Search

Your search for 'dc_creator:( "Haase, Mareile (Berlin)" ) OR dc_contributor:( "Haase, Mareile (Berlin)" )' returned 10 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Proserpina

(767 words)

Author(s): Haase, Mareile (Berlin)
Röm. Gottheit; von Cic. nat. deor. 2,66 erklärt als diejenige, die von den Griechen Persephone genannt wird. [English version] A. Theologie Die Herleitung des Namens P. von lat. (pro-)serpere, “(hervor-)schlängeln”, bei Varro steht allgemein im Zusammenhang mit der allegorischen Deutung der P. als “Getreidekeim” ( frumenta germinantia) und als “unterer Teil der Erde” ( terrae inferior pars) sowie mit der daraus abgeleiteten Assoziation mit anderen Gottheiten (z. B. Luna, Diana, Tellus, Vesta: Varr. ling. 5,68; Varr. antiquitates fr. 28, 167, 268 Card…

Pars antica, postica

(193 words)

Author(s): Haase, Mareile (Berlin)
[English version] T.t. röm. Divination (VII.) (Vogelschau: z.B. Serv. Aen. 2,453; Blitz- und Donnerdeutung: schol. Veronensia Verg. Aen. 2,693). Vom Ausführenden aus bezeichnet p.a. die beiden vorderen, p.p. die beiden hinteren räumlich-semiotischen Einheiten ( partes, spatia: Serv. ecl. 9,15) des mit Hilfe eines rechtwinkligen Achsenkreuzes konstruierten Beobachtungsfeldes ( templum ). Dieses auch der röm. Feldmessung zugrundeliegende räumliche Orientierungssystem mit den Grenzziehungsregeln ( constitutio limitum: Hyginus p. 166f. Lachmann) wird von Varro …

Libum

(190 words)

Author(s): Haase, Mareile (Berlin)
[English version] (-us; griech. σποντίτης/ spontítēs u.a.; kleines l.: libacunculus). (Honig-)Gebäck, Art placenta (Opferkuchen; Serv. Aen. 7,109). Arten: [1]; u.a. strues (Fest. 407 L.); vgl. umbr. strusla (Tabulae Iguvinae: [2]). Rezept: Cato agr. 75. Eingeführt von Numa laut Enn. ann. fr. 121 V. Herstellung, Verkauf durch Kuchenbäcker, libarii: Sen. epist. 56,2; CIL IV 1768, fictores : Varro ling. 7,44. Bildliche Darstellungen sind nicht sicher zuordenbar [3]. Das l. ist Kultelement: Kombination mit flüssigen ( merum, lac: Wein, Milch; l. von libare “ein Trankopfer bring…

Numa Pompilius

(583 words)

Author(s): Haase, Mareile (Berlin)
[English version] (Νομᾶς, Νόμας, Νουμᾶς). In der ant. Überl. zweiter König Roms nach Romulus, Begründer röm. Sakralgesetzgebung und röm. Staatskults ( sacra publica: Liv. 1,32,2). Der Vatername “Numas” in der etr. Inschr. auf einer erst hell. Urne aus Perugia (ET Nr. Pe 1.11; [3. 350]) ist kein Beweis für etr. Herkunft des Namens (anders z.B. [1. 88]). Der Überl. zufolge stammt N. aus der Stadt Cures im Sabinerland; sein Geburtstag stimme mit dem Gründungstag Roms am 21. April überein (Cic. rep. 25; Liv. 1,18,1; Dion. H…

Numitor

(153 words)

Author(s): Haase, Mareile (Berlin)
[English version] (griech. u.a. Νεμέτωρ, Νομήτωρ). Figur aus der Sage um die Gründung Roms durch Romulus: älterer Sohn des Proca; Vater der Rhea Silvia; König von Alba Longa. Von seinem Bruder Amulius entthront, wird N. mit Hilfe seiner Enkel Romulus und Remus wieder eingesetzt (z.B. Liv. 1,3-6; Dion. Hal. ant. 1,71; 76-84; Plut. Romulus 3-8); dieses Ereignis markiert in der Erzählung den der Stadtgründung direkt vorausgehenden Zeitpunkt. N. wird in der Lit. zur Gesch. Roms zuerst bei Fabius Pictor (2. H. 3. Jh.v.Chr.) erwähnt, als dessen Quelle Diokles [7] von…

Limitation

(1,300 words)

Author(s): Haase, Mareile (Berlin) | Kuhnen, Hans-Peter (Trier)
( limitatio). [English version] I. Etruskische Voraussetzungen Die Definition des tatsächlichen und des symbolischen Raumes durch Ziehen von Grenzen ( limites; Varro bei Frontin. de agri mensura p. 27 L.) war bei den Etruskern Voraussetzung für korrekte Zeichendeutung (Divination) und -setzung (Stadtgründung): die Deutung von Himmelszeichen beruht auf ihrer Einordnung in Abschnitte des Achsenkreuzes, in die der Himmel geteilt wird; das Kreuz ist durch Ausrichtung an den Koordinaten räumlich verankert (Orientierung)…

Iynx

(274 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton) | Haase, Mareile (Berlin)
(ἴυγξ). [English version] [1] Dämon im Zusammenhang mit der Weltentstehung Mit i. (“tönend”, vgl. ἰύζω) werden 1. ein Vogel, 2. ein summendes, in mag. Riten verwendetes Rad und 3., in der Theurgie, ein Dämon bezeichnet, der mit der Weltentstehung verbunden ist und zw. Menschen und Göttern vermittelt. Im Mythos wird der Vogel aus einer verführerischen Nymphe verwandelt, der Tochter von Echo oder Peitho und vielleicht Pan (Kall. fr. 685; Phot. und Suda, s.v. I.), oder aus einer Frau, die mit den Musen im Singen wetteiferte (Nikandros bei Antoninus Liberalis 9). Rad und Vogel waren wich…

Saeculum

(669 words)

Author(s): Haase, Mareile (Berlin) | Rüpke, Jörg (Erfurt)
(“Zeitalter”). [English version] I. Allgemeines Die ant. Theorien zum s. behandelt Censorinus [4] in Kap. 17 von De die natali (238 n. Chr.) im Rahmen chronographischer Ausführungen. Seine Quelle ist u. a. Varro, der Serv. Aen. 8,526 zufolge einen Text De saeculis verfaßte. Cens. 17,2 definiert s. als “längstmögliche menschliche Lebensdauer” ( spatium vitae humanae longissimum partu et morte definitum). Etr. (17,5-6) und röm. Trad. (17,7-15) sind bei Censorinus klar geschieden ( Roman(or)um s.: 17,7): Die rituelle Inszenierung des Beginns eines neuen s. durch die ludi Terentini o…

Hochzeitsbräuche und -ritual

(1,864 words)

Author(s): Oswald, Renate (Graz) | Haase, Mareile (Berlin)
[English version] I. Allgemeines Der Zweck aller ant. H. ist es, das Brautpaar kult. zu reinigen, den Bund durch Opfer zu besiegeln, die Fruchtbarkeit zu steigern und Kraft zu spenden, die Braut auf ihrem Weg zum Haus des Ehemannes vor Unheil und Schadewesen zu schützen und sie in ihren neuen Status als Ehefrau und Mutter einzuführen. Die Riten erstreckten sich über mehrere Tage, begannen im Haus der Braut, wo sie die Trennung vom elterlichen Herd signalisierten, bezogen den Weg zum Haus des Bräutig…

Isis

(2,183 words)

Author(s): Grieshammer, Reinhard (Heidelberg) | Takacs, Sarolta A. (Cambridge, MA) | Haase, Mareile (Berlin)
[English version] I. Ägypten Herkunft, Deutung des Namens und urspr. Funktion der ägypt. Göttin I. sind nicht eindeutig geklärt. Vieles spricht für ihre Heimat im 12. unteräg. Gau mit seiner Hauptstadt Per-Hebit ( pr-ḥbjt), lat. Iseum, h. Bahbīt al-Ḥiǧāra. Der mit dem Bild eines Thrones geschriebene Name hat lange die Annahme bestimmt, I. personifiziere den königlichen Thron. Doch die sehr wahrscheinliche Grundform des Namens ( st) charakterisiert I. als “die, die herrschaftliche Macht hat”. Bedeutsam ist die Einbindung in den Osiris-Mythos, in dem mehrere d…