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Your search for 'dc_creator:( "Schlinker, Steffen" ) OR dc_contributor:( "Schlinker, Steffen" )' returned 11 results. Modify search

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Exkommunikation

(1,153 words)

Author(s): Schlinker, Steffen
1. Begriff E. bedeutet konfessionsübergreifend die Trennung des Christen von der kirchlichen Gemeinschaft [6. Art. I, Nr. 1]. Daraus folgt die Aufhebung der mitgliedschaftlichen Rechte unter Beibehaltung der kirchlichen Pflichten, aber keineswegs der Ausschluss aus der Kirche, weil dem Christen die durch die Taufe (Sakramente) geschenkte Mitgliedschaft nicht entzogen werden kann. Sie ist die schwerste Strafe, über die die Kirche verfügt [3. § 863]. Daher stellte die E. das letzte Mittel dar, das erst Anwendung fand, wenn andere Bußen nicht zur Umkehr des Sünders führten [8. N…

Rota

(966 words)

Author(s): Schlinker, Steffen
1. Begriff und Geschichte Die R. (oft auch R. Romana) bildete sich im Verlauf des 13. Jh.s schrittweise als Gerichts-Hof der päpstlichen Kurie heraus (vgl. Papsttum) [9. 36 f.]; [4. 1193]; [8. 222]. Der Name R. war keine offizielle Bezeichnung, aber seit dem 14. Jh. geläufig; er rührt vermutlich von dem radförmig in farbigem Marmor eingelegten Fußboden jenes Saals des Papstpalastes von Avignon her, in dem sich die Richter der R. versammelten, um Beratungen abzuhalten [8. 226]. Schon im 13. Jh. hatte der Papst die Durchführung von Prozessen jeweils für den Einzelfall …

Leihe

(868 words)

Author(s): Schlinker, Steffen
1. Begriff Bis weit ins 19. Jh. war L. ein umfassender Ausdruck für alle Arten der Sachüberlassung wie Darlehen, Verwahrung, Nießbrauch, Miete und Pacht [3. 1421]; [5. Bd. 1, 503]. Erst im Fortgang der Rezeption des römisch-kanonischen Rechts präzisierte sich ab dem 16. Jh. der Typus des L.-Vertrags auf die unentgeltliche Gebrauchsüberlassung mit der Verpflichtung zur Rückgabe der spezifischen entliehenen Sache. Es muss daher zwischen einem dt.-rechtlichen und einem röm.-rechtlichen Verständnis der L. unterschieden werden. In den dt. Rechtsquellen (Deutsches Privat…

Pfründe

(1,256 words)

Author(s): Schlinker, Steffen
1. Allgemein P. (lat. praebenda oder beneficium) war das mit einem kirchl. Amt verbundene Recht eines geistlichen Amtsträgers, ein ständiges Einkommen aus einer bestimmten Vermögensmasse zu beziehen, die dem Amt dauerhaft gewidmet war [2. 334 (§ I)]; [4. 188 (Art. I/6)]; [10. 577]. Die P. stellte somit die materielle Komponente eines kirchl. Amtes dar. Sie wurde – nach dem Liber Extra des Corpus Iuris Canonici (X, 3, 5, 2) – um des geistlichen Amtes willen und regelmäßig zusammen mit diesem verliehen, um den Lebensunterhalt des Geistlichen zu sichern. In Anlehnung an den Liber S…

Rezeption des römisch-kanonischen Rechts

(4,564 words)

Author(s): Schlinker, Steffen
1. Begriff und Gegenstand Der Begriff der Rezeption (= Rz.) bezeichnet die freiwillige »Übernahme fremder Kulturgüter oder einzelner Kulturelemente«, die gezielt und zeitlich begrenzt, aber auch in einem lange anhaltenden und nicht geplanten sozialen Prozess ablaufen kann [19. 116]; [25. 125–133]. Letzteres trifft für die Rz. des röm.-kan. Rechts zu, die sich als eingesamteurop. Ereignis über einen Zeitraum vom 12. bis in das 19. Jh. erstreckte (Antikerezeption). Das röm.-kan. Recht (= R.) wurde in MA und Nz. als das gemeineurop. R. (lat. ius commune) in Süd-, Mittel- und Wes…

Zivilprozess

(2,673 words)

Author(s): Schlinker, Steffen
1. Grundlinien Der Z. ist ein rechtlich geregeltes Verfahren zur friedlichen Beilegung eines Streits über ein privates Recht (Privatrecht) durch ein Gericht. Einheitliche Regeln für den Z. gab es in der Frühen Nz. ebenso wenig wie heute; gleichwohl lassen sich einige große Linien erkennen. Zu unterscheiden sind zum einen die durch das gelehrte röm.-kanonische Prozessrecht geprägten Ordnungen des Reichskammergerichts (vgl. Kameralprozess) und der süd- und westdt. Territorien und zum anderen die vorwiegend von Vorstellungen des Sächsischen Rechts beeinflussten Verfahre…

Civil procedure

(2,658 words)

Author(s): Schlinker, Steffen
1. Basic elements Civil procedure is a legally regulated trial procedure for settling  private law disputes peacefully in a court of law. Although the rules of civil procedure were no more uniform in the early modern period than they are today, some broad tendencies may nonetheless be identified.We must distinguish, on the one hand, between the regulations of the Reichskammergericht (see also Kameralprozess) and the southern and western German territories, which were influenced by learned Roman-canon procedural law, and, on the other, the procedural …
Date: 2019-03-20

Excommunication

(1,133 words)

Author(s): Schlinker, Steffen
1. Definition In all confessional bodies, excommunication means the separation of Christians from the ecclesiastical community [6. Art. I, Nr. 1]. Excommunicates lose their rights of membership while their obligations to the church remain. It does not mean exclusion from the church, because the membership bestowed on Christians through baptism (Sacrament) cannot be revoked. It is the most severe punishment available to the church [3. § 863]. Therefore excommunication represented the final option; it was not used until other forms of  penance had failed t…
Date: 2019-03-20

Benefice

(1,412 words)

Author(s): Schlinker, Steffen
1. General The benefice (Latin  praebenda or beneficium) was the ecclesiastical office-related right of an incumbent member of the clergy to draw a regular income from a particular fund that was permanently dedicated to that office [2. 334 (§ I)]; [4. 188 (art. I/6]; [10. 577]. The benefice thus represented the material component of a church office. In accordance with Liber Extra of the Corpus Iuris Canonici (X,3,5,2), it was granted for the sake of, and regularly together with, the clerical office, so as to ensure the clergyman’s living (Clergy). From then on, with reference to Liber Sex…
Date: 2019-03-20

Kirche

(4,715 words)

Author(s): Laube, Martin | Schlinker, Steffen
1. Theologische, konfessionelle und historische Aspekte 1.1. Vorbemerkung Das Nachdenken über das Wesen der K. (Ekklesiologie, von lat. ecclesia, griech. ekklēsía, »Versammlung«) gehört von Anbeginn zum Aufgabenfeld christl. Theologie. Bereits in der Alten K., v. a. aber im MA wurden Debatten um das Verhältnis von geistlicher und weltlicher Gewalt einerseits, um die Rangordnung von Papst und Konzil andererseits geführt. Gleichwohl kam es erst in der Frühen Nz. zur Ausbildung eines gesonderten dogmatischen Lehrstück…

Church

(4,753 words)

Author(s): Laube, Martin | Schlinker, Steffen
1. Theological, confessional, and historical aspects 1.1. Preliminary RemarksReflection on the nature of the church (ecclesiology, from Lat. ecclesia, Greek  ekklesía, “assembly”) was an element of Christian theology from the very outset. Already the early church but especially the Middle Ages witnesssed debates over the relationship between spiritual and secular authority as well as the priority of popes and councils. Nevertheless it was not until the early modern era that a separate area of dogmatics was developed with the technical name  ecclesiology. The division of th…
Date: 2019-03-20