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Your search for 'dc_creator:( "Honecker, M." ) OR dc_contributor:( "Honecker, M." )' returned 8 results. Modify search

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Euthanasie

(1,560 words)

Author(s): Honecker, M.
[English Version] I. Begriff Das Wort »E.« ist mehrdeutig. Es stammt urspr. aus der griech. Sprache und besagt von Hause aus: einen »schönen Tod« sterben (»felici vel honesta morte mori«). Inzwischen ist der Begriff jedoch verwirrend geworden und mit Konnotationen versehen, die im urspr. antiken Sprachgebrauch noch nicht enthalten waren. Das Wort schillert zw. einem Sterbebeistand, der dem Sterbenden einen leichten unbeschwerten, schmerzfreien Tod ermöglichen soll, und einer aktiven, bewußten Tötun…

Dominium terrae

(217 words)

Author(s): Honecker, M.
[English Version] ist Kurzformel für eine Einstellung des Menschen zur Natur. Die nichtmenschliche Natur ist danach dem Menschen zur Unterwerfung und Ausbeutung überlassen. Der bibl. Schöpfungsgedanke und der Anthropozentrismus des Christentums gelten deshalb als Ursachen der ökologischen Krise (z.B. L.White Jr., Medieval Religion and Technology, 1986; Amery). Als Belegstelle dient Gen 1,26–29. Die bibl. Aussagen zu imago dei (Gottebenbildlichkeit) und zur Herrschaft über die Natur sind jedoch al…

Lebensunwertes Leben

(866 words)

Author(s): Honecker, M.
[English Version] I. Begriff Die Formel »l.L.« ist synonym mit »Gnadentod« und bezeichnete v.a. die Euthanasieaktionen (Euthanasie) des sog. Dritten Reiches (Nationalsozialismus). Getötet wurden in diesen Euthanasieaktionen lebensfähige und lebenswillige Menschen mit der Begründung, ihr Leben sei lebensunwert, nicht nützlich für Gesellschaft und Volk. Das Eigenschaftswort »wert« besagt von Hause aus »geschätzt, angesehen« – auch als Anrede –, »für wertvoll erachtet«. Das Substantiv »Wert« bedeutet …

Dreiständelehre

(252 words)

Author(s): Honecker, M.
[English Version] . Die D. ist ein von Luther an wichtigen Stellen seiner Lehre benutztes Schema, das den Ort des Christen in der Welt beschreibt (z.B. Vom Abendmahl Christi, Bekenntnis, 1528, WA 26, 262–509). Gott hat drei Stände eingesetzt, den status oeconomicus, politicus und ecclesiasticus, um dadurch die Welt zu erhalten. Statt von »Ständen« spricht Luther auch von »Orden«, »Stiftung«, »Hierarchie«, in Polemik gegen die röm. Auffassung von Hierarchie und Stand, mit ihrer Unterscheidung von K…

Eigengesetzlichkeit

(906 words)

Author(s): Honecker, M.
[English Version] I. Begriff E. ist eine sprachliche Neubildung zum Beginn des 20.Jh. Das Verständnis von Gesetz im exakten wiss. Denken des 19.Jh., v.a. der Naturwiss., wird dann polemisch oder affirmativ aufgenommen. L.Ragaz polemisierte 1914 von der Position des rel. Sozialismus aus gegen das Luthertum, welches die Welt ihrer E. überläßt. Denselben Vorwurf erhob K.Barth 1922 gegen P.Althaus. Das Stichwort E. wird oftmals mit der reformatorischen Zwei-Reiche-Lehre assoziiert. Das Wort »E.« ist ei…

Ehre

(1,089 words)

Author(s): Santos-Stubbe, C. dos | Honecker, M.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich E. ist eine allen Menschen zugesprochene Würde und hat eine tiefgreifende sozio-kulturelle und rel. Bedeutung. E. bildet die Zuerkennung von persönlicher und/oder Gruppen-Integrität und drückt sich nicht in quantitativer Form, sondern qualitativ aus. Ehrgeiz, Eitelkeit, Hochmut sind Haltungen, die das Verhältnis des Individuums zu seiner E. störend bestimmen können. In sozialen und rel. Gruppen spielt der E.kodex eine wesentliche Rolle bei der Integrat…

Gütergemeinschaft

(1,160 words)

Author(s): Marguerat, D. | Schöllgen, G. | Honecker, M.
[English Version] I. Neues Testament Die Summarien der Apg zeichnen ein Bild der ersten christl. Gemeinschaft in Jerusalem, in der die Einmütigkeit der Gläubigen ihren Ausdruck in der G. findet (2,44 f.; 4,32–35). Diese Gemeinschaft wird als frei, nicht erzwungen (5,4) und nicht egalitär dargestellt: Die der Gemeinschaft dargebrachten Güter werden nach den Bedürfnissen jedes einzelnen verteilt (2,45; 4,35). G. ist nur ein Element der kultischen, betenden und eucharistischen koinonia, die das Leben d…

Eigentum

(5,807 words)

Author(s): Elwert, G. | Frick, F.S. | Meggitt, J.J. | Honecker, M. | Hezser, C. | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichE. ist eine soziale Beziehung, welche Zugriffsmöglichkeiten auf physische oder gesellschaftlich konstruierte Dinge gestattet und beschränkt und welche diese Zugriffsmöglichkeiten mit Pflichten verknüpft. In manchen Gesellschaften werden die Pflichten und Nutzungseinschränkungen, insbes. dann, wenn sie mit Land verbunden sind, von einem separaten Amt in Form einer Aufsicht verwaltet. Dieses Amt kann – z.B. auf den Trobriand-Inseln oder bei der westafrika…