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Your search for 'dc_creator:( "Walther, Gerrit" ) OR dc_contributor:( "Walther, Gerrit" )' returned 143 results. Modify search

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Dissimulation

(2,195 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Concept and overviewIn most of the cultural languages of Europe, dissimulation at the beginning of the early modern period was denoted using the Latin terms simulatio and  dissimulatio that had been current since Cicero and that Tacitus, in particular, made his own. While the latter meant concealing one's own views and intentions, the former meant simulating ideas and plans other than those one really had in mind. Although dissimulation, as a form of lying (Lie), was strictly frowned upon - telling the truth was a comm…
Date: 2019-10-14

Egyptology

(1,550 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Theology and languageModern Egyptology was born on September 27, 1822, when Jean-François Champollion (1790-1832) presented his Lettre à M. Dacier to the Paris Académie des inscriptions et belles-lettres. The document provided the basis for the decipherment of the Ancient Egyptian hieroglyphs [8]; [9]. European scholars had begun researching the writing, language, and culture of Ancient Egypt from the 15th century, but they had done so mostly from the perspective of the theological problem of the relationship between Egyptian and…
Date: 2019-10-14

Antiquarianism

(2,164 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Terminology and form Before 1800 the Latin word antiquitates (“antiquities”; French antiquités, German Antiquitäten), made popular by the famous (but fragmentary) antiquarian treatise Antiquitates rerum humanarum et divinarum (“Antiquities of Human and Divine Institutions”) of the Roman scholar Marcus Terentius Varro (116–27 BCE) was used synonymously with archaeology. It referred to written accounts or material remains (such as coins, monuments, works of art, everyday objects) that could provide information about cults…
Date: 2019-10-14

Barbar

(1,759 words)

Author(s): Grünberger, Hans | Walther, Gerrit
1. BegriffDer schon bei Homer verwendete Begriff wurde seit dem 14. Jh. zu einem zentralen Schlagwort europ. Kulturkritik. Polemisch bezeichnete er jeden, der die Werte, Forderungen und Vertreter humanistischer Bildung ignorierte oder gar aktiv bekämpfte (Humanismus), bzw. jeden, dessen soziale Machtansprüche nicht durch eine entsprechende Aufgeschlossenheit für nzl. Kultur und für urbane Formen gesellschaftlichen Umgangs legitimiert schienen. Besondere polemische Kraft erhielt der Vorwurf, ein B…
Date: 2019-11-19

Subjektivität

(1,513 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Christophersen, Alf
1. Allgemein 1.1. BegriffUnter S. (von lat. subiectum, »das Daruntergelegte«; als Terminus der klassischen Rhetorik: »das [einer Aussage] Zugrundeliegende«) versteht man seit dem Ende des 18. Jh.s eine philosophische Einstellung oder Haltung, die Welt und Wirklichkeit nicht als etwas objektiv Gegebenes ansieht, sondern als eine Vorstellung bzw. Schöpfung des sie wahrnehmenden Subjekts. Dieser Akzent auf der Wahrnehmung unterschied S. von Anfang an von ähnlichen Kategorien wie dem Charakter (als Wesensart und sittliche Beschaffenheit eines Subjekts; Tugend) oder der Indiv…
Date: 2019-11-19

Gräzistik

(3,329 words)

Author(s): Landfester, Manfred | Walther, Gerrit
1. Begriff und FunktionDer erst seit der 2. Hälfte des 20. Jh.s übliche Begriff G. bezeichnet die wiss. Beschäftigung mit der »schönen«, philosophischen und fachwiss. Literatur und Sprache der griech. Antike (8. Jh. v. Chr.–6. Jh. n. Chr.). Zusammen mit der Latinistik oder Lat. Philologie bildet die G. seit dem 19. Jh. die Klassische Philologie. Die Renaissance definierte die wiss. Erschließung der griech. – wie auch der lat. – Literatur und Sprache durch deren Funkton als studia humanitatis (»Studien der Humanität«; C. Salutati, L. Bruni) und hob damit auf ihren u…
Date: 2019-11-19

Methode

(1,726 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Schliesser, Eric
1. Bedeutung und BegriffEine M. – ein planmäßiges, standardisiertes Verfahren, Informationen zu gewinnen, zu prüfen und zu einer Wissensordnung zu formieren – ist in allen Wissensgesellschaften ein unabdingbares Moment gelehrter Tätigkeit. Charakteristisch für die Entwicklung der M. im nzl. Europa war ihre fortschreitende Emanzipation von den Inhalten dieses Wissens. Hatte sie anfangs als Lehr- und Beweis-Verfahren von Theorien und Dogmen, Traditionen und Autoritäten gedient, die unabhängig von ihr entstanden und bestanden, rückte sie im Laufe der N…
Date: 2019-11-19

Kanon

(2,082 words)

Author(s): Dücker, Burckhard | Walther, Gerrit
1. BegriffDer griech. Begriff kanṓn (ursprgl. »Maßstab« des Handwerkers, »Richtschnur«) besaß in der Antike diverse Bedeutungen, die alle eine generell gültige Norm ausdrückten. In der bildenden Kunst bezeichnete er etwa seit Polyklet (5. Jh. v. Chr.) die Proportionslehre des menschlichen Körpers, in der Musik seit den Pythagoreern (5. Jh. v. Chr.) ein zwölfgeteiltes Messinstrument zur Bestimmung der Intervalle, in der Erkenntnistheorie seit Demokrit (4. Jh. v. Chr.) den Sinn für das Wahre und die Fähigkeit zur Kritik, in der Rhetorik seit Cicero (1. Jh. v. Chr.) ein s…
Date: 2019-11-19

Geschmack

(1,772 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Kanz, Roland
1. BegriffAus jenem der fünf Sinne, der dem Mund zugehört, wurde G. (lat. gustus bzw. sapor, ital. und span. gusto, franz. goût, engl. taste) spätestens im 17. Jh. zu einem universalen Begriff für die Begabung, das Schöne wahrzunehmen, zu schätzen, zu beurteilen und ggf. zu (re)produzieren. In diesem Sinne stand er zugleich für die Fähigkeit, in jeder Lebenslage das jeweils Angemessene (lat. aptum; Decorum) und Würdige zu tun bzw. zu verkörpern.Gerrit Walther2. Träger, Funktionen, OrteDie Begriffe und Leitideale des G. speisten sich aus der klassischen Rhetorik, die …
Date: 2019-11-19

Orden

(2,745 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Mertens, Benedikt
1. Begriff und DefinitionO. (von lat. ordo, das so zentrale polit.-soziale Kategorien wie Ordnung, Stand und Rang [3. 935 f.], im christl. Latein dann »Klerus«, »klösterliche Gemeinschaft« bezeichnete) war in der Nz. ein mehrdeutiger, aber stets hohes Prestige assoziierender Begriff. Allgemein bezeichnete er eine exklusive Gemeinschaft, deren Mitglieder sich unter Führung einer vornehmen oder charismatischen Persönlichkeit verbunden und durch einen Eid gelobt hatten, gemeinsam für bestimmte als fundamental anerkannte Ziele zu wirken. Bei …
Date: 2019-11-19

Forschung

(3,968 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Gierl, Martin
1. Allgemein 1.1. BegriffFür das Streben, das vorhandene Wissen gezielt zu erweitern, gab es in der Nz. auffällig viele Bezeichnungen. Neben den gebräuchlichen lat. Begriffen explorare (»erkunden«), scrutari (»ergründen«), experiri (»erproben«) und probare (»ausprobieren«) nannten Enzyklopädien des 17. Jh.s etwa lat. aucupari, ( per) contari, requitare, rogitare, ( in) vestigare, quaerere, inquirere, sciscere, ( sci) scitari. Wer dergleichen tat, war ein scrutator, percontator, rimator, ( in) vestigator oder in- bzw. perquisitor. Aus diesen Begriffen entstanden E…
Date: 2019-11-19

Genealogie

(2,350 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Graf, Klaus
1. Begriff und FormenSeit Hekataios von Milet im 6. Jh. v. Chr. genealogíai (»Nachrichten über [adelige] Geschlechter«) sammelte, bezeichnet G. die Kunst, die Stellung eines Subjekts innerhalb seiner biologischen Verwandtschaft (lat. genus bzw. gens) zu ermitteln bzw. die Abfolge der Generationen innerhalb einer Familie zu rekonstruieren und darzustellen. Die genealogische (= gen.) Betrachtung dürfte das weltweit älteste und verbreitetste Verfahren sein, Stand und Rang eines Menschen in der Gesellschaft zu bestimmen bzw. Vergangenheit zu erinnern, zu erzählen, auf…
Date: 2019-11-19

Fortschritt

(2,025 words)

Author(s): Sparn, Walter | Walther, Gerrit
1. BegriffDas um 1770 aus dem franz. progrès gebildete Wort »F.« bezeichnet wie dieses und seine Äquivalente (engl. progress, improvement, advancement; ital. progresso) die spezifisch nzl. Auffassung geschichtlicher Bewegung und Veränderung im Unterschied zu älteren Bewegungsbegriffen wie »Weg«, »Wachstum« oder » Entwicklung«. Zwar können auch schon die lat. Wortwurzeln (lat. progressus, profectus, processus) die Veränderung der Dinge hin zum Besseren bedeuten; das an kosmischen Zyklen orientierte Weltbild der Antike, aber auch die christl. Vorst…
Date: 2019-11-19

Barbarian

(1,952 words)

Author(s): Grünberger, Hans | Walther, Gerrit
1. Concept This term, already used by Homer, became a key term in cultural critique from the 14th century onwards. Used polemically, it meant anyone who ignored the values, demands and representatives of humanist education, or indeed opposed them ( Bildung; Humanism), or anyone whose social claims to power did not appear legitimated by a corresponding openness to Early Modern culture and to urban forms of social intercourse. There was special polemical force in the accusation of being a barbarian, precisely because of the variety of …
Date: 2019-10-14

Method

(1,806 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Schliesser, Eric
1. Concept and meaningA method - a planned, standardized procedure for obtaining and verifying information and arranging it into a knowledge system, is an indispensable element of learned activity in all knowledge societies. The development of method in early modern Europe was characterized by its gradual emancipation from knowledge content. To begin with, method served as a procedure of teaching and demonstrating (Proof) theories, dogmas, traditions, and authorities that arose and endured independ…
Date: 2019-10-14

Greek studies

(3,561 words)

Author(s): Landfester, Manfred | Walther, Gerrit
1. Definition and function The term  Greek studies, which did not come into common use until the second half of the 20th century, denotes academic study of the classical Greek language and Greek belletristic, philosophical, and technical literature from the 8th century BCE to the 6th century CE. Since the 19th century, Greek studies together with Latin studies or Latin philology have constituted classical philology. The Renaissance defined the academic study of both Greek and Latin and their literatures as  studia humanitatis (“studies of humanity”; C. Salutati, L. Bru…
Date: 2019-10-14

Canon

(2,488 words)

Author(s): Dücker, Burckhard | Walther, Gerrit
1. Term The Greek word kanṓn (orig. craftsman’s ‘measure’, ‘standard’) had a range of meanings in Antiquity, all of which referred to a generally valid norm. In art, for instance, it denoted from around the time of Polyclitus (5th century BCE) the proportion theory of the human body. In music, beginning with the Pythagoreans (5th century BCE) it was a twelve-part measuring instrument for determining the intervals. In epistemology from Democritus (4th century BCE) it was the sense of truth and the fac…
Date: 2019-10-14

Genealogy

(2,589 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Graf, Klaus
1. Concept and forms Ever since Hecataeus of Miletus collected genealogíai (“information about [noble] families”) in the 6th century BCE, the term ‘genealogy’ has denoted the art of ascertaining the place of a subject within his or her biological kin (Latin genus or  gens), or of reconstructing and portraying the succession of generations within a family. The genealogical perspective may be the world's oldest and most widespread method for determining the class (Estates of the realm) and rank of a person in society and for recalling, recording, and presenting the past.In the e…
Date: 2019-10-14

Weltgeschichte

(6,044 words)

Author(s): Walther, Gerrit | Nolte, Hans-Heinrich
1. Universalgeschichte 1.1. Begriff und AufgabeW. ist diejenige Gattung der Historiographie, die die Geschichte aller Länder, Nationen, Völker und Kulturen im Gesamtzusammenhang darzustellen sucht, also eine vollständige Geschichte der Menschheit anzielt – und zwar möglichst von den frühesten Anfängen bis zur Gegenwart. Sie teilt diesen Anspruch mit der Universalgeschichte (= Ug.; von griech. kathólu historía, lat. historia universalis), die als Begriff älter ist (um 310 bei Eusebius von Caesarea [14. 347]), während »W.« – zunächst nur als Pluralwort – erst am End…
Date: 2019-11-19

Historiker

(1,977 words)

Author(s): Blanke, Horst Walter | Walther, Gerrit
1. Allgemein 1.1. Begriff Ein H. ist den meisten Lexika des 19. und 20. Jh.s zufolge ein »Geschichtsforscher und -schreiber«, so auch bei Grimm [1] (vgl. Historiographie). Autoren, die sich mit geschichtlichen Sachverhalten beschäftigen, gab es seit Beginn der Schriftlichkeit in Europa ( Homer und Moses, oder Herodot, Thukydides, Livius, Polybios und Tacitus). Erst seit der Spätaufklärung bildete sich aber ein eigenständiger Beruf des H. heraus.In seiner Einleitung zur Übersetzung eines Texts des franz. H. Mably ( Von der Art die Geschichte zu schreiben) differenzierte A. L. Sc…
Date: 2019-11-19
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