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Your search for 'dc_creator:( "Mahlerwein, Gunter" ) OR dc_contributor:( "Mahlerwein, Gunter" )' returned 13 results. Modify search

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Mischökonomie

(716 words)

Author(s): Mahlerwein, Gunter
Unter M. wird die Erwirtschaftung des Lebensunterhaltes von Familien, Haushalten oder Individuen aus zwei oder mehreren Einkunftsarten verstanden [2. 19]. In der Forschung wird v. a. die ländliche Ausprägung der M. als Verschränkung agrarischer und anderer Einkünfte diskutiert, v. a. von Haushalten, deren Landausstattung ein vollbäuerliches Auskommen nicht zuließ. Die Erwerbsmöglichkeiten, die die eigene Landwirtschaft ergänzten oder ersetzten, können in Anlehnung an [5] nach der Lokalisierung der Nachfrage typologisiert werden: Aktivitäten, die den loka…
Date: 2019-11-19

Vetternwirtschaft

(715 words)

Author(s): Mahlerwein, Gunter
Der bereits in der Nz. verwendete Begriff der V. umschreibt durch Verwandtschaft begründete Geflechte innerhalb von Gruppen politischer und wirtschaftlicher Entscheidungsträger und deren von familiärem Eigeninteresse gelenkte Handlungsstrategien [3. 227]. Heute wird der Begriff auch auf Verbindungen zwischen lokalen Akteuren, etwa Politikern und Geschäftsleuten, angewandt, die keine verwandtschaftlichen Verbindungen aufweisen. Die Abgrenzung zu Ausdrücken wie Klientelismus ( Klientel), Klüngelwirtschaft, Oligarchisierung und v. a. Nepotismus ist in diesem …
Date: 2019-11-19

Nationalgüter

(775 words)

Author(s): Mahlerwein, Gunter
1. FrankreichMit dem Beschluss der franz. Nationalversammlung, das Kirchengut der Verfügungsgewalt der Nation zu unterstellen, begann am 2. 11. 1789 der Prozess der Enteignung der kath. Kirche (Säkularisierung; Säkularisation). In den folgenden Jahren wurden zunächst Kirchen- und Krongüter ( biens nationaux de première origine; »N. ersten Ursprungs«), ab 1792 der Besitz der vor der Französischen Revolution geflüchteten (v. a. adligen) Familien ( biens nationaux de seconde origine; »N. zweiten Ursprungs«) eingezogen und danach versteigert oder verkauft. Während Napoleo…
Date: 2019-11-19

Fruchtfolgen

(756 words)

Author(s): Mahlerwein, Gunter
F., d. h. die Rotation verschiedener Nutzpflanzen und die Einhaltung von Brache-Jahren in der Anbaufolge, dienten in der Nz. der Vermeidung von einseitiger Bodenbeanspruchung und Pflanzenkrankheiten. Bereits seit dem frühen MA hatten sich verschiedene Systeme entwickelt, die einerseits der Erschöpfung der Böden entgegenarbeiten, andererseits aber auch die Versorgung für Mensch und Tier sicherstellen sollten.In der frühgeschichtlichen und teils noch frühma. Urwechselwirtschaft wurde Land einige Jahre als Ackerland genutzt, dann liegengelassen, um nach mehreren…
Date: 2019-11-19

Leistungen, bäuerliche

(1,489 words)

Author(s): Mahlerwein, Gunter
1. BegriffUnter dem Begriff der B. L. können alle rechtlich begründeten, auf herrschaftlicher Abhängigkeit bzw. auf staatlicher, kommunaler oder kirchlicher Zugehörigkeit basierenden Abschöpfungen des Wirtschaftens von Angehörigen der ländlichen Gesellschaft vor den Agrarreformen des 19. Jh.s zusammengefasst werden. Die Vielzahl ihrer Erscheinungsformen und Empfangsberechtigten insbes. in der Frühen Nz. erlaubt häufig keine exakte Bestimmung der Ursache der Leistungspflicht. B. L. kann daher als Oberbegriff gelten, der al…
Date: 2019-11-19

Mais

(741 words)

Author(s): Mahlerwein, Gunter
Die Domestikation von M. ( Zea mays) aus dem Wildgras Teosinte fand bereits vor 6 000 Jahren in Südmexiko statt. Von dort aus verbreitete sich die M.-Kultur über Nord-, Mittel- und Südamerika [5]; [6] und bildete die Ernährungsbasis der präkolumbischen Hochkulturen [3. 166]. Die europ. Geschichte des M. beginnt bereits mit der ersten Fahrt des Kolumbus, der 1492 M.-Anpflanzungen auf den Westind. Inseln entdeckte und beschrieb. Die Teilnehmer seiner zweiten Expedition brachten erste Körner nach Europa [6]; [5]. Die klimatische Anpassungsfähigkeit von M. und sein hoher E…
Date: 2019-11-19

Verwandtschaft

(4,128 words)

Author(s): King, Steven | Mahlerwein, Gunter
1. DefinitionV. wird als über die Familie (Vater, Mutter, Kinder) hinausgehende soziale Beziehungen zwischen mehreren Personen definiert, die entweder über gemeinsame Abstammung (Deszendenz) oder als Folge von Eheschließungen (Schwägerschaft, Affinal-V.) konstituiert werden [19. 19]. Dabei unterliegt die Reichweite, mit welcher der Begriff der V. in jeweiligen Kontexten ausgelegt wird, kulturellem und histor. Wandel [41]. In westeurop. Gesellschaften überwiegt das bilineare Verständnis von V., das sich auf männliche und weibliche Vorfahren bezieht.V. wird in den S…
Date: 2019-11-19

Agrarreformen

(2,985 words)

Author(s): Brakensiek, Stefan | Mahlerwein, Gunter
1. BegriffDer Begriff A. umfasst das Bündel staatlicher Regelungen, durch die jene seit dem HochMA bestehende komplexe Wirtschaftsweise aufgehoben wurde, die feudale Abschöpfung der durch Bauern geschaffenen Überschüsse mit gemeindlicher Organisation der Landwirtschaft und des dörflichen Zusammenlebens (Dorf) verbunden hatte. Zu den A. gehört an erster Stelle die sog. Bauernbefreiung, die auf die Schaffung einer Gesellschaft freier Eigentümer auf dem Lande abzielte. Vervollständigt wurde sie durch die Privatisierung der Allmenden und Marken (Allmendeteilung), die Ablö…
Date: 2019-11-19

Spezialisierung

(1,475 words)

Author(s): Mahlerwein, Gunter | Reith, Reinhold
1. Landwirtschaft Landwirtschaftliche S. als stark arbeitsteilige Produktion von Agrargütern wird für MA und Frühe Nz. eher auf regionaler als auf betrieblicher Ebene diskutiert. Zunächst wirkten naturräumliche Bedingungen als Grundlage landwirtschaftlicher S. (Nutzungssysteme; Ökotypen). So war etwa in Gegenden mit schlechten ackerbaulichen Voraussetzungen bereits im HochMA vermehrt Viehwirtschaft angesiedelt. Im Alpen- und Voralpenraum kam es zur Gründung sog. Schweighöfe, die auf die Erzeugung von Milch-Produkten spezialisiert waren und auf Getreide…
Date: 2019-11-19

Innovation

(3,743 words)

Author(s): Reith, Reinhold | Mahlerwein, Gunter
1. BegriffI. kann als freiwilliger Bruch mit Gewohnheiten durch die Anwendung neuer Verfahren oder Objekte verstanden werden. Ihr liegt eine überlegte Vorgehensweise zugrunde, die als Resultat einer in die Praxis umgesetzten Idee auch ein gewisses Risiko hinsichtlich ihrer Effizienz beinhaltet. Der Begriff I. löste in den 1960er Jahren die Bezeichnungen »Neuerung« und lat. inventio (»Erfindung«) ab. Er wurde aus dem Angelsächsischen übernommen, in Anlehnung an die Definition Joseph A. Schumpeters: I. is a process by which new products and techniques are introduced…
Date: 2019-11-19

Kartoffel

(1,568 words)

Author(s): Konersmann, Frank | Mahlerwein, Gunter
1. Anbau Die zu den Wurzelgewächsen gehörende K., eine schon von den Inkas im Feld kultivierte Hackfrucht, wurde im Zuge der Entdeckung Amerikas von Spaniern und Portugiesen in den 1550er Jahren nach Europa gebracht (Columbian Exchange) und bereits in den 1570er Jahren bei Sevilla auf Äckern kleinflächig angebaut [2. 158 f.]; [3. 192]; [9. 141 f., 148]. Als botanische Kuriosität gelangte sie am Ende des 16. Jh.s in die Gärten des engl., franz. und dt. Hochadels sowie in die mancher Ärzte und Apotheker [4. 205]; [9. 143] (vgl. Botanischer Garten). Ihr regelmäßiger Anbau auf der…
Date: 2019-11-19

Partei

(2,945 words)

Author(s): Brandt, Hartwig | Mahlerwein, Gunter
1. Parlamentarische Institution 1.1. VorgeschichteIn der Geschichte der polit. Institutionen Europas war die P. ein Nachkömmling der Selbstorganisation im nzl. Flächenstaat. Indessen gab es eine Vorgeschichte, die eher eine Pathologie des Politischen darstellte. Alle polit. Ordnungen der europ. Geschichte – die griech. pólis nicht weniger als die röm. Republik und die ital. Stadtrepublik – sahen in der organisierten Vielfalt des Politischen auch dessen Krankheit. Die Begriffe stásis (griech.) und factio (lat.), die neben der Bedeutung »P.«/»Parteiung« die Konnota…
Date: 2019-11-19

Öffentlichkeit

(3,298 words)

Author(s): Schmale, Wolfgang | Zimmermann, Clemens | Mahlerwein, Gunter
1. Gesellschaft 1.1. Strukturelle BedingungenÖ. und Gesellschaft stehen in einem engen Verhältnis der Wechselwirkung. Ohne Ö. gibt es keine Gesellschaft, ohne Gesellschaft keine Ö. Da die Gesellschaft der Neuzeit prinzipiell segmentiert war, gilt dies auch für die Ö. Diese Segmentierung wurde durch sprachliche, räumliche, schichten- bzw. klassen- sowie geschlechterspezifische Grenzen bedingt (Stand, Stände; Ungleichheit; Geschlecht). Diese Grenzen sind allerdings nicht als »rote Linien« zu denken, son…
Date: 2019-11-19