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Your search for 'dc_creator:( "Praßl, F.K." ) OR dc_contributor:( "Praßl, F.K." )' returned 18 results. Modify search

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Evangelienvertonung

(331 words)

Author(s): Praßl, F.K.
[English Version] ist die kompositorische, mehrstimmige Bearbeitung von Perikopen oder -teilen, v.a. als Evangeliensprüche und Evangelienmotetten. Älteste Beispiele stammen von Josquin Desprez und Zeitgenossen. Eine Weiterentwicklung der ma. Vorbilder sind die lat. und dt. E. im prot. Gottesdienst des 16. und 17.Jh. Der Liturg kantillierte das Tagesev., aus dem markante Ausschnitte (bes. Reden) dem mehrstimmigen Vortrag des Chores als Einschub zugewiesen w…

Lektionston

(159 words)

Author(s): Praßl, F.K.
[English Version] Lektionston, Modell für den musikalischen Vortrag liturgischer Lesungen (Kantillation). Sprechen von Lesungen war der Alten Kirche unbekannt, Rezitation mit »erhobener Stimme« bez. Besonderheit und Rang des Wortes Gottes und dient der besseren Verständlichkeit. Elemente des L. sind: Rezitationston (Tenor), Intonation und Kadenzen (Flexa: kleinere Satzeinheiten, Metrum: Halbsatz, größere Einheiten, Punctum: Satzschluß), welche die grammatikalische Struktur eines Satzes akustisch v…

Gallikanische Liturgie

(250 words)

Author(s): Praßl, F.K.
[English Version] . I.Altgallikanische Liturgie. Erste Zeugnisse stammen aus dem Jahr 416 (Brief Innozenz I. an Bf. Decentius von Gubbio), ab 750 verdrängte sie der röm.-fränkische Ritus. Diese in ganz Gallien und in Teilen Italiens verwendete Liturgie kannte viele lokale Var., deren Verbreitung mit der Provinz-Einteilung des röm. Reiches weitgehend konform ging. Zahlreiche Einflüsse aus Spanien, Syrien und Konstantinopel befruchteten sie lit. und theol. Da Liturgiebücher ohne röm. Einflüsse heute …

Kirchenmusikwissenschaft

(2,723 words)

Author(s): Praßl, F.K.
[English Version] K. ist ein neuerer Begriff für das Bemühen, in umfassender Weise das Wissen über kirchenmusikalische Phänomene in Praxis und theoretischer Reflexion zu sammeln, zu erforschen, zu interpretieren, zu vermitteln und auch für die Praxis verwendbar zu machen. Dabei sind die vielfältigen Kontexte von Kirchenmusik einzubeziehen wie Liturgie und liturgische The…

Gallikanischer Gesang

(250 words)

Author(s): Praßl, F.K.
[English Version] . Durch traditionsbewußte mündliche Überlieferung wurden Teile des g.G. auch nach der Etablierung des »gregorianischen« Chorals (Gregorianischer Gesang) um 900 bewahrt und später aufgeschrieben. Dieses Repertoire findet sich in gregorianischen Codices, vermengt mit den neuen Gesängen. G.G. sind Teil der röm.-frä…

Choralbuch.

(334 words)

Author(s): Praßl, F.K.
[English Version] I. Ch. ist ein Oberbegriff für Sammlungen gregorianischer Gesänge. Die hist. Typen seit dem 10.Jh. sind: Graduale, Cantatorium, Tropar, Sequentiar, Kyriale, Antiphonale (Antiphon), Hymnar, Processionale, Tonar, Directorium/Breviarium/Ordinarium. Die Editio Vaticana bringt seit 1905 praktische Neuausgaben. Der weit verbreitete Liber usualis (Antiphonar) ist durch die Liturgiereform obsolet geworden. Heute sind in Gebrauch: das Graduale Romanum (1974), bzw. Graduale Triplex (1979), das Graduale Simplex (21975), der Liber Hymnarius (1983). Da…

Gregorianischer Gesang

(973 words)

Author(s): Praßl, F.K.
[English Version] I. Liturgisch 1.Katholisch. Die Liturgiekonstitution des Vaticanum II sieht den g.G. als den der röm. Liturgie eigenen G., der bei gegebenen Voraussetzungen den ersten Platz einnehmen soll (Art.116). Dieser Rang, der andere Kirchenmusik nicht wertet, gründet in der zeitlos gültigen Weise, wie g.G. Teil der Liturgie selbst ist; musikalischer Ausdruck des Bibelwortes im Kontext liturgischer Theol. und dessen primäre Ausführungsweise, Verkündigung und Gebet in Tönen. Ansatzpunkt für ein heutiges Verständnis – orientiert an ältesten Quellen – ist der rhetorisch richtige musikalisierte Vortrag liturgischer Texte (Kantillation), »Redeklang« (Godehard Joppich), aus dessen Prinzipien sich die einzelnen Gattungen entwickeln. Erst nach dem 10.Jh. steigt die Tendenz zu »autonomen« Melodien. Die meisten Texte der g.G. sind der Bibel, voran dem Psalmenbuch, entnommen, häufig nicht der Vulgata, sondern älteren lat. Versionen. Viele Texte sind centonisiertes Schriftwort: Verkürzungen straffen die lit. Form, Einfügungen aktualisieren die Botschaft, ungewöhnliche Zusammenstellungen von Bibelversen eröffnen neue spirituelle Dimensionen. Der Rollenverteilung in der liturgischen Dramaturgie entsprechen auch die einzelnen Gesangsgattungen, die für Zelebranten und Leser, für »Gemeinde«, Chor (= Schola) und Solisten (= Kantoren) auch nach ihrem Schwierigkeitsgrad ausgerichtet sind. G.G. im engeren Sinne meint die Proprien des im Frankenreich entstandenen »gregorianischen« Repertoires aus dem 8./9.Jh. Im weiteren Sinne gehören dazu: ältere westliche Liturgien (mozarabische Liturgie, gallikanische Liturgie, ambrosianische Liturgie, beneventanisch, altröm.); der »ma. Choral« (Jammers): Tropen, Sequenzen, Versoffizien, Ordinarien; Ordenstraditionen (z.B. Zisterzienser, Karthäuser, Dominikaner), Barockchoral, Neogregorianik des 19. und 20.Jh. Da G. nicht nur als Repertoire oder Stil, sondern auch als ein Prinzip der Ausführung liturgischer Texte verstanden wird, kann und muß es auch muttersprachliche Gregorianik geben, die im Hoch-MA a…

Internationale Arbeitsgemeinschaft für Hymnologie

(131 words)

Author(s): Praßl, F.K.
[English Version] (IAH). Die IAH pflegt und erforscht den Kirchengesang (Gesang: III.). Kirchenlied, offene Formen des Singens und Gesangbuch werden international, ökum. und interdisziplinär (Theol., Musikwiss., Sprach- und Literaturwiss., Buchwiss., Volkskunde) v.a. auf Studientagungen und durch Förderung hymnologischer Projekte (Hymnologie) – oftmals zus. mit akademischen Institutionen – auch im Blick auf die Gesangbuchprojekte der christl. Kirchen wiss. bearbeitet. Gegründet 1959 durch K.Ameln…

Choral.

(699 words)

Author(s): Praßl, F.K.
[English Version] I.

Marianische Antiphonen

(433 words)

Author(s): Praßl, F.K.
[English Version] sind der Abschluß des täglichen kath. Stundengebets (: III.), gesungen nach der Komplet, nach dem dt. Stundenbuch auch nach der Vesper (: III.). Obschon die M. A. urspr. Psalmen- (Psalmen/Psalter: IV.) oder Magnificat-Antiphonen (Magnificat) waren, sind sie seit dem 12./13.Jh. selbständige psalmlose Gesänge – möglicherweise aus der Praxis der Kommemoration hervorgegangen –, mit denen Maria zur selben Abendzeit gegrüßt wird, in der nach ma. Glauben der Erzengel Gabriel sein χαι˜ρε/chaíre (Lk 1,28) gesprochen hat, ein tägliches Gedächtnis der Inka…

Bäumker

(134 words)

Author(s): Praßl, F.K.
[English Version] Bäumker, Wilhelm Friedrich (25.10.1842 Elberfeld – 3.3.1905 Rurich), kath. Priester und Hymnologe. Nach dem Theologiestudium in Münster und Bonn 1866 Eintritt in das Priesterseminar in Köln, Priesterweihe 1867. Schulvikar in Bergerhof, 1868 Pfarrvikar in Alfter, 1869 Seelsorger in Niederkrüchten, dort Beginn der kirchenmusikalischen und hymnologischen Studien. 1880 auch Schulinspektor. 1889 Dr. theol. h.c. in Breslau, 1892 bis zu seinem Tode Pfarrer in Rurich mit Gelegenheit zur Fo…

Blume

(128 words)

Author(s): Praßl, F.K.
[English Version] Blume, Clemens Ferdinand Anton (31.1.1862 Billerbeck – 8.4.1932 Königstein), Jesuit, Hymnologe, Liturgiewissenschaftler. Nach dem Abitur im Jesuitengymnasium Stella Matutina in Feldkirch 1878 Eintritt in den Jesuitenorden. 1886–1897 Prof. für klassische Sprachen an der Stella Matutina. Umfangreiche Studien der lat. Hymnologie, ab 1903 in München stationiert, ab 1909 Prof. für Liturgiewiss. an der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt. Neben zahlreichen größeren und kleineren S…

Liturgische Bücher

(1,329 words)

Author(s): Praßl, F.K. | Petzolt, M.
[English Version] I. Katholisch 1. Allgemein und geschichtlich. Bei aller Verbindlichkeit von Grundelementen der Liturgie (Lesung aus der Schrift, Brechen des Brotes [Abendmahl]) wurde die Feier vom Vorsteher zunächst mit improvisierten Gebeten (Iust. 1apol. 67) sehr frei gestaltet. Später orientierte man sich an Mustertexten (Hipp., Traditio Apostolica), ab dem 4.Jh. wurden die großen kirchl. Zentren (Antiochien, Alexandrien, Rom, Jerusalem, Byzanz [Konstantinopel/Byzanz]) Leitbilder einer sich fixie…

Beichtstuhl

(443 words)

Author(s): Lienhardt, C. | Praßl, F.K.
[English Version] I. Architektonisch Einfaches oder thronartiges, anfänglich offenes Sitzmöbel in der Kirche als Sitz des Beichtvaters und des Beichtenden; Ort der Einzelbeichte (Beichte). Ab dem 16.Jh. bes. nach dem Tridentinum und den »Instructiones« des K.Borromäus findet der anfänglich schlichte hölzerne Armlehnstuhl eine reiche Entwicklung. Allg. findet sich seit Anfang des 17.Jh. der symmetrisch-dreiteilige B., dessen Mittelteil durch Öffnungen mit Gitterwerkfüllungen gegenüber den Seitenteil…

Hymnus

(1,704 words)

Author(s): Käppel, L. | Hossfeld, F. | Lattke, M. | Praßl, F.K.
[English Version] I. Begriff und GattungDas griech. Wort υ῞μνος/hýmnos, dessen Etym. dunkel ist, hieß urspr. ganz unspezifisch schlicht »Gesang« (das Verb υ῾μνει˜ν/hymneín, »singen«; vgl. Hes. theog. 11.33; Hom. Hym.3,178 etc.). Doch spätestens seit dem 5./4.Jh. v.Chr. bedeutet es »Gesang für einen Gott« (vgl. Plat. Leges, 700 b 1–2; Xenophanes 21 B 1,13 DK; Xenophon, Cyrupaideia 18,1,23) und wird von daher zum allg. Oberbegriff für »rel. Lied«, schließlich zu »Festlied«, »Lobgesang«, »preisendes Götterlied«. Der A…

Altargesang

(289 words)

Author(s): Saliers, D.E. | Praßl, F.K.
[English Version] I. Liturgisch Der Begriff bezieht sich hist. auf Texte, die in der Messe vom Priester allein gesungen werden, im weiteren Sinne auf alle gesungenen Teile der Liturgie, die durch einen Liturgen geführt werden: Tagesgebete, Verse, Litaneien, Brief- und Evv.lesungen, Wechselgesänge von Chor und Gemeinde, Segnungen sowie Vertonungen von Introitus, Kyrie, Gloria und Credo. Die Kirchen der Reformation fügten neue Kompositionen für Chor und Gemeinde hinzu. Luthers »Dt. Messe« (1526) hat …

Messe

(6,636 words)

Author(s): Hofhansl, E.W. | Meßner, R. | Schattauer, T.H. | Praßl, F.K.
[English Version] I. Liturgiegeschichtliche Entwicklung Die M. wurzelt in den jüd. Mahlfeiern und ntl. Berichten über die Mahlgemeinschaft Jesu (Abendmahl) mit den ihm verbundenen Menschen unterschiedlicher Herkunft, den Sündern und Außenseitern. Schließlich weist der Befehl »Tut dies zu meinem Gedächtnis« über den Tod hinaus auf die künftige Vollendung hin. Die Gedenkstruktur (zakar) meint nicht ein bloßes Sich-erinnern, sondern setzt das durch Christus gewirkte Heilsgeschehen gegenwärtig und antiz…

Liturgie

(7,691 words)

Author(s): Zimmerman, J.A. | Neijenhuis, J. | Praßl, F.K. | Felmy, K.C. | Ebenbauer, P. | Et al.
[English Version] I. Phänomenologisch Seit Ende des 16.Jh. wird der Begriff L. als Bez. für den christl. Gottesdienst verwendet; dies setzte sich Ende des 18.Jh. allg. durch. Das griech. λειτουργι´α/leitourgía bedeutet profan Arbeit in einem öfftl. Amt (von λαο´ς/laós, »Volk« [Laien] und ε῎ργον/érgon, »Werk«) und wurde von der LXX für den Tempelkult verwendet; im NT begegnet der Begriff nur 15mal (z.B. Hebr 9,21; Apg 13,2). L. ist synonym gebraucht für Begriffe wie munus, opus Dei, officium divinum, cultus, celebratio usw. Das Synonym …