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Your search for 'dc_creator:( "Schneider, Konrad" ) OR dc_contributor:( "Schneider, Konrad" )' returned 29 results. Modify search

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Peso

(810 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Der P. de a ocho (span. peso, »Gewicht«) aus Silber zu acht Realen ( reales) der span. Kolonien in Amerika war die wohl meistgeprägte Münze der Frühen Nz. und machte in Spanien und dessen ehemaligen amerikan. Kolonien erst im 19. Jh. neuen Währungs-Einheiten Platz. Er war zugleich eine weltweit verbreitete und geschätzte Handelsmünze. Der P. de a ocho war ein Produkt der Währungsreform unter den Kath. Königen Ferdinand von Aragón und Isabella von Kastilien und wurde ab 1497 zunächst in geringen Mengen geprägt. 1535 begann die Münzstätte Mexiko als erste ihrer Art in Lateinameri…

Monometallismus

(735 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Unter M. versteht man die Verwendung einer Metall-Währung auf der Grundlage eines (und nur eines) Metalls. Bis zum Ersten Weltkrieg hatten die Länder Europas Metallwährungen, auch wenn seit der Mitte des 19. Jh.s zusätzlich mit Edelmetall gedecktes Papiergeld umlief, weil dessen Verwendung bequemer war. Solange jedoch eine gesetzliche Einlösungspflicht bestand, musste dieses in Währungsmünzen aus Edelmetall umgewechselt werden. Wie die Doppelwährung oder der Bimetallismus zeigt, führte das Aneinanderbinden von Gold und Silber zu Schwierigkeiten, wenn sic…

Bimetallismus

(638 words)

Author(s): Schneider, Konrad
B. ( Doppelwährung) bezeichnet ein Währungssystem, bei dem zwei Münzmetalle, deren Wertverhältnis offiziell festgelegt ist, als gesetzliches Zahlungsmittel in Umlauf sind. Bei monometallistischen Währungen ( Monometallismus) war die Bestimmung des Wertverhältnisses vergleichsweise einfach: Ein Metall ( Gold oder Silber) war das Währungsmetall und die Münzen des anderen Metalls wurden entsprechend der jeweils herrschenden und von den Metallpreisen abhängigen Gold-Silber-Relation auf der Basis des Währungsmetalls bewertet. So wurden z. B. im Alten Reich nach den …

Dukat

(875 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Zu den frühen und erfolgreichen europ. Goldmünzen des MA gehörte die ab 1284 in Venedig geprägte Zechine (von ital. zecca/zecha, »Münze«), die auf der Vorderseite den vor dem hl. Markus knienden Dogen und auf der Rückseite den stehenden Christus – jeweils in einer Mandorla – darstellte. Wegen des letzten Wortes der Umschrift ( Sit tibi Christe datus quem tu regis iste ducatus = »Dir, Christus, sei übergeben dieses Herzogtum, welches du regierst.«) erhielt sie den Namen D. Die venez. D. bestanden aus mit damaligen Mitteln herstellbarem Feingold und wurden …

Krone (Münze)

(732 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Die europ. Geldgeschichte (Geldwirtschaft) kennt verschiedene Gold- und Silber-Münzen namens K., mit unterschiedlichen Wurzeln. Die älteste von ihnen ist die franz. Gold-K. ( couronne d’or), die nach 1385 mit dem gekrönten Lilienschild geprägt wurde und zunächst 5,44 g Fein- Gold enthielt. Ihre Vorgängerin wiederum war der erstmalig 1337 geprägte goldene Schild ( écu d’or). Nach wiederholten metrologischen Veränderungen wurde die couronne d’or unter König Ludwig XI. 1475 mit einem Feingehalt von 0,963 g, einem Normraugewicht von 3,496 g und einem Feingewi…

Handelsmünze

(814 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Grundsätzlich konnte jede Münze zur H. werden, wenn sie außerhalb ihres vorgegebenen Geltungsbereichs zum unverzichtbaren Bestandteil des Zahlungsverkehrs im (Fern-)Handel wurde. H. mussten jedoch in ihren Herkunftsländern nicht unbedingt gesetzliche Zahlungsmittel sein. Einige H. wurden allerdings schon aus dieser Erkenntnis heraus ausschließlich für den Fernhandel geschaffen. Wichtige Anforderungen waren gleichbleibende Qualität und auch ein gleichbleibendes Münzbild zur Identifikation. Die Beliebtheit einer H…

Gulden (Gold)

(824 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Ebenso wie der Dukat entstand der G. im 13. Jh. in Italien. Er stammt von der auch Floren (ital. fiorino) genannten Münze der Stadt Florenz ab, auf der die Stadtlilie und Johannes der Täufer abgebildet waren. Er bestand zunächst aus hochfeinem Gold und wog um 3,54 g. Die Florene breiteten sich schnell aus und wurden ab 1325 auch in Ungarn geprägt, ab der Mitte des 14. Jh.s im Alten Reich. Nach Gründung des Rheinischen Münzvereins (1385/86) durch die Kurfürsten von Mainz, Trier, Köln und der Pfalz wurden große Mengen von Gold-G. geprägt und schnell zum dominierenden Zahlungs…

Scheidemünze

(708 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Eine Sch. ist eine Münze von geringem Wert und eingeschränkter Gültigkeit als Zahlungsmittel, deren Metallwert unter dem Nennwert liegt (vgl. Geldwert). Der Begriff steht dem der Währungsmünze gegenüber, also der Münze, die durch Gesetz uneingeschränkte Zahlkraft hat, die aus dem die Währung des jeweiligen Landes bestimmenden Metall besteht, und deren Nenn- und Metallwert möglichst nahe beieinander liegen sollen. Vom Begriff her sollen Sch. Käufer und Verkäufer ohne Bruch und ohne noch zu zahlende Reste scheiden. Auch …

Rubel

(741 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Der R. (russ. rubl’) ist die traditionelle russ. Währungseinheit; der Begriff bezog sich im 13./14. Jh. zunächst auf Silber-Barren zu 200 g als Gewichtsstandard und Zahlungseinheit. R. wurden noch nicht ausgeprägt, sondern dienten als Rechnungseinheit in den russ. Fürstentümern. In Moskau galt der R. zunächst nur als große Rechnungseinheit im Wert von 200 denga. Die von Jelena Glinskaja, der Mutter Iwans IV., eingeleitete russ. Währungsreform von 1534 stellte eine vereinheitlichende Beziehung zwischen dem Moskauer, Nowgoroder und Pskower Münzwesen her; m…

Münzverschlechterung

(769 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Solange in der Nz. der Geldwert vom Edelmetall-Gehalt abhing, drohte selbst bei kleinsten Kupfer- Münzen die Gefahr einer M., d. h. einer Verringerung des Edelmetallgehalts bei gleichbleibendem Nennwert. Das nach dem engl. Kaufmann und Begründer der Londoner Börse benannte (nicht aber von diesem formulierte) Greshams Gesetz (»Schlechtes Geld verdrängt gutes«) fasst die generelle Entwicklung des Münzgeldes zusammen [5]. Die Hauptursachen für diese Verdrängung von Münzen mit einem hohen durch solche mit einem geringeren Edelmetallgehalt waren die Verte…

Reichsmünzordnung

(996 words)

Author(s): Schneider, Konrad
1. Allgemein Als R. werden die auf den Reichstagen in Esslingen (1524) und Augsburg (1551 und 1559) verabschiedeten Regelungen zur Vereinheitlichung des Münzwesens des Alten Reiches verstanden. Eine solche Vereinheitlichung war notwendig geworden, weil die willkürlichen Veränderungen des Münzfußes, d. h. der Zahl der aus einer Gewichtseinheit Metall zu schlagenden Münzen, durch die Münzherren einzelner Territorien Handel und Gewerbe wirtschaftlich schädigten. R. waren Teil der Reichsreform des 16. Jh.s. Das Münzwesen des Alten Reiches war im 14. und 15. Jh. von m…

Kipper- und Wipperzeit

(1,174 words)

Author(s): Schneider, Konrad
1. Begriff Die Bezeichnung K.u.W. – zunächst für eine Geldkrise 1619–1623 mit Schwerpunkt im Alten Reich verwendet – stammt von »Geldkippen« genannten handlichen und weit verbreiteten Schnell-Waagen, mit deren Hilfe übergewichtige Münzen aus dem Umlauf ermittelt und »ausgekippt« (niederdt. kippen, »beschneiden«) bzw. von der Waage »gewippt« wurden, um dann eingeschmolzen und in geringerwertiges Geld umgeprägt zu werden. Dieser Vorgang war zwar illegal, aber wegen der ungleichen Gewichte des Umlaufgeldes bis ins 19. Jh. hinein üblich und Teil ei…

Taler

(813 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Heute dient das Wort T. oder T.- Münze als Oberbegriff für eine Reihe von Groß- Silbermünzen, die ab dem ausgehenden 15. Jh. entstanden. Sie hatten ihren Ursprung in der gesteigerten mitteleurop. Silber-Produktion, namentlich in Tirol, im böhm.-sächs. Erzgebirge sowie im und am Harz. Den Anfang machte Erzherzog Sigismund als Graf von Tirol 1484/86, als er zunächst halbe, dann ganze silberne Äquivalente des Gold- Guldens in Silber schlagen ließ, die man deswegen auch Guldiner oder Guldengroschen nannte. Von den nachfolgenden Großsilberprägungen erwiesen sich im Alten Reich d…

Münzvertrag

(851 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Im Alten Reich gab es im 14. und 15. Jh. wirkungsvolle Münzvereine (= Mver.) auf vertraglicher Basis zwischen einzelnen Fürsten und Städten. Nach 1348 bildete sich der Rheinische Mver. der vier rheinischen Kurfürsten heraus, in der Folgezeit der Wendische Mver. der vier Hanse-Städte Lübeck, Lüneburg, Hamburg und Wismar, nachdem Hamburg und Lübeck bereits 1255 eine Währungsunion abgeschlossen hatten, die bis 1873 bestand [4]. Am Oberrhein entstand um 1400 der Rappenmünzbund [3]. Mver. in Schwaben und im Bodenseeraum sowie in Franken folgten. Der Rheinische Mver. erreicht…

Franken

(638 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Unter der Bezeichnung F. oder franc (die Herkunft der Bezeichnung ist unklar, vermutlich von »Frankreich«) wurden verschiedene Münzen geprägt, deren Herkunft jeweils in Frankreich lag – die ältesten unter ihnen waren franz. Goldmünzen des 14. Jh.s. Der franz. König Johann II. ließ neben anderen Goldmünzen den franc à cheval (mit einer Abbildung des reitenden Königs) und sein Nachfolger Karl V. neben dem franc à cheval auch den franc à pied (Abbildung des stehenden Königs) prägen, die umgerechnet einer livre tournois (»Tourneser Pfund«, von lat. libra) entsprachen. Nach den Ver…

Rechenmünzen

(867 words)

Author(s): Schneider, Konrad
R. sind Geldeinheiten, die nur in der Verwaltung und nur zu Zähl- oder Messzwecken verwendet wurden. Sie unterscheiden sich damit von den tatsächlich ausgeprägten oder Spezies- Münzen, die der Wertaufbewahrung sowie konkret als Tausch- sowie Zahlungsmittel dienten. Die vom MA bis ins 18. und teils ins 19. Jh. gebräuchlichen R. erlaubten es, über längere Zeiträume die Preise von Waren und die Höhe von Zahlungsvorgängen trotz der Vielzahl nzl. Währungen einheitlich und in langlebigeren Einheiten zu notieren. Mit Archivalien arbeitende Historiker beschäftigen sich meist me…

Pfund

(696 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Der Begriff P. (von lat. pondus, »Gewicht«) kann sich sowohl auf eine Gewichtseinheit ( Maß und Gewicht) als auch auf eine Währungs-Größe beziehen. Als Währungseinheit basierte das P. ursprünglich auf dem Gewicht einer bestimmten Menge von Münzen. Erst im SpätMA wurden solche P. tatsächlich als Münzen ausgeprägt und waren als Zähl-P. lange Rechenmünzen. Dies rückt das P. in die Nähe der Zählmarken, denn die Mark entsprach im Wert in der Regel einem halben oder einem Zweidrittel-P. Auf dem europ. Kontinent setzten sich im Laufe des MA verschiedene Markgewic…

Sovereign

(727 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Der goldene S. (auch souverain d'or) war eine ab dem 15. Jh. wichtige und zunächst engl. Münze, die 1612 von einem souverain der Span. Niederlande abgelöst wurde. Ab dem 19. Jh. war er die brit. Hauptgoldmünze. Mit dem S. ließ König Heinrich VII. von England (reg. 1485–1509) ab 1489 eine neue Gold-Münze im Wert eines Pfundes Silbergeld zu 20 Schilling prägen. Die Vorderseite zeigt das Bild des thronenden Königs und damit des namengebenden Souveräns, welches man auf Prägungen bis um 1625 beibehielt. Der S. wog 15,55 g rau und hatte einen Gold…

Mark

(715 words)

Author(s): Schneider, Konrad
Ähnlich wie das Pfund bezeichnete die M. in der Nz. (1) eine Gewichtseinheit, (2) eine Zähleinheit oder (3) eine geprägte Münze. Zur M. im räumlichen Sinn vgl. Markgenossenschaft und Markscheidewesen. (1) Als Gewichtseinheit war die M. auch Grundlage von Münzsystemen ( Maß und Gewicht). In Mitteleuropa setzte sich die Kölner M. (um 233 g) [9] gegenüber anderen regionalen M.-Gewichten wie der Nürnberger (um 255 g) und der Wiener M. (um 280 g) durch und wurde von der Esslinger Reichsmünzordnung 1524 zum Münzgrundgewicht des Alten Reiches erklärt. Genormte M.-Gewichte ware…

Coin of account

(963 words)

Author(s): Schneider, Konrad
A coin of account is a monetary unit used only administratively and only for purposes of calculation or measurement. This distinguishes it from minted specie coins, which have purchasing power and serve concretely as media of exchange. The coins of account in use from the Middle Ages until the 18th century and to some extent into the 19th made it possible to record the prices of goods and the extent of payment transactions over long periods of time uniformly and in relatively long-lived units despite the multiplicity of early modern currencies,Historians working with archival mate…
Date: 2019-03-20
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