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Your search for 'dc_creator:( "Selter, Bernward" ) OR dc_contributor:( "Selter, Bernward" )' returned 17 results. Modify search

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Nadelwald

(775 words)

Author(s): Selter, Bernward
Zu Beginn der Nz. wuchsen N. (v. a. Fichten-, Kiefern- und Tannenwälder) in Europa noch vorwiegend innerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes bes. im Norden (borealer N. Skandinaviens und Nordrusslands) und Nordosten sowie in den (Mittel-)Gebirgen der gemäßigten Zone Europas (oft mit Laubwald vermischt). In der Mittelmeerregion ergänzten v. a. Kieferngewächse die dortigen Hartlaubwälder. Vor der Einführung einer geregelten Forstwirtschaft im 18. Jh. dominierte der meist auf die landwirtschaftlichen Ungunsträume z…

Waldweide

(850 words)

Author(s): Selter, Bernward
Die Landwirtschaft der Frühen Nz. betrieb Nutztier-Haltung in den meisten Regionen vorwiegend unter dem Aspekt der Selbstversorgung mit tierischen Produkten, der Nutzung tierischer Muskelkraft (vgl. Anspannung, tierische) und der Produktion von Dünger (Düngung). Eine Verbesserung der Viehwirtschaft scheiterte oft am Futter-Mangel. Vor den Allmendeteilungen im 19. Jh. fehlte es oft an ausreichendem Weide- und Wiesenland; der Anbau von Futterpflanzen setzte außerhalb der Intensivgebiete (z. B. Niederlande, Südengland, Norditalien) oft erst im 18…

Laubwald

(841 words)

Author(s): Selter, Bernward
Zu Beginn der Nz. dominierten in den gemäßigten Breiten Europas sommergrüne L. (v. a. Buchen- und Eichenwälder in West-, Mittel- und Osteuropa) und immergrüne Hart-L. (v. a. Stein- und Korkeichenwälder im Mittelmeerraum). Bis ins 19., teils bis ins 20. Jh. bildete der L. bes. in der Nähe von Siedlungen einen integralen Bestandteil traditioneller agrarischer Nutzungssysteme, da er nicht nur Holz, sondern auch essbare Früchte (vgl. Sammelwirtschaft) und Futter (»Nährwald«) lieferte. Diese landwirtschaftlichen Praktiken wurden jedoch von Landesherren …

Förster

(753 words)

Author(s): Selter, Bernward
Der Beruf des F. reicht im mitteleurop. Raum bis ins frühe MA zurück. Die in den ma. königlichen und herrschaftlichen Bannforsten meist als adlige Lehensträger mit Verwaltungsaufgaben und forstlicher Gerichtsgewalt wirkenden Forstmeister (lat. magister forestariorum) wurden wie auch die ihnen unterstellten F. (lat. forestarii) in der Nz. durch landesherrliche Forstbedienstete ersetzt. Letztere unterstanden in der Regel der Domänen- und Finanzverwaltung, ihre Ämter waren häufig erblich. Die auf lokaler Ebene eingesetzten Forstmeister und Ober-F. sorgten …

Niederwald

(881 words)

Author(s): Selter, Bernward
N. besteht aus Sträuchern und jungen Bäumen (zumeist Laubholzarten wie Eiche, Birke, Hainbuche, Hasel, Kastanie, Esche und Erle), die im Gegensatz zum Hoch-Wald aus vegetativer Vermehrung (Stockausschlag) und nicht aus natürlicher Ansamung hervorgegangen sind. Die Bäume im N. schlagen nach dem Abhauen an Wurzel, Stock oder Ästen wieder aus (Ausschlagwald), sodass ihr Holz nach relativ kurzen Umtriebszeiten (unter zehn bis über vierzig Jahre) erneut geerntet werden kann. Nicht selten ließ man im N. in MA und Nz. auch einige Bäume für die Gewinnung von Bau- und Nutz-Holz wie au…

Wildtiere

(1,459 words)

Author(s): Selter, Bernward
1. Definition Als W. werden diejenigen Tiere bezeichnet, die – anders als die Haus- und Nutztiere – nicht domestiziert sind. Auch unter den W. werden zahlreiche Arten vom Menschen genutzt, einige als Raubtiere bis heute bekämpft. Bis ins 17. Jh. klassifizierte man gemäß anthropozentrischer Sichtweise die Tiere nach dem Nützlichkeitsaspekt: »Die Hauptkriterien, nach denen Tiere gruppiert wurden, lauteten eßbar und ungenießbar, zahm und wild, nützlich und schädlich« [10. 255]. Der Begriff »wild« taucht in den Quellen in verschiedenen Abstufungen auf, die von »fas…

Forstwissenschaft

(983 words)

Author(s): Selter, Bernward
1. Begriff und Anfänge bis zum 17. Jahrhundert Der Begriff der F. (heute Wissenschaft und Lehre von den ökologischen und biologischen Gesetzmäßigkeiten von Wald-Ökosystemen sowie von der nachhaltigen multifunktionalen Wald-Bewirtschaftung) taucht als Forderung einer wiss. Grundlegung der Forstwirtschaft erstmalig 1765 in Carl Gottlieb Grotes Entwurf der Forstwissenschaft auf. Bevor sich im 18. Jh. eine autonome F. herausbildete, fand forstliches Wissen in der bäuerlichen Ökonomie und in frühen forstlichen Rechtstexten seinen Niederschlag. Di…

Forest, coniferous

(735 words)

Author(s): Selter, Bernward
At the beginning of the early modern period, conifers (primarily forests of spruce, pine, and fir) still grew within their natural geographic range, especially in the North (boreal conifer forests of Scandinavia and northern Russia) and Northeast as well as in the (Central) Uplands of the European temperate zone, often intermixed with deciduous forests (Forest, deciduous). In the Mediterranean region, pines in particular augmented the local Mediterranean forest. Before the introductio…
Date: 2019-03-20

Forestry

(1,037 words)

Author(s): Selter, Bernward
1. Definition and beginnings Today the term  forestry means the science and theory of the ecological and biological regularities of forest ecosystems and sustainable multifunctional forest management. It first appeared in 1765 as a call for a scientific basis of silviculture in Carl Gottlieb Grote’s Entwurf der Forstwissenschaft (“Outline of Forestry”).Before forestry developed as an autonomous discipline in the 18th century, what people knew about forests was reflected in the rural economy and in early texts on forest law. The medieval and early modern Weistümer and fores…
Date: 2019-03-20

Forest, deciduous

(700 words)

Author(s): Selter, Bernward
At the beginning of the early modern period, the temperate areas of Europe were dominated by deciduous forests (especially beech and oak forests in Western, Central, and Eastern Europe) and evergreen Mediterranean forests (especially holm and cork oak forests near the Mediterranean). Until well into the 19th century and to some extent even the 20th, especially near settlements, these deciduous forests constituted an integral part of traditional agrarian land use systems, since they provided not …
Date: 2019-03-20

Forester

(848 words)

Author(s): Selter, Bernward
In Central Europe, the profession of forester goes back to the early Middle Ages. The master of forests (Latin  magister forestariorum) in the medieval royal and seigneurial ban forests was usually a noble vassal with administrative duties and jurisdiction within the forest. In the early modern period, the masters of forests, like the foresters (Latin  forestarii) under their direction, were replaced by foresters in the service of the territorial sovereign. As a rule, these foresters were responsible to the demesne and treasury. Their office was of…
Date: 2019-03-20

Coppice

(969 words)

Author(s): Selter, Bernward
Coppices (German Niederwald; “young generation forest”) consist of bushes and young trees (mostly hardwood varieties such as oak, birch, hornbeam, hazel, chestnut, ash, and alder) that unlike forests proper (German Hochwald; “full generation forest”) have propagated by vegetative reproduction (growth from the stump) rather than by natural seeding. Trees in coppices regrow after cutting from the root, trunk, or branches (sprouting), so that their timber can be harvested once again after a relatively short rotation. It was …
Date: 2019-03-20

Wald

(3,406 words)

Author(s): Selter, Bernward | Marquardt, Bernd
1. Begriffe W. ist vielen der Inbegriff von Natur, doch ist er auch Teil der menschlichen Kultur. Im heutigen Sprachgebrauch gilt »W.« eher als Teil der natürlichen Umwelt, » Forst« als bewirtschafteter W. »Wald« geht auf das ahdt. Wort wald (auch walth, urgerman. walpus oder walthus, indoeurop. waltus) zurück, das auch ›Wildberg‹ und ›Wildnis‹, ›der Kultur nicht unterworfenes Land‹ bedeuten kann [12. 34]. Die sprachliche Herkunft von »Forst« ist nach wie vor umstritten. Am weitesten verbreitet sind die Ableitung von lat. foris (»draußen«) und die Herleitung aus den sog. Zau…

Forest

(3,808 words)

Author(s): Selter, Bernward | Marquardt, Bernd
1. Terminology To many a forest is the epitome of nature, but it is also part of human culture. In modern German, a  Wald (“woodland”) is thought of more as part of the natural environment, a Forst (“forest”) as a managed Wald. Wald goes back to OHG  wald (also  walth, Proto-Germanic  walpus or walthus, Indo-European  waltus), which can also mean “wilderness,” “land that has not been subject to human culture” [12. 34]. The etymology of  Forst is still disputed. The majority derive it from Latin  foris (“outside”) and the so-called fence words: “Germanic  firstiz (“ridge”) ... d…
Date: 2019-03-20

Holz

(3,283 words)

Author(s): Bleidick, Dietmar | Holbach, Rudolf | Selter, Bernward
1. Holz als grundlegende Ressource 1.1. Holzkonsum und Holzmangel Als wichtigster Baustoff und Brennstoff ( Brenn- und Leuchtstoffe) besaß das H. und damit die H.-Versorgung in allen europ. Staaten schon im MA besondere Bedeutung [6]. Der Übergang zur Nz. ist durch einen stetig zunehmenden H.-Verbrauch in allen Bereichen gekennzeichnet. Insbes. das Wachstum der Städte und ihrer Baugewerbe, die Weiterentwicklung von Handwerk, Gewerbe und Montanwesen sowie der Flottenbau der Seefahrernationen (Schifffahrt) ließen den Gesamtbedarf …

Jagd

(4,229 words)

Author(s): Selter, Bernward | Kohl, Gerald | Studberg, Joachim | Langenbruch, Anna
1. Landwirtschaft In der Nz. gehörte die J. zum Zwecke der Ernährung und zur Bekämpfung des Raubwildes (mit Ausnahme der J. auf Wölfe) meist der Vergangenheit an [5]; [7]. Der Wald geriet zusehends ins Spannungsfeld herrschaftlicher Aneignung und bäuerlicher Nutzung (s. u. 2.). Reste einer legitimen bäuerlichen J. fanden sich im Dt. Reich fast nur noch in Süddeutschland – wie in der sog. freien Pürsch am Rottenberg bei Tübingen, wo Adel, höhere Beamte sowie die berechtigten Untertanen einschließlich einiger Studenten das J.-Recht besaßen [5. 442]. Während die Wälder für die tra…

Hunting

(4,698 words)

Author(s): Selter, Bernward | Kohl, Gerald | Studberg, Joachim | Langenbruch, Anna
1. Agriculture Hunting for food and for combating predatory wild animals (with the exception of wolves) was mostly a thing of the past by the early modern period [5]; [7]. The forest was increasingly a bone of contention between noble appropriation and peasant use (see below, 2.). In the German lands of the Holy Roman Empire, the remains of a legitimately peasant hunting tradition clung on almost solely in southern Germany, as in the so-called freie Pürsch (“free stalk”) on the Rottenberg near Tübingen, where nobles (Nobility), senior civil servants, and entitled s…
Date: 2019-03-20