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Gesetzgebung, kirchliche

(1,252 words)

Author(s): Pirson, D.
[English Version] I. Geschichtliche Entwicklung 1. Eine ausgesprochen gesetzgeberische Tätigkeit ist in der Kirche erst nach einer länger währenden Entwicklung üblich geworden. Die Kirche hat zwar seit ihrem Entstehen für das Verhalten ihrer Glieder und für die Wahrnehmung ihres Auftrags Regeln aufgestellt, für die der Begriff Kanones gebräuchlich wurde. Diese wurden aber nicht als Produkte gesetzgeberischer Entscheidungen aufgefaßt, sondern als Ausdruck dessen, was kraft der Autorität Christi und d…

Aufgebot

(106 words)

Author(s): Pirson, D.
[English Version] . In einer frühen Phase der Rechtsentwicklung diente das A. als Mittel, um bevorstehende Rechtsvorgänge, die für die Allgemeinheit bedeutsam waren, öfftl. anzukündigen, auch eine beabsichtigte Eheschließung. Als die Kirche die Ehe in ihren Kompetenzbereich zog, hat sie auf das Verfahren des Aufgebotes zurückgegriffen, vor allem, um etwaige Ehehindernisse zu ermitteln. In den reformatorischen Kirchen hat man, einer Anregung Luthers (Traubüchlein, 1929) folgend, das Aufgebot zum An…

Amtsenthebung

(143 words)

Author(s): Pirson, D.
[English Version] . Ein kirchl. Amt wird in der Regel für eine unbegrenzte Zeit übertragen und ist grundsätzlich unentziehbar. Denn die mit dem Amt verbundene Aufgabe ist ihrer Art nach auf Dauer wahrzunehmen. Daher ist der Verlust des Amts im kirchl. Recht als eine nur unter bestimmten Umständen zulässige Ausnahme gekennzeichnet. Das kath. Kirchenrecht benennt als Tatbestände renuntiatio, translatio, amotio und privatio (Vgl. cc. 184–196 CIC). Das einschlägige Pfarrerrecht der ev. Kirchen kennt n…

Amtseid der Geistlichen und Kirchenbeamten

(241 words)

Author(s): Pirson, D.
[English Version] . Sowohl von staatlicher wie von kirchl. Seite wurde kirchl. Amtsträgern, namentlich Bischöfen, aus Anlaß der Amtsübernahme ein Eid abverlangt. Die Praxis des A. hat bis in die Spätantike zurückreichende Wurzeln. Nach der Reformation gewann der vom kirchl. Amtsträger dem Landesherrn zu leistende Eid deshalb an Bedeutung, weil mit ihm die konfessionelle Zuverlässigkeit gesichert wurde. Im 19.Jh. hat der von staatlicher Seite geforderte A. der Geistlichen bisweilen Loyalitätskonfli…

Ius divinum

(905 words)

Author(s): Pirson, D.
[English Version] . Während in archaischer Zeit das Recht insg. als durch die Gottheit autorisiert erscheint, treten in weiterentwickelten Rechtskulturen konstitutive Entscheidungen des weltlichen Gesetzgebers und das durch die Rel. bedingte Recht auseinander. Auch das röm. Recht hat diesen Entwicklungsprozeß durchgemacht. Dort wurde es üblich, einen gegenständlich bestimmten Bereich, vornehmlich das Kultusrecht, mit dem Begriff i.d. zu kennzeichnen und dem ius humanum gegenüberzustellen. I. In der abendländischen Rechtsentwicklung wurde – ausgehend von jen…

Amtsgeheimnis

(176 words)

Author(s): Pirson, D.
[English Version] . A. bezeichnet die Pflicht der Geistlichen und Kirchenbeamten, nicht über Tatsachen und Vorgänge, die ihnen in Ausübung ihres Amtes bekannt geworden und die ihrer Natur nach vertraulich sind, zu berichten oder in anderer Weise Aussagen zu machen. Die Verpflichtung aus dem A. besteht gegenüber der Kirche im Rahmen des kirchengesetzlich geregelten Amtsverhältnisses. Das A. geht gegenständlich über das der Seelsorge dienende Beichtgeheimnis hinaus. Es erfaßt nicht Tatsachen, die oh…

Kirchenverfassung

(24,603 words)

Author(s): Löhr, W. | Dingel, I. | Ohst, M. | Weitlauff, M. | Pirson, D. | Et al.
[English Version] I. Alte Kirche Die im antiken Christentum projektierte und z.T. realisierte K. ist eine der bedeutendsten institutionellen Erfindungen der Spätantike. Da sie in vielfältig modifizierter und variierter Form überdauert hat, stellt sie zugleich ein Element von Kontinuität zw. antiker und moderner Welt dar. Unter K. sei hier die Gesamtheit der die äußere Organisation betreffenden Institutionen des antiken Christentums (inklusive »häretischer« oder »schismatischer« Gemeinschaften) – soweit sie nicht das Mönchtum betreffen – v…

Kirchenrecht

(10,681 words)

Author(s): Schöllgen, G. | Kalb, H. | Puza, R. | Pirson, D. | Engelhardt, H. | Et al.
[English Version] I. Geschichte 1.AltkirchlichK. gibt es, seit Christen die Notwendigkeit erkannten, die infolge der schnellen Expansion aufkommenden Unsicherheiten, Probleme und Streitfragen der Gemeindedisziplin durch Rückgriff auf eine anerkannte Autorität allg. zu regeln. Nach dem Tod der frühen Autoritätsträger (z.B. Gemeindegründer) entwickelte sich die apostolische Tradition zur entscheidenden Norm der Gemeindedisziplin. Auf sie beriefen sich auch die seit ca.100 n.Chr. entstehenden Kirchen…

Ehescheidung

(3,999 words)

Author(s): Jackson, B. | Landmesser, C. | George, M. | Gruber, H. | Petzolt, M. | Et al.
[English Version] I. Altes Testament und Judentum In der HB ist Scheidung einer Ehe ein einseitiger Akt des Ehemannes. Sie wurde urspr. durch eine mündlich vorgetragene Scheidungsformel vollzogen (Hos 2,4), aber Dtn 24,1.3 kennt die Praxis der Zustellung eines schriftlichen Dokuments. Das jüd. Gesetz fordert später sowohl einen schriftlichen Scheidebrief als auch die Autorisierung durch einen Gerichtshof. Die frühen Rabbinen waren sich (wie auch die Evv.) nicht darüber einig, ob es eines gewichtigen Gr…

Ehe

(9,971 words)

Author(s): Nehring, A. | Otto, E. | Deming, W.H. | Schäfer, R. | Nave-Herz, R. | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Der Begriff E. beschreibt eine zw. zwei oder mehr Personen unterschiedlichen Geschlechts geknüpfte Beziehung, die rituell geschlossen wird, auf Dauer angelegt und gesellschaftlich legitimiert ist. Bestimmungen über ökonomische und sexuelle Rechte und die Übertragung des sozialen Status auf die Kinder gehören in allen Kulturen zu den gesellschaftlich festgelegten Rahmensetzungen. Die Ausrichtung der E. auf Nachkommenschaft ist nicht für alle E.formen ko…