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Your search for 'dc_creator:( "Kohl, Gerald" ) OR dc_contributor:( "Kohl, Gerald" )' returned 15 results. Modify search

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Karlsbader Beschlüsse

(656 words)

Author(s): Kohl, Gerald
Die K. B. enthielten Entwürfe zu vier repressiven Gesetzen des Deutschen Bundes. Sie entstanden im August 1819 im böhm. Kurort Karlsbad auf Ministerkonferenzen, an denen Vertreter von zehn als konservativ geltenden dt. Regierungen ( Österreich, Preußen, Bayern, Sachsen, Hannover, Württemberg, Baden, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz und Nassau) teilnahmen. Den äußeren Anlass bildete die Ermordung des in russ. Diensten stehenden Schriftstellers August von Kotzebue durch den Burschenschafter Karl Ludwig Sand. Dessen Charakterisierung als »vortreffl…

Paulskirchenversammlung

(971 words)

Author(s): Kohl, Gerald
1. Allgemein Der Name P. bezeichnet die »dt. konstituierende Nationalversammlung«, die am 18. 5. 1848 in der Paulskirche zu Frankfurt am Main zusammentrat und bis zum 30. 5. 1849 tagte. Als erstes gesamtdt. Parlament erfüllte es die insbes. seit den Befreiungskriegen gegen Napoleon I. vorhandenen Wünsche nach einer gesamtdt. Volksvertretung (Repräsentation). 2. Zusammensetzung Die P. ging auf eine revolutionäre Initiative der »Heidelberger Versammlung« von 51 überwiegend südwestdt. Liberalen und Demokraten zurück (Liberalismus), die zur Einladung ei…

Gesetzespublikation

(1,032 words)

Author(s): Kohl, Gerald
1. Ideen und Entwicklungen Die schon in der Antike nachweisbare Idee der G. beruht auf der Überlegung, dass ein Gesetz erst dann gesellschaftlich wirksam werden könne, wenn der Gesetzgeber seinen Willen gegenüber der Öffentlichkeit geäußert habe (Gesetzgebung). In Abhängigkeit von den verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen (Verfassungsrecht) zeigen sich dabei in der Nz. verschiedene Entwicklungen: In England war eine G. zwar üblich, doch bedurften parlamentarische Gesetzesbeschlüsse zu ihrer Verbindlichkeit schon seit dem MA keiner Publikation…

Immunität

(700 words)

Author(s): Kohl, Gerald
Der Begriff I. (von lat. immunitas, ursprünglich als Freiheit von öffentlichen Lasten, munera) kennzeichnet allgemein die Freiheit von Eingriffen in eine bestimmte Rechtssphäre. Die I.-Berechtigten sowie eventuell weitere Personen oder Objekte sind damit nicht den Herrschafts-Rechten anderer (insbes. deren Normen und Vollziehung) unterworfen. I. tritt in der Nz. in unterschiedlichem Kontext auf. (a) Im Heiligen Röm. Reich wirkten die I.-Bezirke des MA auch in die Nz. fort: Hatte man sie gegen die umgebenden Herrschaftsträger durchsetzen können, s…

Deutscher Bund

(1,984 words)

Author(s): Kohl, Gerald
1. Begriff Der D. B. war »ein völkerrechtlicher Verein der dt. souveränen Fürsten und freien Städte« (Art. 1 WSA = Wiener Schlussakte). Er verband 1815–1866 im Wesentlichen jene Territorien, die bis 1806 zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehört hatten (Reichsverfassung). Größere Gebietsveränderungen erfolgten 1839 durch den Verlust des westl. Teils von Luxemburg und durch die Aufnahme von Limburg sowie insbes. 1848 von Ostpreußen, Westpreußen und Dt.-Posen. 2. Vorgeschichte und Gründung Für eine Neugestaltung Deutschlands nach dem sich seit 1812 abzeic…

Deutsche Einheit

(757 words)

Author(s): Kohl, Gerald
Der Begriff D. E. kennzeichnet das Bestreben der sog. dt. Nationalbewegung nach staatlicher Vereinigung der im Sinne Herders sprachlich-kulturell definierten dt. Nation. Bereits der Reichspublizistik des 18. Jh.s hatte »Einheit« als Maßstab für die Beurteilung der Reichsverfassung gedient: Sie bedeutete nicht Zentralismus, sondern nur ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Kaiser und Reichsständen. Daher fiel es angesichts wachsenden Souveränitäts-Bewusstseins der Territorialherren zunehmend schwer, das Alte Reich als eine Einheit wahrzunehmen. …

Gesetzessammlung

(754 words)

Author(s): Kohl, Gerald
Die Quellengattung der G. entstand vor dem Hintergrund intensivierter Gesetzgebung und aufblühender Rechtswissenschaft seit dem 16. Jh. Auf Anfänge im Heiligen Röm. Reich ( Sammlungen der Reichsabschiede, Corpus recessum imperii, ab 1501) und bei dessen Nachbarn ( Frankreich ab 1515) folgten G. auch in den dt. Territorien, erstmals in Sachsen 1573. Die Blüte der G. war im 18. Jh. erreicht: In Preußen begann die Herausgabe eines Corpus Constitutionum Marchicarum 1737; in der Habsburgermonarchie knüpfte der ab 1704 erschienene Codex Austriacus (Supplemente 1748, 1752, 1777…

Fehde

(715 words)

Author(s): Kohl, Gerald
F. ist die förmlich angesagte Feindschaft und in deren Rahmen eigenmächtig-gewaltsame Rechtsverfolgung. Voraussetzungen einer »rechten F.« waren persönliche F.-Berechtigung, Rechtsgrund, »Absage« (Ankündigung z. B. durch einen F.-Brief) und der Einsatz erlaubter Mittel, wobei sich manche dieser Kriterien einer allgemein gültigen Definition entzogen. Dies galt insbes. für die F.-Berechtigung; hier wurde vielfach zwischen gewöhnlicher (Blut-) Rache und »ritterlicher F.« unterschieden. Die archaischen Wurzeln der F. reichen weit in die german. Zeit zurück. Entgegen d…

Karlsbad Decrees

(740 words)

Author(s): Kohl, Gerald
The Karlsbad Decrees were drafts for four repressive laws of the German Confederation. They were prepared in August 1819 at the Bohemian spa town of Karlsbad (today Karlovy Váry) at ministerial conferences attended by representatives of ten German governments regarded as conservative (Austria, Prussia, Bavaria, Saxony, Hannover, Württemberg, Baden, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, and Nassau). The ostensible motivation was the murder of the writer August von Kotzebue, who had been wor…
Date: 2019-03-20

Feud

(813 words)

Author(s): Kohl, Gerald
A feud is a formally declared enmity and in that context the violent assertion of rights on one’s own authority. The requirements of a “right feud” were personal justification, legal grounds, declaration (for instance, by feud letter), and the use of permitted means, although there was no generally valid definition for several of these criteria. This was especially true of the justification for a feud; distinctions were frequently drawn between conventional blood vengeance and “knights’ feuds.” The archaic roots of feuds stretch far back in Germanic prehistory.Contrary to the con…
Date: 2019-03-20

German unification

(875 words)

Author(s): Kohl, Gerald
The term “German unificiation” or Pan-Germanism denotes the striving of the so-called German nationalist movement for political unification in the sense of Herder’s German nation defined by language and culture. The ius publicum imperii of the 18th century already used  Einheit (“unit[y]”) as a measure for adjudging the imperial constitution: it implied not centralism, but a balance of power between the Emperor and the Imperial estates. It therefore became increasingly difficult, given the territorial rulers’ growing sense of sover…
Date: 2019-03-20

German Confederation

(2,331 words)

Author(s): Kohl, Gerald
1. Concept The German Confederation (German Deutscher Bund) was “an association in international law of the sovereign German princes and free cities” (“ ein völkerrechtlicher Verein der deutschen souveränen Fürsten und freien Städte” (Art. 1 WSA = Wiener Schlussakte). Between 1815 and 1866, it joined together essentially the same territories that had until 1806 formed the Holy Roman Empire (Imperial constitution). Major territorial changes occurred in 1839, with the loss of the western part of Luxembourg and the addition of Limbur…
Date: 2019-03-20

Immunity

(746 words)

Author(s): Kohl, Gerald
The term immunity (from Latin  immunitas, originally meaning freedom from public duties, munera) generally indicates freedom from interference in a specific legal area. Persons who enjoy immunity, as well as potentially other people or objects, thereby are not subject to the authority of others (especially their norms and powers of execution). Immunity appears in a variety of contexts in the early modern period.(a) In the Holy Roman Empire, the districts that enjoyed immunity in the Middle Ages persisted in the early modern period: if one proved able to a…
Date: 2019-03-20

Jagd

(4,229 words)

Author(s): Selter, Bernward | Kohl, Gerald | Studberg, Joachim | Langenbruch, Anna
1. Landwirtschaft In der Nz. gehörte die J. zum Zwecke der Ernährung und zur Bekämpfung des Raubwildes (mit Ausnahme der J. auf Wölfe) meist der Vergangenheit an [5]; [7]. Der Wald geriet zusehends ins Spannungsfeld herrschaftlicher Aneignung und bäuerlicher Nutzung (s. u. 2.). Reste einer legitimen bäuerlichen J. fanden sich im Dt. Reich fast nur noch in Süddeutschland – wie in der sog. freien Pürsch am Rottenberg bei Tübingen, wo Adel, höhere Beamte sowie die berechtigten Untertanen einschließlich einiger Studenten das J.-Recht besaßen [5. 442]. Während die Wälder für die tra…

Hunting

(4,698 words)

Author(s): Selter, Bernward | Kohl, Gerald | Studberg, Joachim | Langenbruch, Anna
1. Agriculture Hunting for food and for combating predatory wild animals (with the exception of wolves) was mostly a thing of the past by the early modern period [5]; [7]. The forest was increasingly a bone of contention between noble appropriation and peasant use (see below, 2.). In the German lands of the Holy Roman Empire, the remains of a legitimately peasant hunting tradition clung on almost solely in southern Germany, as in the so-called freie Pürsch (“free stalk”) on the Rottenberg near Tübingen, where nobles (Nobility), senior civil servants, and entitled s…
Date: 2019-03-20