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Your search for 'dc_creator:( "Hainthaler, T." ) OR dc_contributor:( "Hainthaler, T." )' returned 11 results. Modify search

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Makedonius II.

(138 words)

Author(s): Hainthaler, T.
[English Version] von Konstantinopel (gest.25.4.516 Gangra, Galatien), Patriarch (Juli 496 – 7.8.511), Nachfolger des Euphemius, den Kaiser Anastasius I. wegen seiner chalcedonfreundlichen Haltung verbannte. M. unterschrieb zwar das Henotikon, versuchte aber, eine ausdrückliche Verurteilung Chalcedons zu vermeiden. Ihm wurde die Verantwortung für einen Aufstand in Konstantinopel gegen den theopaschitischen Zusatz (theopaschitischer Streit) zum Trishagion zugeschrieben. Den Angriffen der beim Kaiser…

Gaianus

(112 words)

Author(s): Hainthaler, T.
[English Version] Gaianus, Patriarch von Alexandrien 535. 103 Tage lang Gegenpatriarch der Anhänger des Julian von Halikarnass (Julianisten) und des Volkes gegen Theodosius, den der kaiserliche Gesandte schließlich zum rechtmäßigen Patriarchen erklärte. G. wurde nach Karthago (23. oder 25.5.535), später nach Sardinien verbannt. Nach G. werden die Gaianiten benannt, die entschiedene Anhänger der Mia-Physis-Lehre (Christologie: II., 1.) waren und die Lehre von Julian hielten, wonach der Leib Je…

Julian

(161 words)

Author(s): Hainthaler, T.
[English Version] von Halikarnass, antichalcedonischer Theologe Anfang des 6.Jh., Kontroverse (nach 518) mit Severus von Antiochien wegen seiner Aphtharsia-Lehre (Aphthartodoketismus). Phtharsia ist für ihn die aus der Sünde kommende Notwendigkeit der Leiden des gefallenen Menschen; Christus aber war dieser Notwendigkeit nicht unterworfen, sondern erlitt die Leiden ganz und gar freiwillig in einem wirklichen Menschsein (uns wesensgleich); daher erklärte J. den Leib Christi von der Empfängnis an für unverderbt (α῎ϕϑαρτος/áphthartos). Der Vorwurf des Doketismus (s…

Johannes I.

(164 words)

Author(s): Hainthaler, T.
[English Version] von Antiochien, Patriarch 429–441/42, führende Gestalt der antiochenischen Kirche (antiochenische Theologie) in der Auseinandersetzung mit Cyrill von Alexandrien vor und nach dem Konzil von Ephesus und danach im beginnenden Streit um Theodor von Mopsuestia. J. vertrat die antiochenischen Interessen wirksam, kompromißbereit und in einer gemäßigten Form. Unter seiner Führung wurde das Unionssymbol der Antiochener (DH 271–273) erarbeitet, die dogmatische Grundlage des Friedens von 43…

Johannes Maxentius

(166 words)

Author(s): Hainthaler, T.
[English Version] Johannes Maxentius, Führer der 519–521 in Konstantinopel und Rom für die Formel »unus ex trinitate passus est« eintretenden skythischen (gotischen) Mönche aus dem Donauraum. Sie wurden in Rom abgewiesen, wandten sich an die afrikanischen Bischöfe, die in Sardinien im Exil waren, und erfuhren vorsichtige Unterstützung (Vf. des Antwortbriefes: Fulgentius von Ruspe). Nach 521 ist von ihnen nichts mehr bekannt. Die Formel »unus de trinitate carne passus« wurde am 25.3.534 von Rom geb…

Florilegium

(236 words)

Author(s): Hainthaler, T.
[English Version] (Blütenlese, von lat. flos, »Blüte«, lego, »lesen, sammeln«; belegt ist zunächst nur florilegus bei Ov.met. XV 366 (florilegae apes) und später als Übers. für griech. α᾿νϑολογε´ω/anthologéō [Corpus Glossariorum Latinorum, Bd.3, 1892, 124,28]); das Wort kommt wohl erst neuzeitlich auf. F. bez. eine Sammlung von Auszügen aus einem oder mehreren Werken eines oder mehrerer Autoren. Die lit. Gattung der α᾿νϑολογι´α/anthología ist schon bei den Griechen belegt und diente v.a. päd. Zwecken. Christl.: Je nach den zugrundeliegenden Quellen oder …

Anatolius

(169 words)

Author(s): Hainthaler, T.
[English Version] von Konstantinopel (Bf. 449–458). Alexandrinischer Apokrisiar in Konstantinopel unter Dioscorus, Nachfolger des 449 abgesetzten Flavian. Bald darauf nahm er den »Tomus Leonis« an und war eine führende Gestalt auf dem Konzil von Chalcedon (451), wo er der Kommission vorstand, die die Definition verfaßte. Sein Einsatz bei Papst Leo (I). um die Billigung von c. 28 (zweiter Rang Konstantinopels nach Rom und vor Alexandrien und Antiochien) stieß auf Widerstand; Leo mißtraute ihm auch w…

Acacius

(155 words)

Author(s): Hainthaler, T.
[English Version] von Melitene (vor 431 Bf. von Melitene in Kleinarmenien, gest. vor 439). Um 384 Lektor in Melitene (erzieht den späteren Mönchsvater Euthymius), überzeugter Anhänger von Cyrill von Alexandrien, auf dem Konzil von Ephesus (431) entschiedener Gegner des Nestorius (ACO I/2, 40.44.52f.; vgl. seine Homilie, auch im äth. Qērellos). Sein Kampf nach 433, zus. mit Rabbula von Edessa, gegen die Verbreitung der Werke von Theodor von Mopsuestia in Armenien (Briefe an Katholikos Sahak und an d…

Facundus

(151 words)

Author(s): Hainthaler, T.
[English Version] von Hermiane, nordafrikanischer Bf. (vor 547/48 bis um 570), gelehrter Theologe, wurde mit seiner Schrift »Pro defensione trium capitulorum« (546–548; CPL 866) gewissermaßen zur Stimme des lat. Westens und zum Führer des Widerstands gegen die Verurteilung der Drei Kapitel (Dreikapitel-Streit) durch Kaiser Justinian, doch ohne Erfolg. Die Schrift ist wichtig für die Überlieferung ansonsten verloren gegangener Werke von Theodor von Mopsuestia und Theodoret von Cyrus, für die Konzils…

Hormisdas

(157 words)

Author(s): Hainthaler, T.
[English Version] Papst 20. 7. 514–6. 8. 523. Zw. 515–517 bemühten sich H. und Kaiser Anastasius erfolglos, das Acacianische Schisma (Acacius von Konstantinopel) zw. Rom und Konstantinopel zu beenden. Nach der Wende der Religionspolitik unter Kaiser Justin I. kam es 519 auf der Grundlage des von H. bereits 515 vorgelegten »Libellus fidei« zum Ende des 35jährigen Schismas. Ein neuer Konflikt entstand ab 519 zw. Konstantinopel und Rom wegen der sog. theopaschitischen Formel der skythischen Mönche (t…

Johannes

(146 words)

Author(s): Hainthaler, T.
[English Version] von Caesarea (Grammaticus), Priester und Grammatiker von Caesarea. Seine Apologie des Konzils von Chalcedon (vor 519, nicht erhalten, nur aus der Widerlegung des Severus von Antiochien rekonstruierbar) versucht, zw. Cyrill von Alexandrien und Chalcedon zu vermitteln, einerseits durch die Arbeit am Begriff (Unterscheidung von Physis und Ousia [Substanz], Hypostasis-Begriff [Hypostase], enhypostaton [Enhypostasie/Anhypostasie]) und andererseits durch dialektischen Formelgebrauch (Mi…