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Your search for 'dc_creator:( "Synofzik, Thomas" ) OR dc_contributor:( "Synofzik, Thomas" )' returned 6 results. Modify search

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Mehrchörigkeit

(826 words)

Author(s): Synofzik, Thomas
1. Begriff Als mehrchörig wird eine Kompositions- oder Aufführungsweise bezeichnet, bei der mehrere Sänger- oder Instrumentengruppen abwechselnd und simultan musizieren. Als Übernahme aus dem jüd. Kultus wurde in der christl. Kirche seit jeher ein Wechselgesang verschiedener Sängergruppen oder aus Vorsänger und Gemeinde zum Vortrag von Psalmen praktiziert. Von diesen einstimmigen Praktiken ausgehend entwickelte sich in der mehrstimmigen Kirchenmusik seit Anfang des 16. Jh.s eine neue Art der Kombination zweier Chorgruppen, indem nicht mehr Vers für Vers im cho…

Stimmung

(977 words)

Author(s): Synofzik, Thomas
1. Definition S. ist auf Musikinstrumenten die Festlegung der Tonhöhen (Tonsysteme). Zu unterscheiden ist zwischen der Festlegung einer absoluten Basistonhöhe (Stimmton) und der Relation der übrigen auf einem Instrument einzustellenden Töne zu dieser Basistonhöhe. V. a. für das Zusammenspiel mehrerer Instrumente ergibt sich die Notwendigkeit, eine gemeinsame Basis festzulegen. In länderübergreifender Konvention gilt heute die Festsetzung des Kammertons a' auf 440 Hz von 1939. Es gab jedoch histor. wechselnde Normsetzungen dieser Art [4]: Im 18. Jh. existierte ein …

Verzierung, musikalische

(806 words)

Author(s): Synofzik, Thomas
V. (auch: Ornamente, Manieren) können als untergeordnete Schichten des musikal. Satzes angesehen werden. Dabei werden die strukturtragenden Hauptnoten – oft durch Aufteilung in kleinere Notenwerte – belebt, oder es werden mehrere solcher Hauptnoten durch zusätzliche Töne verbunden. Da es sich um untergeordnete Satzschichten handelt, bleibt die Hinzufügung von V. zur Komposition häufig dem Ausführenden überlassen ( Improvisation). In der traditionellen Kontrapunkt-Lehre gab es neben dem regulären Vorkommen des contrapunctus simplex ( punctus contra punctum, »Note gege…

Generalbass

(718 words)

Author(s): Synofzik, Thomas
G. ist in der Musikpraxis seit dem 17. Jh. eine Art musikalischer Kurzschrift, bei der ein auf Tasten- oder Zupfinstrumenten auszuführender harmonischer Begleitsatz nur durch dessen unterste Stimme in Noten ausgeschrieben wird ( Notierung, musikalische). Die über dieser Bassstimme zu ergänzenden Harmonietöne werden improvisiert ( Improvisation); sie ergeben sich aus standardisierten Fortschreitungsfloskeln oder werden durch ein Intervall-Ziffernsystem angedeutet. Ein einziger Dreiklang benötigte dabei meist nur eine einzige Ziffer. Scho…

Figured bass

(837 words)

Author(s): Synofzik, Thomas
Figured bass is a kind of shorthand in musical technique that came into use in the 17th century, whereby only the bass line of harmonic accompaniment, performed on plucked or keyboard instruments, was written out (Notation, musical). The harmonic chords to be filled in above this bass line were improvised (Improvisation); these were built on standardized chord progressions or were indicated by a system of numbered intervals. In this system, a given triad usually required just one number. Around the year 1607, the two earliest schools of figured bass [1]; [2] designated special form…
Date: 2019-03-20

Rhetorik

(4,470 words)

Author(s): Schirren, Thomas | Synofzik, Thomas
1. Grundlagen In der griech. Antike entwickelte sich seit dem 5. Jh. v. Chr. eine systematische Erforschung von Phänomenen der Rede und Rh. (»Redekunst«). Was zunächst durch Musterreden vom Lehrer an den Schüler weitergegeben wurde, wurde bei Aristoteles im 4. Jh. v. Chr. zum Gegenstand einer systematischen Suche nach den Ursachen gelungener Überredung und Überzeugung (Persuasion); er erkannte Sachbeweis, Rednerethos und Affekteinwirkung als die drei rhetorisch (= rhet.) wirkungsmächtigsten Ursachen. Hauptwerke der röm. Rh. sind die anonyme Rhetorik an Herennius sowie …