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Your search for 'dc_creator:( "Gierl, Martin" ) OR dc_contributor:( "Gierl, Martin" )' returned 38 results. Modify search

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Gelehrtenrepublik

(1,162 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. BegriffAls Kernbestand utopischen Denkens (Utopie) und Spiegel der sozialen wie politischen Institutionalisierungsprozesse der vordringenden schriftbasierten Wissenskultur zählt die G. zu den zentralen, epochendefinierenden Konzepten der Nz. Der Begriff ist die dt. Entsprechung zu lat. res publica li(t)teraria (engl. republic of letters; franz. république des lettres) und bezeichnet das Gefüge öffentlicher gelehrter Schriftlichkeit; dabei standen von Anfang an wesentlich die Produzentengemeinschaft, die Produktionsweisen und die Verwaltung von…
Date: 2019-11-19

Wissenschaft

(1,837 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. BegriffWie »die Geschichte« und »die Forschung« entstand der Singularbegriff »die W.« im Sinn einer allumfassenden Einheit erst am Ende des 18. Jh.s; im 19. Jh. folgten »Naturwissenschaft« und mit entsprechender Begriffsverengung engl. science [10. 10, 30]. Bis ins 17. Jh. bildete die Unterscheidung zwischen lat. scientia (die Kenntnisse zu einem Gegenstandsbereich, das Kennen) und ars (»Kunst«, »Kompetenz«, »Können«) die wesentliche Einteilung des Wissens. Im 18. Jh. ordnete man den W. im Sinn von Kenntnisbereichen Hilfs-W. zu, so der Geschichte etwa…
Date: 2019-11-19

Preisfragen

(867 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. AllgemeinAkademische P. zählten zu den wesentlichen Diskursinstrumenten der Aufklärung. Mit ihrer Verbindung von Publizität, Autorität und systematisierter Wissensorganisation im Dienste des gemeinnützigen Wissens bilden sie – mehr als (auch in der Gegenwart noch) zentrale Wissensmedien wie Zeitschriften und Enzyklopädien – die Epochencharakteristik aufklärerischer Öffentlichkeit ab.Anschließend an die humanistische…
Date: 2019-11-19

Wissensgesellschaft

(3,550 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Allgemein Gesellschaften sind immer auch W. Gesellschaftlichkeit lässt sich, wie die neuere Soziologie und Ethnologie seit Émile Durkheim und Claude Lévi-Strauss erörtern, nicht ohne Sprachlichkeit, Regeln, Weltbild, Eigenschaftszuordnungen, Rollen und Sachorganisation sowie deren Koordination und Sicherung vorstellen [19]; [10]. Wissen steuert damit die Handlungsstrukturen, in denen sich Arbeit, Konsum, Herrschaft und Kultur ausgestalten. Mit dem Landesausbau und der weltweiten Expansion Europas wurde die Organisation der Lebenswe…
Date: 2019-11-19

Kompilation

(804 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. WissenstradierungK., die (systematische) Zusammenstellung bereits vorhandenen Wissens, zählte in der Nz. zu den grundlegenden Verfahren der Wissensorganisation und der wiss. Textproduktion. Die theologische wie juristische Kommentar-Literatur des MA und der Nz., die Enzyklopädien, die Fachkompendien verschiedenster Disziplinen, insbes. die Historiographie von der Chronik bis zu den histor. Tafelwerken, beruhen in hohem Maß auf ihr.Als ein wesentlich mündliches Geschehen zwischen Lehrer und Schüler setzte die gelungene gelehrte Wissensweitergabe …
Date: 2019-11-19

Informationsmedien

(1,534 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. System Die Vermittlung von Information (= Inf.) zählt zu den Grundkonstituenten jeder Gesellschaft. Mit ihren Orientierungs- und Organisationsleistungen tragen I. zentral zur Regulation des sozialen Lebens bei. In der Nz. wurde die Inf.-Vermittlung durch den Buchdruck revolutioniert. Die Weitergabe von Inf. wurde zu einem politisch, ökonomisch und wissenschaftlich universal organisierten System, das immer mehr auf technischen Medien statt auf mündlichen und handschriftlichen Verfahren basierte. Neben den Lehrer,…
Date: 2019-11-19

Disziplinen, gelehrte

(1,783 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. BegriffIn der Frühen Nz. bildeten sich die Methoden, Institutionen, Gegenstandsbereiche und Diskussionsverfahren der modernen Wissenschaft heraus. Ihre elementare Gliederungskategorie und Organisationsform waren die G. D. Verwandt mit griech. didaskalía (»Lehre«, »Unterricht«, »Einweisung«) leitet sich D. vom lat. discere (»lernen«) ab und teilt mit ihrem pädagogischen Gegenstück, der Doktrin (von lat. docere, »lehren«) die gleiche etymologische Wurzel [4…
Date: 2019-11-19

Polemik, theologische

(1,642 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Definition und GegenstandTh. P. zählt zu den bedeutendsten traditionellen Instrumenten der christl. Kirchenbildung und Glaubensentwicklung. Mit ihr wurden die Grenzen zwischen ›richtiger‹ und ›falscher‹ christl. Lehre und Frömmigkeit gezogen. …
Date: 2019-11-19

Wissensorganisation

(5,694 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Gegenstand der KulturwissenschaftParallel zur Technisierung der Gesellschaft und ihrer elektrischen, elektronischen, dann digitalen Kommunikationsapparate sowie angesichts von big science im 20. Jh. und der immer augenscheinlicher werdenden Arbeitsteilung in der Wissensproduktion hat sich die Frage der W. zu einem zentralen Thema der Kulturwissenschaften entwickelt. In den 1920er Jahren suchte Karl Mannheim mit der Wissenssoziologie der »Seinsverbundenheit« des Wissens und dem Ideologischen im Falschen nachzugehen [29]. In den 1930er Jahren interpretierte Ludwi…
Date: 2019-11-19

Intellektuelle

(858 words)

Author(s): Gierl, Martin
Date: 2019-11-19

Verein

(4,719 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Begriff und ForschungsgeschichteV. bezeichnet eine formalisierte freiwillige Vereinigung, d. h. Privatgesellschaft. Im weiten Sinn der Assoziation (= Ass.) lassen sich dem Vereinswesen (= Vw.) der Nz. eine Vielzahl zeittypischer Formen zurechnen: Bruderschaften, Bünde, Landsmannschaften, Sekten, Konventikel (Collegium 3.), Sodalitäten, Sozietäten, Gesellschaften, Gemeinschaften, Klubs, Kasinos und Unitäten; darüber hinaus an seinem nicht statuarischen Rand Salons, Zirkel und Kreise; an seiner staatsoffiziösen Seite Akademien, Gewer…
Date: 2019-11-19

Rezension

(945 words)

Author(s): Gierl, Martin
Date: 2019-11-19

Wissenschaftsutopie

(2,476 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Allgemein Utopien (= U.) imaginieren die Realität dessen, was sein soll – im Spiegel dessen, was nicht sein soll. Sie sind sowohl mit dem Ideal und dem Plan als auch mit der Satire verwandt. Ihre Darstellungsform reicht je nach Publikum vom Roman bis zum Projektentwurf. U. werben und streben nach Realisierung; an ihrem Horizont liegt die Institutionalisierung […
Date: 2019-11-19

Akademie

(2,174 words)

Author(s): Gierl, Martin
Die Entwicklung öffentlichkeitsgliedernder Institutionen war zentrales Element nzl. Geschichte. Neben der Universität war die A. wesentliche Einrichtung im Bereich der Organisation von Wissen und Kultur. 1. Begriff387 v. Chr. hatte Platon ein Haus nordwestl. Athens in einem nach dem attischen Heros Akademos benannten Kulturbezirk für seine Philosophenschule erworben; der Hain mit Gymnasion, Gärten und Kultstätten gab ihr seinen Namen, Akad椃meia. Als einerseits geordneter Verband mit Scholarch, »Älteren« und »Jüngeren«, der andererseits ohne Curriculum …
Date: 2019-11-19

Compilation

(868 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Transmission of knowledgeIn the early modern period, compilation – the systematic assembly of knowledge already present – was considered one of the fundamental procedures in the organization of knowledge (Knowledge, organization of) and the production of scholarly texts. The theological and legal commentary literature of the Middle Ages and the early modern era, encyclopedias, the specialized compendia of various disciplines, and above all historiography, from chronicles to volumes of historical illustrations were heavily dependent on it.As an essentially o…
Date: 2019-10-14

Knowledge, organization of

(6,492 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. Object of cultural studies Parallel to the mechanization of society and its electrical, electronic, and finally digital tools of communication, and in light of 20th-century “big science” and the division of labor increasingly evident in the production of knowledge, the question of the organization of knowledge has emerged as a central theme of cultural studies. In the 1920s, Karl Mannheim sought to pursue the “existentiality” of knowledge and the role of ideology in error using the sociology of knowledge [29]. In the 1930s, Ludwik Fleck interpreted the emergence of sc…
Date: 2019-10-14

Information media

(1,863 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. System Communication of information is one of the fundamental elements of every society (Society [community]). With their contribution to informing and organizing society, information media were central to the regulation of social life. In the early modern period, the communication of information was revolutionized by printing. The transmission of information became a universally organized system – politically, economically, and scientifically – based increasingly on technological me…
Date: 2019-10-14

Encyclopedia

(3,517 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. IntroductionAn encyclopedia is as far as possible a complete survey of a branch of knowledge, with content arranged in a certain order of presentation. As a concise form of presenting expert knowledge and the current state of knowledge, it lies between didactics and scholarly theory, and between the popularization and the functionalization of knowledge. As an ongoing attempt at defining individual elements of a whole and so aligning knowledge and the world, it was a guiding principle of early modern knowledge culture.Martin Gierl2. ConceptThe Neolatin composite term  encyclopaed…
Date: 2019-10-14

Media, scholarly

(1,338 words)

Author(s): Gierl, Martin
1. DefinitionFrom the outset, scholarly media as institutionalized technological mediators of learning (Erudition) – both individually and collectively –  were anything but neutral instruments of knowledge: they were a material embodiment of the contemporary organization of knowledge (Knowledge, organization of). In the early modern period, they marked the evolution of the great process of cultural change from orality to literacy, based increasingly on print. Their nature was the basis for the de…
Date: 2019-10-14

Academy

(2,734 words)

Author(s): Gierl, Martin
The development of formative public institutions was a central element in the history of the modern period. Next to the university, the academy as an institution played a fundamental role in the organization of knowledge and culture.  1. Concept In 387 BC, Plato had acquired a house in a cultural complex north-west of Athens, named after the Attic hero Akademos, for his philosophical school, to which the sanctuary with gymnasium, gardens, and cult sites gave its name, Akadḗmeia. Although a structured establishment with scholarch, “elders”, and “disciples”, it had no cu…
Date: 2019-10-14
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