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Knöpken

(150 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] Knöpken, Andreas (auch: Knopken; um 1468 bei Küstrin – 18.2.1539 Riga), lehrte nach Studien in Ingolstadt (?) und Frankfurt/O. als Gehilfe J.Bugenhagens, unter dessen Einfluß er sich von Erasmus ab- und Luther zuwandte, bis 1517 und wiederum von 1519 bis 1521 an der Stadtschule zu Treptow an der Rega. In Riga wirkte er an St. Petri seit 1517 als Kaplan und ab 1522 als ev. Prediger. Nach einer für ihn erfolgreichen Disputation zu Pfingsten 1522 wurde er unter Umgehung des Domkapite…

Lemberg

(144 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (ukrainisch L'viv, polnisch Lwów, russ. L'vov). Schon die Namensvielfalt läßt den Mittelpunkt Galiziens mit ca.790 000 Einwohnern i.J. 1990 als Vielvölkerstadt erkennen. Um 1250 vom galizischen Fürsten Daniel und seinem Sohn Leo gegründet, 1366 Polen eingegliedert, 1772 an Österreich gefallen, wurde L. 1919 wieder polnisch, 1939 sowjetisch und 1941 Teil des dt. Generalgouvernements, bevor es 1944 wieder zur (bis 1991: Sowjet-) Ukraine kam. Durch Umsiedlungen wurde dabei die poln…

Danzig, Stadt und Bistum

(476 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (polnisch: Gdańsk). Die älteste urkundliche Erwähnung der westlich der Weichselmündung gelegenen Siedlung unter dem Namen Gyddanizc bezieht sich auf das Jahr 997, als dort Adalbert von Prag einen Gaufürsten und »viele Heiden« taufte. Nach der Eingliederung dieses Gebiets in die polnische Kirchenorganisation wirkten hier seit 1175 dt. Zisterzienser und seit 1227 auch Dominikaner. Um 1190 wurden die Kirchen St.Katharinen für die slaw. und St.Nikolai für die dt. Kaufmannssiedlung, …

Gorazd roman:(Matěj) Pavlík

(156 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (26.5.1879 Hrubá Vrbka bei Hodonín – 4.9.1942 Prag), Bf. von Mähren und Schlesien, Begründer der tschechischen Orthodoxie. Als röm.-kath. Kaplan in Kroměříž 1920 in die romfreie »Tschechoslowakische Kirche« übergetreten, wurde er von ihr 1921 nach Belgrad entsandt, um mit dem Empfang der Bischofsweihe durch den serbischen Patriarchen die apostolische Sukzession zu sichern. Da er dabei aufrichtig zur Orthodoxie übergetreten war, kam es 1924 zum Bruch mit der »Tschechoslowakischen…

Athēnagoras I.

(157 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (Spyrou; 25.3.1886 Tsaraplana, Epirus – 7.7.1972 Konstantinopel), ökum. Patriarch. Der Aristoklēs getaufte Arztsohn ließ sich nach Abschluß seines Studiums auf der Hl. Theol. Schule von Chalkē 1910 zum Mönchsdiakon weihen und mit Verwaltungsaufgaben in der Metropolie Pelagonien betrauen. Nach halbjährigem Athosaufenthalt wurde er 1919 Erster Sekretär der Hl. Synode in Athen. 1922 zum Priester und kurz darauf zum Bf. geweiht, bewährte er sich 1923–1930 als Metropolit von Kerkyra …

Innokentij Veniaminov

(148 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (26.8.1797 Anginskoja bei Irkutsk – 31.3.1879 Moskau). Als Ioann Popov auf die Welt gekommen, erhielt der früh Verwaiste auf dem Seminar in Irkutsk von seinem Gönner, Bf. Veniamin Bagrjanskij, den neuen Familiennamen V., und als er 1840 Mönch wurde, ersetzte man seinen Taufnamen durch I. Im selben Jahr wurde der 1821 zum Priester geweihte und seit 1824 auf den Aleuten und in Alaska wirkende Missionar Bischof von Kamtschatka. Als Erzbf. residierte er seit 1852 in Jakutsk, seit 18…

Makarij

(158 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] Makarij, Metropolit von Moskau (Taufname: Michail; um 1482 Moskau – 31.12.1563 ebd.), von der Russ.-Orth. Kirche am 6.6.1988 auf ihrem Milleniumskonzil in Sergiev Posad kanonisiert. Früh im Pafnutij-Kloster in Borovsk Mönch geworden und 1523 Abt des Lužeckij-Klosters in Možajsk, blieb er auch als Erzbf. von Novgorod und Pskov (seit 1526) wie als Metropolit von Moskau (seit 1542) dem Mönchtum im Geiste Iosifs von Volokolamsk innig verbunden. Auf den Synoden von 1547 und 1549 bewirkte…

Altkalendarier

(157 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (Palaiohemerologiten) nennt man die Gegner der Umstellung des julianischen Kalenders (Kalender) auf die gregorianische Schaltung in der Kirche von Griechenland mit dem 10./23.3.1924 unter staatlichem Druck. Sie selbst verstehen sich jedoch als die »echten orth. Christen«, die für die Bewahrung der Tradition in ihrer Ganzheit einstehen. Aus Zirkeln wurde rasch eine Kirchenorganisation, die seit 1932 ihre Gottesdienste in eigenen Gebäuden abhält und seit 1935 nach dem Anschluß von…

Maksim Grek

(141 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (Michael Triboles; um 1470 Arta, Epeiros – 21.1.1556 Sergiev Posad), bedeutender Vermittler griech. Theol. an die Kirche Moskaus, von der Russ.-Orth. Kirche auf ihrem Millenniumskonzil am 6.6.1988 kanonisiert. Von vornehmer Abkunft, auf Korfu aufgewachsen, trat er nach Studien an ital. Universitäten 1502 in den Dominikanerorden ein, wurde 1504 jedoch auf dem Athos Mönch. Von dort wurde er 1518 als der von Großfürst Vasilij III. erbetene Übersetzer bibl. und patr. Texte nach Mosk…

Lismanini

(133 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (Lismanino), Franz (Francesco; 1504 auf Korfu – April 1566 Königsberg), urspr. Franziskanerprovinzial, gelangte als Beichtvater und Hofprediger der Königin Bona Sforza aus Italien 1546 nach Polen und übernahm dort auch die Leitung des Krakauer Humanistenkreises. Durch Schriften Calvins und der Böhmischen Brüder für die Reformation gewonnen und 1553 in Genf zum Calvinismus übergetreten, folgte er 1556 dem Ruf der Protestanten Kleinpolens an die Spitze ihres Kirchenwesens, das er na…

Antonij

(91 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (Chrapovickij; 17.3.1863 Vatagino – 10.8.1936 Belgrad), als Theologe (1890 Rektor der Geistlichen Akademie von Moskau, 1895 von Kazan'; schärfster Kritiker der westlichen Satisfaktionstheol.) wie als Hierarch (1900 Bf. von Ufa, 1902 von Žitomir, 1914 Erzbf. von Char'kov, 1918 Metropolit von Kiev) überragend, vereinigte er 1917 bei der Moskauer Patriarchenwahl die meisten Stimmen auf sich, doch das Los entschied anders. Im Bürgerkrieg abgedrängt, leitete er seit 1921 von Karlowitz aus die Russ.-Orth. Auslandskirche. Peter Hauptmann Bibliography Manuil …

Leontjew

(125 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (Leont'ev), Konstantin Nikolaevič (13.1.1831 Kudinovo bei Kaluga – 12.11.1891 Sergiev Posad), zunächst Arzt, dann im diplomatischen Dienst und schließlich Zensor, vertrat als Kulturphilosoph eine von ästhetischen Maßstäben geprägte Weltsicht. Schönheit war ihm als Mannigfaltigkeit, Kraft und Fülle ein objektiver Sachverhalt. So wurde er zum Anwalt der byz. Theokratie, der Adelsherrschaft und des Volkslebens gegen demokratischen Liberalismus, Kleinbürgerlichkeit und Gleichmacherei.…

Kartašëv

(128 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] Kartašëv, Anton Vladimirovič (1875 – 10.9.1960 Paris), einer der bedeutendsten russ. Laientheologen des 20.Jh., lehrte bis 1917 in Petrograd (St. Petersburg), wo er auch Vorsitzender der Religionsphilos. Gesellschaft war, und seit 1925 am Theol. Institut St. Serge in Paris, zu dessen Mitbegründern er gehörte, sowohl Kirchengesch. als auch AT. 1959 konnte er noch sein zweibändiges Hauptwerk »Skizzen zur Gesch. der russ. Kirche« (Očerki po istorii Russkoj Cerkvi) erscheinen lassen. A…

Laientheologie

(311 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] Laientheologie, russische. Mit diesem üblich gewordenen Begriff läßt sich eine so allein der russ. Orthodoxie eigentümliche Erscheinung freilich nur unzureichend umschreiben. Denn es handelt sich dabei weder um eine Theol. von und für Laien als solche noch um eine Theol. im Gegensatz oder Widerspruch zu den auf Bischofssynoden gefällten Lehrentscheidungen. Ihr Gegenbegriff ist vielmehr die im 19. Jh. von Denkformen und Lehrinhalten der westlichen Scholastik noch stark geprägte rus…

Martin

(78 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] von Troppau (Polonus; vor 1230 Troppau – 12.6.1278 Bologna), zunächst Dominikaner in Prag, dann päpstl. Kaplan und apostolischer Pönitentiar in Rom, am 21.5.1278 in Viterbo noch zum Erzbf. von Gnesen geweiht, ist v.a. als Chronist berühmt geworden. Seine anekdoten- und fabelreiche Chronik (: IV.) der Päpste und Kaiser war weitverbreitet und wurde so oft fortgesetzt und nachgeahmt, daß eine regelrechte Gattung von Martins-Chroniken entstand. Peter Hauptmann Bibliography A.-D.v.den Brincken (LThK 3 6, 1997, 1429) (Lit.).

Filipp

(138 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (Fedor Kolyčev; 1507 – 23.12.1569 Tver'), Metropolit von Moskau. Als Bojar in eine Verschwörung am Zarenhof verwickelt, war er in das Kloster Solovki entwichen und dort Abt geworden. 1566 zum Metropoliten von Moskau erhoben, überwarf er sich bald mit Ivan IV. Groznyj wegen dessen Schreckensherrschaft. Nachdem er ihm im Uspenskij Sobor am 2.3.1568 öfftl. Vorhaltungen gemacht und den Segen verweigert hatte, wurde er durch ein gefügiges Kirchengericht abgesetzt und am 8.11.1568 wäh…

Avvakum

(153 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (25.11.1620 Grigorovo hinter der Kudma – 14.4.1682 Pústozersk), Wortführer der russ. Altgläubigen. Schon 1652 zum Protopopen (Erzpriester) für Jur'evec-Povolžkij ernannt, trat er seit 1653 an die Spitze des Widerstands gegen die Kultusreformen des Patriarchen Nikon, was sogleich seine Verschickung nach Sibirien bis 1663 zur Folge hatte. 1666 exkommuniziert, wurde er seit 1667 am Untelauf der Pečora gefangengehalten, von wo er bis zum Tode auf dem Scheiterhaufen den Kampf durch d…

Amvrosij

(162 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (Aleksandr Grenkov; 23.11.1812 Bol'šie Lipovicy bei Lipeck – 10.10.1891 Šamordino bei Kozel'sk), Starec der Optina. Der Sohn eines Psalmsängers war nach Abschluß des Geistlichen Seminars Tambov erst Haus- und dann Sprachlehrer an der Geistlichen Schule in Lipeck, bevor er 1839 in die Optina-Einsiedelei bei Kozel'sk eintrat, wo er 1842 eingekleidet wurde und 1843 die Diakonen- und 1845 die Priesterweihe empfing. Zunächst Schüler der großen Starcy Leonid und Makarij, wurde er spät…

Kulm

(142 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (polnisch Chełmno), 1232 gegründete Stadt am Unterlauf der Weichsel, seit 1243 Bischofssitz. Das von Bf. Heidenreich 1251 gegründete Domkapitel war 1264–1466 dem Deutschen Orden inkorporiert. Urspr. dem Erzbistum Riga unterstellt, wurde das Bistum 1466 in die Kirchenprovinz Gnesen eingegliedert. Bf. Johannes Dantiscus (1530–1538) und S.Hosius (1549–1551) wehrten dem Vordringen der Reformation mit Erfolg. Seit 1772 preußisch, wurde das Bistum 1821 auf fast ganz Westpreußen ausged…

Ivan IV.

(129 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] der Schreckliche (Groznyj, besser: der Gestrenge; 25.8.1530 Moskau – 18.3.1584 ebd.), 1547 als erster Großfürst zum Zaren von ganz Rußland gekrönt, beförderte dessen Aufstieg zur Großmacht durch weitere Ausdehnung nach Osten (1552 Eroberung von Kazan', 1554 von Astrachan', 1582 Beginn der Unterwerfung Sibiriens), zerrüttete es jedoch auch durch erfolglose Kriege (v.a. um Livland 1558–1582) und grausame Maßnahmen zur Ausschaltung der Bojarenmacht (u.a. Einrichtung der sog. Opričnin…

Herman

(143 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (German) von Alaska (1757 Serpuchov – 13.12.1837 Spruce Island) war mit 16 Jahren in die Dreifaltigkeits-Sergij-Einsiedelei bei St. Petersburg eingetreten und von dort um 1778 in das Valaam-Kloster übergesiedelt, dessen Abt ihn 1793 mit sieben anderen Mönchen auf die im Golf von Alaska gelegene Insel Kodiak zur Betreuung der russ. Jäger und Pelzhändler sowie zur Mission unter den Eingeborenen entsandte. Seit 1797 lag die Leitung der Kodiakmission, von geringen Unterbrechungen abges…

Filipponen

(76 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (Philipponen) nannte man die 1830–1840 nach Ostpreußen eingewanderten russ. Altgläubigen, die in den Masuren mehrere Dörfer gründeten, von denen Wojnowo (Eckertsdorf) mit seinem Kloster das bedeutendste ist. Sie kamen aus Polen, wo man sie für Filipovcy hielt, obwohl sie der weniger radikalen Richtung der Fedoseevcy angehörten. Ihre Zahl ist zw. 1838 und 1968 von 829 auf 412 zurückgegangen. Peter Hauptmann Bibliography E.Przekop, Die Gesch. der Altgläubigen in den Masuren (OS 27, 1978, 105–127).

Belaja Krinica,

(96 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] Altgläubigensiedlung in der Bukowina, wurde durch die dort 1846 von Metropolit Ambrosios von Sarajevo nach seinem Übertritt vollzogene erste altgläubige Bischofsweihe ein Mittelpunkt des am Priesteramt festhaltenden Teils des Altgläubigentums (Altgläubige, russ.), dessen Gemeinden sich seitdem unter der »Hierarchie der Übereinkunft von B.« wissen. Die danach durch Spenden reicher Altgläubiger aus Rußland ausgebauten Anlagen waren in sowjetischer Zeit völlig verfallen, wurden abe…

Aleksij

(168 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (1293 Moskau – 12.2.1378 ebd.), Metropolit von Moskau, wurde mit 20 Jahren Mönch im Moskauer Epiphaniaskloster und war mit 26 Jahren bereits an der Verwaltung der russ. Metropolie beteiligt. Die Ernennung zum »Metropoliten von Kiev und ganz Rußland« wurde vom griech. Vorgänger Feognost 1353 in Konstantinopel durchgesetzt, wo er dafür vor dem Amtsantritt 1355 ein volles Jahr zu verbringen hatte. War offiziell auch Vladimir sein Sitz, so residierte er doch in Moskau, um von dort a…

Albert

(164 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] von Riga (1165/70 Bremen–17.1.1229 Riga), aus dem Ministerialengeschlecht von Buxhöveden. Als Bremer Domherr und Scholaster 1199 zum dritten Bf. für Livland geweiht, segelte er 1200 erstmals mit einem Kreuzfahrerheer an die Dünamündung, wo er 1201 die Stadt Riga gründete, in die er den Bischofssitz verlegte. Der 1202 zur Absicherung des Missionswerks gegründete Schwertbrüderorden war ihm zwar unterstellt, lockerte jedoch schon bald seine Abhängigkeit. Obwohl A. für sein Bistum 120…

Mogila

(232 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] Mogila, Petr (Petro Mohyla; Petrus Mogilas; Petru Movilă; 21./31.12.1596 Suceava – 22.12.1646/1.1.1647 Kiev), Metropolit von Kiev (seit 1633) und Abt des dortigen Höhlenklosters (seit 1627), wo er 1625 Mönch geworden war, nachdem er die Versuche zur Rückgewinnung der seinem Vater, Fürst Simion Movilă, 1607 verlorengegangenen Herrschaft über die Moldau hatte aufgeben müssen. Als moldauischer Fürstensohn verfügte er in Polen-Litauen über Beziehungen, die seinen Aufstieg begünstigten…

Baltische Länder

(2,644 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] I. Allgemeines 1. Der Name B. leitet sich von der seit dem Hoch-MA für die Ostsee gebräuchlichen Bez. »mare Balticum« her. Zunächst haftete er nur am späteren Estland und Lettland als den Baltischen oder Ostseeprovinzen des Russ. Reiches, die man zuvor nach einem von vielen Stämmen einfach Livland genannt hatte. Die Entdeckung der das Lettische, Litauische und Altpreußische umfassenden baltischen Sprachfamilie im 19.Jh. und das gemeinsame polit. Schicksal im 20.Jh. haben schließlich zur Ausdehnung dieses Begriffs auch auf Litauen geführt. 2. Geographisch bi…

Heinrich

(144 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] von Lettland (um 1188 bei Magdeburg – nach 1259 Papendorf), im Chorherrenstift Segeberg ausgebildet, 1205 als Scholar des Bf. Albert von Riga nach Riga gelangt und 1208 zum Priester geweiht, wirkte sein ganzes Leben lang als Pfarrer unter den Nordletten in Papendorf (lettisch Rubene) bei Wenden (lettisch Cēsis). Von dort aus beteiligte er sich an über 30 Heerfahrten gegen die noch heidnischen Liven und Esten und taufte mit seinen Gehilfen auf zahlreichen Taufreisen über 10 000 See…

Filipovcy

(77 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] heißen die nach Aufnahme der Fürbitte für den Zaren in den Klöstern am Vyg seit 1737 von anderen abgespaltenen priesterlosen Altgläubigen unter Führung des Mönchs Filipp (Fotij Vasil'ev), der sich 1743 mit ca.70 Anhängern auf der Halbinsel Kola selbst verbrannte, um drohender Verhaftung zu entgehen. Von ihren Gemeinden bestehen heute nur noch geringe Reste. Peter Hauptmann Bibliography P.Hauptmann, Das russ. Altgläubigentum 300 Jahre nach dem Tode des Protopopen Avvakum (KO 29, 1986, 69–135, bes. 125–127).

Loukaris

(325 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] Loukaris, Kyrillos (Taufname Konstantinos; 13.11.1570 Herakleion, Kreta – 29.6.1638 bei Konstantinopel), Patriarch von Konstantinopel in fünf Amtszeiten (durch Ab- und Wiedereinsetzungen) zw. 1620 und 1638, dem Calvinismus gegenüber aufgeschlossener und deshalb in der Orthodoxie umstrittener Theologe, Märtyrer (von Janitscharen erdrosselt). Als Sproß einer angesehenen Priesterfamilie wurde er nach Studien in Venedig und Padua zunächst Mitarbeiter seines Onkels Meletios Pegas, Patr…

Helmold

(107 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] von Bosau (um 1120 – nach 1177) wirkte nach dem Besuch der Braunschweiger Domschule seit 1143 in Ostholstein, ab 1156 als Pfarrer in Bosau am Plöner See. 1163–1172 verfaßte er aus Aufzeichnungen Adams von Bremen, mündlichen Überlieferungen und eigenem Erleben seine bis etwa 1170 reichende »Chronica Slavorum«. Darin berichtet er anschaulich und trotz deutlicher Parteinahme i.allg. zuverlässig über die Christianisierung und Eindeutschung der östlich der unteren Elbe siedelnden Slawe…

Duchoborcy

(136 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (Duchoborzen, Geistkämpfer) heißen die Anhänger der extrem spiritualistischen Richtung in der altruss. Sektenbewegung (russ. Sekten) der »Geistigen Christen«, die sich seit dem letzten Drittel des 18.Jh. von den zwar ebenfalls kultfeindlichen, aber doch noch schriftgebundenen Molokanen (s.a. Bund der Evangeliumschristen-Baptisten) trennten. Sie setzen der Bibel eine unmittelbare innere Offenbarung entgegen, und wer sie erlebt zu haben vermeint, wird in ihren Augen zu einem Chris…

Ermland

(239 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (polnisch: Warmia) umfaßte als eins der vier vom Deutschen Orden 1243 im Preußenland errichteten und 1245/46 dem Erzbistum Riga eingegliederten Bistümer zunächst das Gebiet zw. Elbingfluß und Passarge sowie Pregel und Angerapp, doch allein das ein Drittel der Diöz. ausmachende Hochstift, in dem der Bf. auch Landesherr war, blieb von der Eingliederung in den 1525 in ein weltliches Herzogtum umgewandelten Ordensstaat ausgenommen und damit der Reformation verschlossen. Es beschränk…

Afanassiev,

(142 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] Nikolaj (4./16.9.1893 Odessa – 4.12.1966 Paris), russ.-orth. Theologe, mit der Weißen Armee aus der Heimat verdrängt, studierte 1921–1925 in Belgrad Theol., übersiedelte 1929 nach Paris, wo er ab 1932 am Orth. Theol. Institut St.Serge lehrte. 1940 zum Priester geweiht, leitete er 1941–1947 eine Gemeinde in Tunis, um dann an St.Serge zurückzukehren, wo er 1950 zum o.Prof. für Kanonistik ernannt wurde. Sein Hauptverdienst ist die Wiederentdeckung der urspr. Ekklesiologie (Kirche), die er angesichts der Gleichsetzung sowohl des Abendmahlsbrotes (…

Germogen

(138 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (auch: Ermogen; um 1530 – 17.2.1612 Moskau), Patriarch von Moskau. Bereits als Metropolit von Kazan' und Astrachan' als geistl. Schriftsteller hervorgetreten, hat er insg. 22 Werke hinterlassen. Am 3.6.1606 wurde er nach dem Tode Iovs und der Absetzung Ignatijs zum 3. Moskauer Patriachen (Moskau: I.) gewählt – als Freund des Zaren Vasilij Šujskij. Nach dessen Abdankung wäre er zur Anerkennung des 1610 zum russ. Zaren gewählten polnischen Thronfolgers Władysław nur bei dessen Übertritt z…

Kettler

(141 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] Kettler, Gotthard (Goddert; um 1517 bei Lippstadt – 1587 Kurland), letzter Ordensmeister des Deutschen Ordens in Livland und nach dem Zerfall des Ordensstaates seit 1562 unter polnischer Lehnshoheit erster Herzog von Kurland, einem Teil des ehem. Ordensgebiets, für den bei einer alten Burg schließlich die Hauptstadt Mitau (Jelgava) angelegt wurde. 1566 gründete er durch Heirat mit Anna von Mecklenburg eine erst 1737 erloschene Dynastie. Bereits zu seinen Lebzeiten galt Kurland, wo…

Makarij

(150 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (Bulgakov; Michail Petrovič; 19.9.1816 Surkovo bei Novyj Oskol – 9.6.1882 Moskau), Metropolit von Moskau (seit 1879), davor seit 1857 nacheinander Inhaber der Bischofsstühle von Tambov, Char'kov und Litauen (Baltische Länder), einflußreich v.a. als theol. Lehrer. Zunächst wirkte er an der Geistl. Akademie von Kiev (: II.) als Prof. für Gesch. und Kirchengesch., seit 1842 an der St.Petersburger Geistl. Akademie (Sankt Petersburg: II.) als Prof. der Theol. (Dogmatik), seit 1850 au…

Javorskij

(134 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] Javorskij, Stefan (Semën Ivanovič; 1658 Javorov bei Lemberg – 24.11.1722 Moskau). Nach Studien an polnischen Jesuitenschulen seit 1689 wieder in Kiev, wirkte er als Lehrer am dortigen Kolleg und als Abt. Von Peter d.Gr. 1700 als Metropolit von Rjazan' zum Patriarchatsverweser und 1721 zum Präsidenten des neugeschaffenen Hl. Synod bestellt, stand er dessen Reformplänen gleichwohl innerlich ablehnend gegenüber. So wurde dem bei ihm bestellten Gutachten über ein Unionsprojekt der Sor…

Altgläubige, russische.

(470 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] I. Die durch ihre Verwerfung der Kultusreformen des Moskauer Patriarchen Nikon seit 1653 aus der Großkirche gedrängten Gläubigen, die sich in eigenen Gemeinden zur Bewahrung der 1551 auf der Moskauer Hundertkapitelsynode festgeschriebenen altruss. Frömmigkeitsformen sammelten, wurden von den Behörden zunächst als Schismatiker (Raskol'niki), später als Altritualisten bezeichnet, während sie im Volk als die A. galten. Nicht die Notwendigkeit von Berichtigungen liturgischer Texte un…

Gnesen

(245 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (polnisch Gniezno), ca.50 km östlich von Posen gelegene Stadt mit rund 50 000 Einwohnern, als Sitz der ersten Piastenkönige und Mittelpunkt des 999 errichteten Erzbistums die Wiege sowohl des polnischen Staates als auch seiner Kirche (Polen). Zu den urspr. Suffraganen Krakau/Kraków, Breslau/Wrocław und Kolberg/Kołobrzeg kamen in den folgenden Jh. noch Posen/Poznań, Leslau/Włocławek, Płock, Lebus, Wilna, Łuck und Samogitien. Der Erwerb des Fürstentums Łowicz (westlich von Warscha…

Kondakov

(124 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] Kondakov, Nikodim Pavlovič (1.11.1844 Chalan bei Kursk – 17.2.1925 Prag), Bahnbrecher auf dem Gebiet der russ. Kunstgesch. und Ikonographie, lehrte als Prof. an den Universitäten Odessa seit 1871 und St. Petersburg seit 1888, ab 1920 in Sofija und seit 1922 schließlich an der Prager Karls-Universität. Von seiner grundlegenden Ikonographie der Gottesmutter (Ikonografija Bogomateri) konnten die ersten beiden Bde. noch 1914/15 in St. Petersburg erscheinen, während der dritte Ms. blie…

Aleksandr Nevskij

(109 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (30.5.1220 Jaroslavl' – 14.11.1263 Gorodok), seit 1236 Fürst von Novgorod und seit 1252 Großfürst von Vladimir, besiegte 1240 die Schweden an der Neva (daher sein Beiname) und 1242 die Deutschordensritter auf dem Eise des Peipus-Sees, unterwarf sich dagegen den Tataren, durch die er die russ.-orth. Identität weniger bedroht sah als durch den lat. Westen. Als Mönch gest., wurde er schon seit dem 14.Jh. als Heiliger verehrt. Peter d.Gr. überführte die Gebeine 1724 in die nach A. benannte Lavra in St.Petersburg. Peter Hauptmann Bibliography G.P.Majeska/A.I.Ponom…

Meletios Syrigos

(130 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (Taufname: Markos; 1585 Heraklion, Kreta – 13.4.1663 Konstantinopel), Archimandrit und Protosynkellos, bedeutender Prediger und Theologe, wirkte, durch den Tod des Vaters an weiteren Studien in Italien gehindert, zunächst auf Kreta als Mönch und Priester. Wegen seiner streitbaren Haltung ausgewiesen, ging er 1627 nach Alexandrien, wo er durch seine Predigten auffiel. Von Kyrillos Loukaris zu seiner Unterstützung nach Konstantinopel berufen, erhielt er dort 1630 das Kloster Chrys…

Lebus

(235 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] Lebus, kleine Landstadt, ca.10 km nördlich von Frankfurt/O. am linken Flußufer gelegen, teilt ihren an den Lutizenfürsten Lub (Lubosław) aus dem 9.Jh. erinnernden Namen nicht allein mit ihrem Hinterland, sondern hat ihn auch dem 1124 vom Polenherzog Bolesław III. Krzywousty gegründeten Bistum vermacht, das ihn behielt, obwohl sich sein Sitz 1276–1326 in Göritz (Górzyca) rechts der Oder ca.10 km flußabwärts und seit 1385 in Fürstenwalde an der Spree befand, wo man die Marienkirche…

Leskov

(132 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] Leskov, Nikolaj Semënovič (4./16.12.1831 Gorochovo bei Orël – 21.2./5.3.1895 St. Petersburg), russ. Schriftsteller. Als Enkel eines Geistlichen früh mit dem orth. Kirchenwesen vertraut, als Waisenknabe im Hause eines Medizinprof. in Kiev erzogen, als Angestellter einer Handelsfirma jahrelang in Rußland unterwegs, sammelte er eine Fülle von Eindrücken, durch deren Verarbeitung in Romanen und Novellen er, seit 1862 als Berufsjournalist und im Dienste des Kultusministeriums, zum getre…

Brjantschaninov

(139 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] Brjantschaninov, Ignatij (Dimitrij Aleksandrovič; 5.2.1807 Pokrovskoe bei Grjazovec – 30.4.1867 Nikolo-Babaevo bei Kostroma), russ. Asket, geistl. Schriftsteller und Bf. Als der adlige Absolvent der St. Petersburger Pionierschule 1827 nach einer Erkrankung aus dem Militärdienst ausscheiden durfte, machte er sich in mehreren Klöstern des russ. Nordens mit dem Mönchtum vertraut. Schon zwei Jahre nach Einkleidung und Priesterweihe veranlaßte Kaiser Nikolaj I. 1833 die Ernennung zum A…

Czenstochau

(134 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] (Cze¸stochowa), Großstadt in Südpolen, seit 1925 auch Bf.sitz (1995 mit 837 500 Katholiken in 286 Gemeinden), birgt mit dem 1382 gegründeten Kloster der urspr. ungar., heute nur noch in Polen vertretenen Eremitenkongregation der Pauliner auf dem »Hellen Berg« (Jasna Góra) den wichtigsten polnischen Wallfahrtsort. Im Mittelpunkt der Verehrung steht das von Kerzenrauch geschwärzte Gnadenbild der »Schwarzen Muttergottes« aus dem 14.Jh. Nachdem das Kloster 1655 als einzige Festung P…

Klemme

(142 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] Klemme, Pankratius (um 1475 Hirschberg in Schlesien – 20./21.9.1546 Danzig). Nach Eintritt in das Dominikanerkloster zu Danzig wirkte er daselbst seit 1498 an der Johanniskirche zunächst als Kantor, nach Rückkehr von Studien in Süddeutschland, wo er für die Reformation gewonnen wurde, seit 1526 als Prediger. Im Herbst 1529 setzte er seine Predigttätigkeit an St. Marien fort, wo der Rat 1536 für ihn ein selbständiges Pastorat neben der unverändert kath. Pfarrstelle einrichtete. In …

Jaroslav

(141 words)

Author(s): Hauptmann, P.
[English Version] der Weise (Mudryj; um 978 – 20.2.1054), Sohn Vladimirs des Heiligen, vertrieb als Teilfürst von Novgorod den älteren Bruder Svjatopulk 1019 aus Kiev und wurde nach dem Tode des jüngeren Bruders Mstislav von Černigov und T'mutorkan 1036 Alleinherrscher über das Kiever Rus'-Reich, das unter ihm seine höchste Blütezeit erlebte. Er betrieb den Ausbau seiner Hauptstadt nach dem Vorbild Konstantinopels und ließ u.a. 1037–1046 in Kiev die steinerne Sophienkathedrale errichten. Bei der Er…

Bekenntnisschriften

(2,611 words)

Author(s): Peters, C. | Hauptmann, P.
[English Version] I. Westen CD=Corpus (Corpora) doctrinae, KO=Kirchenordnung 1. Begriff und Sache. B. sind offiziell autorisierte, urkundlich fixierte Lehraussagen (Bekenntnisse, Bekenntnissammlungen, CD), durch die eine verfaßte (Kirchenordnungen) christl. Kirche die ihr eigentümlichen Glaubenseinsichten artikuliert, ihre Verkündigung und Lehre normiert und sich damit zugleich von andersartiger Verkündigung und Lehre distanziert. Als Sammlungen verbindlicher Bekenntnisse und Lehrnormen sind B. eine typi…

Katechismus

(3,185 words)

Author(s): Elst, F.T. | Schulz, E. | Hauptmann, P. | Fraas, H.
[English Version] I. Zum Begriff Der K. leitet sich als Begriff und in seiner inhaltlichen Bedeutung vom griech. Wort κατη´χειν/katē´chein (»entgegentönen«) ab. Aus dieser sprachlichen Wurzel ergibt sich eine semantische Konnotation, die Glaubensweitergabe grundlegend so versteht, daß Glaubensinhalte in der persönlichen Bezeugung (vgl. das lat. Wort personare »durchtönen«) vermittelt werden. Erst im transitiven Sinn bekommt das griech. κατη´χειν die Bedeutung von »unterrichten«, die im spätlat. Begriff »catechizare« zum Ausdruck kommt. Katechese vers…

Märtyrer

(5,937 words)

Author(s): Beinhauer-Köhler, B. | Wischmeyer, W. | Köpf, U. | Strohm, C. | Hauptmann, P. | Et al.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich Der Terminus Martyrium (griech. μαρτυ´ριον/martýrion) wurde im frühen Christentum geprägt und bez. dort ein tödliches Selbstopfer als Glaubenszeugnis im Konflikt der Rel. Hist. und syst. Bezüge finden sich in vielen Kontexten, wobei vergleichbare Begriffe leicht anderes implizieren, z.B. der isl. šahīd, »Zeuge«, der vornehmlich im Kampf fällt und sich diesem Schicksal motiviert durch die Hoffnung auf das Paradies (: V.) aussetzt. Beim christl. Martyrium und nah verwandten Formen steht das Erdulden von Verfolgung b…
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