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Your search for 'dc_creator:( "Stock, K." ) OR dc_contributor:( "Stock, K." )' returned 14 results. Modify search

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Laster

(1,689 words)

Author(s): Stock, K.
[English Version] I. Zum Begriff Als Gegenbegriff zu Tugend (griech. α᾿ρετη´/aretē´, lat. virtus) ist L. (griech. κακι´α/kakía, lat. nequitia, vitium) ein Klassenbegriff für sittlich problematische oder verwerfliche Haltungen (Habitus), also für negative Bestimmtheiten der individuellen Handlungsfähigkeit, die die christl.-rel. Sprache als Wurzel- oder Hauptsünden bez. Die Sprachgesch. zahlreicher Kulturen bildet diesen Begriff, weil die Selbstvertrautheit der Person zw. den einzelnen Handlungen oder Handlungs…

Gesinnungsethik.

(308 words)

Author(s): Stock, K.
[English Version] Der Begriff G. bez. eine Ethosgestalt bzw. eine ethische Theorie und begegnet als solcher in Max Webers Theorie über die Evolution ethischer Positionen, die von der Gesetzesethik des scholastischen Naturrechtsdenkens zur G. der Reformation und von dort zur Verantwortungsethik der Aufklärung führt. In einer gewissen Spannung dazu dient der Begriff – ebenfalls seit Weber – zur Kennzeichnung von Ansatz und Grundproblematik der Moralphilos. I.Kants, derzufolge die sittliche Gesinnun…

Gesinnung.

(805 words)

Author(s): Stock, K.
[English Version] G. ist als ein fundamentalethischer Grundbegriff einer der Schlüsselbegriffe einer konkreten Theorie der Sittlichkeit. Er begegnet sprachgesch. als eine erst seit dem letzten Drittel des 18.Jh. belegte Substantivierung (DWb 4121 f.), die die stetige und beharrliche Ausrichtung des entweder emotiv oder voluntativ verstandenen Sinnes auf ein vorschwebendes Gutes (Gute, das) bez. (vgl. Luthers Übers. von Röm 8,5; Phil 2,5; 3, 19), also die die Person bzw. eine Gemeinschaft von Pers…

Lust/Unlust

(814 words)

Author(s): Stock, K.
[English Version] . Der Dual L./U. bez. das zentrale Moment des Erlebens (Erlebnis) von Gegenwart, nämlich die wesentlich affektive (Affekt) Bestimmtheit des realen Wollens, das sich in Entscheidungen realisiert. Dieses Moment ist aus zwei Gründen in seiner Eigenart nicht leicht zu bestimmen: Einerseits steht die theoretische Erhellung des Phänomens im engsten Zusammenhang mit der Idee der sittlichen Selbstmacht des vernunftgemäßen Lebens und deren neuzeitlicher Transformation in das Konzept der S…

Habitus

(689 words)

Author(s): Slenczka, N. | Stock, K.
[English Version] I. Dogmatisch Aristoteles bez. mit dem Begriff ε῞ξις/héxis (lat. habitus) die Grundvoraussetzung dafür, daß ein Mensch (und eben nicht nur seine Taten) ethisch qualifiziert werden kann – wenn er eben so geartet ist, daß er regelmäßig und gern in den Grundsituationen des Lebens seine Affekte auf das rechte, situationsentsprechende Maß begrenzen kann (vgl. e.N. II, 3 und 4 [1105 a 17–1106 a 13]). Die Regelmäßigkeit z.B. des gerechten Verhaltens, die es erlaubt, jemanden als »Gerechten« z…

Eros

(1,820 words)

Author(s): Konstan, D. | Stock, K. | Figal, G.
[English Version] I. Zum Begriff Der griech. Begriff ε῎ρος/éros, Subst., Verb ε᾿ρα˜ν/erán (»in jemanden verliebt sein«), hat die Bedeutung einer intensiven Zuneigung oder eines Begehrens. Er kann eine Leidenschaft für einen unbelebten Gegenstand ausdrücken, wie etwa Wein oder die Heimatstadt oder sogar für Weisheit, wie bei Plato, doch wird E. normalerweise mit erotischer Liebe oder Erregung in Verbindung gebracht und enthält eine sexuelle Komponente. Man denkt sich ihn von körperlicher Schönheit inspirie…

Erlebnis

(2,006 words)

Author(s): Brück, M. von | Sparn, W. | Stock, K.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich E. ist ein im Bewußtsein unmittelbar ablaufender Vorgang, in dem wahrnehmendes Subjekt und interne wie externe Objekte des Bewußtseins koordiniert werden zu einem E., das eine subjektive Kategorie darstellt, die episodisch mit dem Zeitpunkt eines Ereignisses der Wahrnehmung verbunden ist. Das E. ist die subjektive Wahrnehmung einer Erfahrung. Erfahrung ist Partizipation an einem Ereignis, wobei die Akkumulation von Erfahrungen Wissen hervorbringt. Ein …

Gericht Gottes

(3,394 words)

Author(s): Hjelde, S. | Janowski, B. | Necker, G. | Zager, W. | Stock, K.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich 1. Das Gericht (G.), von dem hier die Rede ist, gilt nicht einem bestimmten Verbrechen oder Versehen eines Menschen, sondern seinem ganzen Leben; es findet erst nach dem Tode statt und entscheidet über das jenseitige Schicksal des Verstorbenen. Indem diese Vorstellung die Idee einer gerechten Vergeltung impliziert, hat sie den Wert und die Funktion einer Theodizee, die die im irdischen Leben fehlende Korrelation zw. Tugend und Glück zu Wege bringen will: …

Erfahrung

(3,058 words)

Author(s): Willaschek, M. | Stock, K. | Köpf, U. | Loder, J.E.
[English Version] I. Philosophisch In einem weiten, lebensweltlich geprägten Sinn versteht man unter »E.« seit Aristoteles (metaph. 980b28–982a3) eine Art der Wirklichkeitserkenntnis, die auf praktischem Umgang beruht und an paradigmatische Einzelfälle gebunden ist (griech. ε᾿μπειρι´α/empeiría; lat. experientia). Sie führt daher nicht zu syst. Wissen, sondern bleibt »Erkenntnis des Besonderen«. Daneben haben sich seit dem 17.Jh. zwei engere Verwendungsweisen von »E.« herausgebildet. E. ist demnach eine Weise des Wissenserwerbs, …

Gefühl

(1,652 words)

Author(s): Recki, B. | Sarot, M. | Stock, K. | Schreiner, M.
[English Version] I. Philosophisch G. (lat. sensus; engl./franz. feeling, sentiment, sense) ist das sinnlich unmittelbare Gewahren der inneren Befindlichkeit, in dem sich zugleich ein eigenartiger Zugang zur Wirklichkeit artikuliert. Der Begriff umfaßt bis in die Neuzeit weitgehend undifferenziert die Sinnesempfindungen ebenso wie die Gemütsregungen (Affekte, Leidenschaften, Stimmungen). Im 18.Jh. wird das G. in seiner kognitiven, expressiv-evaluativen und orientierenden Funktion, insbes. als ästhe…

Emotionen

(919 words)

Author(s): McIntosh, D.N. | Stock, K.
[English Version] I. Psychologisch In der klinischen Psychologie erlangt die programmatische psychologische Erforschung der E. erst in jüngerer Zeit zunehmende Bedeutung. E. werden als funktionale Anpassungsprozesse betrachtet, die es Menschen erlauben, schnell und angemessen auf relevante Umweltveränderungen zu reagieren. E. motivieren und erleichtern Gedanken und Verhaltensweisen, die sich auf die gegenwärtigen Anliegen einer Person beziehen. Sozialwiss. orientierte Forschung konzentriert sich au…

Entfremdung

(1,316 words)

Author(s): Zenkert, G. | Sparn, W. | Stock, K. | Dober, H.M.
[English Version] I. Philosophisch Der v.a. durch die marxistische Lit. prominent gewordene Begriff ist in seiner philos. Bedeutung von G.W.F.Hegel geprägt. Philol. ist er zurückzuführen auf das lat. alienatio bzw. griech. α᾿λλοτρι´ωσις/allotríōsis und kann neben der Fremdheit im unspezifischen Sinne auch die rechtliche Besitzübertragung bez. (Arist., Ars rhetorica 1361 a 22). In der christl. Theol. kommt der Begriff in unterschiedlichen Bezügen vor und steht sowohl für die Trennung von Gott als auch positiv für die Abwendun…

Liebe Gottes und Liebe zu Gott

(4,780 words)

Author(s): Schmitt, H. | Morgen, M. | Stock, K. | Avemarie, F. | Necker, G. | Et al.
[English Version] I. Altes Testament 1. Liebe Gottes Die Vorstellung von der Liebe (L.; hebr. v.a. Bildungen der Wurzel אהב/'hb) Jahwes zu seinem Volk findet sich erstmals im Buch des Propheten Hosea. Hier wird angesichts der Infragestellung der Erwählung (: I.) Israels durch Gott (vgl. Hos 1,9) auf die Liebe Gottes (L.G.) als den »Grund der göttlichen Erwählung« (Jenni) Bezug genommen. Hos gebraucht zum einen das Bild der Vaterliebe (11,1; vgl. auch 11,4), die trotz des Ungehorsams des Sohnes ihn nicht verstoße…

Liebe

(7,158 words)

Author(s): Prohl, I. | Morgen, M. | Stock, K. | Steinmann, M. | Herms, E. | Et al.
[English Version] I. ReligionsgeschichtlichDer Begriff L. qualifiziert eine von Gefühlen der Zuneigung, Zärtlichkeit oder Hingabe geprägte Beziehung zw. den Menschen und zw. Mensch und Gott (Liebe Gottes und Liebe zu Gott) oder den Göttern. Im AT ist von der L. Gottes zum Menschen die Rede; neben das Gebot des Gehorsams gegenüber Gott tritt im Judentum das Gebot der L. zu Gott (Dtn 6,5) und zu den Mitmenschen (Lev 19,18). Im NT wird L. zur zentralen Botschaft (Lk 10,27); dem Gebot Jesu, einander z…