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Your search for 'dc_creator:( "O. Mazal" ) OR dc_contributor:( "O. Mazal" )' returned 129 results. Modify search


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Papyrus–Illustration

(650 words)

Author(s): O. Mazal
Die Rekonstruktion der Buchmalerei der Antike in der Epoche der Vorherrschaft des Papyrus als Schriftträger stößt infolge der beschränkten Zahl der erhaltenen Denkmäler auf Schwierigkeiten.An sich war die Tradition der P. sehr alt; die ältesten ill. ägyptischen Totenbücher reichen in das 20. Jh. v. Chr. zurück. Es besteht kein Zweifel, daß auch bereits im Zeitalter des Hellenismus die griech. Buchmalerei hoch entwickelt war. Einerseits war das weite Gebiet der wiss. Texte von Natur aus eng mit I…

Kollár von Keresztén, Adam Franz

(195 words)

Author(s): O. Mazal
*15. 4. 1723 in Tarchewa (Komitat Trentschin, Ungarn), † 10. 7. 1783 in Wien. K. studierte in Neusohl, Schemnitz und Tyrnau und trat 1737 dem Jesuitenorden bei, den er allerdings 1748 wieder verließ. Im selben Jahr wurde er Erster Skriptor der Hofbibl. in Wien, 1758 Erster Kustos; nach dem Tode von Gerard van Swieten 1772 übernahm er die interimistische Leitung. Zu den bedeutendsten Erwerbungen seiner Ära zählen die Bücherslg. van Swietens und die Bestände der 1773 aufgehobenen Jesuitenbibl.en; …

Thomasevangelium

(466 words)

Author(s): O. Mazal
Nach Angabe der gnostischen Schrift «Pistis Sophia» hat Jesus nach seiner Auferstehung außer Philippus und Matthäus auch Thomas mit der Aufzeichnung seiner Reden beauftragt. Seit dem 3. Jh. ist denn auch ein Werk mit dem Titel «Evangelium des Thomas» bekannt. Bereits Hippolytos († 235) erwähnt ein solches Buch; Origenes zählt es um 233 zu den heterodoxen Evangelien; ähnlich urteilen Eusebios von Kaisareia († 339 oder 340) und Philippus von Side (um 430). Einige griech. Kirchenschriftsteller rech…

Cutbercht-Evangeliar

(187 words)

Author(s): O. Mazal
Codex 1224 der ÖNB Wien, lat. Evangeliar, vom angelsächsischen Mönch Cutbercht vielleicht in Salzburg – jedenfalls sicher auf dem Kontinent – in insularer Halbunziale und Minuskel geschrieben gegen Ende des 8. Jh.s. Den Schmuck bilden vier Evangelistenbilder, acht Seiten mit Kanonestafeln und fünf große Initialen. Der Text, die lat. Übers, der Evangelien in der Rezension des Hieronymus (Vulgata), beruht auf einer Vorlage, die aus Oberitalien stammt und noch von einer altlat. Übers, beeinflußt wa…

Gilgengartschrift

(146 words)

Author(s): O. Mazal
Aus der Druckerei Hans Schönspergers in Augsburg stammt die als G. bezeichnete gotische Buchtype, die auch als Zwillingsschwester der Theuerdanktype angesprochen werden kann. Sie bezieht ihren Namen von einem Andachtsbuch mit dem Titel «Das büchlein ist genannt der Gilgengart einer yetlichen christenlichen Seel», das zu Augsburg in vier Ausgaben 1520 und 1521 erschien. Unter Gilgengart ist der Liliengarten zu verstehen. In der Type finden sich Einflüsse kursiver Elemente und der Kanzleischrift; …

Koronis

(143 words)

Author(s): O. Mazal
Die K. (xoQCüviq) stellt im Gefüge der Interpunktion griech. Papyri und alter Pergamenthandschriften die stärkste Form des Einschnittes dar. Sie ist aus der Paragraphos, dem ältesten Satztrennungszeichen, durch schnörkelige Zierstriche entwachsen und bildet derart ein leicht kenntliches Schlußzeichen am Ende eines größeren Abschnittes, einer Strophe oder eines ganzen Buches. Sie steht am linken Ende der Schriftkolumne oder etwas darunter; oft kann sie die Form eines S-förmigen Zeichens haben, da…

Eichler, Ferdinand

(138 words)

Author(s): O. Mazal
*18. 10. 1863 in Schallan in Böhmen, † 14. 4. 1945 in Knittelfeld. E. studierte klassische Philologie an den Univ. Wien, Heidelberg, Berlin, Graz und Göttingen, wirkte zuerst am Joanneum in Graz, seit 1889 an der UB Graz, deren Direktor er von 1918 bis 1924 war. 1921 wurde er Privatdozent für Bibliothekswissenschaften, 1923 Professor. Er war Mitbegründer und Ehrenmitglied des Vereins deutscher Bibliothekare. Neben germanistischen Studien veröffentlichte er zahlreiche Arbeiten über Probleme der H…

Hohendorf, Georg Wilhelm Freiherr von

(137 words)

Author(s): O. Mazal
(1669 bis 1719), Offizier, aus Preußen gebürtig, war Generaladjutant des Prinzen Eugen von Savoyen. Er machte sich als bibliophiler Sammler einen Namen und erschloß auch für Prinz Eugen den westeuropäischen Markt. Die Slg. H.s bestand aus fast 7000 Druckwerken und rund 250 Handschriften. Unter den Hss. sind Beispiele der niederl. und franz. Buchkunst reich vertreten, aber auch flämischer und ital. Miniaturmalerei vorhanden. Unter den Drucken finden sich wertvolle Ausg. griech. und lat. Klassiker…

Handschriftenhandel

(431 words)

Author(s): O. Mazal
Eine primäre Voraussetzung für die Verbreitung eines Textes war in Antike und MA stets die Abschrift. Diese konnte freilich unter verschiedenen Umständen geschehen, je nachdem ob ein Privatmann, ein Gelehrter, ein Student, ein Mönch, ein Lohnschreiber, ein Kopist die Arbeit vornahm. Waren Texte in entsprechender Anzahl vorhanden, konnte ein Handel mit Hss. einsetzen. Erste Spuren finden wir im 6./5. Jh. v. Chr. Für Athen ist ein Buchhandel bereits lit. für diese Zeit bezeugt. Ab der zweiten Hälfte des 5. Jh.s gab es den Stand des Buchhändlers (βιβλιοπώλης, βιβλιοϰάπηλος). Ein groß…

Handschriftenillustration

(2,563 words)

Author(s): O. Mazal
Aufgabe der H. oder Buchmalerei ist es, den Schmuck von Hss. in all seinen Abstufungen herzustellen. Die Verzierung der durch Größe, Farbe und Schmuck hervorgehobenen Anfangsbuchstaben, der Initialen, konnte noch in engem Konnex mit der Arbeit des Schreibers stehen. Die einfache Farbgebung in zumeist roter Farbe – in Überschriften, Initialen, Auszeichnungsstrichen, Rubriken – war das Werk des Rubrikators. Der – Illuminator ist der Schöpfer der eigentlichen Buchmalerei, die unter Verwendung von F…

Teneyken (Ten Eyken), Jacob

(218 words)

Author(s): O. Mazal
Kalligraph flämischer Herkunft. T. signierte mehrere von ihm geschriebene Hss.; allerdings sind diese nur z. T. in dem nach ihm benannten Stil illuminiert. Der mit «Ten Eyken» bezeichnete Stil wird von der Forschung in die Normandie bzw. nach Rouen lokalisiert. Miniaturen finden sich vorzugsweise in Codices, deren Provenienz aus der gen. Region gesichert ist, etwa in Livres d’heures aus der Diözese Rouen. Eine Anzahl von Hss. der «Chronique de la Bouquechardière» des Jean de Courcy, eines norman…

Saint-Albans

(683 words)

Author(s): O. Mazal
Benediktinerabtei in Herfordshire, nordwestlich von London. König Offa von Mercien errichtete 793 ein Kloster an der Stätte, wo der heilige Alban getötet wurde; das Kloster entwickelte sich rasch zu einem der reichsten Ordenshäuser Englands und erhielt durch Papst Hadrian IV. die Vorrangstellung über alle engl. Klöster. Erst 1539 ging die Abtei an die Krone über und wurde weitgehend zerstört. Im 12. und 13. Jh. war S. ob seines Scriptoriums und seiner Buchmalerei berühmt. Das erste große Denkmal der reifen romanischen Illuminationskunst war der sog. Alb…

Handschriftenkatalogisierung

(644 words)

Author(s): O. Mazal
Die Tradition der Katalogisierung von Hss. reicht bis in die Antike zurück. Schon die griech. Bibliothekare legten mit ihren Verzeichnissen die Grundlagen für biographisch-bibliographische Arbeiten über griech. Literatur. Ihre Tradition wurde in Rom weiter gepflegt und auch von der jungen christlichen Kirche übernommen. Ma. Bibliothekskat, sind in größerer Zahl erhalten und zeugen vom Bemühen ihrer Verf., die Hss.bestände adäquat zu erfassen. Sogar die Tradition von Gesamtverz. mehrerer Bibl.en …

Frühchristliche Buchmalerei

(516 words)

Author(s): O. Mazal
Die christliche Literatur war mit der Buchform des Codex von Anfang an verbunden. Es ist daher nicht verwunderlich daß schon die f. B. in einigen Codices hervorragende Denkmäler hinterlassen hat, nachdem unter dem Einfluß der antiken Kultur die Reserviertheit gegenüber dem Bild überwunden worden war. Im frühen Christentum standen nebeneinander eine symbolische Form des künstlerischen Ausdruckes, wie sie schon in den Fresken der Katakomben und den Reliefs der Sarkophage zu Tage tritt, und eine na…

Ilias Ambrosiana

(241 words)

Author(s): O. Mazal
Dieser in der Biblioteca Ambrosiana zu Mailand verwahrte Cod. F 205 inf. stellt das Fragment einer illuminierten Ilias-Handschrift auf Pergament aus dem beginnenden 5. Jh. dar. Auf 52 Blättern sind 58 Bilder erhalten; die ursprüngliche Hs. dürfte 386 Bl. mit etwa 240 Miniaturen umfaßt haben. Obwohl die Hs. in Süditalien ausgeführt sein dürfte, geht sie auf östliche griech., wohl alexandrinische Modelle zurück, sind doch die ältesten illuminierten Cod. ihrerseits Endpunkt einer jahrhundertelangen…

Antike Buchmalerei

(611 words)

Author(s): O. Mazal
Den frühesten Beispielen illustrierter Buchrollen begegnen wir auf ägyptischem Boden. Eine Hieroglyphenrolle mit einem zeremoniellen Drama für Pharao Sesostris I. um 1980 v. Chr. (Ramesseum-Papyrus) stellt den ältesten bisher bekannten Typ einer illustrierten Rolle dar. Zu den am häufigsten illustrierten Texten zählt das Totenbuch, in dem das Schicksal des Toten veranschaulicht wird. Der ägyptische «Papyrusstil» beeinflußte auch die griechisch-hellenistische Buchmalerei. Das Buchzentrum der anti…

Très belles heures de Notre Dame

(448 words)

Author(s): O. Mazal
Die heute in der BN zu Paris unter der Signatur Nouv. Acq. Lat. 3093 verwahrte Hs. zählte zu den Stundenbüchern (Livre d’heures) aus dem Besitz des Jean Duc de Berry. Zwar ist nicht absolut sicher, ob der Herzog der urspr. Auftraggeber war, doch war das Buch später nicht nur in seiner Slg., sondern der Herzog hat auch dessen Ausführung in mehreren Arbeitsgängen vorangetrieben. Der älteste Teil der Heures stammt aus der Zeit um 1380/1390; er repräsentiert relativ früh den Einfluß neuer Strömungen…

Gotische Buchschrift

(473 words)

Author(s): O. Mazal
Aus der romanischen Buchschrift des 12. Jh.s, der Spätform der karolingischen Minuskel, erwuchs in einem allmählichen Entwicklungsprozeß die frühgotische Minuskel des 13. Jh.s. Vom 13. Jh. bis zum 16.Jh. war die damit entstehende gotische Schriftfamilie Träger der Schriftlichkeit in weiten Teilen Europas. Brechung der ursprünglich geraden Schäfte, winkelige Ausführung runder Linien, Verschmelzung von Buchstaben, Bogenverbindung und eine Zunahme von Kürzungen wurden wesentliche allgemeine Merkmal…

Tenison-Psalter

(230 words)

Author(s): O. Mazal
Nach dem Erzbischof Thomas Tenison, eines Vorbesitzers der Hs., wird das in der British Library London unter der Signatur Add. Ms. 24.686 verwahrte Psalterium als T. bezeichnet. Sein anderer Name, Alphonso-Psalter, rührt vom Sohne Edwards I. her, bei dessen Heirat mit Margarete, der Tochter des Grafen von Holland, im Jahre 1284 seine Herstellung begann; durch den Tod Alphonsos wurde die Arbeit unterbrochen; somit ist auch nur die erste Lage datiert; die Hs. wurde später ergänzt. Sie zählt zu ein…

Basileios-Handschriften

(147 words)

Author(s): O. Mazal
Zu den wichtigsten Denkmälern der Blütezeit der mittelbyzantinischen Buchmalerei zählen zwei für Kaiser Basileios II. (976–1025) geschriebene und illuminierte Hss. Um 985 wurde das Me-nologion für Basileios II. geschaffen (Cittä del Vaticano, Biblioteca Apostolica Vaticana, Vat.gr. 1613). Es weist 436 Miniaturen zu Heiligenfesten vom September bis Februar auf. Jede Seite ist mit mindestens einer halbseitigen Darstellung geschmückt. Die Bilder sind von den acht Künstlern Pantaleon, Nestor, Michae…
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