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Your search for 'dc_creator:( "Felmy, K.C." ) OR dc_contributor:( "Felmy, K.C." )' returned 38 results. Modify search

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Lebedev

(148 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] Lebedev, Aleksej Petrovič (1845 Gouvernement Moskau – 14.7.1908 Moskau). 1879 Promotion zum Dr. theol. an der Moskauer Geistl. Akademie (Moskau: II.) mit einer Arbeit über »Die ökum. Konzilien des 4. und 5.Jh.«. 1874–1896 dort Prof. für Gesch. der Alten Kirche. 1908 wechselte er zur Universität Moskau. L. ist einer der wichtigsten Vertreter der Hist. Schule der russ. Theol. (A.Gorskij). In seinen patr. Studien stützte er sich v.a. auf westliche Lit., mit der zu arbeiten er auch sei…

Iosif

(139 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] von Volokolamsk (Ioann Sanin; 1439/40 Jazvišče – 1515 Volokolamsk), russ. Heiliger. Zunächst Mönch im Kloster des hl. Pafnutij in Borovsk, gründete er um 1479 das Kloster in Volokolamsk. Er vertrat konsequent das koinobitische (Koinobiten) Prinzip mit u.a. sozialen und kulturellen Aktivitäten dienendem Klosterbesitz. In den erbitterten Streit darüber zw. seinen Anhängern und denen des hl. Nil Sorskij waren I. und Nil selbst nicht verwickelt. Die Betonung der göttl. Stiftung der Au…

Cherubimischer Hymnus

(303 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] bzw. Cherubikon heißt der Hymnus zur Übertragung der eucharistischen Gaben vom Rüsttisch auf den Altar in der byz. und armenischen Liturgie (: VI.): »Die wir die Cherubim geheimnisvoll darstellen und der lebenspendenden Dreieinigkeit den Gesang ›Dreimal-Heilig‹ singen, laßt uns jetzt alle Alltags-Sorge ablegen, auf daß wir den König des Alls empfangen, der unsichtbar von Engelscharen geleitet wird. Halleluja. Halleluja. Halleluja«. Der Ch. H. wurde im 9. Regierungsjahr Kaiser Ju…

Artophorion

(88 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] .  In der orth. Kirche Gefäß zur Aufbewahrung der Eucharistie für die Krankenkommunion und die Präsanktifikantenliturgie, in der Form einer Kirche auf dem Altar stehend, seltener als Taube über ihm hängend. Artophorien kleineren Maßstabs dienen zur Überbringung der Krankenkommunion. Obwohl die Aufbewahrung der Eucharistie schon im 3.Jh. bezeugt ist, sind dafür geeignete Pyxiden erst nach der Jt.wende nachweisbar. Karl Christian Felmy Bibliography G.Sotiriou, Art. ᾿Αρτοϕο´ριον (TEE 1, 1962, 296f.) K.Nikol'skij, Posobie k izučeniju ustava bogoslužen…

Anaphora

(140 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] (α᾿ναϕορα´, »Opfer, Darbringung«), Bezeichnung für die Eucharistie insg., speziell für das meist an die erste, seltener an die zweite Hypostase der Trinität gerichtete Eucharistiegebet, das in seiner Grundstruktur auf jüd. Mahlgebete zurückgeht. Die älteste erhaltene A. findet sich in der Traditio Apostolica. Seit dem 4.Jh. haben sich feste Typen herausgebildet mit je unterschiedlicher Stellung ihrer Grundelemente (Präfation, Sanctus, Anamnese, Einsetzungsworte, Epiklese, Interce…

Dmitrievskij

(113 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] Dmitrievskij, Aleksej Afanas'evič (11.3.1856 Gouvernement Astrachan' – 10.8.1929 Leningrad), der bedeutendste Vertreter einer krit. russ. Liturgiewiss. Nach Ausbildung und Lehrtätigkeit an der Geistl. Akademie Kazan' war er 1884–1907 Prof. für Liturgik und christl. Archäologie an der Geistl. Akademie Kiev. Sein Lebenswerk diente der Sichtung und Herausgabe griech. und slaw. Hsn. liturgischer Texte, die zu der dreibändigen »Beschreibung der in den Bibliotheken des orth. Ostens aufbe…

Ioann

(142 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] von Kronštadt (eigentlich Ioann Il'ič Sergiev; 19.10.1829 Sura – 20.12.1908 St. Petersburg). Schon zu Lebzeiten als mit der Herzensschau begabter Beichtvater und Wundertäter verehrt, gründete er in Kronštadt ein bedeutendes sozialkaritatives Werk, das in einer Frömmigkeit begründet war, die in der Göttlichen Liturgie (Gottesdienst: II., 7.) wurzelte und zur Förderung einer häufigeren Kommunion der Laien führte. Seine Predigten wurden viel beachtet. Theol. noch immer nicht wirklich…

Chrysostomus-Liturgie

(168 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] . Seit dem 11./12.Jh. die wichtigste Liturgie-Ordnung Konstantinopels, die die nur noch zehnmal im Jahr gefeierte Basilius-Liturgie weithin verdrängt hat, nachdem sie vorher in vielen Zügen an jene angepaßt worden war. Eine Redaktion einer antiochenischen Vorlage der Ch., bzw. ihrer Stillgebete, durch den Träger ihres Namens selbst ist angesichts zahlreicher Übereinstimmungen zu Formulierungen in seinem Werk nicht auszuschließen, nicht aber in dem Maße evident wie bei der Basiliu…

Glubokovskij

(130 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] Glubokovskij, Nikolaj Nikanorovič (6.12.1863 Kičmengskij Gorodok, Gouvernement Vologda – 18.3.1937 Sofija). 1894–1918 Prof. für NT an der Geistl. Akademie St. Petersburg, 1918 an der Universität Petrograd, 1919–1921 am dortigen Theol. Institut. Seit 1923 Prof. für NT in Sofija. G. war beteiligt an den Anfängen der ökum. Bewegung (Stockholm 1925). Seine kenntnisreichen Arbeiten im Bereich der Bibelwiss., speziell der Paulus-Exegese, auf denen der Schwerpunkt seiner Arbeit lag, sind…

Makarios III

(199 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] . von Antiochien (Taufname Ioannis; geb. in Aleppo), orth. Patriarch 1641–1688. Nach dem Tod seiner Frau wurde M. Priester, dann Bf. von Beröa (Aleppo). Den Namen M. empfing er, als er 1641 Patriarch von Antiochien (mit Sitz in Damaskus) wurde. Bemerkenswert sind seine Reisen nach Moskau, auf denen er um finanzielle Unterstützung nachsuchte. Über die erste Reise (1652–1656) durch die Türkei, die Moldau, Walachei, Ukraine und Rußland berichtete sein Sohn, Archidiakon Paul von Aleppo…

Kommunionvorbereitung

(146 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] Kommunionvorbereitung, in der orthodoxen Kirche. In Hinblick auf 1Kor 11,27–29 ist Kommunionempfang in der orth. Kirche für Laien nur möglich mit ausdrücklicher, meist (aber nicht überall notwendig) in der Beichte erteilter Zulassung. Mancherorts werden eine Woche Fasten und gehäufter Gottesdienstbesuch verlangt. Mindestregel für Priester und Laien, von der nur in Fällen äußerster Not abgewichen wird, ist sexuelle Enthaltsamkeit sowie der Verzicht auf Essen und Trinken von Mitternach…

Epiklese

(693 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] (griech. ε᾿πι´κλησις/epíklēsis, »Anrufung«). Eine E. ist zuerst bei der Weihe des (Tauf-)Wassers bezeugt, bei der sie bis heute in Ost und West ebenso gebetet wird wie in den orth. Kirchen bei Ordination und Weihehandlungen (Weihe/Weihehandlungen). Hatte schon Justin die Heiligung der eucharistischen Gaben auf ein Gebet zurückgeführt (Iust. apol. 66), so verband Irenaeus von Lyon das Eucharistie-Werden der Gaben mit einer »Anrufung« (Iren. haer. IV 18,5), die er möglicherweise als Logos-E. verstanden hat, da nach …

Ikone/Ikonenmalerei

(1,319 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] I. Begriffsbestimmung Mit dem Wort Ikone (I.), von griech. ει᾿κω´ν/eikō´n (»Bild«, »Abbild«), werden in der Regel auf grundiertes Holz in Eitempera gemalte im Kult gebrauchte Tafelbilder der östlich orth. Kirche (d.h. der Kirchen, die das Konzil von Chalcedon angenommen haben, aber auch einiger vorchalcedonischer Kirchen wie z.B. der kopt. [Kopten] und Äthiopischen Orthodoxen Kirche) assoziiert. Als I. bez. werden jedoch nur Bilder, die als eine Art sakramentales Zeichen Christus, das in…

Goar

(147 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] Goar, Jacques (1601 Paris – 23.9.1653 ebd.). Als Prior des Dominikanerkonvents auf Chios (1631–1637) begann er in engem Austausch mit den dortigen Griechen das Studium des orth. Gottesdienstes, das er in Rom im Kontakt mit L.Allatius fortsetzte. Das von ihm 1647 hg. Euchologion (liturgische Bücher) stützt sich auf den in Venedig 1638 hg. textus receptus, den G. durch Auszüge aus älteren Hsn. (darunter dem ältesten Euchologion-Text im codex Barberini griech. 336, 8.Jh.) und aus den…

Basilius-Liturgie.

(153 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] In der von Byzanz geprägten orth. Kirche wird die B. nur zehnmal i.J. gebraucht. Sie war aber bis ins 11./12.Jh. die wichtigste Liturgie-Ordnung Konstantinopels, an die die seitdem vornehmlich gebrauchte Chrysostomus-Liturgie adaptiert wurde. Nach Basilius von Caesarea benannt sind außerdem kopt., äth., armenische und syr. Liturgieformulare. Übereinstimmungen untereinander weisen sie fast ausschließlich im eucharistischen Gebet (Anaphora) auf. Nur hier kann ein Einfluß Basilius'…

Golubcov

(86 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] Golubcov, Aleksandr (20.11.1860 Il'inskij Pogost/ Gouvernement Kostroma – 4.7.1911 Sergiev Posad). Seit 1887 Dozent, seit 1893 Prof. für Kirchl. Archäologie und Liturgik an der Moskauer Geistl. Akademie. Anders als bei früheren russ. Liturgiewissenschaftlern ist bei G. hist. Kritik auch von dogmengesch. Erwägungen getragen, mit der Feststellung zunehmender Zurückdrängung der Laien im Gottesdienst (: II., 7.) und Veränderungen im Verständnis des Opfercharakters der Liturgie. Karl Christian Felmy Bibliography Nekrolog: Bogoslovskij Vestnik, Bd.…

Karabinov

(133 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] Karabinov, Ivan Alekseevič (geb. 1878, in den 30er Jahren verschollen), seit 1911 a.o. Prof. an der Geistl. Akademie Sankt Petersburg. Als Liturgiewissenschaftler streng hist.-krit. arbeitend, deutete er die frühchristl. Eucharistie (Abendmahl: III., 3.) in ihrem Kern als Gebets- und Lobopfer. In Einsetzungsworten und Epiklese sah er dagegen relativ späte, wenngleich unstrittig sachgemäße Erweiterungen der urspr. Ordnung. Als hochgelehrter, in seinen prakt. Schlußfolgerungen umsich…

Gorskij

(132 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] Gorskij, Aleksandr Vasil'evič (16.8.1812 Kostroma – 11.10.1875 Sergiev Posad). Seit 1832 war er Prof., seit 1862, ohne, wie damals üblich, vorher das Mönchtum angenommen zu haben, Rektor der Moskauer Geistl. Akademie, die ihm eine Blüteperiode und den ersten Platz unter den russ. Akademien verdankt. G. war der wichtigste Initiator der Hist. Schule der russ. Theol., die vornehmlich aufgrund seiner Wirksamkeit Anschluß an die krit. Methoden der westlichen Theol. fand. Seine Bedeutun…

Gavriil

(103 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] (Petrov; 18.5.1730 Moskau – 26.1.1801 Novgorod), 1763 Bf. von Tver', seit 1770 Erzbf. von St. Petersburg und Reval, seit 1775 Erzbf. von Novgorod und St. Petersburg. 1783 Metropolit (1799–1800 nur noch von Novgorod). Im Geiste der Schultheol. Feofan Prokopovičs erzogen, lenkte er als streng asketisch lebender Mönch die russ. Theol. zurück zu den Quellen der liturgischen und asketischen Erfahrung der Orthodoxie, indem er die von Paisij Veličkovskij ins Kirchenslawische übers. Phi…

Dmitr[i]evskij

(109 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] Dmitr[i]evskij, Ivan Ivanovič (16.9.1754 Michajlov – 2.4.1829 Rjazan'), russ. Laien-Theologe, Hebr.- und Griech.-Lehrer, zum Schluß Dozent im Rang eines Kollegien-Assessors. Sein bedeutendstes Werk ist der erste russ. Komm. der Göttlichen Liturgie (: VI.) auf hist.-krit. Basis (noch heute aktuell) mit starker, kath. geprägter Betonung des Opfercharakters und reichlicher, stets nachgewiesener Benutzung westlicher Lit. Der Komm. wurde vom Vf. wiederholt überarbeitet und bis in die Gegenwart mehrfach neu aufgelegt. Karl Christian Felmy Bibliography V…

Meyendorff

(163 words)

Author(s): Felmy, K.C.
[English Version] Meyendorff, John (franz. Jean; 17.2.1926 Neuilly-sur-Seine – 22.7.1992 Montréal), aus baltischem Adel, Protopresbyter der Orth. Kirche von Amerika. Ausgebildet am Institut St.Serge und der Sorbonne in Paris, wurde er 1959 Prof. für Patristik und Kirchengesch. am St.Vladimir's Seminary (New York). Neben G.Florovsky und A.Schmemann verkörperte er die Blüte dieser Hochschule, deren Dekan er von 1984–1992 war. Mit Editionen von Palamas-Schriften und -Studien trug er wesentlich zur Wie…

Filioque

(1,124 words)

Author(s): Oberdorfer, B. | Felmy, K.C.
[English Version] I. In der westlichen Theologie1.Das Problem. In den westlichen Kirchen ist im Nicaeno-Constantinopolitanum (NC) die Aussage, daß der Hl. Geist (: VI.,2.) »vom Vater ausgeht«, um die Formel »und vom Sohn« (lat.: »F.«) erweitert. Die orth. Kirchen haben diese Hinzufügung abgelehnt (vgl. II.). Das F., obwohl nicht direkt ursächlich für das Schisma von 1054, wurde zum Inbegriff der west-östlichen Entfremdung. 2.Geschichte. Maßgeblich für die westliche Trinitätslehre wurde Augustin, nach dem der Hl. Geist als wechselseitige Gemeinschaft un…

Bittgang

(253 words)

Author(s): Kaczynski, R. | Felmy, K.C.
[English Version] I. Katholisch Die stadtröm. Kirche übernahm vermutlich im 4.Jh. eine am 25.4. zu Ehren der gefürchteten Gottheit des Getreidebrandes, Rubigo, gehaltene vorchrist. Flurprozession, die unter Gregor I. weiter ausgestaltet wurde. Ziel war St. Peter, wo die Eucharistie gefeiert wurde. Den Namen »Litania maior« erhielt dieser B. später von der dabei gesungenen Litanei. Während er sich über Rom hinaus verbreitete, wurden die um 470 von Bf. Mamertus von Vienne wegen einer Notlage angeordn…

Mysterium

(2,191 words)

Author(s): Brüske, M. | Felmy, K.C. | Birmelé, A.
[English Version] I.Katholisch Das semantische Feld des Gebrauchs von M./Geheimnis (G.) in der kath. Theol. weist zwei charakteristische Pole auf, die, ohne voneinander getrennt werden zu können, dennoch nicht ohne Spannung aufeinander bezogen waren und sind. Den einen Pol bildet die Dialektik von Offenbarung und Verborgenheit Gottes in seinem Offenbarungs- und Heilshandeln. Dieser semantische Pol weist zurück auf die bibl. Ursprünge des Begriffs (bes. im pln., deutero- und tritopln. Schrifttum), …

Mariologie

(2,414 words)

Author(s): Beinert, W. | Felmy, K.C. | Birmelé, A.
[English Version] I. Geschichtlich Die Bez. M. für das theol. Interesse an der Mutter Jesu Christi (Maria) – und die sich daraus bildende syst. Unterdisziplin der Dogmatik – taucht erstmals im Titel »Summa sacrae Mariologiae« bei Placido Nigido (Palermo 1602, 21623) auf, in der Nebenform »Marialogie« 1669 bei Vincent Contenson (s.u.); danach verschwand der Begriff bis zum 19.Jh. Die Sache selber gehört aus christologischen Gründen seit dem NT mit wachsender Ausfaltung zum Reflexionsbereich theol. Denkens. Man kann bei diesem Vorgang …

Höllenfahrt Jesu Christi

(1,950 words)

Author(s): Böcher, O. | Sparn, W. | Felmy, K.C.
[English Version] I. Neues Testament Christi H., d.h. sein Abstieg in die Unter- und Totenwelt, gehört als Descensus ad inferos zu den christologischen Aussagen der altkirchl.-ma. Glaubensbekenntnisse (Apostolicum, Athanasianum; Bekenntnis: III.). Gleichwohl bietet das NT für diese Vorstellung keinen einzigen sicheren Beleg; allenfalls 1Petr 4,6 ist vielleicht auf eine Predigt Jesu – vor seiner Auferweckung – an die Toten zu deuten (vgl. IgnMagn 9,2; EvPetr 10,41 f.; Iren.haer. IV, 27,2). Dagegen de…

Feste/Feiern

(6,040 words)

Author(s): Borgeaud, P. | Otto, E. | Veltri, G. | Schramm, T. | Wiggermann, K. | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Das Wort »Fest« (vgl. fête, festa, fiesta, feast oder festival usw.) leitet sich vom lat. festus (dies) her. Es verweist auf den Kalender und ruft zugleich die Vorstellung des Göttlichen wach: Ein Festtag ist ein herausgehobener, ausgesonderter, jeweils einer bestimmten übernatürlichen Wesenheit geheiligter Tag. »Fest« (F.) kann daher als gleichbedeutend mit rel. Begehung verstanden werden. In diesem Sinn etwa von griech., röm. oder chinesischen F. zu …

Mystagogie/Mystagogische Theologie

(1,365 words)

Author(s): Gordon, R.L. | Felmy, K.C. | Elst, F.T.
[English Version] I. Griechisch-römische Antike Mystagogische Theol. (M. Theol.) ist ein nützlicher Terminus für die Lehre der sog. »platonischen Unterwelt«, deren Hauptcharakteristika sind: eine dualistische Auffassung des Kosmos (Dualismus), die klare Unterscheidung zw. einem absolut guten höchsten Wesen und einem, oft weiblichen, demiurgischen Prinzip, eine negative Ansicht materieller Existenz, eine Grundsatzveränderung zugunsten mythischen statt philos. Diskurses und der Glaube an eine supramun…

Mysterienreligion

(3,115 words)

Author(s): Gordon, R.L. | Betz, H.D. | Felmy, K.C. | Brüske, G. | Stolz, M. | Et al.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich Der Anfang eines neuzeitlichen Diskurses über die griech. Mysterien geht auf die Materialsammlung des holländischen Gelehrten Jan de Meurs (1619) zurück. Diese diente I.Casaubonus als Hauptquelle für sein Argument, daß die frühe Kirche einige Mysterienbegriffe bzw. Institutionen übernommen, aber auch verändert habe (Exercitationes, 1655). Der Glaube an eine spezifische Religionsform, »das antike Mysterienwesen«, die als solche direkt mit urchristl. Gebräu…

Christentum

(26,047 words)

Author(s): Stolz, F. | Markschies, C. | Koschorke, K. | Neuner, P. | Felmy, K.C. | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Für eine Gesamtschau des Ch. am Ende des 2.Jt. seiner Entwicklung liegt eine vergleichende Darstellung vor dem Horizont der Welt der Religionen nahe. Dabei ist zu bedenken, daß »Religion« keine geschichtslos-unveränderliche, sondern eine variable und umstrittene Größe ist. Der neuzeitliche Begriff von Rel. ist jedenfalls ein Resultat christl. Religionsgesch., d.h. die Entwicklung des Ch. hat den Blick für einen Phänomenbereich geschärft, der sich in allen Varianten menschli…

Kirche

(17,125 words)

Author(s): Wenz, G. | Wall, H. de | Grünschloß, A. | Grappe, C. | Schäfer, R. | Et al.
[English Version] I. Zum Begriff 1. Theologisch Das Lehnwort K., das umgangssprachlich sowohl den christl. Gottesdienst und das seiner Durchführung gewidmete Gebäude als auch die verfaßte Sozialgestalt christl. Glaubens im Sinne einer Institution und ihrer repräsentativen Organe bedeuten kann, stammt wahrscheinlich von einer Adjektivableitung des griech. Substantivs κυ´ριος/kýrios. Bez. der Kirchenbegriff gemäß dieser Etym. die Zugehörigkeit zum Herrn als rechtmäßigem Eigentümer, so ist fernerhin seine Rückführung auf den Terminus κηρυγει´α/kērygeía oder auf de…

Bestattung

(4,968 words)

Author(s): Schulz, H. | Wenning, R. | Kuhnen, H. | Hachlili, R. | Köpf, U. | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichEine B. manifestiert und repräsentiert die Kulturverbundenheit der Persönlichkeit und die die Gemeinschaft prägenden rel. Traditionen; sie ist daher auch ein Schlüssel zur kultur- und zivilrel. Metaphysik.Die Gesch. der religionswiss. Forschung ist vielschichtig mit dem B.problem verknüpft. Man fragt nach Übereinstimmungen und Differenzen im Blick auf die überwältigende Vielzahl und Komplexität der Riten, Zeremonielle, Feste, Vorstellungen, Haltungen, Mythen, emotionalen Reaktio…

Kanon

(3,697 words)

Author(s): Pezzoli-Olgiati, D. | Schindler, A. | Huizing, K. | Troianos, S.N. | Felmy, K.C. | Et al.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich Der K. kann als Ergebnis eines komplexen Selektionsprozesses von Schriften definiert werden, die als autoritativ betrachtet werden; aus der Gesamtheit der vorliegenden schriftlichen Traditionen werden nach bestimmten Kriterien Schriften als heilig oder inspiriert (Inspiration) ausgesondert. Obwohl sich der Begriff des K. als normative Sammlung von heiligen Schriften im Rahmen der jüd.-christl. Tradition herausgebildet hat, ist er zu einem religionswiss. F…

Liturgie

(7,691 words)

Author(s): Zimmerman, J.A. | Neijenhuis, J. | Praßl, F.K. | Felmy, K.C. | Ebenbauer, P. | Et al.
[English Version] I. Phänomenologisch Seit Ende des 16.Jh. wird der Begriff L. als Bez. für den christl. Gottesdienst verwendet; dies setzte sich Ende des 18.Jh. allg. durch. Das griech. λειτουργι´α/leitourgía bedeutet profan Arbeit in einem öfftl. Amt (von λαο´ς/laós, »Volk« [Laien] und ε῎ργον/érgon, »Werk«) und wurde von der LXX für den Tempelkult verwendet; im NT begegnet der Begriff nur 15mal (z.B. Hebr 9,21; Apg 13,2). L. ist synonym gebraucht für Begriffe wie munus, opus Dei, officium divinum, cultus, celebratio usw. Das Synonym …

Geist/Heiliger Geist

(6,876 words)

Author(s): Stolz, F. | Oeming, M. | Dunn, J.D.G. | Ritter, A.M. | Leppin, V. | Et al.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich und philosophiegeschichtlichDie dogmengesch. Bestimmung des Hl. G. als einer Person innerhalb der einen göttlichen Substanz (Trinität) setzt nicht nur einen philos. Kontext, sondern auch einen religionsgesch. Horizont voraus. Prägend für die Konzeptualisierung des Hl. G. sind zunächst die verschiedenen Ausprägungen anthropomorpher Interpretationen elementarer anthropologischer bzw. normativer Qualitäten im Rahmen polytheistischer Weltdeutungen, sodann die …

Abendmahl

(21,125 words)

Author(s): Hahn, F. | Markschies, C. | Angenendt, A. | Kaufmann, T. | Koch, E. | Et al.
[English Version] I. Neues Testament 1.Voraussetzungen. Rel. Mahlfeiern gibt es in allen Religionen. Für das NT ist zunächst nach den atl.-jüd. Voraussetzungen zu fragen. Dabei spielen die Opfermahlzeiten keine Rolle. Von Bedeutung sind die täglichen Mahlzeiten und das Passamahl. Bei den regelmäßigen Mahlzeiten war es seit langem üblich, das Brot zu brechen und einen Segensspruch dabei zu sprechen; bei einem Festmahl mit Wein wurde auch der Kelch gesegnet. Das Passamahl war wohl schon in urchristl. …

Amt

(7,823 words)

Author(s): Kehrer, G. | Rüterswörden, U. | Burtchaell, J.T. | Lips, H. von | Hauschild, W. | Et al.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich Das Wort Amt hat im Laufe der Gesch. für die unterschiedlichsten Funktionen Verwendung gefunden. In allen Fällen ist dem Begriff jedoch eigentümlich, daß er auf eine Tätigkeit bezogen ist, die von einmaligen personenbezogenen Merkmalen des Amtsinhabers unabhängig ist. Religionsgesch. wird man in erster Linie an Priesterämter zu denken haben, wie sie in vielen Religionen anzutreffen sind. Rel. konnotierte Rollen, wie Schamanen, Zauberer, Hexer, die bes. aus…

Gottesdienst

(17,490 words)

Author(s): Dondelinger, P. | Auffarth, C. | Braulik, G. | Reif, S.C. | Johnson, L.T. | Et al.
[English Version] I. Zum BegriffDer aus einer ahd. Genitivverbindung stammende Begriff »G.« ist als dt. Übers. des lat. »cultus« seit dem 13./14.Jh. bezeugt (Kult/Kultus). Seit dem 16.Jh. fand er v.a. durch Luther große Verbreitung. Von einem ethischen Verständnis ausgehend, wird G. schon bei Luther selbst zur Fachbez. für das gemeinschaftliche Feiern des Wortes Gottes, wie es aus der ev. Reform des kath. Messopfers (Opfer: IV.) hervorgegangen ist. Blieb denn auch lange Zeit der Begriff »G.« auf di…
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