Search

Your search for 'dc_creator:( "Mallinckrodt, Rebekka von" ) OR dc_contributor:( "Mallinckrodt, Rebekka von" )' returned 12 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Laufen

(936 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
1. Läufer und Vorläufer L. im Sinne einer schnellen Fortbewegung zu Fuß wird hier als eine bes. trainierte Fertigkeit verstanden, deren Ausbreitung, Zweck und Bewertung sich im Laufe der Nz. wandelten. Als instrumentelle Fertigkeit wurde das L. vornehmlich von Boten ausgeübt, die Nachrichten zwischen Gemeinden, Klöstern, Höfen, Universitäten oder Kaufleuten überbrachten (Botenwesen). Mit der Ausbreitung des Post-Wesens verloren diese Botenläufer jedoch an Bedeutung und wurden schließlich im 18. Jh. nur noch jenseits der großen Postlinien sowie vom Adel eingesetzt, als Ku…

Tennis

(1,189 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
1. Begriff und Anfänge T. (spätma. und frühnzl. meist jeu de paume) war ein Ballspiel für zwei bis vier Personen, bei dem ein handtellergroßer Ball mit der flachen Hand (franz. paume), später mit einem Handschuh und ab dem frühen 16. Jh. zunehmend mit einem Schläger über eine mit Fransen behangene Kordel in das gegnerische Feld befördert und von dort noch im Flug oder nach der ersten Berührung mit dem Boden zurückgeschlagen werden musste. Das Spiel verlief nach wesentlich komplexeren Regeln als das heutige T., bezog u. a. seitliche Schrägdächer mit ein und ermöglic…

Tauchen

(939 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
Beim T. ist die Bewegung unter Wasser mit Hilfsmitteln und ohne solche zu unterscheiden, bei Letzterem wiederum zwischen Tauchgeräten mit und ohne Antrieb. 1. Apnoe- oder Freitauchen Beim sog. Apnoe-T. (von griech. ápnoia, »Nichtatmung«, »Atemstillstand«) halten die Schwimmer den Atem an und nutzen den Luftvorrat unter Wasser. Diese Technik war im Mittelmeerraum unter Schwamm-, Korallen- und Perlentauchern, aber auch zur Bergung gesunkenen Schiffsgutes und im Kriegsfall seit der Antike geläufig [5. 524–526]. Im Zuge der europ. Expansion seit dem 15. Jh. wurden die …

Leibesübungen

(1,229 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
1. Begriff Unter L. verstand man in der Nz. freiwillige körperliche Bewegung, bei der im Unterschied zum Turnier und zum Sport nicht der Wettkampf- und Schaucharakter, sondern der gesundheitliche, im weiteren Sinne auch pädagogische und militärische Nutzen im Vordergrund stand. Hieronymus Mercurialis unterschied 1569 im Rückgriff auf den antiken Arzt Galen zwischen gymnastica medica, bellica und athletica (»medizinischer«, »kriegerischer« und »athletischer Gymnastik«). Letztere lehnte er aufgrund ihres Wettkampfcharakters und der damit verbundenen Ei…

Turnier

(1,016 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
1. Kriegsvorbereitende Übung T. (von lat. torno, »drehen«, »drechseln«) entstanden gegen Ende des 11. Jh.s in Nordfrankreich als Reaktion auf eine veränderte Kampftechnik: Reiter griffen in der Schlacht nun mit eingelegter Lanze aus dem vollen Galopp an. Diese neue Technik bedurfte des Trainings; dabei war die Grenze zwischen Schlachtgeschehen und T., das nicht selten während Belagerungen oder in Kampfpausen stattfand, noch unscharf. Im 12. und 13. Jh. war der Buhurt, das Massen- oder Gruppengefecht, die beliebteste T.…

Schwimmen

(922 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
1. Verbreitung Sch. im Sinne einer aktiven Fortbewegung im Wasser gehörte im MA zu den ritterlichen Behändigkeiten [14. 26–29], wurde jedoch – im Unterschied zur Fechtkunst, zur Reitkunst und zum Tanz – nicht in die frühnzl. Übungen für den männlichen Adel übernommen (Standesbildung). Deshalb entstand bis zum letzten Drittel des 18. Jh.s keine eigene Traktatliteratur, woraus man in der Forschung lange schloss, dass es zuvor auch keine Praxis des Sch. gegeben habe [13]; [12]. Das Sch. verschwand in der Praxis jedoch während der gesamten Frühen Nz. nicht – trotz obrigk…

Rudern

(986 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
1. Technik und Fortbewegung R. bezeichnet die Fortbewegung eines Bootes durch menschliche Kraft mit Riemen oder Rudern (den sog. Skulls). Davon hält ein Ruderer beim Skullen jeweils eines in jeder Hand; beim R. wird der sog. Riemen mit beiden Händen umfasst. Beide Techniken wurden seit der Antike im zivilen und insbes. militärischen Bereich ausgeübt. Das Spektrum reichte von einfachen Ruderbooten oder Stocherkähnen wie den venez. Gondeln, die nur eine Person bediente, bis hin zu den großen Galeeren, die von mehreren Hundertschaften angetrieben wurden. Mit der Ablösung der Gale…

Schießen

(1,017 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
1. Mittelalterliche Entwicklung Sch. mit Langbogen, Armbrust und seit dem 15. Jh. zunehmend mit Handfeuerwaffen wurde im Kontext des Kriegs, der Jagd und zum Vergnügen (s. u.) – in den beiden letzten Fällen auch von Frauen [5. 58 f.]; [4. 57–62, 81] – während der gesamten Nz. geübt. Mit der Erringung der städt. Hoheitsrechte durften und mussten sich ma. und frühnzl. Städte selbst verteidigen. In der Picardie, Flandern, Brabant und Holland entstanden seit dem frühen 14. Jh. Schützengilden, die den im Vergleich zum Langbogen schwierigeren Umgang mit der Armbrust trai…

Wettkampf

(998 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
1. Anlässe und Verbreitung W. zur Leistungsmessung körperlicher Fertigkeiten lassen sich ebenso wie Sport, als dessen wesentliches Merkmal der W. gilt, europaweit in der gesamten Nz. finden. Anlässe für W. gab es im Rahmen politischer Feiern und bei höfischen Turnieren, die zumeist mehrere W. miteinander kombinierten, wie auch im Kontext von Patronatsfesten, Kirchweihen, Karneval und Jahrmärkten. Teils wurden W. auch als eigenständige Veranstaltungen organisiert, wie z. B. Ruderregatten in Venedig (Rudern) seit dem 14. Jh., das palio-Pferderennen in Siena, Schützenfest…

Ringen

(967 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
R. im Sinne eines unbewaffneten Kampfes gehörte im MA und zu Beginn der Frühen Nz. zu den ritterlichen Behändigkeiten ( Ritter; Wettkampf). Bes. attraktiv erschien am R., dass auch ein körperlich Unterlegener den Gegner mithilfe überlegener Technik besiegen konnte [9. 174]. R. wurde als vorbereitendes Training für andere Kampftechniken gesehen, aber auch als Ergänzung zum Kampf mit diversen Waffen bzw. als lebensnotwendig im Falle eines überraschenden Angriffs oder bei Verlust der eigenen Waffe. Deshalb enthalten die meisten Fechtbüch…

Contest

(981 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
1. Occasions and prevalence Contests to measure physical skill, along with sports, which are essentially characterized by such contests, were found throughout Europe during the entire early modern period. Contests were occasioned by political celebrations and courtly tournaments, which usually combined several contests, along with patronal festivals, consecrations of churches, carnivals, and fairs (Fair, annual). Contests were sometimes also organized as independent events, for example the rowing regattas in Venice (Rowing) going back to the 14th century, the  palio h…
Date: 2019-03-20

Diving

(919 words)

Author(s): Mallinckrodt, Rebekka von
Distinctions in diving are made between moving underwater with and without artificial aids, and in the case of the former, between equipment that provides propulsion and equipment that does not.1. FreedivingIn freediving, divers hold their breath and rely on this reservoir of air while underwater. From Antiquity, the technique was widespread in the Mediterranean among sponge, coral, and pearl divers, as well as in salvage of sunken ships' cargos and in war [5. 524–526]. In the course of the European expansion from the 15th century, the particular abilities of pearl…
Date: 2019-03-20