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Your search for 'dc_creator:( "O. Mazal" ) OR dc_contributor:( "O. Mazal" )' returned 129 results. Modify search


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Mailänder Plakettenmeister

(262 words)

Author(s): O. Mazal
In der Einbandforschung wurde ein Buchbinder, der fiir den franz. Bibliophilen Jean Grolier während dessen Aufenthaltes in Mailand 1 508— ] 512 gearbeitet und Einbände mit plastischem Plakettenschmuck hergestellt haben soll, postuliert und als M. P. bezeichnet. Es lassen sich noch 27 derartige Einbände nachweisen, die heute auf 17Bibl.cn in Frankreich, Italien, England, den Niederlanden, Deutschland und den USA verteilt sind. Die neuere Forschung hat jedoch auf den hypothetischen Charakter diese…

Sachsen-Teschen, Albert Kasimir Herzog von

(278 words)

Author(s): O. Mazal
* 1.7.1738, † 10. 2. 1822. Der als elftes Kind des Kurfürsten Friedrich August von Sachsen geborene Albert Kasimir diente als Offizier in der österr. Armee. Er verliebte sich in Maria Christine († 1798), eine Tochter Kaiserin Maria Theresias, die er nach dem Tode ihres Vaters, Kaiser Franz I., geheiratet hat. Früh begann er Kunstwerke zu sammeln, wobei er von seiner kunstverständigen Frau sehr unterstützt wurde. Die ersten Ankäufe erfolgten 1768 / 1769; 1776 erwarb er durch Giacomo Conte Durazzo…

Hammer-Purgstall, Joseph Freiherr von

(158 words)

Author(s): O. Mazal
* 6. 9. 1774 in Graz, † 23. 11. 1856 in Wien. H. war als Orientalist und Hofdolmetscher einer der bedeutendsten Förderer der Orientalistik im 19. Jh. Auch als Präsident der Akad. d. Wiss. in Wien 1847–1849 machte er sich verdient und hob das Studium der orientalischen Sprachen zu selbständiger Bedeutung. Wichtig war auch seine Slg. orientalischer Hss. Schon 1802 kamen ausgesuchte arabische und türkische Hss. in die Wiener Hofbibl., die H. als Angehöriger der k. k. Internuntiatur in Konstantinope…

Burckhardt, Max Eugen

(63 words)

Author(s): O. Mazal
(1854-1912), Schriftsteller und Direktor des Wiener Burgtheaters, Bibliophiler, Besitzer einer Privatbibi., von rund 7000 Bdn. die nach seinem Tode zugunsten des Österr. Bühnenvereins versteigert wurde. Die Zeitungsausschnitte mit Theaternachrichten aus den Jahren 1890-1894 in 53 Foliobänden wurden der Wiener Hofbibi, vermacht. Bogeng, G. A. E.: Die großen Bibliophilen. Bd. 3. Leipzig 1922 (ND Hildesheim 1984), S. 185. O. Mazal

Athos

(672 words)

Author(s): O. Mazal
löster: Die an der Nordwestküste des Ägäischen Meeres gelegene gebirgige Halbinsel wird als Zentrum des byzantinischen Mönchtums, seit 1064 offiziell als «Heiliger Berg» bezeichnet. Die Datierung der ersten Eremitensiedlungen ist nicht bekannt; immerhin sind seit der Mitte des 9. Jh.s Anachoreten in erhöhtem Maße nachweisbar. Im Jahre 963 gründete Athanasios Athonites mit Unterstützung des Kaisers Nikephoros II. Phokas (963–969) als erstes Kloster die «Große Lavra» an der Südostküste der Halbins…

Sano di Pietro (Dezember 1405–1481)

(152 words)

Author(s): O. Mazal
Maler und Buchmaler zu Siena. 1445/1446 begann der Künstler mit der Erneuerung der liturgischen Bücher in Siena; das erste Werk war das heutige Psalterium 122 im Dommuseum. Zwischen 1459 und 1463 arbeitete S. an der Ausstattung der Chorbücher von Monteoliveto Maggiore, wo er auch Liberale da Verona beeinflußt haben mag. Um 1462/ 1463 war er zusammen mit Pellegrino di Mariano Rossini an Chorbüchern von Pienza beschäftigt. 1471 erhielt S. von Savino Savini den Auftrag, das bereits 1463 geschrieben…

Garelli, Pius Nikolaus

(139 words)

Author(s): O. Mazal
* 10. 9. 1670 in Bologna, †21.7. 1739 in Wien. Er studierte Medizin in Bologna und ab 1696 in Wien. 1703 ernannte ihn Kaiser Leopold I. zum Leibarzt. Zu den Verdiensten G.s zählt die Verwendung von Chinin als Mittel gegen Fieberkrankheiten. 1723 wurde er von Kaiser Karl VI. zum Präfekt der Hofbibl, bestellt, gleichberechtigt neben Alessandro Riccardi (1723–1725). G. leitete die Bibl, bis 1739, nachdem Ric-cardis Amtszeit 1725 zu Ende gegangen war. Unter G. wurde der barocke Bau der Hofbibi, nach…

Schwarzes Gebetbuch

(394 words)

Author(s): O. Mazal
Die unter der Signatur Cod. 1856 in der Österr. NB zu Wien aufbewahrte Prunkhs. – auch Gebetbuch des Galeazzo Maria Sforza benannt – stellt eines der Meisterwerke der flämischen Buchmalerei dar. Die in Brügge im dritten Viertel des 15. Jh.s in Silber- und Goldschrift (Textualis formata) auf schwarz getränktem Pergament ausgeführte Hs. enthält als Text die Grundbestandteile eines Stundenbuches; nur die Heiligensuffragien fehlen; hinzugefügt sind die Marienmesse und Mariengebete; der Kalender enth…

Saint-Omer-Psalter

(247 words)

Author(s): O. Mazal
Das frühe 14. Jh. war die Blütezeit der ostanglischen Kunst; der Stil dieser Landschaft verbreitete sich zu einer in England dominierenden Illuminationsweise. Enthalten auch Prachthss. qualitätvolle ganzseitige Miniaturen, so sind solche in den meisten ostanglischen Hss. selten; die Verzierung beschränkt sich auf historisierte Initialen und üppige Randornamentik. Der zwischen 1330 und 1340 begonnene S. (London, British Library, Ms. Yates Thomson 14) ist eines der letzten Meisterwerke des ostangl…

Stummvoll, Josef

(264 words)

Author(s): O. Mazal
*19. 8. 1902 in Baden bei Wien, † 22. 3. 1982, ebd. Generaldirektor der Österr. NB. S. studierte 1920–1924 an der technischen Hochschule und der Univ. Wien Chemie, Physik, Philosophie und Psychologie. 1924 erwarb er den Titel Diplomingenieur. Ab April 1925 war er als Bibliothekar an der Dt. Bücherei in Leipzig tätig, kurzfristig auch 1926 an der Bibl. des Instituts für Weltwirtschaft und Seeverkehr in Kiel. Ein zwei- tes Studium brachte ihm 1935 den Doktortitel in Philo-sophie und Zeitungswissen…

Dagulf

(110 words)

Author(s): O. Mazal
Schreiber des sog. Goldenen Psalters Karls des Großen, auch Dagulf-Psalter genannt (Wien, Österr. NB, Cod. 1861), wohl identisch mit dem von Alkuin in einem Brief genannten «scriniarius» Dogwulf. Die D.-Minuskel ist eines der bedeutendsten Beispiele der frühen karolingischen Minuskel. Ob D. Mönch oder Weltgeistlicher war, ist unbekannt. Sein Name als «exiguus famulus» des Königs kommt in der Widmungsschrift des Goldenen Psalters an Karl den Großen vor. Der Name D.s erscheint auch in der Hs. der British Library, Harley 3685 und in Cod. 335 der Schloßbibl, in Pommersfelden. O. Mazal B…

Toskanische Buchmalerei

(2,159 words)

Author(s): O. Mazal
Die Denkmäler der toskanischen Buchmalerei des 11. und 12. Jh.s sind nicht so zahlreich wie jene der umbro-röm. Region, verraten aber doch eine nicht unerhebliche Aktivität der Skriptorien, gegenüber der jene der Tafel- und Wandmalerei abfällt. Zur zeitgenössischen umbro-röm. Malerei bestehen unleugbare formale Ähnlichkeiten, doch wurden die gemeinsamen Traditionen von den toskanischen Meistern in originärer Weise interpretiert. Als Stil der Initiale entwickelte sich in der Toskana ein geometrischer Stil. Die Initiale war durch eine Struktur bestimmt,…

Ungarische Bilderchronik

(276 words)

Author(s): O. Mazal
Zu den größten Prachtwerken aus der Epoche der Anjou und zugleich zu den bedeutendsten Dokumenten ungar. Historiographie zählt die U. (Chronicon pictum; Chronica de gestis Hungarorum; Budapest, Országos Széchényi Könyvtár, Clmae 404; früher Hofbibl. zu Wien). Die vermutlich für König Ludwig I. von Ungarn (1341–1382) bestimmte Hs. wurde am 15. Mai 1358 begonnen und war wohl bereits vor 1370 fertiggestellt. Der Text, in welchen auch Dokumente ungar. Gesch.schreibung verarbeitet sind, führt von der…

Franz I., Kaiser von Österreich

(220 words)

Author(s): O. Mazal
* 12. 2. 1768 in Florenz, † 24. 2. 1835 in Wien, bis 1806 als Franz II., römisch-deutscher Kaiser, war ein Bibliophile, der nicht nur um die Vermehrung der Bestände der kaiserlichen Hofbibl, bemüht war, sondern auch selbst Bücher sammelte. Er brachte 1784 aus Florenz eine große Privatbibi, mit, die im Jahre 1814 auf 40 Tsd. Bde. und 100 Tsd. Kupferstiche und Bildblätter angewachsen war. Dieser Bestand bildete die Grundlage für die Habsburg-Lothringische Familien-Fideikommißbibl. in Wien, die ers…

Handschriftenbenutzung

(363 words)

Author(s): O. Mazal
Die Benutzung von Hss. in Biblen soll nur für wiss. Zwecke unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen erfolgen. Nach Möglichkeit ist ein eigener Lesesaal für Hss. vorzusehen, zumindest jedoch bes. kontrolherte Arbeitsplätze. Der Anmeldung des Benutzers ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken; schriftliche Voranmeldung ist empfehlenswert. Vor der Benutzung sind abe konservatorischen und rechtlichen Belange zu klären. Die Benutzung selbst muß mehrfach verbucht werden, so etwa im Benutzerbuch, auf Benutz…

Quedlinburger Italafragmente

(238 words)

Author(s): O. Mazal
Zu den frühesten Bibelhss. mit reicher bildlicher Ausstattung zählte jener Codex des 5. Jh.s, von dem Fragmente unter dem Namen «Q.I.» erhalten sind (Berlin, SB Cod.theol.lat.fol. 485). Aus einer Hs. der lat. Version der Bücher der Könige wurden zwischen 1865 und 1930 fünf Bl. und ein Fragment eines sechsten Bl. in Einbänden von Quedlinburger Archivalien entdeckt; der Quedlinburger Buchbinder Asmus Reitel hatte sie 1619 als Makulatur zum Einbinden benutzt. Auf jeder Bildseite sind mehrere Szenen…

Klesl (Khlesl), Melchior

(116 words)

Author(s): O. Mazal
Februar 1552 in Wien, f 18. 9. 1630 ebd. Als Bischof von Wien (seit 1602) suchte K. durch die Schaffung einer großen Bibl, den Klerikern geistiges Rüstzeug an die Hand zu geben. Dem Schulwesen und der sittlich–religiösen Unterweisung galt seine bes. Aufmerksamkeit. Erzherzog Ferdinand und die Kriegspartei, im Gegensatz zu dem mit den Protestanten verhandelnden Kaiser Matthias, bewirkten 1618 die Verhaftung K.s, der in Tirol und ab 1622 in Rom in Haft gehalten wurde, aber 1623 rehabilitiert und i…

Busbeck, Augerius (Ogier) Ghislain

(142 words)

Author(s): O. Mazal
*1522 in Commines (Flandern), † 28. 10. 1592 in Maillot bei Rouen, Staatsmann und Bibliothekar; im Dienst von Kaiser Ferdinand I. führte er 1554 Friedensverhandlungen mit Sultan Suleiman II. und blieb bis 1562 als Gesandter in Istanbul. Hier brachte er seine Slg. von 240 Hss. zusammen, die er 1576 der kaiserlichen Hofbibi, in Wien schenkte. Nach seiner Rückkehr 1563 wurde ihm die Erziehung der Söhne Maximilians II. anvertraut; auch hatte er die kaiserliche Bibl, zu betreuen. 1582 wurde er Botschafter Kaiser Rudolfs II. am franz. Hof. O. Mazal Bibliography Busbeck, A. G.: Omnia quae ex…

Beutelbuch

(94 words)

Author(s): O. Mazal
Sonderform des mittelalterlichen Bucheinbandes; sie kommt dadurch zustande, daß über den einfachen Lederband ein zweiter Bezug gelegt wird, der über den Unterschnitt hinausragt, so daß das Buch daran wie ein Beutel getragen und auch am Gürtel befestigt werden kann. Beutelbuch. Latei-Beutelbuch. Lateinische Breviernische Brevierhandschrift des 15. handschrift des 15. Jh.s aus Kloster Jh.s aus Kloster Tegernsee. An Tegernsee. An dem geöffneten Beutelbuch sind die Blattweiser sichtbar. Münsichtbar. Bayerische Staatsbibliothek. Cod. Lat. 19309. O. Mazal Bibliography Helwig…

Monogrammisten

(209 words)

Author(s): O. Mazal
Als M. bezeichnet man Künstler, vornehmlich Graphiker, von denen nur das Monogramm, aber nicht der volle Name bekannt ist. Oft haben Holzschneider oder Stecher mit ihrem Monogramm signiert. Häufig begegnet seit der Renaissance das Monogramm auch auf Rollen und Platten, wo es den Stempelschneider bezeichnet, fallweise auch den Buchbinder. Bekannte M. der Frühzeit des Holzschnittes waren etwa der Meister b in Venedig um 1490 — 1500, der Meister d in Köln um 1450/75, der Meister D A mit dem Anker, …
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