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Your search for 'dc_creator:( "Graf, F.W." ) OR dc_contributor:( "Graf, F.W." )' returned 48 results. Modify search

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Eisenacher Konferenz

(412 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] . Seit dem Ende des alten Reiches und der damit verbundenen Auflösung des Corpus evangelicorum verfügten die ev. Landeskirchen über kein gemeinsames Vertretungsorgan mehr. Aufgrund publizistischer Kontroversen über eine neue gesamtprot. Körperschaft und nach 1846 erfolgten, von M.A.v.Bethmann Hollweg moderierten Berliner Verhandlungen zw. Vertretern der Landeskirchen, vereinbarten einige Kirchenbehörden 1850 regelmäßige Konferenzen zur Besprechung von Fragen, die einheitliche Lös…

Lepsius

(580 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Lepsius, Johannes (15.12.1858 Berlin – 3.2.1926 Meran), prot. Theologe, seit 1896 Leiter des humanitären Armenierhilfswerks. Der Sohn des berühmten Ägyptologen Carl Richard L. erhielt entscheidende rel. Prägung durch seine neupietistisch orientierte Mutter Elisabeth, die J.H.Wicherns Innere Mission unterstützte. Er studierte Philos. (Promotion 1880) und Theol., beraten von F.Fabri, bei H.Cremer. Unter dem Einfluß seiner aus württembergischer Missionarsfamilie stammenden Braut Marg…

Marheine(c)ke

(344 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Marheine(c)ke, Philip(p) Konrad (1.5.1780 Hildesheim – 31.5.1846 Berlin), Theologe und Kirchenhistoriker. Seit 1798 Studium der ev. Theol. und Philos. in Göttingen bei G.J.Planck, Ch.F.v.Ammon, K.F.Stäudlin und J.G.Eichhorn. 1803 Promotion zum Dr. phil. in Erlangen. 1804 Repetent am Ev. Seminar, 1805 a.o. Prof. für Kirchengesch. und Universitätsprediger in Erlangen. 1807–1811 Prof. für NT, Praktische Theol. und Dogmatik in Heidelberg, seit 1811 an der neugegründeten Universität Ber…

Hundeshagen

(223 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Hundeshagen, Karl Bernhard (30.1.1810 Friedewald, Hessen – 2.6.1872 Bonn). Der Gießener Theologiestudent wurde 1828 als Bursche relegiert, konnte sich hier aber 1831 habilitieren. Prof. der Theol. für Exegese und Kirchengesch. 1834 in Bern (o. Prof. 1845), 1847 in Heidelberg, 1867 in Bonn; Hg. der ThStKr. Vertreter der Vermittlungstheologie, betonte gegenüber den Liberalen wie den neokonfessionalistischen Lutheranern ein Eigenrecht individueller Herzensfrömmigkeit. Über die Grenzen…

Lieb

(167 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Lieb, Fritz (10.6.1892 Rothenfluh, Schweiz – 6.11.1970 Basel), ref. Theologe. Der vom rel. Sozialismus H.Kutters und L.Ragaz' faszinierte L. studierte Assyriologie und seit 1915 Theol. Dem Eintritt in die Sozialdemokratische Partei folgten Demonstrationen gegen den Krieg und Kämpfe beim Basler Generalstreik 1919. Von der Oktoberrevolution begeistert trat der slawophile L. 1920 in die Kommunistische Partei ein und sammelte Bücher und kultische Objekte der russ. Orthodoxie. Der Freu…

Heydenreich

(144 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Heydenreich, August Ludwig Christian (25.7.1773 Wiesbaden – 26.9.1858 ebd.). Während des Studiums in Erlangen entwickelte H. eine entschiedene Kritik des theol. Rationalismus und des Kantischen Kritizismus. Nach verschiedenen Pfarrstellen erhielt der von F.Schleiermacher und der Erweckungsbewegung geprägte romantische Supranaturalist (Supranaturalismus) 1818 einen Ruf ans ev.-theol. Seminar in Herborn. Die hist.-kritische Exegese lehnte der Unionstheologe in Studien »Ueber die Unzul…

Lichtfreunde

(468 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] . Als L. bez. man die sich seit 1841 assoziierenden »Prot. Freunde«, eine Gruppe rationalistisch frühliberaler ev. Pfarrer und Laien v.a. in Sachsen und Preußen. Der Begriff aus freimaurerischen Diskursen wurde zunächst für Anhänger der Aufklärung überhaupt benutzt, spätestens seit der Gründung gleichnamiger Zeitschriften in Sachsen (1831) und Frankfurt/M. (1836) diente er als Programmbegriff für konsequente Aufklärung in der Rel. Auf die »Prot. Freunde« angewendet wurde der bald…

Deutscher Evangelischer Kirchenbund

(242 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] . Das Ende des landesherrlichen Kirchenregiments und die Gründung der Weimarer Republik provozierten 1919 Reformdebatten über innerkirchl. Demokratisierung und eine ev. Reichskirche. Polit. wie kirchl. konservative Kräfte verhinderten um landeskirchl. Autonomie willen Urwahlen zu einer Reichssynode. So wurde die Arbeit des Dt. Ev. Kirchenausschusses nur durch einen neuen föderativen Zusammenschluß der Landeskirchen fortgeführt. Nach Beratungen seit Januar 1919 konnte beim Stuttga…

Cremer

(637 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Cremer, August Hermann (18.10.1834 Unna – 4.10.1903 Greifswald), ev. Theologe. Der aus einfachen Verhältnissen stammende, durch die Erweckungsbewegung geprägte Absolvent des Gütersloher Ev. Stiftischen Gymnasiums studierte seit 1853 in Halle bei F.A.G.Tholuck und Julius Müller, ab 1856 in Tübingen bei J.T.Beck. Hier schloß er enge Freundschaft mit M.Kähler. Nach kurzem Aufenthalt im Wittenberger Predigerseminar wurde C. in Tübingen mit der Arbeit »Die eschatologische Rede Jesu Chri…

Hahn

(261 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Hahn, August H. (27.3.1792 Großosterhausen bei Querfurth – 13.5.1863 Breslau), ev. Theologe. Im Alter von acht Jahren verlor H. seinen Vater, einen Kantor. Rel. prägte ihn die pietistische Mutter. Im rationalistischen Leipzig studierte er ev. Theol. und orientalische Philol. Nach drei Jahren als Hauslehrer führten ihn im Wittenberger Predigerseminar 1817 Carl Ludwig Nitzsch, Johann Friedrich Schleusner und Heinrich Leonhard Heubner zu Erweckungsfrömmigkeit und Supranaturalismus zur…

Germanisierung des Christentums.

(275 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Diese Formel wurde 1896 von dem liberalprot. Pfarrer Arthur Bonus geprägt. Bonus bündelte alte Oppositionsfiguren von »Romanismus« und »Germanismus« sowie P. A. deLagardes Forderung einer neuen »Nationalrel.« im Programm einer nationalkulturellen »Modernisierung« christl. Traditionsbestände. Sein neo-germ. modernes Christentum sollte die desintegrierte Gesellschaft des Kaiserreichs mit einem einheitlichen Ethos erfüllen. Das insbes. bei Bildungsbürgern weit verbreitete kulturkri…

Gerlach

(951 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] , 1. Ludwig Friedrich Leopold v. (17.9.1790 Berlin – 10.1.1861 Potsdam). Der Absolvent der Militärakademie kämpfte 1806 gegen Napoleon I., studierte nach der preußischen Niederlage v.a. bei F.C.v.Savigny und Gustav Hugo Jura und engagierte sich in der »Christl.-dt. Tischgesellschaft« und der aus ihr hervorgegangenen »Maikäferei«. In den Befreiungskriegen zum Offizier befördert, blieb er beim Militär und wurde 1826 zum persönlichen Adjutanten des späteren Königs und Kaisers Wilhelm I.…

Kahnis

(134 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Kahnis, Karl Friedrich August (22.12.1814 Greiz, Vogtland – 20.6.1888 Leipzig). 1844 a.o. Prof. in Breslau, 1850 o. Prof. für Dogmatik in Leipzig. K. entwickelte sich zum Vertreter eines gemäßigten luth. Konfessionalismus, der sich in seinem Hauptwerk »Die luth. Dogmatik hist.-genetisch dargestellt« (3 Bde., 1861–1868; 2 Bde., 21874/75) spiegelt. Theol. bindet er an Schrift und Bekenntnis zurück. Gegenüber K.I.Nitzsch kritisierte er die Union (Unionen, kirchliche). Eine Tendenz zur Repristination wurde K. aufgrund seiner…

Hengstenberg

(343 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Hengstenberg, Ernst Wilhelm (20.10.1802 Fröndenberg bei Unna – 28.5.1869 Berlin), ev. Theologe und Kirchenpolitiker. Nach intensivem Privatunterricht durch seinen Vater, einen ref. Pfarrer, studierte H. in Bonn orientalische und klassische Philol. Dank seiner mild rationalistischen Erziehung begeisterte er sich für die Burschenschaften. 1823/24 erlebte er in neupietistischen Kreisen der Basler Mission eine Erweckung. Er habilitierte sich 1824 in Berlin für Orientalistik, wechselte …

Hausrath

(292 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Hausrath, Adolf (13.1.1837 Karlsruhe – 2.8.1909 Heidelberg), ev. Kirchenhistoriker. Der Sohn eines prominenten badischen Pfarrers studierte seit 1856 im liberalen Jena ev. Theol. und Geschichtswiss. In K.A.v.Hase fand er einen Lehrer und engen Freund. Nach Studienaufenthalten in Göttingen, Berlin und Heidelberg wurde H. mit der Studie »Der Ketzermeister Konrad von Marburg« (1861) in Berlin zum Lic.theol. promoviert. Dem Lehrvikariat folgte 1862 die Habil. in Heidelberg und eine As…

Kirchlich-sozial

(481 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] . Der Begriff kirchl.-sozial läßt sich erstmals in Texten J.H.Wicherns 1848 nachweisen. Wichern differenzierte noch nicht zw. »kirchl.-sozial«, »christl.-sozial« und »ev.-sozial«. Seit der Gründung des »Evangelisch-sozialen Kongresses« 1890 markierten diese Begriffe jedoch zunehmend differente Positionen prot. Sozialreform. Den Begriff »Ev.-sozial« nahmen nun bürgerlich-liberale Sozialreformer aus dem Umkreis des Ev.-sozialen Kongresses für sich in Anspruch, deren wichtigster par…

Kulturwissenschaften

(683 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] . Der Begriff K. läßt sich schon im späten 18.Jh. nachweisen. Einen programmatischen Gehalt gewann er jedoch erst um 1900 in den Kontroversen um die Selbständigkeit der Geisteswissenschaften gegenüber den Naturwissenschaften und die normative Integration der von vielfältigen Krisen geprägten modernen kapitalistischen Massengesellschaften. Seit dem »linguistic turn« und der »kulturalistischen Wende« in den 80er Jahren des 20.Jh. dient er zur transdisziplinären Integration der Geis…

Jaeger

(186 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] Jaeger, Werner Wilhelm (30.7.1888 Lobberich – 19.10.1961 Boston), klassischer Philologe, studierte seit 1907 Philos. und Altphilol. in Marburg und Berlin, 1914 PD in Berlin, Ordinarius in Basel (1914), Kiel (1915) und Berlin (1921). 1936 Entlassung aus dem preußischen Landesdienst auf eigenen Wunsch aus polit. und familiären Gründen und Emigration in die USA, 1937 Prof. in Chicago, seit 1939 in Harvard. Nach maßgeblichen Studien zu Aristoteles und Gregor von Nyssa entwickelte J. e…

Kirchenspaltung

(255 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] . Ursprung und Gesch. des Begriffs liegen noch im dunkeln. Im 18.Jh. wurde K. als Äquivalent zu Kirchentrennung und Schisma gebraucht. In der Lexikalik bez. der Begriff damals den »Zustand der kath. Kirche, wo infolge der Wahl mehrerer Päpste die oberste Kirchengewalt getrennt und somit die Einheit der Kirche aufgehoben ist«, insbes. das sog. große Schisma von 1378 bis 1417 (Papsttum: II.). Auch diente K. zur Beschreibung der unterschiedlichen Entwicklungspfade von orientalischem…

Ideengeschichte

(972 words)

Author(s): Graf, F.W.
[English Version] . I. Ursprung und Genese des Kompositums I. sind kaum erforscht. Frühe Belege weisen ins späte 18.Jh. In den Zentren der Aufklärung schrieben Gelehrte in teleologischen Deutungsmustern I., um die Entstehung der neuen bürgerlichen Öffentlichkeit als Fortschritt im Bewußtsein der Freiheit zu legitimieren. Die Literargesch. klassischer Reflexionswiss. wie Philos. und Theol. wurde eng mit der Gesch. neuer Disziplinen wie den Sprachwiss. verknüpft und I. als Kern einer umfassenden Kult…
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