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Your search for 'dc_creator:( "Otto, Martin" ) OR dc_contributor:( "Otto, Martin" )' returned 11 results. Modify search

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Wohlerworbene Rechte

(1,004 words)

Author(s): Otto, Martin
1. Begriff W. R. (lat. iura quaesita, engl. vested rights, franz. droits aqcuis) bezeichnen im vom Röm. Recht beeinflussten Europa Rechtspositionen, die einer Einzel-Person oder einer Gruppe durch Rechtsakt verliehen wurden. Von anderen Rechten waren sie nicht inhaltlich, sondern allein durch die Art ihres Erwerbs abgrenzbar [10. 42]. Zugrunde lag die Vorstellung, dass Rechtstitel, sofern sie nicht durch den Naturzustand begründet waren (»natürliche Rechte«), eines besonderen Verleihungsaktes bedurften, um (wohl-)erworben zu sein. Typische …

Rheinbund

(1,673 words)

Author(s): Otto, Martin
Rh. (franz. Confédération du Rhin, engl. Confederation of the Rhine) bezeichnet zwei durch franz. Einfluss entstandene nzl. dt. Staatenbünde. 1. Erster Rheinbund 1658 Ein erster Rh. (»Rheinischer Bund« bzw. »Rheinische Allianz«; franz. Ligue du Rhin) wurde am 14. 8. 1658 in Frankfurt am Main aus Anlass der Wahl des Habsburgers Leopold I. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation auf Initiative Johann Philipp von Schönborns, des Kurfürsten von Mainz, geschlossen [10]. Seine Mitglieder waren Kurmainz, Kurköln, Pfalz-Neuburg, Bremen-Verden, Braunschw…

Recht

(10,064 words)

Author(s): Otto, Martin
1. Begriff Im MA bezeichnete R. (lat. ius, franz. droit, engl. right; vgl. lat. lex, franz. loi, engl. law, ursprgl. »Gesetz«) – eigentlich eine seit dem 8. Jh. nachweisbare Substantivierung des Adjektivs reht (»recht«, »gerade«, »richtig«) – eine göttlich gesetzte Ordnung [53. 249 f.]. Schriftliche R.-Sammlungen waren mit wenigen Ausnahmen (Stadtrechte) nicht normativ zu verstehen. Aufgrund des Wirkens der ma. Rechtsschule von Bologna und des sog. Gelehrten Prozesses, die sich an das überlieferte und an den Universitäten gelehrte röm.…

Schwurgericht

(1,247 words)

Author(s): Otto, Martin
1. Begriff und historische Einordnung Sch. – auch Geschwor(e)nengerichte, Assisen; engl. assizes, trial by jury, franz. jury cour d'assises – sind aus Berufs-Richtern und Laienrichtern gebildete Gerichte; anders als beim Schöffengericht wird zwischen Richter- und Geschworenenbank unterschieden. Der Begriff Sch. erinnert an den Schwur der ma. Schöffen. In der polit. Terminologie des Vormärz stand er grundsätzlich für Gerichte, in denen die Bürger selbst Recht sprachen. Solche Sch., eine Forderung des liberalen Bürgertums in der ersten Hälfte des 19. Jh.s [9] (oft mit polit…

Rechtsmittel

(2,440 words)

Author(s): Otto, Martin
1. Begriff Ein R. (lat. remedium iuris, remedium contra sententias; engl. legal remedy; franz. voie de recours) ermöglicht es einer Partei im Gerichts-Verfahren, die Entscheidung anzufechten; wird ein R. eingelegt, finden erneute Prüfung und Entscheidung in höherer Instanz statt. Im weiteren Sprachgebrauch bis 1850 bezeichneten R. alle Mittel zur Wahrung oder Geltendmachung von Rechten, also Klagen, Einreden, Beschwerden, Gesuche und Wiedereinsetzungen in den vorigen Stand. In der Regel, aber nicht zwingend, wurden R. bei einem Gericht eingelegt. Otto, Martin 2. Arten 2.1. H…

Wegerecht

(1,047 words)

Author(s): Otto, Martin
1. Begriff W. bezeichnet hier die rechtliche Regelung der Errichtung, Nutzung, Widmung und Benennung öffentlicher und privater Straßen (vgl. Straßen- und Wegebau). Seitdem eine Trennung der Rechtsgebiete besteht, wird das W. dem Öffentlichen Recht zugerechnet, strahlt aber auf das Privatrecht aus [13. 331]. Nicht zum W. gehört in diesem Sinn das zivilrechtliche W., ein dingliches Recht, mit dem Grundstücke belastet werden, indem das Betreten zu Durchgang oder Durchfahrt gestattet wird (Grunddienstbarkeit). 2. Straßenzwang Im MA bestand ein »Straßenzwang«, d. h. die Ben…

Jury, trial by

(1,315 words)

Author(s): Otto, Martin
1. Definition and historical context Trial by jury and assizes (French jury, cour d'assises; German  SchwurgerichteGeschwor(e)nengerichte, Assisen) - are courts of law composed of professional judges and jurors (Lay judge); in contrast to German Schöffengerichte, a distinction is made between the judges’ and jurors’ bench. The concept of trial by jury recalls the oath sworn by medieval lay judges. In the German political terminology of the Vormärz period, the term ( Schwurgerichte) stood for courts at which citizens themselves administered justice.Such trials by jury…
Date: 2019-03-20

Urteil

(2,578 words)

Author(s): Eckert, Georg | Otto, Martin
1. Philosophie 1.1. Allgemein U. meint allgemein das Vermögen und den Akt von Unterscheidung und Entscheidung. Einen Ort hatte der aus der Antike und aus der Scholastik überlieferte Begriff (lat. iudicium; vgl. engl. judgement, franz. jugement) in der Nz. in allen Wissenschaften und Künsten, im Recht (s. u. 2.), in der Politik, aber auch in der lebensweltlichen Praxis mit ihren vielerlei Handwerken und Tätigkeiten. Im Besonderen war stets umstritten, ob Vernunft, Verstand oder äußere und innere Sinne die höchste Autorität in der …

Judgment

(2,671 words)

Author(s): Eckert, Georg | Otto, Martin
1. Philosophy 1.1. In generalIn general terms, judgment is the capacity and act of determination and decision. Transmitted from antiquity and scholasticism, the term (Latin iudicium; cf. French  jugement, German Urteil) had a place in all arts and sciences of the early modern period, as well as in law (see below, section 2), politics, and the various crafts and trades of everyday life. In particular, it was constantly disputed whether reason, understanding, or external and internal senses should claim the greatest authority …
Date: 2019-03-20

Zensur

(4,572 words)

Author(s): Schneider, Ute | Beutel, Albrecht | Otto, Martin
1. Allgemein Z. (lat. censura; »Prüfung«, »Beurteilung«) wird heute als »autoritäre Kontrolle menschlicher Äußerungen« verstanden [18. 3] und dient der Kommunikations-Kontrolle, in der Regel zur Stabilisierung eines staatlichen oder kirchl. Systems. Diese Kontrolle wird durch verschiedene praktische Maßnahmen realisiert: durch Präventiv-Z., die die Vorlage von Manuskripten vor Druckbeginn zur Prüfung bei entsprechenden Institutionen erfordert, oder Nach-Z. bzw. Repressiv-Z., die Medien nach ihrer Veröffentlichung indiziert und Druckerzeugnisse ggf. be…

Censorship

(5,070 words)

Author(s): Schneider, Ute | Beutel, Albrecht | Otto, Martin
1. General considerations Censorship (Lat. censura; “examination,” “judgment”) is now understood as the “authoritative monitoring of human utterances” [18. 3] and serves for communication monitoring, generally for the stabilization of a state or church system. This monitoring is realized by means of various different practical measures: by preventive censorship, which requires the submission for examination of manuscripts by relevant institutions before printing begins, or subsequent or repressive censorship, whi…
Date: 2019-03-20