und steht…

Geltung

(690 words)

Author(s): Figal, G. | Dreier, R. | Grube, D.
[English Version] I. Philosophisch Der Begriff der G. wird zwar schon bei I.Kant (Akademie-Ausg. 4, 460 f.) verwendet, aber erst in der Philos. des späten 19.Jh. prominent. G. ist eine nicht weiter erklärbare Weise der Gegebenheit, die v.a. im Kontrast zum Existieren verstanden wird. In diesem Sinne unterscheidet R.H.Lotze zw. existierenden Dingen, geschehenden Ereignissen und geltenden Sätzen (Grundzüge der Logik und Encyklopädie der Philos., 1902). Daß ein Satz gilt, ist dabei gleichbedeutend mit…

Historismus

(1,291 words)

Author(s): Figal, G. | Graf, F.W.
[English Version] I. Philosophisch Der Begriff des H. wird im 19.Jh. gebräuchlich und nimmt dabei schon bald eine krit. und sogar polemische Bedeutung an. Zwar konnte auch G.W.F.Hegels Konzeption einer sich frei in der Gesch. realisierenden Vernunft »H.« genannt werden (J.Braniss, Die wiss. Aufgabe der Gegenwart als leitende Idee im akademischen Studium, 1848); aber vorherrschend ist doch das Verständnis des H. als einer Denkweise, die einseitig an der Gesch., und zwar v.a. an den gesch. Fakten, or…

Metapher

(2,519 words)

Author(s): Löser, P. | Figal, G. | Mühling-Schlapkohl, M. | Mädler, I.
[English Version] I. Literaturwissenschaftlich M. (griech. μεταϕορα´/metaphorá, »Übertragung«, von μεταϕε´ρω/metaphérō, »übertragen«) bez. eine Stilfigur, in der vermittels eines sprachlichen Bildes, d.h. in übertragenem Sinn, auf einen Sachverhalt Bezug genommen wird. Die semantische Analyse der M., ihre Abgrenzung gegenüber anderen Tropen und die Diskussion um Leistungsfähigkeit und Verstehbarkeit der poetischen M. gehören zu den schwierigeren Aufgaben der Literaturwiss. Bestimmung der sprachlichen Form: Der Sprachbestand umfaßt jederzeit konventional…
▲   Back to top   ▲