Search

Your search for 'dc_creator:( "Reith, Reinhold" ) OR dc_contributor:( "Reith, Reinhold" )' returned 97 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Porzellan

(3,031 words)

Author(s): Häberlein, Mark | Reith, Reinhold | Antonin, Daniela
1. PorzellanhandelP. war bis ins frühe 18. Jh. ein exklusiv chines. Handelsgut, das bereits Jahrhunderte vor der Ankunft der Europäer im Asienhandel eine wichtige Rolle spielte. Im frühen 14. Jh., zur Zeit der Yuan-Dynastie (1271–1368), begann China mit der Produktion von blau-weißem P., das speziell für den auswärtigen Handel bestimmt war. Archäologische Funde weisen Indien und den Nahen Osten (Persien, Syrien, Konstantinopel) als Hauptexportregionen im 14. und frühen 15. Jh. aus. Nach chines. Vorbildern wurde auch in Vietnam, das zur Zeit der Ming-Dynastie (1368–1644) von C…
Date: 2019-11-19

Schuhmacher

(1,274 words)

Author(s): Reith, Reinhold | Stöger, Georg
1. Bedeutung und GeschichteIm Bekleidungsgewerbe wie auch im gesamten Handwerk bildeten die Sch. (auch: Schuster) in der Nz. eine der größten Berufsgruppen [5]. Bereits 1383 erfasste eine Nürnberger Zählung mit 81 Sch. (neulat. calciatores) die höchste Zahl an Meistern [6. 103]. In vielen europ. Großstädten wuchs die Zahl der Sch. bis ins 19. Jh. stark an; so waren um 1828 in Wien 1 557 Sch.-Meister [3. 302], 1833 in London mehr als 16 000 Sch. tätig [11. 19].Bis ins SpätMA waren die Sch. in vielen Städten mit anderen lederverarbeitenden Gewerbetreibenden in beruflich…
Date: 2019-11-19

Steinbau

(1,161 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Anfänge Die wichtigsten Baustoffe der Nz. waren Holz und Stein sowie Backsteine bzw. Ziegel (synonym verwendet). Zunächst dominierte die Holz- und Fachwerk-Bauweise auf dem Land sowie in den Klein- und Mittelstädten, und nicht nur in den größeren Vorstädten prägten Schindeldächer in Verbindung mit dem Holz- bzw. Fachwerkbau mit Flechtwerkausfachung das Erscheinungsbild. Enea Silvio Piccolomini (der spätere Papst Pius II.) sah 1455 die Wiener Häuser noch mit Holzdächern »verunstaltet«, und die Wiener Stadtbeschreibung von 1492 hält als Unzierde fest, dass die…
Date: 2019-11-19

Wäscherei

(1,099 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. AllgemeinDas Waschen der Wäsche vollzog sich in der Nz. nach sozialen Kontexten unterschiedlich [6]; [9]; [4]: Bei adligen Gutsherrschaften sowie in patrizischen oder großbürgerlichen Haushalten, die größere Textilienvorräte besaßen, wurde mehrmals im Jahr »große Wäsche« gehalten. Sie verfügten mitunter über eine eigene Waschküche sowie einen Wasch- und Trockenplatz und holten zusätzliche Lohnwäscherinnen ins Haus, deren Bezahlung manchmal in Taxordnungen festgelegt war [12. 333]. Daneben gab es häufiger auch die »kleine« Wäsche: Im Haushaltsbuch von Anton Tucher au…
Date: 2019-11-19

Stahl

(3,066 words)

Author(s): Bingener, Andreas | Reith, Reinhold
1. Technik 1.1. GewinnungS. ist eine Metalllegierung, die überwiegend (zu 95 %) aus Eisen besteht. Der Kohlenstoffgehalt von S. schwankt zwischen 0,01 % und 2,06 %. Nimmt dieser Anteil zu, wird der S. fester, gleichzeitig aber auch spröder. Man kann S. mit Wärme behandeln (Glühen, Härten usw.), legieren (mit anderen Metallen oder Nichtmetallen vermischen) oder verformen (schmieden, ziehen oder walzen).Die Produktion von bes. gehärtetem Eisen (S.) geht bereits auf das 1. Jh. v. Chr. zurück. Bei der eisenzeitlichen Verhüttungstechnik in kuppelförmigen Öfen von 1,5 bis 2…
Date: 2019-11-19

Lohnarbeit

(3,831 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Begriff und ForschungsgeschichteLohn gilt als Vergütung unselbständiger Arbeit, und als L. wird jede Arbeitsleistung gegen Lohn betrachtet, der – im Gegensatz zur Zwangsarbeit – ein freier Arbeitsvertrag zugrunde liegt. Die Frage, ob L. ein grundlegendes Phänomen der Nz. ist, ist von der Forschung nicht eindeutig beantwortet worden. Karl Marx sah die L. 1849 als ein Phänomen des Kapitalismus: »Die Arbeit war nicht immer L., d. h. freie Arbeit. Der Sklave verkaufte seine Arbeitskraft nicht an die Sklavenbesitzer … Der Leibeigene verkauft nur einen Te…
Date: 2019-11-19

Industriespionage

(865 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. GrundlagenBei der I. handelt es sich um eine Form des Technologietransfers mit dem erklärten Ziel, Technologien auszuforschen und nachträglich zu verwerten; ein wichtiges Merkmal stellt die Illegalität dieser Aktivitäten dar [11. 289]. Aufgrund des empirischen Charakters der Technik und des hohen Stellenwertes der Erfahrung waren v. a. gezielte Informationsaufenthalte in Betrieben, die innovative Technologien beherrschten, sowie die unmittelbare Teilnahme am Produktionsprozess zielführend [8. 125 f.]. Solche Aktivitäten – bis hin zu Abwerbung, Unterstütz…
Date: 2019-11-19

Reparatur

(1,306 words)

Author(s): Reith, Reinhold | Stöger, Georg
1. AllgemeinR. bzw. Reparieren wird seit dem 18. Jh. in Enzyklopädien als alltägliches Phänomen erwähnt; es finden sich verschiedene Synonyme wie »ausbessern«, »renovieren«, »abputzen«, »überarbeiten«, »übermachen«, »erneuern«, »in stand setzen« bzw. »halten« oder »flicken«. Zu Beginn des 20. Jh.s wies der Nationalökonom Karl Bücher in seiner Studie über die Berufe der Stadt Frankfurt am Main schon für das MA auf die Relevanz des R.-Gewerbes und der »Umarbeitung alter Sachen« hin [3. 18]; die wirtschafts- und sozialhistor. sowie die technikhistor. Forschung konzent…
Date: 2019-11-19

Bleistift

(773 words)

Author(s): Reith, Reinhold
Der Graphitstift, der zum Schreiben und Zeichnen verwendet wird, besteht aus einer in einen Holzkörper eingelegten bzw. eingeleimten Mine. Schon Künstler der Renaissance benutzten neben Kreide, Rötel oder Holzkohle einen länglichen Stift: einen spitzen, oben gebogenen Draht aus einer Blei-Zinn-Legierung, eine Vorform des B. Noch 1540 präsentierte der ital. Schreibmeister Giovambattista Palatino auf einer Abbildung »aller Werkzeuge, die ein guter Schreiber braucht« zwar Zirkel und Metallgriffel, doch keinen B. [3. 49]. 1562 berichtet Johannes Mathesius in seiner Samml…
Date: 2019-11-19

Werkzeug

(1,239 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. Begriff und ForschungDer Begriff W. trat zuerst im 12. Jh. auf und stand zunächst neben den Begriffen Zeug und Gezeug [1], während im Bergbau Geräte wie Schlägel und Eisen als Gezähe bezeichnet wurden ( Bergbautechnik). W. wurde und wird als Kollektivum verwendet, bezeichnet(e) aber auch das einzelne Instrument.W. fungier(t)en konkret als Mittel zur Unterstützung oder Ersetzung der menschlichen Hand bei der Bearbeitung von Gegenständen oder Stoffen. Die vorindustrielle Zeit ist daher auch als Epoche der » Handwerkzeugtechnik« bezeichnet worden (im Gegensatz zur Werkz…
Date: 2019-11-19

Fenster

(1,017 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. AllgemeinDie engl. Bezeichnung window (»Windauge«) dürfte zunächst eine Öffnung ohne Glas gemeint haben, während das Wort F. (bzw. lat. fenestra) auf das Glas-F. als Erfindung aus dem röm. Kulturkreis, wahrscheinlich aus der frühen röm. Kaiserzeit hinweist [4. 90]. Mitunter findet sich für das F. auch der nzl. Ausdruck »Gesicht« [6. 57].Glas-F. kannte man im frühen MA nur in Kirchen, seit dem 12. Jh. in herrschaftlichen Bauten. Noch im 13.–15. Jh. bezeichnete »glasevenster« den Unterschied zu den mit Holzläden bzw. anderen Materialien (wie Fi…
Date: 2019-11-19

Nahrungsmittelgewerbe

(1,091 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. AllgemeinStädtische Verbraucher gaben in der Nz. einen großen Teil ihrer Einkommen für die Ernährung aus. Daher fanden im N. viele Hände Arbeit. Bäcker und Metzger zählten in den Städten (auch in Marktorten) durchweg zu den größten Berufen, ebenso Müller, Brauer und Fischer. Auch über die Kernberufe hinaus gehörten noch zahlreiche kleinere Nebengewerbe bzw. -tätigkeiten zum N. und bewerkstelligten die städtische Lebensmittelversorgung [6. 35–38].Reinhold Reith2. Müller und BäckerEntsprechend der Bedeutung der Brei- und Brot-Nahrung war das Müllereigewerbe, das auch d…
Date: 2019-11-19

Technologietransfer

(5,771 words)

Author(s): Hausberger, Bernd | Popplow, Marcus | Reith, Reinhold
1. Begriff Die Vermittlung von technischem (= techn.) Wissen und Können erfolgte in der Nz. in verschiedenen Kontexten: zunächst in Haushalt, Betrieb oder Institutionen durch Ausbildung bzw. Zusammenarbeit; dies wird als vertikaler Transfer bezeichnet. Andererseits verbreiteten sich techn. Wissen und Können horizontal von Region zu Region, zwischen polit. definierten Territorien oder auch in globaler Perspektive zwischen Kontinenten. Solcher T. konnte aktiv gefördert werden, z. B. von Territorialherren;…
Date: 2019-11-19

Standardisierung

(3,736 words)

Author(s): Zimmermann, Clemens | Reith, Reinhold
1. AllgemeinS. durchzog als Grundtendenz praktisch alle Bereiche der nzl. Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur, wobei bei ihrer Entwicklung deutliche Schwerpunkte und Kontingenzen, Verwerfungen und Ungleichzeitigkeiten zu erkennen sind. Dennoch begann die S. der Dingwelt, der materiellen, infrastrukturellen und informationellen Grundlagen der Gesellschaft sowie des menschlichen Verhaltens und auch der sozialen und wirtschaftlichen Praktiken nicht erst im 20. Jh. S.-Prozesse sind in manchen Handlungsfeldern schon im MA e…
Date: 2019-11-19

Schlosser

(853 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. BerufsgeschichteDas metallverarbeitende Handwerk des Sch. (neulat. serator/ serifex, niederl. slotenmaker, engl. locksmith, franz. serrurier, ital. chiavaio), der auch als Klein- oder Kunstschmied bezeichnet wurde, hatte sich seit dem 14. Jh. aus dem Tätigkeitsbereich der Schmieden herausgebildet. Es entstanden auch eigene Zünfte, z. T. zusammen mit den Windenmachern, Sporern, Büchsen- oder Uhrmachern, die sich ihrerseits aus dem Sch.-Handwerk entwickelt hatten. Das Arbeitsgebiet der Sch. umfasste insbes. die An…
Date: 2019-11-19

Lehrzeit

(2,236 words)

Author(s): Reith, Reinhold | Stöger, Georg
1. Allgemeines und EntwicklungDie L. fungierte seit dem späten MA als erste Stufe der Berufsbildung in Handel und Handwerk und bildete zugleich eine außerfamiliäre Übergangsperiode zwischen Jugend und Erwachsenenwelt. Im Handwerk bestand die L. zumeist als formaler Ausbildungsgang. Die Kaufmannslehre war zwar ebenso außerfamiliär, häufig in der Fremde, doch war sie wie die L. in anderen Bereichen (z. B. im nzl. Montanwesen) informeller Natur [1]; [17. 228]. Philanthropische, aber auch merkantile Interessen forcierten die Förderung gewerblicher Ausbildung durc…
Date: 2019-11-19

Bleichereigewerbe

(1,463 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. DefinitionAls Bleichen bezeichnet man die Entziehung oder Zerstörung der organischen Farbstoffe in pflanzlichen Spinnfasern, um den daraus hergestellten Geweben ein möglichst weißes Aussehen zu geben. Neben der Garn- und Strangbleiche war insbes. die Tuchbleiche wichtig, mit der v. a. die Leinwand, der Barchent oder der Kattun marktfähig gemacht wurde. Für Tuche, die nicht für den Export bestimmt waren, bestand kein Bleichzwang. Für das Bleichen der groben Tuche aus Baumwolle des freien Zürcher Tüchligewerbes galt 1564, dass es »nit der bleickeren als (oder) man…
Date: 2019-11-19

Maschine

(7,738 words)

Author(s): Popplow, Marcus | Pichol, Karl | Reith, Reinhold | Mende, Michael
1. AllgemeinM. kamen in Europa schon lange vor der Industrialisierung zum Einsatz. Die Verbreitung der Wassermühle reicht bis in die Antike zurück, und zu Beginn der Nz. arbeiteten in Europa zehntausende Mühlen, die neben dem Mahlen von Getreide auch andere grobe Arbeiten wie das Zerkleinern z. B. von Rinde für das Gerben (Lederproduktion) oder das Stampfen der Bestandteile des Schießpulvers leisteten. Bis weit ins 19. Jh. hinein wurden solche M., zu denen auch Kräne (Hebevorrichtungen) und Wasserhebewerke (Wasserkünste) zu r…
Date: 2019-11-19

Tiefbau

(731 words)

Author(s): Reith, Reinhold
In Abgrenzung zum Hochbau werden verschiedene Bereiche des Bauwesens zum T. gerechnet, so u. a. der Wasserbau, der Bau von Deichen und Tunneln sowie der Straßen- und Wegebau, im 19. Jh. auch die Verlegung der Schienen-Wege der Eisenbahn. Bes. breit war in der Nz. das Tätigkeitsfeld im Wasserbau mit der Anlage von Kanälen und Bewässerungsanlagen, der Errichtung von Brunnen und Wasserleitungen sowie entsprechenden Leitungen zur Entsorgung (Assanierung). Auch der Bau von Hafen-Anlagen gehört am Rande zum T. Selbst mit dem Festungsbau (der zum Hochbau zählt) wa…
Date: 2019-11-19

Gesellen

(1,947 words)

Author(s): Reith, Reinhold
1. BegriffWährend man im MA im dt. Sprachraum den nach der Lehrzeit im Handwerk Tätigen als Knecht bezeichnete, wurde die Bezeichnung »G.« (von »Saalgenosse«) zunächst auf die Mitglieder gesellig-kommunikativer Zusammenschlüsse (also auch auf die Meister) bezogen (Geselligkeit). Nach der Bildung erster Zusammenschlüsse von G. übertrug man den Begriff auf die im Handwerk Tätigen (»Eid-G.«); in der heute gängigen Bedeutung findet er sich z. B. 1343 in Speyer (»geselleschaft« der Weberknechte). Die Begriffe Knecht und G. wurden während der Nz. auch synonym gebra…
Date: 2019-11-19
▲   Back to top   ▲