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Your search for 'dc_creator:( "Reith, Reinhold" ) OR dc_contributor:( "Reith, Reinhold" )' returned 66 results. Modify search

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Steinbau

(1,161 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Anfänge Die wichtigsten Baustoffe der Nz. waren Holz und Stein sowie Backsteine bzw. Ziegel (synonym verwendet). Zunächst dominierte die Holz- und Fachwerk-Bauweise auf dem Land sowie in den Klein- und Mittelstädten, und nicht nur in den größeren Vorstädten prägten Schindeldächer in Verbindung mit dem Holz- bzw. Fachwerkbau mit Flechtwerkausfachung das Erscheinungsbild. Enea Silvio Piccolomini (der spätere Papst Pius II.) sah 1455 die Wiener Häuser noch mit Holzdächern »verunstaltet«, und die Wiener Stadtbeschreibung von 1492 hält als Unzierde fest, dass die…
Date: 2019-11-19

Wäscherei

(1,099 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. AllgemeinDas Waschen der Wäsche vollzog sich in der Nz. nach sozialen Kontexten unterschiedlich [6]; [9]; [4]: Bei adligen Gutsherrschaften sowie in patrizischen oder großbürgerlichen Haushalten, die größere Textilienvorräte besaßen, wurde mehrmals im Jahr »große Wäsche« gehalten. Sie verfügten mitunter über eine eigene Waschküche sowie einen Wasch- und Trockenplatz und holten zusätzliche Lohnwäscherinnen ins Haus, deren Bezahlung manchmal in Taxordnungen festgelegt war [12. 333]. Daneben gab es häufiger auch die »kleine« Wäsche: Im Haushaltsbuch von Anton Tucher au…
Date: 2019-11-19

Lohnarbeit

(3,831 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Begriff und ForschungsgeschichteLohn gilt als Vergütung unselbständiger Arbeit, und als L. wird jede Arbeitsleistung gegen Lohn betrachtet, der – im Gegensatz zur Zwangsarbeit – ein freier Arbeitsvertrag zugrunde liegt. Die Frage, ob L. ein grundlegendes Phänomen der Nz. ist, ist von der Forschung nicht eindeutig beantwortet worden. Karl Marx sah die L. 1849 als ein Phänomen des Kapitalismus: »Die Arbeit war nicht immer L., d. h. freie Arbeit. Der Sklave verkaufte seine Arbeitskraft nicht an die Sklavenbesitzer … Der Leibeigene verkauft nur einen Te…
Date: 2019-11-19

Industriespionage

(865 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. GrundlagenBei der I. handelt es sich um eine Form des Technologietransfers mit dem erklärten Ziel, Technologien auszuforschen und nachträglich zu verwerten; ein wichtiges Merkmal stellt die Illegalität dieser Aktivitäten dar [11. 289]. Aufgrund des empirischen Charakters der Technik und des hohen Stellenwertes der Erfahrung waren v. a. gezielte Informationsaufenthalte in Betrieben, die innovative Technologien beherrschten, sowie die unmittelbare Teilnahme am Produktionsprozess zielführend [8. 125 f.]. Solche Aktivitäten – bis hin zu Abwerbung, Unterstütz…
Date: 2019-11-19

Bleistift

(773 words)

Author(s): Reith, Reinhold
Der Graphitstift, der zum Schreiben und Zeichnen verwendet wird, besteht aus einer in einen Holzkörper eingelegten bzw. eingeleimten Mine. Schon Künstler der Renaissance benutzten neben Kreide, Rötel oder Holzkohle einen länglichen Stift: einen spitzen, oben gebogenen Draht aus einer Blei-Zinn-Legierung, eine Vorform des B. Noch 1540 präsentierte der ital. Schreibmeister Giovambattista Palatino auf einer Abbildung »aller Werkzeuge, die ein guter Schreiber braucht« zwar Zirkel und Metallgriffel, doch keinen B. [3. 49]. 1562 berichtet Johannes Mathesius in seiner Samml…
Date: 2019-11-19

Werkzeug

(1,239 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Begriff und ForschungDer Begriff W. trat zuerst im 12. Jh. auf und stand zunächst neben den Begriffen Zeug und Gezeug [1], während im Bergbau Geräte wie Schlägel und Eisen als Gezähe bezeichnet wurden ( Bergbautechnik). W. wurde und wird als Kollektivum verwendet, bezeichnet(e) aber auch das einzelne Instrument.W. fungier(t)en konkret als Mittel zur Unterstützung oder Ersetzung der menschlichen Hand bei der Bearbeitung von Gegenständen oder Stoffen. Die vorindustrielle Zeit ist daher auch als Epoche der » Handwerkzeugtechnik« bezeichnet worden (im Gegensatz zur Werkz…
Date: 2019-11-19

Fenster

(1,017 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. AllgemeinDie engl. Bezeichnung window (»Windauge«) dürfte zunächst eine Öffnung ohne Glas gemeint haben, während das Wort F. (bzw. lat. fenestra) auf das Glas-F. als Erfindung aus dem röm. Kulturkreis, wahrscheinlich aus der frühen röm. Kaiserzeit hinweist [4. 90]. Mitunter findet sich für das F. auch der nzl. Ausdruck »Gesicht« [6. 57].Glas-F. kannte man im frühen MA nur in Kirchen, seit dem 12. Jh. in herrschaftlichen Bauten. Noch im 13.–15. Jh. bezeichnete »glasevenster« den Unterschied zu den mit Holzläden bzw. anderen Materialien (wie Fi…
Date: 2019-11-19

Nahrungsmittelgewerbe

(1,091 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. AllgemeinStädtische Verbraucher gaben in der Nz. einen großen Teil ihrer Einkommen für die Ernährung aus. Daher fanden im N. viele Hände Arbeit. Bäcker und Metzger zählten in den Städten (auch in Marktorten) durchweg zu den größten Berufen, ebenso Müller, Brauer und Fischer. Auch über die Kernberufe hinaus gehörten noch zahlreiche kleinere Nebengewerbe bzw. -tätigkeiten zum N. und bewerkstelligten die städtische Lebensmittelversorgung [6. 35–38].Reinhold Reith2. Müller und BäckerEntsprechend der Bedeutung der Brei- und Brot-Nahrung war das Müllereigewerbe, das auch d…
Date: 2019-11-19

Schlosser

(853 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. BerufsgeschichteDas metallverarbeitende Handwerk des Sch. (neulat. serator/ serifex, niederl. slotenmaker, engl. locksmith, franz. serrurier, ital. chiavaio), der auch als Klein- oder Kunstschmied bezeichnet wurde, hatte sich seit dem 14. Jh. aus dem Tätigkeitsbereich der Schmieden herausgebildet. Es entstanden auch eigene Zünfte, z. T. zusammen mit den Windenmachern, Sporern, Büchsen- oder Uhrmachern, die sich ihrerseits aus dem Sch.-Handwerk entwickelt hatten. Das Arbeitsgebiet der Sch. umfasste insbes. die An…
Date: 2019-11-19

Bleichereigewerbe

(1,463 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. DefinitionAls Bleichen bezeichnet man die Entziehung oder Zerstörung der organischen Farbstoffe in pflanzlichen Spinnfasern, um den daraus hergestellten Geweben ein möglichst weißes Aussehen zu geben. Neben der Garn- und Strangbleiche war insbes. die Tuchbleiche wichtig, mit der v. a. die Leinwand, der Barchent oder der Kattun marktfähig gemacht wurde. Für Tuche, die nicht für den Export bestimmt waren, bestand kein Bleichzwang. Für das Bleichen der groben Tuche aus Baumwolle des freien Zürcher Tüchligewerbes galt 1564, dass es »nit der bleickeren als (oder) man…
Date: 2019-11-19

Tiefbau

(731 words)

Author(s): Reith, Reinhold
In Abgrenzung zum Hochbau werden verschiedene Bereiche des Bauwesens zum T. gerechnet, so u. a. der Wasserbau, der Bau von Deichen und Tunneln sowie der Straßen- und Wegebau, im 19. Jh. auch die Verlegung der Schienen-Wege der Eisenbahn. Bes. breit war in der Nz. das Tätigkeitsfeld im Wasserbau mit der Anlage von Kanälen und Bewässerungsanlagen, der Errichtung von Brunnen und Wasserleitungen sowie entsprechenden Leitungen zur Entsorgung (Assanierung). Auch der Bau von Hafen-Anlagen gehört am Rande zum T. Selbst mit dem Festungsbau (der zum Hochbau zählt) wa…
Date: 2019-11-19

Gesellen

(1,947 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. BegriffWährend man im MA im dt. Sprachraum den nach der Lehrzeit im Handwerk Tätigen als Knecht bezeichnete, wurde die Bezeichnung »G.« (von »Saalgenosse«) zunächst auf die Mitglieder gesellig-kommunikativer Zusammenschlüsse (also auch auf die Meister) bezogen (Geselligkeit). Nach der Bildung erster Zusammenschlüsse von G. übertrug man den Begriff auf die im Handwerk Tätigen (»Eid-G.«); in der heute gängigen Bedeutung findet er sich z. B. 1343 in Speyer (»geselleschaft« der Weberknechte). Die Begriffe Knecht und G. wurden während der Nz. auch synonym gebra…
Date: 2019-11-19

Wagner

(892 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. BegriffDie aus dem Niederdeutschen stammenden Berufsbezeichnungen Stellmacher bzw. Rademacher sowie die des W. im Oberdeutschen gehen auf die wichtigsten Produkte dieses Handwerks zurück: den Wagen, das (Ge-) Stell des Wagens oder des Pfluges und das Rad [5. 244]. Das Arbeitsgebiet umfasste auch Karren, Schlitten, Leitern und Eggen. Christoph Weigels Ständebuch nennt 1698 die Schubkarren und Schanzkarren, den Pflug und den gemeinen Karren sowie die vierrädrigen Karren, »woher ausser denen rasselnden Bier-Brauer Wägelein … die Last- und Fra…
Date: 2019-11-19

Schraubstock

(1,088 words)

Author(s): Reith, Reinhold
Zu den wichtigsten Geräte-Innovationen der Frühen Nz. zählt der Sch. Das Hausbuch der Mendelschen Zwölfbrüderstiftung, eine Nürnberger Bilderhandschrift von hoher kulturgeschichtlicher Bedeutung, zeigte um 1425 (und noch 1501) einen Messerer, der ein beschaltes Messer mit der Feile bearbeitet und dabei eine Winkelstütze (Auflage, Feilstock) benutzt [1. Bildbd., 28, 107]. Der Schlosser Ulrich Hach (um 1528) sitzt dagegen an einem Arbeitstisch mit Sch., in den er einen Schlüssel eingespannt hat; die Feile kann er nun mit beiden Händen führen [1. Bildbd., 216]. Dieses Bild ist…
Date: 2019-11-19

Pergament

(925 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. HerkunftP. ist die enthaarte, getrocknete Haut verschiedener Tiere, die seit der Antike als Beschreibstoff verwendet wurde. Antike Autoren (u. a. Plinius d. Ä., Naturalis historia 13,70) berichten, dass Eumenes II. von Pergamon im 2. Jh. v. Chr. auf den Mangel an Papyrus beim Aufbau seiner Bibliothek mit der »Erfindung« des P. reagiert habe. Auf P. geschriebene Dokumente sind allerdings schon aus dem 3. Jh. v. Chr. im Euphratgebiet überliefert.Die Einführung der P.-Codices (die wie Bücher geheftet waren) verdrängte seit Anfang des 4. Jh.s zunehmend die P…
Date: 2019-11-19

Strumpfwirker

(1,100 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Strickerei Bereits in spätma. Städten waren sog. Kappen- und Hosenmacher tätig, die mit Nadeln gestrickte Waren herstellten. In der ersten Hälfte des 16. Jh.s hatte sich der Strumpf in der Mode des span. Hofes durchgesetzt, und zunehmend bildeten wollene Strümpfe und Mützen das Arbeitsfeld der Stricker. Sie schlossen sich seit dem 16. Jh. zu Zünften zusammen, so die Strumpfstricker in Paris 1527, die Hosen- und Barettmacher in Straßburg 1574 oder die Hosenstricker in Nürnberg 1583. In der Frankfurter Ordnung ist erstmals 1627 wörtlich von einem S. die Rede. Zunäc…
Date: 2019-11-19

Walkmühle

(1,055 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Technik Als Walken bezeichnet man das Treten, Schlagen oder Pressen von Textilien im Wasser unter Zusatz von Walkerde (feine Tonerde), Urin und/oder Seife, wodurch eine größere Dichte, Resistenz und Reinigung erreicht wird. Tuche werden dabei filzig und konnten bis auf ein Drittel der Maße einlaufen [1]. Die Fußwalke ist bereits für das antike Pompeji belegt [3. 40 f.]; [9. 117].Mit der Nockenwelle, mit der man Drehbewegungen in ein lineares Auf und Ab oder Hin und Her umsetzen kann, wurde das Walken schon im HochMA mechanisiert [8. 228]. Die W. gilt daher als one of the most import…
Date: 2019-11-19

Glas

(3,073 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. DefinitionG. ist physikalisch betrachtet eine eingefrorene, unterkühlte Flüssigkeit. Durch ihre Viskosität lässt sie sich leicht verformen, ist aber bruchanfällig. Ihre wichtigste Eigenschaft liegt in der Durchlässigkeit des sichtbaren Lichts. Natur- bzw. Gestein-G. (Obsidian) entsteht bei Vulkantätigkeit. G. – als vom Menschen geschaffener Werkstoff – wird aus Sand, Pottasche und Kalk bei über 1 400 Grad erschmolzen und anschließend in heißem, zähflüssigem Zustand geformt. In Ägypten wurden b…
Date: 2019-11-19

Baustoffe

(2,582 words)

Author(s): Reith, Reinhold
Als wichtige B. kamen im SpätMA und der Nz. Holz, Stein, Kalk, Sand, Lehm bzw. Ton in Betracht. Die Verfügbarkeit dieser Materialien beeinflusste Bautechnik und Baustil wesentlich (Architekturtheorie), wobei langfristig ein Trend von der Holz- zur Steinbauweise (bzw. zum Backstein) zu beobachten ist. Die ungleiche räumliche Verteilung der B. und die hohen Transportkosten banden das Bauwesen der Nz. stark an das jeweilige milieu naturel[12]. Das Umland bildete das primäre Versorgungsgebiet, wenngleich B. auch über…
Date: 2019-11-19

Kaminfeger

(1,137 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Herkunft und frühe BelegeDer Beruf des K. (auch: Kaminkehrer; süddt. für ital. spazzacamino; altbayer. Kümich-/Künikehrer, östl. des Inns Rauchfangkehrer, norddt. Schlotfeger und Schornsteinfeger, mitteldt. bzw. sächs. auch Essenkehrer [3. 232 f.]) bildete sich erst im Laufe der Frühen Nz. heraus. Im Zuge der Verbreitung des Steinbaus und mehrstöckiger Häuser sowie des Heizens mit Steinkohle (wie v. a. in London) wurde die ältere Herdfeuerung ohne Rauchabzug zunächst in Italien durch die Ofenfeuerung mit Kamin bzw. Rauchfang abgelöst, wenngleich in ländlichen Ge…
Date: 2019-11-19
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